Neues vom Technik-Crowdfunding: Musikplayer, Gitarrenzubehör und Home Security

Es ist schon eine Weile her, dass wir uns ein paar Projekte heraus gesucht haben, die über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo auf eine erfolgreiche Finanzierung hoffen. Der Grund hierfür liegt darin, dass es leider nicht immer heiße Projekte aus dem Bereich Technik gibt. Heute ist es wieder einmal so weit und es sind tatsächlich ein paar Projekte dabei, auf die sich ein Blick durchaus lohnen kann.

Geek Wave – die HiFi-Anlage für unterwegs

MP3-Player gibt es wie Sand am Meer, heutzutage werden diese jedoch häufig von Smartphones abgelöst. Dadurch leidet die Musikqualität, eine MP3-Datei klingt nun einmal nicht so sauber wie hochwertigere Audio-Files. Geek Wave möchte dies ändern und positioniert sich als High-Quality-Player, der auch die hochwertigen Audio-Formate unterstützt. Hierzu gehört die Unterstützung für 384 kHz-Dateien, ebenso wie die DSD-128-Technologie. Aber der Allround-Player kann natürlich auch mit den normalen MP3s umgehen. Er kommt in einer Speicherkapazität von 64 GB / 128 GB, kann mit Hilfe von microSD-Karten dahingehend jedoch erweitert werden. Außerdem bietet er einen austauschbaren Akku. Über Indiegogo kann man die günstigste Variante aktuell noch für 299 US-Dollar bekommen, das Finanzierungsziel ist bereits weit überschritten, 28 Tage läuft die Kampagne noch.

Soulpedal – das kabellose Wah-Wah-Pedal in der Schuhsohle

Soulpedal ist ein eher untypisches Produkt. Aber technisch trotzdem faszinierend, zumindest für mich als Musik-Laien. Den Effekt, den man mit einem Wah-Wah-Pedal erzeugt, hat jeder schon einmal gehört. Dass sich der Gitarrist dazu allerdings an einem bestimmten Punkt aufhalten muss, nämlich in der Nähe seines Wah-Wah-Pedals, ist etwas, worüber ich mir persönlich ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht habe. Der Macher von Soulpedal allerdings schon, deshalb hat er das Produkt auch entworfen. Es ist eine Einlegesohle für Schuhe, die sich kabellos mit dem Controller verbindet und die Fußbewegungen dann an das Wah-Wah-Ding schickt. Sieht im Video überzeugend aus, allerdings sind meine Gitarrenkenntnisse sehr beschränkt. Ich kann also schlecht einschätzen, ob dies für einen aktiven Musiker tatsächlich etwas brauchbares ist. 279 US-Dollar werden für die Early-Bird-Sohle fällig, das Kampagnenziel in Höhe von 35.000 US-Dollar liegt allerdings noch in weiter Ferne. Dafür sind noch 35 Tage Zeit, um dieses Projekt zu unterstützen.

Korner – Home Security für jedermann

Die Vernetzung des eigenen Zuhause wird in den kommenden Jahren so richtig Fahrt aufnehmen. Teil davon könnte dieses Alarmsystem sein, dass sich in jeden Haushalt integrieren lässt. Einfach in der Anwendung, unauffällig und mit den passenden Smartphone-Apps lässt sich so das eigene Heim überwachen und im Ernstfall auch schnell reagieren. Für 99 US-Dollar erhält man während der Kampagne ein Set mit 3 Sensoren und einem Fob, der Steuerungseinheit des Systems. Dieser Fob wird an den Router angeschlossen und benachrichtigt im Alarmfall die entsprechende Smartphone-App. Sieht ziemlich einfach aus, denken sich auch die zahlreichen Unterstützer, die das Finanzierungsziel bereits locker ausgefüllt haben. 14 Tage sind noch Zeit, um das günstige Starter-Set über Indiegogo zu erhalten.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Oh, ein Artikel von Sascha. Na dann gleich mal haten.
    Nein im Ernst: ich find sowohl deine Artikel nicht besser oder schlechter als Cashys, auch wenn sich euer Schreibstil deutlich unterscheidet – weiter so 🙂

    Zum Artikel: wohoo, der nächste Audioplayer für unterwegs mit HiFi-Funktionen. Mir persönlich erschließt sich das Ganze nicht so wirklich, aber offensichtlich gibt es Bedarf.

    Ohne das Video für das Gitarrelpedal gesehen zu haben frage ich mich, wie exakt das ganze ist, wie man zwischen Laufen und WahWah wechselt (vermutlich beides im Video zu sehen?) und wie lange der SPAß hält.

