Nvidia veröffentlicht quelloffene Linux-Kernel-Treiber für seine GPUs

Lange hatte die Linux-Community bzw. die Open-Source-Gemeinschaft es gefordert, nun kommt Nvidia den Wünschen nach: Der Grafikkarten-Hersteller hat seine GPU-Kernel-Module für Linux als Open-Source-Versionen veröffentlicht. Da zieht man inzwischen also mit AMD gleich, die bereits seit einigen Jahren so verfahren.

In einem Blog-Beitrag beschreibt Nvidia seine Entscheidung und die zukünftige Verfahrensweise. Ab der Beta R515 stehen die neuen quelloffenen Treiber für alle Desktop- und Datenzentren-Grafiklösungen stramm. Man unterstützt Modelle ab den Turing- und Ampere-Generationen. Unterschiede gibt es bei der Stabilität. Nvidia bezeichnet die Datacenter-Varianten als „production ready“, weist die GeForce- und Workstation-Kernel-Module aber als Alpha-Pendants aus.

Da jetzt quelloffene GPU-Kernel-Module zur Verfügung stehen, will Nvidia die Entwicklung der Closed-Source-Versionen zurückfahren. Wer mal hereinschauen will: Es existiert bereits ein GitHub-Repository, in dem die Daten für die Treiber unter GPL/MIT-Lizenz frei zur Verfügung stehen.

Für Distributoren ermöglicht es die Veröffentlichung, die Treiber direkt zu integrieren und anzupassen. Konsequenterweise haben Canonical, Suse und Red Hat den Schritt von Nvidia bereits ausdrücklich gelobt.

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7 Kommentare

  1. Linuxzocker says:

    Und schonwieder ist die Hölle zugefroren. Sehr geil, kann das wirklich nur begrüßen! *gleich mal GTX 3070 preischeck*

  2. Leider ist meine Grafikkarte zu alt, aber trotzdem ein super Schritt! Hoffentlich folgt bald der userspace. Der ist wohl weiterhin proprietär. Nur der Kernel ist jetzt open source.

  3. Ich habe mich schon gewundert, was Steve Ballmer mit NVidia und Linux zu tun hat…

  4. Wunder geschehen

  5. Well well well. Gibt man den Leuten von LAPSUS nun nach^^
    https://www.computerbase.de/2022-03/lapsuss-nvidia-ransom-hack/

  6. Leider auch nur ein halbgarer Schritt – und v.a. da wo man so langsam „gezwungen“ ist (Data Center etc.). Nvidia tut das nicht für die Consumer/Gamer. Und letztlich schieben sie auch einfach „nur“ alles was ihnen proprietär wichtig ist direkt in die Firmware.
    Natürlich für Linux und die Community dennoch ein Erfolg, gerade mit/gegen Nvidia

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