Mozilla Roadmap: Firefox wird schneller und persönlicher – auch die mobilen Versionen sind wieder am Zug


Mit Firefox 57 hat Mozilla seinen Browser letztes Jahr neu aufgestellt, Quantum sorgte allerdings nicht nur für Begeisterungsstürme, gerade was die Nutzung von Erweiterungen angeht. Fertig ist so ein Browser bekanntlich nie, immer wieder werden Verbesserungen vorgenommen oder auch einfach Fehler ausgebügelt. Mozilla gibt nun einen Fahrplan, auf was sich Nutzer von Firefox dieses Jahr einstellen können. Firefox soll schneller, persönlicher, mobil und eigensinnig sein.

Das ist nicht einfach so von Mozilla dahergesagt, sondern bereits mit vielen Punkten untermauert, für die es sogar schon Release-Daten gibt, das allerdings auch aus Mozilla Sicht nicht bindend ist.

Firefox Quantum hat seinen Namen auch wegen der Geschwindigkeit erhalten. Auch 2018 möchte Mozilla weiter an der Geschwindigkeitsschraube drehen, unter anderem mit Servo, einem weiteren Teil aus der Entwicklungsabteilung, der für schnellere Ladezeiten sorgen wird und das Rendern von Webseiten verbessert.

Auch in Sachen Personalisierung legt Mozilla dieses Jahr noch einmal nach, so wird es neue Schnittstellen für Add-ons und Themes geben, die diese wieder mehr Möglichkeiten verleihen. Gleichzeitig wird Mozilla aber die Auffindbarkeit von Add-ons verbessern, damit der Nutzer seinen Browser so gestalten kann, wie er gerne möchte.

Während sich Mozilla 2017 fast ausschließlich auf die Desktop-Variante des Browsers konzentriert hat, sollen dieses Jahr die mobilen Versionen wieder mit etwas mehr Liebe bedacht werden. Das gilt übrigens auch für die Version von Firefox für FireTV.

Inn Sachen Privatsphäre möchte Mozilla den Nutzen ebenfalls mehr Möglichkeiten bieten. Dazu zählt das Blockieren bestimmter Werbung, aber auch das Blockieren von Tracking über verschiedene Domains hinweg. Außerdem werden alle Privatsphäreeinstellungen an eine Stelle verfrachtet, damit der Nutzer auch jederzeit alles im Überblick hat und seinen Browser entsprechend seiner Bedürfnisse anpassen kann.

Die Details zu den einzelnen Punkten findet Ihr in der Roadmap von Mozilla, viele der Neuerungen werden jedoch erst ab dem dritten Quartal geplant sein.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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14 Kommentare

  1. Mozilla sollte lieber mal eine andere Sicherheitslücke schließen: Firefox pfuscht seit neun Jahren beim Master-Passwort. In Firefox und Thunderbird gespeicherte Passwörter sind nicht effektiv vor Datendiebstahl geschützt.

    Und gerade die mobile Version kann auch bei der Performance nicht mal ansatzweise mit Chrome mithalten.

  2. Wer seine Passwörter im Browser Speichert, macht sich um Sicherheit sowieso überhaupt keine Gedanken…

  3. Ich schreibe meine Passwörter auf einen Zettel. Sozusagen offline

  4. Ohne Scrapbook 2/Plus/+ als Erweiterung werde ich wohl noch einige Zeit auf einer alten Version hängen bleiben. Alternativen habe ich bisher nicht gefunden. :-/

  5. @ Rossi
    Toll! – Welcome im digitalen Zeitalter!

  6. PW auf einen Zettel schreiben ist völlig unsicher. Ganz abgesehen davon das jeder der in der Wohnung ist und den Zettel findet alles machen kann, also Freunde, Verwandte, Handwerker, Einbrecher.

    Und das geht nur mit kurzen Passwörtern und ist daher eine idiotische Lösung, außer man nutzt das Internet im Grunde nicht.

    Weitaus besser wäre ein Passwortmanager (Keypass, Roboform etc) und dann richtig sichere, also generierte, Passwörter (20+ Stellen, 4 Zeichensätze: Aa9#).

    https://www.handwerk.com/passwort-manager-entlastung-fuers-hirn

  7. @dasdo: ging mir auch so, aber der Quantum ist doch deutlich performanter als die alten Versionen.

    Ich sichere Seiten, die ich sonst mit Scrapbook X gesichert hätte, jetzt mit „Save Page WE“ in eine eigene Ordnerstruktur und indiziere diese Dateien mit DocFetcher. Das ist zwar längst nicht so komfortabel wie Scrapbook X, aber immerhin. Die alten Scrapbook-Daten habe ich mit „Scrapbook X File Converter“ ebenfalls in einzelne HTML-Dateien konvertiert; so geht zumindest nichts verloren.

  8. „sollen dieses Jahr die mobilen Versionen wieder mit etwas mehr Liebe bedacht werden“
    Da freue ich mich wirklich drauf. Erst wenn Firefox auch auf Mobile mehr Liebe bekommt, kann es etwas gegen Chrome machen. Ich mag die Synchronisation zwischen Desktop und Mobile und hab keine Lust auf unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Browser zu verwenden. Auf dem Desktop gefällt mir der neue Firefox schon mal sehr gut und kann mit Chrome bei Performance mithalten, bei Android sieht es leider noch anders aus. Zusätzlich fehlen dem Browser auf Android Funktionen wie „Pull to reload“ usw. Wenn Mozilla jetzt auf Android einen ähnlichen Sprung schafft und in Sachen Performance mit dem Chrome gleichzieht, würde ich komplett von Chrome zu Firefox wechseln.

  9. Seit dem Quantum Release bin ich auch wieder zurück zu Firefox nachdem ich alles mögliche ausprobiert hatte (Vivaldi z.B.) Auch mobil nutze ich Firefox seit Jahren und freue mich auf die Neuerungen.. da wird es jetzt aber wirklich auch mal Zeit.

  10. Ich nutze auch nun schon wieder länger ausschließlich Firefox mobil und auf dem Desktop. Ich find seit Quantum tut sich viel.
    Gerade der mobile Browser hat aber auch einige gute Fixds bekommen in den letzten Jahren. Hab eigentlich kaum noch Probleme Seiten darzustellen oder Videos anzusehen.

  11. Firefox sollte weiter an den Basics schrauben. z.B. Selectboxen mit vielen Items sind arsch lahm im Firefox. Der intigrierte Dev-Modus geht manchmal kaputt, z.B. passiert es mir häufiger das ich keine Elemente mehr „Untersuchen“ kann und mich dann teilweise manuell durch den HTML Baum klicken muss. Seltend sehe ich auch gern mal Tabs mit dem Ladekreis, wo die anderen Tabs auch so gut wie nicht mehr sauber reagieren.

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