Neue Produktreihe: Gigaset GO

Neues von Gigaset (deren klassische Telefone ich seit vielen Jahren aus Preis-Leistungs- und Robustheitsgründen einsetze). Die haben eine neue Produktreihe vorgestellt, die auf den Namen Gigaset GO hört. Hierbei handelt es sich um Schnurlostelefone, die im Zusammenspiel mit Smartphones und internetbasierten Services neue Qualitäten in die Festnetztelefonie bringen sollen, wie man seitens Gigaset mitteilt.

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In ihrer Ausprägung als IP-Telefone sollen sie besonders geeignet sein für die neuen IP-basierten Festnetz-Anschlüsse der Deutschen Telekom, die im Rahmen der gesamtdeutschen Netzumstellung immer mehr Verbreitung finden.

Herkömmliche analoge und ISDN-basierte Anschlüsse sollen bis 2016 in Großstädten und bis 2018 Deutschlandweit der Vergangenheit angehören – ab dann werden Telefongespräche über Voice-over-IP (VoIP), also die Internetleitung abgewickelt – so wollen es die Anbieter.

Die Basisstation Gigaset GO-Box 100 verfügt weiterhin über einen analogen Festnetz-Anschluss sowie einen zusätzlichen LAN-Anschluss und einen VoIP-Client für zwei parallele Gespräche und sechs Rufnummern. Die Gigaset GO-Box 100 ist dabei die die DECT-Basisstation aller GO-Telefone.

Mit den Gigaset Apps für iOS- und Android-Smartphones sollen Nutzer via Smartphone mit den Gigaset GO-Telefonen interagieren und zum Beispiel per App Telefonbucheinträge aus dem Smartphone auf die DECT-Mobilteile übertragen. Die aus dem Smart Home Bereich bekannte Gigaset elements App wird um die Funktion ‘Notification‘ erweitert und zeigt auch außer Haus an, wer zuhause angerufen hat und ob eine Nachricht hinterlassen wurde.

Sobald ein Gigaset GO-Telefon Internetzugang hat, meldet es sich automatisch am Gigaset-Server ‘gigaset.net‘ an und erlaubt es Nutzern, weltweit kostenlose Telefonate mit Gigaset GO-Endgeräten, die ebenfalls im ‘gigaset.net‘ angemeldet sind, zu führen – quasi ein eigener Messengerdienst. Inwiefern das sinnvoll ist, darf hinterfragt werden.

Die Produktreihe Gigaset GO wird laut Hersteller ab April 2015 im Handel verfügbar sein. In der C-Klasse mit Farbdisplay ergänzt das Gigaset C430A GO (UVP 79,99 €) die C430er Reihe. Das Gigaset E630A kommt als neue Variante Gigaset E630A GO (UVP 119,99 €) und das Gigaset SL400 bekommt die Neuheit Gigaset SL400A GO (UVP 149,99 €) zur Seite gestellt und ist so ebenfalls bereit für die IP-basierte Telefonie. Eine weitere Produktneuheit ist das Gigaset S850A GO (UVP 99,99 €), das als obere Mittelklasse eingeschätzt wird. Alle Gigaset GO-Produkte haben drei Anrufbeantworter, denen individuelle Rufnummern zugeordnet werden können.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

13 Kommentare

  1. Die Gigaset Geräte sind sicherlich nicht schlecht. Allerdings sind sie Preis-Leistungs-tehnisch nicht das Maß aller Dinge. Wenn man bspw. über eine Fritzbox verfügt empfehlen sich hinsichtlich der Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit eher die hauseigenen Fritzfon Geräte – die sind in jeder Ausstattungsvariante auch noch günstiger.

  2. leider sind die Gigaset-Geräte nicht mehr das was sie mal waren, die Qualität bzw. der Service ist unterird…
    Beim C610IP bspw. kam lange Zeit kein Firmware-Update, die buggy war.
    Hier muss man anmerken, dass die Firmware für die baugleichen Endgerätegruppen aber sehr wohl vorhanden war.
    siehe auch: http://www.ip-phone-forum.de/forumdisplay.php?f=450

    ein extrem dickes Minus gibt es für die Firmware der Mobilteile, also bspw. C610H, weil dies für ein Update eingesandt (!) werden muss. in meinem Fall wurde das gleiche MT 4x (!) eingesandt, bis es endlich die aktuelle FW hat.
    … und ausschließlich letzte hatte dann auch den Akku-bugg endlich beseitigt, denn es gab zuvor nur voll oder piep „sofort leer“ und Verbindung abgebrochen, was natürlich beim Gesprächspartner nie gut ankam.

    zu „.. eigener Messengerdienst. Inwiefern das sinnvoll ist ..“
    eine Telefonie-Flat deckt in der Regel nur Deutschland ab und hier ist bspw. sodann der Vorteil, denn ausländische Telefonaten im „gigaset.net-Netz“ wären kostenlos und somit sinnvoll.
    Dito für unterschiedliche Standorte, dh. du steckst bspw. das Gigaset au der Cebit ein und bist wie üblich erreichbar 😉

  3. kann das ding eine anrufweiterleitung per (internet)-voip? das wäre nämlich echt mal ein mehrwert, der mich evtl dazu bewegen würde, geld in ein festnetztelefon zu investieren.
    ich meine das so… mich ruft jemand auf dem festnetz an, der anruf wird von dem gigaset gerät kostenlos übers internet weitergleitet und ich nehme den anruf (in meiner finca auf mallorca) mit einem gigaset go gerät entgegen ggf auch über eine app auf dem smartphone.

