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Mozilla baut Betriebssystem Boot2Gecko

Boot2Gecko – so heisst es momentan, das Betriebssystem aus dem Hause Mozilla für Smartphones, Tablets und Mobile Devices. Es hat unter der Haube einen Part Android als Basis. Dieser minimale Part ist für den Boot und die Treiber des Gerätes vonnöten. Der Rest soll wie bei Googles Chrome laufen, heißt: Browser als Betriebssystem, (nicht nur) Online-Programme auf Basis von HTML5. Noch steckt das Ganze in den Kinderschuhen und Mozilla sucht Entwickler – ich behaupte einfach mal, dass das Boot2Gecko-Projekt aus den genannten Kinderschuhen nicht heraus kommt.

Sind ja nicht die ersten, die das irgendwie probieren. Und lasst es euch gesagt sein: natürlich sind Dinge wie das ChromeOS von Google schick und machen zum Ausprobieren Spaß. Wenn du allerdings nur das Netz, beziehungsweise den Browser nutzen musst, dann macht es weniger Spaß, da wir heutzutage noch ganz klar den Unterschied lokales Programm <-> Web-App spüren. (via arstechnica)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Also ich fände das ganz praktisch. Für meine Freundin wäre das genau das richtige. Alles was die braucht ist der Browser für ihre Youtube Videos und das Orkut. Das ganze „komplizierte“ Windows drumherum ist ihr schon zu viel.

  2. Du meinst wohl am Ende „nutzen kannst“ statt „nutzen musst“. 😉
    Ich teile Deine Skepsis schon ein bisschen. Aber vielleicht braucht das Projekt ja ein Jahr, um so richtig anzulaufen und dann sieht die Sache dank der Pionierarbeit von ChromeOS schon anders aus. Ich habe am Wochenende mal Angry Birds unter Chrome gespielt, war schon ganz nett, das einfach mal so aus dem Chrome Web Store heraus zu installieren.

  3. Sebastian Halbig says:

    Nun ja, Mozilla bringt in letzter Zeit einige Dinge, die durchaus das Potential zur großflächigen Nutzung haben. Jedoch glaube ich auch nicht wirklich daran, dass Boot2Gecko in näherer Zeit für Google ChromeOS gefährlich werden könnte.

    Mozilla fehlt es einfach an Entwicklern, die sich aktiv an neuen Großprojekten beteiligen würden.

    Dennoch habe ich Hoffnungen, dass hier ein Produkt entwickelt wird, welches die Funktionen von ChromeOS zumindest aus offline-technischer Sicht übersteigen wird.

  4. Lieber jetzt als zu spät damit anfangen. Und einen Konkurrenten für Googles OS sollte es schon geben. Nur den Namen müssen die Leute von Mozilla unbedingt noch ändern.

  5. Sebastian Halbig says:

    @Robert

    Der Name ist bisher für die Entwicklungen gedacht. Da wird sich sicherlich noch was ändern. Und Konkurrenz gibt es, jedoch hat sich davon niemand bisher wirklich durchsetzen können.

  6. Ach, und die Mozilla Foundation hat dann auch die Serverpower, um die Cloud-basierten Dienste anzubieten, die Google nun mal hat? Oder will man sich da irgendwie ranhängen?

    Ich verstehe auch den Sinn des Ganzen nicht. Die Zukunft auf dem Gebiet des „Leichtbaus“ gehört doch den Tablets, die dann auch noch mehr können als nur surfen.

  7. @Ben: sorry, wer kein Backup hat, der ist selbst schuld.

  8. @ saschy: Wie willst du denn noch ein Backup anfertigen, wenn dein Rechner nur noch aus gerade mal so viel besteht, dass er dich ins Internet bringt um online-Services zu nutzen? Willst du dann immer zusätzlich noch eine externe Festplatte oder so mitschleppen? Und selbst wenn du ein Backup hast: Was bringen dir deine Dateien, wenn du auf einmal keinen Zugriff mehr auf die Dienste hast um sie zu bearbeiten/zu nutzen?

  9. @Ben: ist doch Humbug. Du kannst alles sichern und verwenden. Bilder & Mails und Go. Das ist kein Google-eigenes Format. Auch von Online-Diensten. Es wird immer konventionelle Rechner geben.

