Nokia 6.2 und 7.2 vorgestellt: Zwei Smartphones mit viel Ähnlichkeit

Nokia hat zwei neue Smartphones vorgestellt: Nokia 6.2 und Nokia 7.2. Die beiden Smartphones weisen dabei mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede auf, lediglich beim eingesetzten Prozessor und der Kamera sind hier Unterschiede zu finden. Beim Nokia 6.2 kommt ein Snapdragon 636 zu Einsatz, bei Nokia 7.2 ist es ein Snapdragon 660. Das sorgt auch für Unterschiede bei der LTE-Geschwindigkeit, das Nokia 6.2 unterstützt hier Cat4, das Nokia 7.2 Cat6.

Gemeinsam haben die beiden Smartphones ein 6,3 Zoll FHD+ Display mit Aussparung in Tropfenform. Da Verhältnis von Display zu Gerät beträgt 81,3 Prozent. Die Helligkeit des Displays wird mit 500 Nits angegeben, das reicht dann auch aus, um Inhalte von Amazon Prime Video in HDR10 wiederzugeben. Corning Gorilla Glass 3 schützt das Display.

Beiden Smartphones stehen 4 GB RAM sowie 64 GB Speicher zur Verfügung. Über einen microSD-Slot lässt sich der Sprecher um bis zu 512 GB erweitern. 3.500 mAh bietet der Akku, der sich über USB-C wieder aufladen lässt. Der Fingerabdruckscanner befindet sich an der Rückseite.

Kommen wir zu den Kameras, die wohl den deutlichsten Unterschied zwischen Nokia 6.2 und Nokia 7.2 liefern. So löst die Frontkamera des Nokia 6.2 8 Megapixel auf, beim Nokia 7.2 sind es 20 Megapixel.

Rückseitig bieten beide Modelle eine Triple-Cam, aber mit unterschiedlichen Auflösungen. Während beim Nokia 6.2 ein Setup mit 16 + 5 (Tiefensensor) + 8 (Weitwinkel) Megapixel zum Einsatz kommt, ist es beim Nokia 7.2 ein Setup mit 48 (Quad-Pixel) + 5 (Tiefensensor) + 8 (Weitwinkel) Megapixel. Bei normalen Aufnahmen sollte man da schon einen Unterschied wahrnehmen können.

Wem die 4 GB RAM und 64 GB Speicher beim Nokia 7.2 in der überall verfügbaren Version nicht ausreichen, der sollte eventuell bei Amazon vorbeischauen. Dort gibt es zum Verkaufsstart am 20. September das Nokia 7.2 exklusiv auch in einer Version mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher in der Farbe Schwarz – zum Preis von 349 Euro. Die Version mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher gibt es „überall“ für 299 Euro, ebenfalls ab dem 20. September. Das Nokia 6.2 ist etwas später verfügbar, ab dem 4. Oktober. 249 Euro kostet das Smartphone mit dem etwasschwächeren Prozessor und der auf dem Papier ebenfalls schwächeren Kamera.

Hier noch die (sehr ähnlichen) Spec-Sheets der beiden Geräte.

Nokia 7.2:

Nokia 6.2:

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Schade drum. Was für Riesenklopper.
    In einer handlichen Variante wäre es top gewesen.

  2. Ohje Nokia so gut angefangen und so nachgelassen…

    SoC beim 7.2 wieder ein 660iger wie im 7plus.. Der selbe speicher kein UFS… FS an der Rückseite..only 10 Watt laden möglich..

    Sorry aber wenn ich mein Xiaomi Mi9T danebenlege, was es mittlerweile für 260€ gibt sind das Welten.. Angefangen bei dem Display Speicher SoC..

    Langsam hab ich das Gefühl HMD verzockt sich.. Vorallem größeres Display und kleinerer Akku als beim 7plus..
    Was android One angeht ist Nokia nicht die Nummer 1.. Die sicherheitspatches hängen immer 1 monat hinterher.. Für das 7plus kommt android 10 erst in Q1 20…

    Was ich nu garnicht nachvollziehen kann ist wenn das ein „One“ Gerät ist was ende September Anfang Okt. auf den Markt kommt warum dann noch android 9? .. Klar hat man sich dann android Version 12 gespart..

