Nuki Smart Hosting: (Kurz-)Vermieter müssen bald für API-Zugriff bezahlen

Das smarte Türschloss Nuki brauchen wir unseren Lesern nicht mehr erklären, mehrere Unternehmen tummeln sich bereits auf diesem Markt. Nuki, die auch ein Keypad mit Fingerabdruckleser auf den Markt bringen werden, hat sich derzeit den Zorn einiger Nutzer zugezogen. Grund dafür ist eine neue Option „Nuki Smart Hosting„, die ab Oktober verfügbar sein soll.

Konkret werden da wohl Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern betroffen sein. Nuki stellt eine Schnittstelle bereit, über die beispielsweise automatische Codes für Gäste erstellt werden können, um das Schloss zu öffnen – nach der Abreise wird dann automatisiert der Zugang verwehrt.

Die derzeit frei verfügbare Schnittstelle von Nuki wird also dichtgemacht, an die Stellte tritt das kostenpflichtige Nuki Smart Hosting. Laut Nuki wolle man den höchstmöglichen Qualitätsstandard aufrechterhalten und das Serviceangebot erweitern. Kunden des Hostings erhalten 15 % Rabatt auf Zubehör und bekommen auch das Smart Lock vergünstigt. Bestandskunden können das Hosting ein Jahr ausprobieren, danach kostet es 79 Euro jährlich.

Immerhin: die Web-API (Zugriff per API-Token) soll kostenlos bleiben, aber eben nicht für die Nutzung über Kurzvermietungen. Verständlicherweise verärgert sind da nun also die Nutzer, die bislang kostenlos auf die Schnittstelle zugegriffen haben und Nuki als Lösung auserkoren haben. Natürlich können Vermieter weiterhin Nuki nutzen und es auch ihren Gästen zugänglich machen – die Integration mit Partnern wie Airbnb, Smoobu, BookingSync, Guesty oder Octorate, ist aber ausschließlich mit Nuki Smart Hosting möglich.

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22 Kommentare

  1. Typische kostenlos-Mentalität.
    Wenn Vermieter mit ihren Objekten Geld verdienen und zur Gewinnerwirtschaftung externe Dienstleistungen nutzen, so muss man dafür auch bezahlen.
    Letztendlich wird das ja eh an den Mieter umgelegt.

    Ich kann das Gejammere also nicht nachvollziehen.

    • Jo, am Ende wird es leider so laufen.

    • Masterbaiter says:

      Lol, dir scheint nicht klar zu sein, dass diese Leute bereits Kunden von Nuki sind. Sie haben die Schlösser gekauft, mit Geld. Jetzt beschneidet Nuki nachträglich die ursprünglich bereits bezahlten Funktionen und will dafür extra kassieren. Fachbegriff dafür ist Bait-And-Switch. Will du die bereits bezahlten Funktionen weiter nutzen muss du nochmal blechen oder das Schloss wird nutzlos für den eigentlich gedachten Zweck dieser Kunden. Warum sind die nur unzufrieden diese Kunden? Hmm, ein Mysterium, wir werden es wohl nie herausfinden.

      • „Nuki stellt eine Schnittstelle bereit, über die beispielsweise automatische Codes für Gäste erstellt werden können“

        Es wird eine neue Schnittstelle bereit gestellt, also was soll dann die Aufregung? Die automatische Codes gab es so vorher glaube ich nicht, das habe das aber auch noch nie benutzt.

        • Jonas Wagner says:

          Ja, es kommen neue Funktionen dazu, um den Mehrpreis zu rechtfertigen. Aber die bisherigen, einfacheren und kostenlosen Funktionen werden eingestellt.
          Würde mich auch ärgern, wenn ich von den Einschränkungen betroffen wäre.

        • Das ist Quatsch. Die Funktion habe ich seit Monaten verwendet. Keine Ahnung wie lange sie in Summe zur Verfügung steht. Nun wird einfach eine bestehende Funktion kostenpflichtig für saftige 5,95 EUR /Monat pro Schloss. Wir verwenden derzeit zwei Schlösser, dass sind 12 EUR im Monat für kaum einen Mehrwert.
          Ich kenne Hosts die haben 8 Schlösser. Ich finde diese Preiserhöhung absolut unverhältnismäßig.

          • Ein Vermieter, der mit einer Wohnung im Monat locker 1500 bis 2000 Euro erwirtschaften kann, jammert über 5,95 Euro/Monat, die er für eine Komfort-Schnittstelle zur automatischen Verwaltung seiner AirBNB-Gästezugänge zahlen soll? Mir kommen gleich die Tränen. Das sind dann vermutlich Hosts, die auch mit dem Bereitstellen von Filtertüten für die Kaffeemaschine oder Seife im Bad geizen. Für eine gewerbliche Anwendung wird man auch bei Freeware im Software-Bereich oft zur Kasse gebeten. Nur gerecht.

