New iPad 4G: in Australien zahlt Apple 2,25 Millionen Dollar Strafe

Mensch, was waren wir „begeistert“, als wir erfahren haben, dass das Apple iPad zwar Funktionalität besitzt, allerdings nicht in unseren heimischen Gefilden. War auch nur ein schwacher Trost, dass es uns da nicht allein erwischt hat – wir sind ja eh LTE-Entwicklungsland – sondern nahezu alles außer USA und Kanada drauf verzichten musste. Apple hat trotzdem fröhlich weiter damit geworben, dass die 4G-Funktionalität an Bord ist. Dann änderte man das zunächst und später dann wurde auch in verschiedenen Ländern das iPad als WiFi + Cellular anstelle von WiFi +4G angepriesen. Man könnte also davon ausgehen, dass das Unternehmen gemerkt hat, dass man hier falsch gehandelt hat.

Auch die iPad-Freunde waren nicht ganz glücklich über diese falsche Einschätzung und Apple hat unlängst eingeräumt, dass man die Tablets anstandslos zurücknähme, wenn sich Kunden durch die Werbung getäuscht fühlten. Das reichte der australischen Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde ACCC nicht so ganz ausgereicht und Apple vor ein australisches Gericht gezerrt.

Ende vom Lied: Apple wird in die Kriegskasse greifen und 2,25 Millionen australische Dollar berappen, oben drauf kommen nochmal die 300.000 Dollar für die Kosten des Verfahrens. Also auch hier steht Apple dazu, dass man da wohl Mist gebaut hat und bietet diese Zahlung an. Ist allerdings noch nicht durch die Kiste – erst, wenn das zuständige Gericht die Summe durchgewunken hat.

Quelle: 9to5mac

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8 Kommentare

  1. 2,25 Millionen?
    Ja, das wird Apple bestimmt weh tun 😉

  2. Paul Mircher says:

    @john: Es geht nicht um den Preis, sondern darum das Apple sich auch nicht alles erlauben kann.

  3. Richtig, es geht vor allem darum, dass das Recht greift und Apple entsprechend des Fehltritts sanktioniert wird. Es geht um das Zeichen. Natürlich steckt Apple so eine Summe locker weg – aber was soll man schon machen? Eine drakonische Strafe von, was weiß ich, 225 Millionen wäre auch schlicht nicht angemessen für ein derartiges „Vergehen“.

  4. Entwicklungsland? Sorry Casi, damit hat es nichts zu tun, denn ganz Europa ist betroffen nur weil Apple zu geizig ist für ein paar Euro einen Multifrequenz-Chip einzubauen.

  5. Und wer bekommt das Geld? Bestimmt nicht die Kunden die sich das neue IPAD gekauft haben.

  6. Belthazor says:

    Als Apple Freund sag ich mal, dass die Strafe berechtigt ist. Dass die 4G Variante überhaupt noch verkauft werden darf, verwundert mich.

  7. @Belthazor
    warum sollte der verkauf verboten werden? es bleibt ja immer noch ein 3g modell, auf die 4g funktion wird einfach nicht mehr hingewiesen und fertig. diese 4g geschichte ist sowieso ein witz, unsere 3g netze sin mittlerweile so schnel und die 4g netze noch so langsam, dass der kunde kaum ein unterschied merkt. zudem muss man für 4g einen aufpreis bezahlen (wenn das netz überhaupt schon ausgebaut ist) der sich kaum lohnt.

    @casi
    warum sollen wir ein lte entwicklungsland sein? im vergleich stehen wir recht gut da, unsere europäischen nachbarn sind nicht weiter und in den usa steht oft 4g drauf, es ist aber nur hspa+ drin, was in deutschland auch unter umts/3g angeboten wird.

  8. Belthazor says:

    @HO:
    Ja, weil das 4G in Deutschland niemals auf dem iPad funktionieren wird. Wie kommst du da drauf, dass unser 3G schneller ist?