Mozilla: Do not Track auch in Boot2Gecko

Über Mozillas Do not Track hatte ich ja seinerzeit berichtet. Kleine Auffrischung? So läuft Werbung im Netz unter Umständen ab: es werden übergreifend Cookies angelegt und euch so die passende Werbung präsentiert. So könnte Anbieter XYZ wissen, dass ihr einmal Seite A und Seite B mit dem Thema “Musik” angesurft habt – so könntet ihr zum Beispiel auf Seite C dann Werbung mit dieser Thematik angezeigt bekommen. So sieht das zum Beispiel bei Google Adsense aus. Do not Track ist ein Feature im Firefox-Browser:  dabei wird im Browser eingestellt, dass man nicht getrackt werden möchte.

 

Allerdings ist dies kein technischer Zwang oder ähnliches: die Werbetreibenden können selbst entscheiden, ob sie den mitgesendeten “Do not Track-Header” akzeptieren oder nicht. Dieses Feature wird nun auch in Mozillas mobiles Betriebssystem, Boot2Gecko implementiert. Über das von der Telekom und o2 unterstützte System berichtete ich ja bereits einige Male. Durch den Einbau in Boot2Gecko möchte Mozilla das Problem ausmerzen, dass Apps ja auch selber tracken können und so nicht den Do not Track-Header im Browser sehen. Die Betriebssystemebene umgeht dieses und sendet dann global den Do not Track-Header für Webseiten und Apps aus.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Ich fände es wirklich toll, wenn sich Mozillas Boot2Gecko dadurch auszeichnen würde, daß es einen „eingebauten“ Datenschutz hat. Jeder, der möchte, kann ja dann via OptIn die ganzen Spionage-Tools aktivieren. Ich jedenfalls werde die Entwicklung auch vor diesem Hintergrund aufmerksam beobachten.

  2. Disclosure: Ich mache beruflich genau dieses „übergreifend Cookies anlegen und so die passende Werbung präsentieren“. Also wenn ihr hierzu Fragen habt, kann ich diese gern beantworten.

    Einerseits: „Do not track“ finde ich super. Immerhin ist es nur gut und richtig, dass Userpräferenzen geachtet werden. Und wenn jemand keine relevantere Werbung haben will, oder ein Problem mit der Technik dahinter hat: Diese Meinung muss geachtet werden!

    Jedoch finde ich diesen Ansatz gerade bei Apps etwas schwierig. Immerhin teilen mir Apps, die ich installieren möchte, doch im Vorfeld mit, welche Daten erhoben werden. Will ich die Daten nicht übergeben, kann ich auf die Benutzung der Apps verzichten.

    Gerade weil es viele Apps gibt, die sich über Werbung refinanzieren, und relevantere Werbung auch wirtschaftlich sinnvoller ist als einfach schnöde, blöde Rotationswerbung zu schalten, sollte bei der App-Installation einfach darauf hingewiesen werden, dass getargetete Werbung vorhanden ist, so dass hierüber jeder seine Wahlmöglichkeit ausüben kann. Außerdem ist das doch auch für technisch nicht so affine User transparenter, denn wer beschäftigt sich schon mit „Do not track“ Einstellungen im Browser?

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