    • Kann das Gejammere ebenfalls nicht nachvollziehen.
      79 Euro im Jahr sind absolut nichts über das ich mir als Vermieter Gedanken machen würde. Solche Kosten werden in die Miete der Ferienwohnung eingepreist und gut ist.

      • Bauer Teller says:

        Und zusätzlich von der Steuer abgesetzt…

      • Stimmt, vielleicht sollte ich meine Preise für die Ferienwohnung noch weiter nach oben anpassen. Finde es immer schade, dass ab einem gewissen Preisniveau nur noch Pärchen ohne Kinder kommen.
        Als Familienvater versuche ich in der Preisgestaltung den Mittelweg zu finden. Wer länger bleibt bekommt einen Wochenrabatt. Belegung von 3 Personen kostet analog von 4 Personen. Aufpreis zu 6 Personen ist moderat.

        Derzeit ist es für die Hosts unfassbar schwierig Betriebswirtschaftlich zu kalkulieren. Energiepreise, Heizkosten, Personalkosten, Reparaturen an der Wohnung, Buchhaltung und Channelmanager – alle erhöhen sie ihre Preise. Im ganzen Jahr 2023 habe ich derzeit nur noch Preise wie zur Hauptsaison 2022.

        Glücklicherweise buchen derzeit insbesondere Amerikaner und Schweizer, die durch die Euroschwäche bei uns günstig Urlaub machen können.

    • Es wäre wie wenn Philipps seinen Toaster, Miele seine Mikrowelle und Bosch seine Spülmaschine nun auch im monatlichen Abo betreiben lässt für Hosts….
      Nur weil jmd mit einem Geschäftsmodell Geld verdient muss er das doch danach nicht an 100 Dienstleister teilen die schon Geld mit dem Geräteverkauf verdient haben…

      • Ist nicht direkt vergleichbar. Nuki muss für die Funktion Server betrieben und die Schnittstellen anbieten, damit der Dienst funktioniert. Toaster, Mikrowelle und Spülmaschine funktionieren auch ohne Cloud.
        Dienstleistungen mit laufenden Kosten für den Anbieter, die für Nutzer kostenlos angeboten werden, werden doch in der Regel oft in kostenpflichtige Abos gewandelt. Ob das nun kleine Firmen wie Nuki oder Tado sind oder bei Google der Fotospeicher.

    • Natürlich kann man sagen, dass in solchen Fällen die Kosten keine Rolle spielen. Und auch ich bin der Meinung, dass das „mit drin“ sein sollte. Trotzdem aber ist es doch ganz grundsätzlich ärgerlich, wenn etwas, was bisher nichts gekostet hat, auf einmal mit Gebühren belegt ist. Insofern ist doch der Unmut ganz generell doch nachvollziehbar, völlig unabhängig von den übrigen Umständen.

      • Naja was man bei dem Modell langfristig erwartet. Mich stört da mehr die Abhängigkeit die es auch vorher schon gab aber der Komfort siegt eben.

  2. Solange die Leute es kaufen funktioniert es halt.

    Aber gibt es überhaupt anständige Alternativen zu solchen „Cloud“ Schlössern? Ich habe gerade 2n auf dem Schirm. Ich will keine Cloud Anbindung oder ähnliches. Ein gutes lokal laufendes Schloss.

  3. Die Vermieter sollten doch froh sein. Wenn der Service Geld kostet, kann man sich eher darauf verlassen, dass er gepflegt und erhalten bleibt. Ein kostenloser Service wird eingestellt, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr aufgeht. Nur wer zahlt, kann auch Ansprüche stellen. Isso. Ihr verdient euch eine goldene Nase mit der Vermietung, wollt aber für den einfachsten Service nicht bezahlen? Weint leiser, ihr nervt.

  4. Blöd nur das Airbnb Nuki als Partner angeboten hat, man die Integration als Vorteil für die Anschaffung beworben wurde und nun trotz allem ein Abo kommt – das passt für mich nicht zu Nuki.
    PS Kickstarter V1, Update zu V2 und V3 ohne aktuell zu vermieten, hatte es aber als Möglichkeit gesehen, als Gelegenheistvermieter aber nicht mit Abo.

  5. endlich werden Leute die nie vor Ort sind und den nicht vorhandenen Wohnraum durch Vermietung blockieren etwas behindert.

    bei uns im Ort könnte ich kotzen bei all den Vermietern die sich Wohnungen kaufen, nie selber da sind und diese vermieten. und dann am besten noch an der Steuer vorbei und alles schön in die Tasche gesteckt….

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