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Neues zu OpenPGP in Thunderbird 78

Im offiziellen Thunderbird-Blog gibt es Neuigkeiten zum anstehenden Update auf Version 78 für Bestandsnutzer. Bald werde nämlich das automatische Update für aktuelle Nutzer der Version 68 starten. Thunderbird 78 wird als Update dringend empfohlen, denn Thunderbird 68 werde nach dem September 2020 keine weiteren Sicherheits-Updates und Fixes erhalten.

Wichtig dabei für Enigmail-Nutzer: Das Add-On lässt sich ab Thunderbird 78 nicht mehr verwenden, da Anpassungen unter der Haube von Thunderbird 78 dies unmöglich machen. Laut den Entwicklern sei das Gute an der Sache aber, dass Enigmail im Wesentlichen auch gar nicht mehr benötigt werde. Denn Thunderbird 78 führt OpenPGP-Unterstützung ein, um E-Mails zu verschlüsseln.

Thunderbird 78 biete zwar noch nicht alle Funktionen von Enigmail, man werde aber nach und nach weitere Features implementieren. Es werde nicht alles 1:1 umgesetzt, man nähere sich aber an. Bestehenden Nutzern von Enigmail werden die Entwickler ein Migrations-Tool anbieten. Für User von Enigmails Classic Mode werde man ebenfalls Hilfestellungen liefern. Wer den Junior Mode von Enigmail nutze, werde eine E-Mail von den Entwicklern erhalten, die über weitere Möglichkeiten aufklärt. Da wird weiterhin externe Software benötigt.

Weitere Informationen zur manuellen Migration liefert man euch da auch hier. Ein Unterschied zwischen OpenPGP in Thunderbird 78 und Enigmail ist, dass Thunderbird 78 als Standard nicht auf GnuPG-Software setzt. Stattdessen setzt man auf Software des RNP-Projekts. Da gibt es einige Grenzen, da RNP ein jüngeres Projekt ist. Etwa unterstützt man daher keine OpenPGP-Smartcards. Es gibt aber einen Workaround für erfahrene Nutzer, der separate GnuPG-Software benötigt.

Wollt ihr euch noch weiter zu OpenPGP in Thunderbird 78 belesen, dann findet ihr auch hier weitere Informationen und die Möglichkeit zur Diskussion.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Das Zwangs-Update von TB 68 auf auf TB 78 wird erst einmal verhindert.

  2. Von meinen 21 Erweiterungen sind 12 nicht kompatibel, Alternativen gibt es dafür aktuell nicht. Menno.
    Das war schon so ein Akt bei dem Umstieg auf Thunderbird 68 und auch damals beim Firefox. Jetzt ist das hoffentlich das letzte Mal, dass alles umgeworfen wird.

    • Hast Du händisch nachgesehen, oder kann man das irgendwie schnell auf einem Blick angezeigt bekommen? Müste ich auch mal nachsehen.

    • Darf ich fragen welche Erweiterungen du nutzt?
      Ich bin immer auf der Suche nach sinnvollen zusätzlichen Funktionen

      • Schnelles verschieben ist eine Erweiterung, dir ich nicht missrn möchte, wie auch Quickfolder. Ersteres fehlt mir auf der Arbeit in Outlook. Man kann ganz schnell E-Mails in Ordner verschieben oder kopieren und ebenso schnell die Ordner öffnen.

  3. Habe zur Zeit noch TB 68. Da ich mind. 10 Emailkonten damit verwalte, ist so eingestellt, dass beim Start Posteingang oben angezeigt wird, also alle Emailkonteneingänge auf einen Blick.
    Habe mal TB 78 probeweise installiert. Da ist mir diese Einstellung nicht gelungen. Es wird immer nur beim Start der Posteingang vom ersten Emailkonto in der Reihenfolge angezeigt. Um alle Eingänge zu sehen, muss ich erst auf Posteingänge oben klicken. Das nervt. Kann man das in TB 78 ändern. Ist für mich ein Grund, das Programm zu wechseln.

  4. Hatte mich ja bereits über den PGP Hype gewundert, wo doch hier so viele behaupten, mit GMail oder anderen Weboberflächen im Browser zufrieden zu sein. Das geht wohl nicht ganz zusammen mit PGP, oder?

    Dazu, bei so einer sensiblen Sache auf eine Integration zu setzen, wo doch bisher jedes Jahr beim Thunderbird wieder alles über den Haufen geworfen wird, mit den bekannten Problemen und Fehlern der Komponenten, bei jedem Update. Ich könnte echt kotzen, weil es für den PIM Thunderbird keine Multiplattform Alternative mehr gibt.

    So bleibt der einzige Ausweg für die funktionsfähige Arbeitsumgebung, bis zum Nimmerleinstag (oder dem nächsten Bocksprung) auf der letzten 68.12.0 zu bleiben. Einige Linuxnutzer haben das dank schlafendem Repo Maintainer bereits schmerzhaft gespürt, mit überraschendem Upgrade von TB68->78.

    • Warum sollte Webmail und PGP nicht funktionieren?
      Mailvelope nutzen und gut ist’s.

      • @Michael „Mailvelope“
        Danke für die Info, hoffentlich funktioniert das Add-on auch noch mit der V80.x von Firefox – bin auf ESR.

        Nur, was für ein Aufwand für dieses echte Randgruppenthema, wo TB seit langer Zeit viel wichtigere Baustellen hat statt die Codebasis laufend umzuschreiben. Bin froh dass die 68.x endlich ungefähr so läuft wie vorher.

        Das weiter oben genannte Interlink Mail & News ist wieder so ne Bastelbude mehr, wo man nicht weiss was man bekommt. Die hängen doch genauso an der Opensource Codebasis vom offiziellen TB.

  5. Ekkehard Domning says:

    Leider gibt es noch ein elementares Problem beim TB78, oft funktioniert der E-Mail-Abruf mit Transportverschlüsselung nicht. Schuld ist eine sehr versteckte Standardeinstellung, die man unter „Einstellungen“->Links Reiter „Allgemein“, dann ganz unten auf der Seite „Konfiguration bearbeiten…“ -> „Ich bin mir der Gefahr bewusst“ findet. Dort in das Suchfeld „tls“ eingeben.
    Der letzte Schlüssel in der Liste „security.tls.version.min“ steht per Default auf „3“. Da die meisten Server nur „2“ oder „1“ unterstützen scheitert der Verbindungsaufbau, Ein Umstellen auf „1“ hilft dann in den meisten Fällen.

    Was das PGP angeht, leider finde ich die Integration nur mäßig gelungen. Die Signalisation ist versteckt, das Passwort ist irgendwie immer eingegeben, d.h. jeder der Zugang zu meinem Rechner hat kann signierte E-Mails erzeugen, eigentlich ein Unding. Kann man das irgendwo abstellen? Die 20 Minuten Timeout vom Enigmail-Plugin waren doch eine perfekte Lösung.

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