Mini LED auf Wachstumskurs: Technik für LC-Displays nimmt Fahrt auf

Die LCD-Technologie ist quasi ein alter Haudegen im TV-Markt. Immer wieder haben es die Hersteller geschafft, die Technik doch irgendwie noch aufzubessern und konkurrenzfähig zu halten, während Plasma-TVs beispielsweise vom Markt verschwunden sind. Mittlerweile ist aus meiner Sicht OLED vorzuziehen, doch dank Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen preschen auch LCDs wieder weiter nach vorne in der Qualität. Kein Wunder, dass Mini LED laut den Analysten von DSCC immer breiter adaptiert wird.

So konnte man bereits im Jahr 2022 ein erhebliches Wachstum feststellen und geht davon aus, dass dieser Trend 2023 und auch 2024 anhalten werde. Im vierten Quartal des letzten Jahres etwa wurden 5,6 Mio. Einheiten ausgeliefert. Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen kommen aber nicht nur für Fernsehgeräte zum Einsatz, sondern mittlerweile auch für Monitore, Notebooks und Tablets. Apple allein etwa nutzte etwa im Q4 2022 1,6 Mio. Mini-LED-LCD-Panels für seine iPads und 2,2 Mio. Panels für seine Reihe der MacBook Pro.

Aber auch für Autohersteller und ihre Infotainment-Systeme sei Mini LED mittlerweile interessant. 2022 sollen dabei insgesamt, alle Anwendungsgebiete zusammengerechnet, rund 21,6 Mio. Mini-LED-LCD-Panels ausgeliefert worden sein. Das entspreche einem Plus von 121 % gegenüber dem Vorjahr. Bis 2027 rechnet man mit 30,3 Mio. Panels pro Jahr. Anschließend werde aber ein sukzessiver Abstieg zugunsten von OLED-Displays erfolgen, die sich dann auch in Tablets und Notebooks immer stärker ausbreiten dürften.

Notebooks sieht DSCC bis 2026 als treibende Kraft des Mini-LED-Wachstums. Monitore und TVs sollen ab 2026 die wichtigsten Märkte sein. Allerdings ist zu vermuten, dass Apple ab 2024 für einige iPads zu OLED-Bildschirmen wechselt und bei den MacBook Pro 2025 diesen Wechsel vollzieht, das werde ein herber Schlag für den Mini-LED-Markt sein.

Daher werde die Bedeutung der Mini-LED-Technologie dann auch nach 2025 im mobilen Segment schleichend abnehmen. Allerdings sollte man bedenken, dass das alles nur Prognosen sind. In Stein gemeißelt ist da also noch nichts.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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4 Kommentare

  1. Ich glaub da noch nicht dran. Die Micro LED ist auch noch in den Köchern und OLED verbraucht einfach zu viel Strom und wird immer Zuviel Strom brauchen. Auch die Fertigung an sich ist viel zu komplex bei größeren Displays in Masse und dafür dann zu teuer.
    Also ich würde die LED noch nicht zu Grabe tragen…

  2. Es wird langsam Zeit für Micro-LED, dann kann man OLED endlich beerdigen.

    • und warum sollte man das tun? Die Farben sind brilliant, der Schwarzwert perfekt, der Kontrast super. Der Verbrauch im normalen Alltag quasi völlig zu vernachlässigen (im Gegensatz zum Plasma).

      Schon beim Plasma hat man damals die Panik mit eingebrannten Bildern usw. geschürt. Hab meinen Panasonic jetzt nach 10 Jahren ausgemustert weil ich gerne 4K haben wollte. 8400 Betriebsstunden runter, keinerlei Einbrenneffekt oder Ausfallerscheinung. Einzig eine neue Fernbedienung ist langsam fällig weil die Tasten ausgenudelt sind.

      Meine jetziger OLED ist selbst nach mehrstündigem Betrieb kalt. Der Verbrauch geht neben Beleuchtung und Verstärker völlig unter.

  3. Dann 2028 ist da wohl auch noch die NanoLED Technik oder ?

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