  4. Ob die Anmeldung am Gigaset-Server optional ist?

    Schließe mich ansonsten Stefan an. In Kombination mit der FritzBox ist das FritzFon m. E. schon fast unschlagbar. Ich kann damit zum Teil Smart Home-Geräte (zumindest die von AVM) steuern, habe Zugriff auf den Medienserver (brauche ich natürlich nicht) und kann über die FritzBox auch meine Google-Kontakte direkt einbinden. Da brauche ich keine separate Android-App für den Datenabgleich.

    Nur: Ohne FritzBox ist das FritzFon schon fast wertlos (würde ich niemanden empfehlen) und VoIP lässt sich dort auch nicht einrichten. Geht halt auch nur über die FritzBox. Doof nur, wenn z. B. der Kabelprovider die Einrichtung von VoIP-Anbietern untersagt.

  5. Ich hab‘ hier noch ’n olles Gigaset-Handgerät in Betrieb, das an die DECT-Schnittstelle meiner Fritzbox gekoppelt ist. Gruselig. Ein Display wie aus dem Holozän. Und genauso informativ. Mag ja sein, daß die Geräte robust sind, aber Telefonieren geht mit meinem Smartphone eindeutig schöner.

  6. Gigaset ist leider durch. Ich hab hier noch ein Siemens Gigaset 353 SX isdn (!!)
    Das Ding ist so robust, damit kann man einen Yeti erschlagen. Nach dem Buy out bestehen die Geräte eher aus Billigplastik, die Haptik ist dementsprechend unschön.
    Da gibt es derzeit interessantere Hersteller am Markt.

  7. Unser altes Gigaset ist nicht kaputtzukriegen. Aber beim nächsten Mal gibt’s dann ein Fritzfon.

  8. @SteeBee: welcher Kabelprovider ist das bei dir – Unitymedia NRW lässt es zu, ich nutze nämlich Sipgate mit der FritzBox parallel zu den UM-Nummern.

    Gigaset-Telefon waren mal richtig gut, aber mittlerweile gefalle dir mir qualitativ garnicht mehr so. Ich habe in den letzten Tagen öfters mit dem Gigaset meiner Eltern telefoniert, da sind mir meine FritzFons doch um einiges lieber.

    Aber mal schauen, das die Gigaset´er da so raushauen, meine Eltern brauchen ein neues.

  9. @Thomas: Kabel Deutschland. Wobei ich vielleicht noch erwähnen sollte, dass es in den FritzBox Cable-Modellen keine Einstellung dafür gibt. Mit einer anderen FritzBox ginge es natürlich. Bei den Cable-Modellen gibt es dann irgendwelche Anleitungen, bei denen man wohl etwas herumtricksen darf, damit es funktioniert.

  10. Hm, ich verstehe immer noch nicht so ganz, inwiefern diese Geräte nun den Trend zu NGN-Anschlüssen adressieren. NGN ist doch für den Nutzer nur am direkten Anschluss des Routers am Kabel/Dose zu erkennen, sprich ein Splitter u./o. NTBA fält weg. Das Sprache da mit VoIP geregelt wird, macht alles das Netz. Davon bekommt ein Nutzer doch garnichts mit.
    Und das wird diese Produktreihe auch nicht ändern. M.E. handelt es sich einfach um intelligente analog-Telefone, die per LAN Anschluss auch zu einem VoIP-Gerät werden. Das ist nett, aber es wird kaum zu erwarten sein, dass man in dieses Gerät direkt die Telefonnummern eines NGN-Anschlusses eintragen kann. Die werden im mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Router hinterlegt und nicht an dem Telefon, vor allem, weil es wenn direkt ans Netz angeschlossen gar keinen Mucks von sich geben kann.
    Dieses gigaset.net ist eher unnötig. Aber diese Funktion der Kopplung mit dem Smartphone via Netz statt via Bluetooth ist nett. Nur kann man dann auch automatisch kein BT Headset mehr verwenden. Ich glaube die alten nicht Go Geräte waren schon ganz gut so.

  11. Ich habe ja damit die Hoffnung, dass ich damit auch endlich meine Smartphones mit ins Festnetz integrieren könnte. Das nervt mich nämlich.

    Nutze auch Kabel Deutschland aber selbst für die Telefoniefunktion muss man eine Fritzbox von denen mieten. Wenn ich es richtig verstanden habe funktioniert die Fritzbox Telefonie nicht mal mit einer selbst gekauften Fritte. Sehe ich das richtig.

    Wenn man das über das Gigaset Go realisieren könnte und einfach an das in Bridge geschaltete KD-Modem anschließen kann und dann auch über das Gigaset seine Smartphones einbinden kann, wäre es genau das was ich suche und endlich mal ein Anbieter womit man die Fritten auch umgehen könnte.

    Weiß da jemand was genaueres?

  12. Ich finde diese Kombi so lästig. Braucht man immer zwei Steckdosen, wenn man keine Fritzbox nutzt. Eine für die Basis und eine für das Mobilteil. Wann kommt endlich mal ein VoIP-Telefon, bei dem klassisch die Basis = Ladeteil ist?!

  13. AVM macht sehr gute Router, aber von Telefone haben die keine Ahnung.
    Gerade was die Sprachqualität und Reichweite angeht, sind die Gigaset Telefone erste Wahl.Gibt ja von Gigaset noch die pro-Variante, die qualitativ noch besser sind.