Mac OS X und Windows: Netzlaufwerke automatisch verbinden

Wer einen Fileserver oder eben wie ich ein NAS in seiner Bude stehen hat, der wird wohl sicher die freigegebenen Shares in sein System einbinden wollen. Also mal wieder ein wenig back to the roots: Manuelles Einbinden per Batch beziehungsweise Script. Altmodisch? Wohl kaum. Klar, man kann die Netzlaufwerke einrichten und Windows dann mitteilen, dass diese nach jedem Einschalten wieder zur Verfügung stehen, aber irgendwie habe ich mir angewöhnt, dass alles per Batch ablaufen zu lassen.

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Folgendes muss rein: net use o: sagt aus, dass für den Netzwerkpfad \\NAS\Fotos der lokale Buchstabe O benutzt werden soll. /user: übergibt (falls vorhanden) Benutzername und Passwort. Der Parameter /p:no bewirkt, dass die Netzlaufwerke nach einem Neustart des Systems nicht zur Verfügung stehen sollen. Für jedes zu verbindende Laufwerk schreibt man so eine Zeile und man ist durch. Kann man nun manuell ausführen oder in den Autostart werfen.

Doch wie schaut die Sache in einem Netzwerk aus, in dem sich auch ein Mac bzw. ein Rechner mit Mac OS X befindet? Es gibt viele Anleitungen im Netz: vom Ziehen der Netzlaufwerke in die Anmeldeobjekte bis hin zu kleinen Programmen, die Aliase im Finder aufrufen um Netzlaufwerke einzubinden. Alles Schrott. Ich habe es wie folgt gelöst:

Automator aufrufen und einen neuen Workflow erstellen.

MountNas.app

Als erste Variable wird der Server bzw. die Netzlaufwerke abgefragt. Im zweiten Schritt verbindet man diese automatisiert. Den ganzen Spaß kann man dann als App exportieren und nutzen. Arbeitet man mit Passwörtern, so muss der abzufragende Serverpfad in Form von smb://Benutzer:Passwort@ eingegeben werden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Ich nutze unter Windows auch ein Batch-Skript, welches via Auto-Start aufgerufen wird.
    Ich habe am Anfang des Skripts aber noch die Zeile „net use * /d /y“ angefügt – damit werden alle bestehenden Verbindungen ohne Rückfrage gekillt und im Anschluß wie du beschrieben hast neu gemappt.
    Und beim „/user:USERNAME“ habe ich die Passwortangabe weggelassen, da ich beim NAS das gleiche Passwort wie beim Client nutze.

    Gruß Marc

  2. Mac OS X: Was genau an »ziehen des Mounts in die Startobjekte« ist »Schrott«? Das funktioniert hier dutzendfach.

  3. Bei einem Script handelt es sich lediglich um ein Element. Nicht um mehrere 😉

  4. Worin besteht unter Windows der Vorteil, dies als Batch zu machen? Das will sich mir leider nicht erschließen…

  5. Binde mal Laufwerke auf mehreren Rechnern ein 😉

  6. War es nicht auch so, dass Windows beim Start ewig braucht, wenn es versucht, zur Zeit nicht vorhandene Netzlaufwerke „beim Start automatisch wieder zu verbinden“?

  7. Wie wird das denn bei 7 aussehen? Da soll es doch ganz neue Netzwerk-Funktionen geben ^^

  8. Unter OSX probiere ich es mal aus. Windows zieht sich die Sachen ebenfalls per Logonscript, zumindest hier @work. Daheim reicht der Haken bei „Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen“

  9. @Eddie:

    Damit habe ich zumindest keine Probleme (WXP Pro SP3).

    Allerdings ist MS Office 2007 sehr langsam, wenn die Netzlaufwerke nicht vorhanden sind.
    Deswegen verbinde und trenne ich die Netzlaufwerke bei Bedarf via Batch-Datei.