  10. @ caschy: Klar wird es immer konventionelle Rechner geben. Daher habe ich den ursprünglichen Post ja auch explizit an die Cloud-Fanatiker gerichtet. Ich gehe jetzt mal von der Situation aus, dass du dir ein ChromeBook oder dergleichen zugelegt hast, was eben nicht mehr kann als dich ins Internet zu bringen. Mit so einem Gerät wärst du ziemlich in der Bredouille, wenn dein Service-Provider nicht mehr verfügbar wäre oder dich ausgeschlossen würde. Wenn dir bei deinem konventionellen Rechner das Betriebssystem oder what so ever abstürzt schiebst du mal eben ein Image drüber und fertig ist die Geschichte, innerhalb weniger Stunden oder gar nur Minuten kannst du alles wieder wie gewohnt nutzen. Wenn du aber so ein reines Online-Gerät hast, dann wäre es, besonders bei der derzeitigen Netzgeschwindigkeit sicherlich nicht so einfach mal eben mit etlichen Gigabyte Daten zu einem anderen Dienste-Anbieter zu wechseln. Wir gehen davon aus, dass es solche reinen Online-Geräte nie geben wird? Okay, dann braucht auch niemand Boot2Gecko oder ChromeOS, sondern kann mit konventionellen Betriebssystemen arbeiten…

  11. @Ben: Ich hab letztens auch gigabyteweise Daten von Cloud > lokal > Cloud geschaufelt. So problematisch ist das nicht.

  12. also ich finde diese entwicklung einerseits lächerlich und andererseits eine verschwendung von „weltzeit“. sowohl bezogen auf google als auch bezogen auf mozilla.

    zuerst fängt google einen innovativen neuen browser von null weg an. gut so. dann aber hängt sich mozilla mit seinem mittlerweile uraltem programm firefox und den damit verbundenen uralten strukturen und gebräuchen mit dran und versucht etwas zu kopieren was so nicht kopiert werden kann und sollte.

    google geht dann einen schritt weiter und erstellt auf basis dieses innovativen browsers ein betriebssystem. auch ohne vorbelastung…

    mozilla hängt sich wieder dran und will das nachmachen. das wird nicht funktionieren wie der caschy schon angemerkt hat…

    innovativ kann nur sein wer alte zöpfe abschneidet, bzw. gar keine haare hat.

    auch finde ich es nicht gut dass jeder jetzt einen browser mit rapid-release cycle anbietet und ein darauf aufbauendes eigenes betriebsystem.

    warum nicht einmal alle initiativen bündeln und linux verbessern. mehr schneller, mehr benutzerfreundlicher, mehr flexibler, mehr einheitlicher, mehr kompatibler, mehr anwendbarer, mehr verbreiteter..

    eine dreifaltigkeit aus Windows, OSX, Linux wäre ein ökosystem das funktionieren würde, bei dem jeder seine anhänger hat.
    mobil meinetwegen iOS und Android. fertig.
    so spielereien wie ChromeOS und b2g sind – nur spielereien. diese beiträge könnten wie bereits gesagt helfen, linux allgemein zu verbessern – so sind das nur verschwendete bemühungen…

  13. @ caschy: Gehe ich richtig in der Annahme, dass du deinen Umzug von Flickr zu Picasa meinst? Das ist doch was ganz anderes, als ob du mit allen Services umziehen musst. Zudem wird das noch einmal wesentlich problematischer, wenn du auf dem Land wohnst oder sonstwo unterwegs bist und eben nicht VDSL oder dergleichen zur Verfügung hast.

  14. Also ich finde Bens Hinweis durchaus berechtigt. Ein reines WebOS ist doch unnötig, wenn lokal noch Dinge genutzt werden. Da eh vermehrt in der Wolke gespeichert wird, wird es vermutlich auch beim WebOS darauf hinauslaufen. Und da ist keineswegs gesichert, daß man mal so eben Backups machen kann. Wie auch, wenn, man z.B. keinen anderen Rechner hat. Bzw. ist der Zugriff von einem nicht WebOS Rechner ja auch nicht geklärt (kein Wunder, es gibt es ja noch nicht). Und es gilt auch die Regel, Bedenken sollte man vorher äußern, damit die Probleme gar nicht erst enstehen und nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

  15. @Ben: rate, wie viele GB ich ohne Backup in der Cloud habe.