    So schnell wie HMD mit Nokia gekommen ist werden se auch wieder verschwinden…Zuviele Geräte die viel zuähnlich sind in zu kurzer Zeit und einem Android One Update Versprechen, welches nicht mehr eingehalten werden kann bzw. wird..

    Bye Bye Nokia..

    • Also diese Kritik kann ich ein Stück weit nachvollziehen aber ich sehe hier eben eine klare Strategie für das mittlere Preissegment. Man bietet solide Geräte (Prozessor könnte besser sein – reicht aber für ein großen Teil der Nutzer mehr als aus) mit Android One und regelmäßigen Updates.

      Was den Release mit Android 9 angeht so gehe ich stark davon aus das man hier eher auf Nummer sicher gehen will und ein solides Gerät verkaufen möchte anstatt sich mit eventuellen Bugs bei neuen Geräten in die Nesseln zu setzen. Denn was man Nokia zu gute halten muss ist das es noch kein Gerät mit richtig großen Bugs beim Release gab und auch nach den Security Updates gab es nur seltenst größere Probleme.

      Man darf hier eben einfach nicht vergessen das die Versorgung mit Updates auch ein Kostenpunkt in der Kalkulation ist und da wir im 200-300 Euro Preissegment sind müssen dann irgendwo Abstriche gemacht werden. Und mit Ausnahme von Xiaomi (was für mich aufgrund der UI und oft fehlendem NFC nicht in Frage käme) bietet in dem Preissegment gefühlt niemand ein so solides Rundum-Paket aus vernünftiger Ausstattung, toller Kamera und Display, NFC – Bluetooth 5.0, Android One etc. an. Irgendwas ist bei den anderen Mid-Rangern sonst immer der Haken.

      Ich stimme zu das es keine „Knaller-Geräte“ sind aber die Strategie der guten Mid-Rangern wird sich hier fortsetzen und auch weiterhin für guten Absatz sorgen.

      • @Seb..

        nokia wird Xiaomi hier in Deutschland auf lange sicht nix entgegenbringen können.. Das CC kommt als mi9 lite .. Das einzige worüber man sich wirlich unterhalten kann ist android One zur MIUI.. aber da muss ich xiaomi zugute halten das sie Android MiUI und die Updates für Systemapps fein säuberlich trennen..

        • Ja das man da einen großen Mitbewerber hat daran habe ich auch keinen Zweifel. Jedoch hat Nokia hier gerade bei den Standard-Nutzern zumindest noch für eine ganze Weile den „Marken“-Bonus auch wenn das mit dem Original Nokia ja nicht mehr viel zu tun hat.

          Ich wäre aber vermutlich auch schon bei Xiaomi allerdings gibt es leider kein passendes Gerät. Android One ist für mich absolute Pflicht (da weiß ich was ich an Updates bekomme) und ich möchte das reine Android. Und die A-Reihe mit Android One von Xiaomi hat leider bis heute kein NFC, welches ich aber für GooglePay brauche.

          Im Kern ging es mir eben darum das man bei Nokia eben das Gesamtpaket sehen muss eben auch einschließlich eines guten Supports, toller Garantieabwicklung und das geht eben in Verbindung mit Updates und Co nicht zum Xiaomi Preis. Man siehe wie sich BQ daran verhoben hat….

    • Zudem: Die Rückkehr des Plastikrahmens, die auch Samsung feiert (gibt es einen unsinnigeren Material-Mix als Plaste und Glas?).
      Dabei stand zu Beginn neben der Update-Sicherheit das robuste Gehäuse-Design im Vordergrund.