  10. Also ich nutze auch unter Windows eine Batch-Datei. Das hat folgenden Vorteil: Mein Notebook ist logischerweise nicht immer mit meinem Netzwerk zu hause verbunden. Wenn ich ein Netzlaufwerk ohne Batch einrichte und nicht zu hause bin, ploppt jedesmal ein Balloon auf, der sagt, dass das Netzlaufwerk nicht verfügbar ist. Das bleibt da, solange ich es wegklicke.

    Bei der Lösung mit der Batch-Datei kommt kurz das cmd-Fenster und geht dann einfach weg 🙂

    Außerdem bekomme ich eine Batch-Datei schneller geschrieben, als dass ich das Netzlaufwerk mit Windows über die GUI verbinde. Die Zeitersparnis auf mehreren Rechnern ist natürlich nochmals vorteilhaft. Einmal Datei erstellen, auf USB-Stick kopieren und an alle Clients verteilen.

    P.S.: Der Befehl funzt auf allen aktuellen Windows-Systemen, auch bei Windows 7 hat sich da nichts geändert.

  11. Danke für die Aufklärung, warum man das basteln und nicht mit Bordmitteln machen soll.

    Aber: Geht sowas jetzt auch noch ohn das doofe CMD-Fenster? Wenn alles klappt, nervt es, wenn was nicht klappt, ist es zu schnell weg, um eine Fehlermeldung zu sehen.

  12. Das sind Boardmittel…

  13. @ ich
    .. Verknüpfung benutzen

  14. Möpp, ich benutze auch die einfachere Variante über die GUI benutzt.

    Wenn ich gerade zu Hause bin, habe ich das Laufwerk automatisch eingebunden und wenn nicht dann poppt eben eine Sprechblase auf, die nach wenigen Sekunden verschwindet, wenn man die Maus bewegt.
    (zumindest unter Windows 7)

    Das der Start irgendwie länger dauert, habe ich nicht feststellen können, aber ich habe auch nicht mit der Stoppuhr daneben gesessen. 😉

  15. … ja, sowas geht auch ohne die „doofe Konsole“ unter Win. Hier ist VBS genau das richtige und das kann weitaus mehr. Damit lassen sich unter anderm auch visuelle Feedbacks in Form von Messageboxen darstellen, falls es mal mit verbinden des Netzlaufwerkes nicht klappen sollte.

  16. Hm. unter MacOSX hast Du mit Deinem Automator-Workflow aber dann auch alle fünf Shares als Icon auf dem Desktop rumfliegen.
    Das stört mich bei meinem NAS (6 Shares), deswegen habe ich mir ein Script (im Automator „AppleScript ausführen“) geschrieben, bei dem ich mir per Auswahlbox auswählen kann welchen Share ich mounten möchte:

    on run {input, parameters}

    tell application "Finder"
    activate
    mount volume "afp://192.168.111.222"
    end tell
    return input

    end run

  17. @Stephan:

    Finder, Einstellungen, Allgemein ( ) verbundene Server 😉

  18. @caschy: hui, der ist gut 😉

  19. majorshadow says:

    Die Batch Lösung finde ich auch viel besser, so umgeht man einige Probleme wie von meinen Vorrednern schon beschrieben. Is halt old school 😀

    Für Batch-Faule: Network Drive Mapper
    Ich glaub den hat Carsten sogar mal vorgestellt?

    Meine Netzlaufwerke benutze ich allerdings auch wenn ich nicht daheim bin mim Notebook. Im Moment mit VPN IPSec mit Zertifikat, testweise auf nem Windows Server.
    Seit letzter Woche hab ich allerdings ne FRITZ!Box, über die werd ich das mal testen, ansonsten kommt ein Linux Server mit OpenVPN dran.

    Mit eigenem Zertifikat brauch ich halt kein Passwort welches geknackt werden könnte und ohne das Zertifikat geht halt nix.

  20. @majorshadow: Die VPN-Funktionen der Fritz!Boxen sind nur sehr rudimentär. Aber mit Freetz ist es möglich, auf diversen Fritz!Boxen auch einen OpenVPN-Server zu installieren. Mehr zu Freetz habe ich mal in meinem Blog unter http://www.patrick-gotthard.de/fritzbox-modden-mit-freetz geschrieben…

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