    Fotos? lokal
    Mail? Auch lokal
    Status-Updates? Interessieren mich n Scheiss.
    Dokumente? Musik? Lokal.

    Und wenn du jetzt mit Verbindungsgeschwindigkeiten kommst: das Zeug muss ja alles auch erst einmal in die Cloud. Hoch ist meistens langsamer als runter 😉

  16. @ caschy: Lese doch bitte nur einmal richtig was ich schreibe. Ich gehe nicht von jemandem aus, der einen konventionellen Rechner mit einem konventionellen Betriebssystem nutzt und dem entsprechend alle Daten auch mindestens noch einmal lokal vorliegen hat inkl. Programmen um sie lokal zu nutzen. Ich gehe in meiner Argumentation von reinen Cloud-Fanatikern aus, welche denken sich nur auf diese verlassen zu können. Du argumentierst die ganze Zeit gegen mich, obwohl ich deine ursprüngliche Aussage hier im Blog-Post die ganze Zeit nur unterstützen versuche. Ich sage nicht, dass man Cloud-Dienste gar nicht nutzen sollte. Aber ich sage halt, dass man sich nicht mit Hilfe einer solchen allein auf Cloud-basierten Lösung wie ChromeOS oder Boot2Gecko von der Cloud komplett abhängig machen sollte.

  17. @Ben: ah ok – ich sag dir was: ich kenne keinen einzigen Menschen, der „Cloud-Fanatiker“ ist. Man könnte höchstens mutmaßen, dass diese Menschen auch nur eine Festplatte haben 😉 Ist genau so un sicher – wenn sogar nicht noch unsicherer als Cloud 😉 Wie du deine Aussagen meinst, habe ich schon verstanden 🙂

  18. Es gibt finde ich zu viele solche Projekte, die meisten verlieren aber schon vor dem Start. Ich habe getestet:
    ChomiumOS – die hexxeh builds, da war ich wirklich sehr begeistert allerdings hat es mir dann doch etwas wenig geboten, manchmal braucht man auch lokale Anwendungen diese sind nur unter großen Umständen zu installieren.

    MeeGo – sieht niedlich aus, die integration von Twitter, Facebook und Co macht es ganz intressant, leif bei mir (Acer 255 netbook) allerdings relativ unstabil. Es ist ein Mediaplayer integriert, der allerdings nicht alle Formate spielt, das bedarf wiedermal spielen mit der Konsole, war aber eine coole Netbooklösung.

    hängen geblieben bin ich an JoliOS, warum?
    Ganz einfach es ist eine Ubuntu – Netbook edition, mit einer Browser Oberfläche. Es startet sehr schnell und hat bisher keine Probleme gemacht. Es ist schön anzusehen, optische anpassungen sind auch relativ leicht möglich. Man hat den Vorteil das man auf den großteil der „apps“ auch an einem Windows/ MAC/ Linux rechner zugreifen kann da JoliCloud ja ein „WEB-App-Sammeldienst“ ist.

  19. @ caschy: Noch mag es solche Cloud-Fanatiker nicht geben. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der eine oder andere DAU sich von einer Werbung für ChromeOS oder dergleichen, welche die Nachteile ausblendet, durchaus überzeugen lassen könnte. Und deswegen warne ich halt davor. Ist mir klar, dass die hier in der Regel nicht mitlesen, aber man weiß ja nie…
    Und klar ist es genauso unsicher sich nur auf eine lokale Festplatte zu verlassen wie nur auf die Cloud. „Man habe ein Backup.“ ist nicht umsonst quasi das erste Gebot der IT-Bibel.

  20. Also ich für meinen Teil stehe der Sache eher skeptisch gegenüber. Nein nicht weil es aus dem Hause Mozilla ist, sondern weil ich nicht wirklich erkennen kann, was mir boot2gecko für „Vorteile“ bringen soll. Denke auch so wie Caschy, dass es wohl nie aus den Kinderschuhen kommen wird. 😉

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