  3. Nokia weiß endlich wieder, was eine Benachrichtigungs-LED ist….???!!!

  4. Ich finde das 7.2 gar nicht unattraktiv, ich brauche ja in einem knappen Jahr einen Nachfolger für mein MIA2.
    Und das 7.2 hat immerhin FullHD, 3fach Slot, Headset-Anschluss, NFC und BenachrichtigungsLED und pures Android. Alles Merkmale, die mir gefallen und die es nicht bei vielen Handys gibt.

    Allerdings würde ich für den Listenpreis eher ein Pixel 3a kaufen. Das heißt eigentlich kaufe ich kein Handy mehr über 200 Euro. Wie entwickeln sich denn bei Nokia die Straßenpreise?

    • Naua dann kannste ja ein 7.3 in einem Jahr gleich kaufen

      • Jupp. Wenn es denn mit einem Straßenpreis von unter 200 Euro startet. Außerdem brauche ich es nicht zur Ifa sondern im Juli. Wird also vielleicht doch noch ein 7.2.

        Wir haben wohl ähnliche „Vorlieben“, wenn ich mir Deinen Kommentar oben anschaue. 😉

  5. Ich kauf bei denen nix mehr. Hab meiner Mutter ein Nokia 5 gekauft weil die damals schon Updates versprochen haben. Die Kamera ist der letzte Rotz. Die Bilder sind unscharf und verwackelt ohne Ende und die Kameraapp stürzt alle Nase lang an und lässt sich nur noch über einen Geräteneustart wieder zur Zusammenarbeit überreden.
    Das können sie behalten.

  6. Bei Nokia bin ich hin- und hergerissen. Einerseits gute günstige Geräte mit smartem Design und Android One. Andererseits zu viele Geräte ohne echte Unterschiede und generell minderwertige Kameras. Der Kritikpunkt mit den Kameras trifft leider auch auf die Konkurrenz zu.

    Inzwischen gibt es haufenweise gute Android-Smartphones bis 250€, deren technische Daten für fast jeden vollauf genügen würden. Aber deren Kameras erreichen nicht einmal die Qualität eines 5 Jahre alten iPhones. Für mich daher unbrauchbar.

    Vom nervigen Trend, viel zu große Geräte anzubieten, die nicht in meine Hand passen, einmal abgesehen. Ich bleibe daher bei meinem alten iPhone und verpasse ihm einen neuen Akku.

  7. Schade, dass es nur mit Pie herauskommt, jetzt, wo Android 10 veröffentlicht wurde, denn das heißt, dass mit 2 Updates schon bei Android 11 Schluß ist, und das wird ja vermutlich schon in einem Jahr veröffentlicht werden.

  8. Wollte mir eigentlich das Nokia 7.2 bestellen. Aber nur Android 9 ist schon abschreckend. Ich vermute auch, Nokia will uns das sonst fällige Update auf 12 in 2 Jahren vorenthalten – anscheinend gefällt Nokia der uralte Werbespruch von Media Markt „Geiz ist…“.
    Aber der absolute Showstopper ist für mich, dass kein Nokia Android Smartphone dafür eingerichtet ist, VoLTE und WiFi Calling mit o2 nutzen zu können. Nach allem, was ich dazu recherchiert habe, wird es von Nokia aus Unfähigkeit oder sogar Absicht boykottiert. Nur ein Link von vielen dazu:
    hilfe.o2online.de/mobilfunknetz-telefonie-22/volte-und-nokia-7-1-ta-1095-499062#post1874216
    Bei Nokia funktioniert VoLTE anscheinend nur mit sehr wenigen alten Phones bei T-Mobile und wenigen neuen bei Vodafone. Ich werd den Teufel tun, wegen Nokia den Provider zu wechseln – ich entscheide mich lieber für ein modernes Teil. Schade, dass anscheinend nur noch China-Handys neue Features umsetzen.
    Bei der kommenden Vernachlässigung des G3-standards ist VoLTE und WiFi Calling unverzichtbar.
    Damit ist für mich auch das neueste Nokia nur zu teurer Elektronikschrott!

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