Nanoleaf Elements: Ein erster Eindruck der Licht-Panels

Produkte von Nanoleaf kennen sicherlich einige unserer Leser. Besonders die Licht-Panels sind bekannt, weil irgendwie jeder YouTuber der Meinung ist, diese in seinen Videos an der Wand kleben haben zu müssen. Ein paar der Panels habe ich in den vergangenen Jahren ausprobiert, richtig glücklich bin ich damit nie geworden.

In Mesh-Netzwerken waren sie oft nicht erreichbar, mit HomeKit machten sie mir ab und an auch Probleme, recht nervig. Anders die Essentials-Reihe, die dann nicht mehr auf Nanoleafs WLAN-Gefrickel setzen, stattdessen auf Thread aufbauen. Hier ist dann der Apple TV 2021 oder ein HomePod mini der entsprechende Border-Router. Das passt auch preislich gut, denn die Nanoleaf Essentials – bisher gibt es eine „Birne“ und einen Lightstrip – sind recht erschwinglich.

Weniger erschwinglich ist da das neu vorgestellte Nanoleaf Elements in Holzoptik. Statt auf weißes Plastik schaut der Besitzer nun auf Holz. Wobei es eben kein echtes Holz ist, sondern „Laminat mit Holzdekor (PVC)“. Das Starterset kostet 229 Euro, die 3er-Erweiterung knapp 8o Euro. Nanoleaf treibt es mit diesen Panels auch weniger bunt. Statt farbigem Licht gibt es hier nur warme und kalte Farbtemperaturen.

Hier sind zwischen 1500 und 4000 Kelvin möglich. Die Installation funktioniert wie gehabt. Verschiedene Designs lassen sich modular zusammenstecken und an die Wand kleben. Bis zu 100 Panels könnt ihr da stecken. Angesichts des Anschaffungspreises sicher nichts für jeden. Spannend ist, dass es damals hieß, dass alle neuen Nanoleaf-Produkte Thread unterstützen würden. Das ist bei den Nanoleaf Elements eben nicht der Fall. Wie bei den anderen Panels von Nanoleaf soll ein entsprechendes Update noch kommen – sehr geil: Laut Ankündigung werden die Panels dann auch Border-Router, sodass andere Border-Router nicht mehr vonnöten sein müssten:

Die Nanoleaf Elements lassen sich über die eigene App steuern, alternativ werden Alexa, HomeKit und Google Assistant unterstützt. Wie jede gute Lichtlösung hat auch Nanoleaf vorgefertigte Szenen im Angebot. Bei den Standardszenen dreht sich alles mehr um Entspannung. So bringt die Nanoleaf-App zur Steuerung der Lichtpanels nun auch ein neues „Circadian-Lightning-Feature“ mit, welches die Farbtemperatur der Nanoleaf Elements mit dem Sonnenlicht synchronisiert.

Derartiges kennen wir bereits beispielsweise von HomeKits „Adaptive Lighting“, welches im Übrigen auch von Nanoleafs Essential-Reihe unterstützt wirdAlternativ gibt es natürlich das manuelle Steuern der Beleuchtung, die Berührungssteuerung über die Panels und Synchronisierung mit Musik. In der App legt ihr fest, was passieren soll, wenn ihr doppelt auf das Panel tippt, auch Wischen kann konfiguriert werden, um schnell Szenen durchzuwischen.

Ein paar weitere Worte von mir zu den neuen Nanoleaf Elements?

Das Einrichten ist ein Kinderspiel. Ich bin kein großer Fan der Nanoleaf-App, aber im Laufe der Zeit wurde sie verbessert. Man muss sie ja nicht nutzen, Szenen lassen sich ja auch anders starten. Nutzung von Szenen, manuelles Steuern, Steuern auf Zeit – alles super. It just works. Recht cool: Auch hier ist die Gestensteuerung möglich. Da ist mein kleiner Sohn großer Fan. Der nutzt das tatsächlich, um Szenen umzuschalten, die Panels zu aktivieren oder zu deaktivieren – und mittlerweile lassen sich auch HomeKit-Szenen anderer Geräte auslösen. Wichtig: Die Streichgesten funktionieren am besten, wenn ihr sie über die Schnittstelle zweier Elemente ausführt. Also auf einem Element rumwischen hatte bei mir keinen Erfolg.

Das Licht selbst ist Geschmackssache, ich finde es wirklich „gemütlich“, wenn es richtig eingestellt ist. Teilweise wirkt es ein wenig wie Glut im Ofen. Der Kunststoff wirkt tatsächlich gut, als ich zuerst was davon sah, schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen und hatte direkt Fliesentischromantik vor Augen. Aber weit gefehlt, das dürfte so an viele Wände passen und sich in die Umgebung einschmiegen. Hier im Beitrag habe ich übrigens nur Fotos mit drin, die die neuen Nanoleaf Elements auf meinem Schreibtisch zeigen. Teilweise wurden die Fotos in der Dunkelheit geschossen.

Logo: Anbringen könnt ihr die Nanoleaf Elements nach eigenem Geschmack, sprich: Die Formen sind durch euch wählbar. Endlich sind auch die Steckverbinder wesentlich rustikaler. Die werden auch nicht mehr eingeschoben, sondern eingeclippt.

Eine Empfehlung? Die Sache ist immer: Wer so etwas sucht, wird es sich kaufen, wenn es passt. Es gibt ja grundsätzlich kein teuer oder billig – was das ist, entscheidet der Käufer. Für mich persönlich ist das Set mit 229 Euro zu teuer. Und dann ist die Sache mit Thread. Da steht bislang nur das Update-Versprechen. Da hoffe ich mal, dass es auch geliefert wird. Ebenfalls zu erwähnen: die schwarzen Punkte, die fast genau so aussehen, wie weniger heiße Punkte im Kohlegrill. Die Sache ist: Die sind immer sichtbar, das Panel also nicht wirklich komplett gleichmäßig ausgeleuchtet. Neben dem Preis sicherlich für viele der große Störer.

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5 Kommentare

  1. Hab mir die Optik auch schlimmer vorgestellt. Sehen eigentlich recht ordentlich aus.
    Aber der Preis ist ein echter Killer. Ich bin ja durch Philips Hue Preise gewohnt aber über 200 Takken ist mir so eine Ambient Beleuchtung dann doch nicht wert. Die baue ich mir dann lieber selber…

  2. Paßt optisch sicher gut zu Gelsenkirchener Barock. Nur die dunklen Flecken hätte man noch wegentwickeln können. Warum geht sowas in Produktion?

  3. Kaum leuchtet es, hängt man sich PVC-Teppichbodenfliesen in Holzoptik zu interessanten Preisen an die Wände. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden,

  4. Zu teuer + zu hässlich. 😉

  5. Kaufen würde ich sie nicht. Aber mit rund 33€ pro Stück sind sie IMO im Vergleich nicht zu teuer.

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