Netflix 2018: 8 Milliarden Dollar für 700 Originals und mehr Marketing


Netflix ist nicht nur das einfache Streamen von Inhalten, Netflix ist vor allem auch Produzent von oftmals sehr beliebten Inhalten. Die Netflix Originals sind es, die Kunden an den Dienst binden, Ende 2017 waren es knapp 120 Millionen. Netflix erklärt auch immer wieder gerne wie wichtig die Eigenproduktionen sind und es nicht einmal unbedingt darauf ankommt, dass sie sehr erfolgreich sind. Oftmals macht es auch einfach die Masse.

Aber man ist nicht nur auf Eigenproduktionen ausgelegt, letztendlich sei es egal, wo die Inhalte herkommen, solange es die besten Inhalte sind, die dem Zuschauer angeboten werden können. So soll es dieses Jahr rund 700 TV Shows, Filme und Special von Netflix geben, das Ganze wird man sich wohl rund 8 Milliarden Dollar kosten lassen. 80 Produktionen sollen dabei von außerhalb der USA stammen, wie beispielsweise die deutsche Produktion Dark.

Interessant ist allerdings auch eine Aussage zum Marketing, hier denkt Netflix nämlich gerade um. Statt jeden Dollar in die Produktionen zu stecken, werden auch die Marketingausgaben gesteigert. Um rund 50 Prozent, denn Netflix sieht die Marketingausgaben nun als Multiplikator für die Investitionen in Produktionen.

Exklusiv-Deals wie im Fall mit dem Produzenten Ryan Murphy oder Shonda Rhimes sollen indes die Ausnahme bleiben, erklärt Netflix CFO David Wells. Diese Deals soll es nicht massenhaft geben, Wells sagt sogar, dass es keine 10 oder 20 geben wird.

Es ist durchaus spannend zu sehen, wie Netflix seine Strategien über die Jahre so anpasst. Vor allem ist es sehr erfrischend zu sehen, dass Netflix auch einmal von eigentlichen Plänen abweicht, weil sie eben nicht so recht funktionieren. Man muss sich nur mal daran erinnern, dass Netflix eigentlich nie geplant hatte, Inhalte auch offline zur Verfügung zu stellen. Gleiches kann man nun bei den Marketingausgaben beobachten.

Diese dynamische Anpassung an den Markt dürfte auch mit einer der Gründe sein, warum Netflix eben den Stellenwert hat, den es heute hat. Neben den tollen Inhalten natürlich.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. 120 Millionen Originals???

  2. sorry, Lesefehler

  3. Es ist natürlich nicht nur da, aber bei vielen Netflix-Originals-Serien fällt mir das stark auf, dass unglaubliche Zeitschinder dabei sind. Da wird Stoff für einen Film von 90 Minuten auf Teufel komm raus als Fortsetzungsserie auf mehr und mehr Folgen einer Staffel gestreckt, dabei geht die Story nicht voran und ich langweile mich unendlich. Das wäre mal was für Fanprojekte, eine Staffel so zusammenschneiden, dass ein spannender Film dabei rauskommt. Oder gibt’s sowas schon?
    Episodenserien mit einer in sich abschließenden Story pro ein oder zwei Folgen, bei denen nicht allzu viel Zeit auf die Hintergrundgeschichte der Staffel verbraten wird, sind mir wesentlich lieber.

  4. Ich bin ja mal gespannt, was sie morgen so anbieten bei der netllix forever Aktion. Einen lebenslangen Account wurde ich mir ja direkt kaufen 🙂

  5. @Sascha Ostermeier
    Bitte die Quelle richtig lesen:

    „The “700-range” figure he cited includes 80 non-English-language original productions from outside the U.S., such as psychological thriller “Dark” from Germany and “Club de Cuervos” from Mexico. The total encompasses both new and existing original series (such as “Orange Is the New Black” and “Narcos”).

    Vor allem der letzte Satz ist wichtig. Netflix wird 2018 700 Originals insgesamt im Programm haben, nicht 2018 neu veröffentlichen.

    Und wenn man nur Mal kurz drüber nachdenkt wird einem auch Ratz fatz klar, dass das keine 700 neuen Inhalte sein können, da Netflix sonst jeden Tag 2 neue Originals veröffentlichen müsste, um auf die Zahl zu kommen.

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