  2. Sascha Ostermaier says:

    @Lowista: Haha, sehr witzig. 😉 Audioplayer mit HiFi-Funktionen sind das nächste große Ding. Bis die Technik in Smartphones wandert, wird es noch eine Weile dauern. Die digitalen Musikanbieter werden aber nicht so lange mit dem Angebot warten.

    Das Soulpedal-Ding wird durch einen „Kick“ aktiviert, also kann man auch normal herumlaufen, ohne dass man es aus Versehen auslöst.

  3. zum Player…. Ich habe gerade nochmal nachgesehen, die meinen das mit den 384 kHz Abtastrate wirklich ernst (erst meinte ich, es wäre 384kBit).
    Jetzt kann man viel diskutieren, was man noch hört oder nicht, aber bei einer mobilen Nutzung kann man davon ausgehen, dass das Audio Equipment „dahinter“ auch nicht viel mehr als 20kHz verzerrrungsarm mitmacht (das Ohr in der Regel so 16kHz).
    Laut Shannon reichen dann 40 kHz Abtastrate immer noch locker für eine verlustlose Wiedergabe aus (sofern man vorher sauber alle Eingangs Frequenzen > 20kHz abschneidet).

    – natürlich nur, wenn wir von PCM reden und nicht MP3 –

  4. zum Player…. Ich habe gerade nochmal nachgesehen, die meinen das mit den 384 kHz Abtastrate wirklich ernst (erst meinte ich, es wäre 384kBit).
    Jetzt kann man viel diskutieren, was man noch hört oder nicht, aber bei einer mobilen Nutzung kann man davon ausgehen, dass das Audio Equipment “dahinter” auch nicht viel mehr als 20kHz verzerrrungsarm mitmacht (das Ohr in der Regel so 16kHz).
    Laut Shannon reichen dann 40 kHz Abtastrate immer noch locker für eine verlustlose Wiedergabe aus (sofern man vorher sauber alle Eingangs Frequenzen > 20kHz abschneidet).

    – natürlich nur, wenn wir von PCM reden und nicht MP3 –

  5. Wer in 9 von 10 fällen den Unterschied zwischen einer 256 kbps Mp3 (Lame Enc) und einer flac (oder besser) Datei im Blindtest hört und auf die bessere Tippt bekommt von mir den Bauplan für ein Auto was mit Holz fährt 😉

  6. Ein Media Player ohne Telefonfunktion der sich auf das Konzentriert was man will ( Akku + Android) wäre schon toll… Es fehlen definitiv Player in Handyformat ( 3-6″) … Wlan, Bluetooth, NFC, Wireless Laden… gibts alles nicht … ggf auch in mehreren Preisklassen ab 60 Euro ( 3″ , Tizen?!?)

  7. Der Korner kommt mir gerade recht, auch in der nötigen Anzahl 12 stimmts..

    Danke für den Tip, schon geordert!

  8. @woods:Schau mal hier : cowonglobal. Com

  9. Die ganze Geschichte mit dem hochauflösenden portablen Musikplayer macht einfach keinen Sinn. In den meisten Studios wird, wenn überhaupt, mit 192kHz und 24 bit aufgenommen, meistens auch mit Abtastraten von 48kHz. Eine Bittiefe von 32 bit ist einfach überflüssig und bescheuert, kein Mensch hört einen Unterschied zwischen 24 bit und 32 bit, bei einer fertigen Aufnahme hört man im Grunde den Unterschied zwischen 16 und 24 bit nicht mal. Den niedrigen Noisefloor den man durch 24 bit gewinnt ist beim aufnehmen nützlich – man muss die Vorverstärker nicht so stark am Limit fahren und hat dadurch viel Headroom, aber wenn die Aufnahme das Studio verlässt und auf die CD gepresst wird (bzw. als FLAC released wird, CDs sind ja immer 16 bit) ist der Dynamikumfang meistens sowieso weit unter 24 bit.

    Und dann noch die hohe Abtastrate..mann, da hat wohl wer Nyquist nicht verstanden. 44,1kHz reichen vollkommen aus um alle Frequenzen bis 20,5kHz /perfekt/ abzubilden, höhere Abtastraten bilden den hörbaren Bereich nicht besser ab (wie denn auch, ist ja schon perfekt), sondern geben einfach Frequenzen wieder die man sowieso nicht hören kann.
    Absoluter Schwachsinn, entweder sind die Entwickler von Geek Wave Idioten die die Sampling Theorie nicht verstehen oder Scharlatane die mit der Unwissenheit und Ignoranz anderer Profit schlagen wollen.

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