Microsoft zieht Xbox-Jahresresümee und wirft zwei neue Bundles auf den Markt

artikel_xboxoneNachdem Sony schon Zahlen zur PlayStation 4 veröffentlicht hat (wir berichteten) kommt nun auch Microsoft mit einem Jahresresümee in Sachen Xbox daher. Von direkten Verkaufszahlen, wie Sony es tat, spricht bei Microsoft allerdings niemand mehr – die fehlende Vergleichsmöglichkeit mit dem japanischen Platzhirsch nährt natürlich Spekulationen über schleppende Verkäufe. Auch wenn Microsoft dem direkten Vergleich mit Sony so aus dem Weg geht, gibt man doch ein paar Fakten zum Besten, auf die man stolz ist: 

So ist der 28. Dezember 2015 beispielsweise der Tag, an dem so viele Spieler via Xbox Live online waren wie noch nie zuvor. Zudem erwähnt man zumindest auch, dass die Xbox One binnen der ersten beiden Jahre nach Veröffentlichung in Sachen Verkäufe die Vorgängerkonsole Xbox 360 bereits überholt hat und daher in diesem genannten Zeitraum die meistverkaufte Konsole der Xbox-Serie sei. Keine genauen Zahlen also, aber Platz für ein paar Fakten, die man an dieser Stelle noch verkünden darf:

  • 2015 wurden über 200 neue Features für die Xbox One veröffentlicht, darunter die New Xbox Experience und die darin enthaltene Abwärtskompatibilität
  • Über 350 Spiele wurden im Jahr 2015 veröffentlicht bzw. unter der Xbox One spielbar gemacht
  • Xbox-Spieler haben über vier Milliarden Achievements und einen Gamerscore von über 77 Milliarden binnen des letzten Jahres erreicht
  • 6,5 Millionen Feedbackbeiträge gab es in 2015
  • Seit dem Start der Abwärtskompatibilität am 12. November wurden mehr als 15 Millionen Stunden damit verbracht, Xbox 360-Spiele auf der Xbox One zu spielen
  • Auch das Streamen der Xbox One zu Windows 10 PCs ist seit der Einführung mit über 6,6 Millionen Stunden Spiel-/Streamzeit zu beziffern. Im Vergleich dazu wurden seit Veröffentlichung von Windows 10 über vier Milliarden Stunden unter Microsofts neuem Betriebssystem gespielt, was es nach Windows 7 zur zweitbeliebtesten Plattform für Steam gemacht hat

Es tut sich also etwas und auch in 2016 wird die Xbox One viele Verbesserungen erfahren – Cortana soll auch auf die Konsole kommen und viele exklusive Titel sollen das neue Jahr noch erfolgreicher für Microsofts Konsole machen, wenngleich der Kampf gegen Sony, der ja von Anfang an aussichtslos schien, natürlich längst verloren ist: 2016 stehen Gears of War 4, Quantum Break, Crackdown 3 für die Xbox One sowie Veröffentlichungen wie Halo Wars 2, die offene Beta von Fable Legends oder Killer Instinct: Season 3 für die Xbox One und Windows 10 in den Startlöchern.

Während der Feiertage hatte man auch gefühlt so viele Bundles wie noch nie auf dem Markt geworfen – da machen zwei weitere den Kohl dann auch nicht mehr fett und man kann das neue Jahr direkt mit diesen einläuten: In Zusammenarbeit mit Ubisoft gibt es das Tom Clancy’s Rainbow Six Siege Bundle mit einer Xbox One mit 1 TB Speicherkapazität, Tom Clancy’s Rainbow Six Siege und Download-Möglichkeiten der Vollversionen von Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas und Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2. Für 399 US-Dollar (Euro-Preise reichen wir bei Verfügbarkeit nach) seid Ihr bei allen teilnehmenden Retailern und im Microsoft Store (ausgenommen Belgien, China, Frankreich, Japan und die Niederlande) mit dabei.

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Wer sich nicht unbedingt auf die Terrorismusbekämpfung an der heimischen Konsole spezialisieren möchte, wird vielleicht eher das „Name your Game“-Bundle ansprechender finden: Neben der Xbox One in der 500 GB-Variante hat man die Möglichkeit, sich für ein downloadbares Spiel zu entscheiden – Forza Motorsport 6, Rise of the Tomb Raider, Gears of War: Ultimate Edition oder Rare Replay stehen hier zur Auswahl. Ab dem 12. Januar ist auch dieses Bundle bei ausgewählten Retailern und in ausgewählten Ländern (darunter auch in Deutschland) für 349 US-Dollar erhältlich, auch hier reichen wir den offiziellen Euro-Preis bei Verfügbarkeit nach.

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

13 Kommentare

  1. „dass die Xbox One zum jetzigen Zeitpunkt in Sachen Verkäufe die Vorgängerkonsole Xbox 360 bereits überholt hat und daher die meistverkaufte Konsole der Xbox-Serie sei.“ laut wiki hat sich die 360 über 80millionen mal verkauft. Der obige Satz ist mit Sicherheit ein schwerer Übersetzungsfehler

  2. Oliver Pifferi says:

    @guest Wie würdest Du „Thanks to you, Xbox One continues to outpace Xbox 360 at the same point in time in the Xbox 360 generation, making it the best-selling console in Xbox console history“ denn übersetzen, speziell den Part „making it the best-selling console in Xbox console history“ ?

  3. Das Missverständnis ist doch ganz leicht aufzuklären, dank dem Originalzitat von Oliver.

    Der Satz oben „zum jetzigen Zeitpunkt in Sachen Verkäufe die Vorgängerkonsole Xbox 360 bereits überholt hat“ ist halt keine glückliche Übersetzung von „continues to outpace Xbox 360 at the same point in time“.

    Die Pressemitteilung bezieht sich auf einen Zeitraum, sehr wahrscheinlich von Verkaufsbeginn bis heute. In diesem Zeitraum hat man im Vergleich mehr Xbon One verkauft als Xbox 360.

    „best-selling console“ bedeutet auch nicht, dass man absolut gesehen mehr Xbox One als 360 verkauft hat.

  4. Oliver Pifferi says:

    @Mr. C – Richtig, es basiert auf dem Passus „zum jetzigen Zeitpunkt“ in Bezug auf den Start des Verkaufsbeginns der jeweiligen Konsole – also etwas mehr als zwei Jahre und sofern ich die Quelle verstanden habe, vergleicht man unter dem Strich hier die beiden ersten Xbox 360-Jahre mit den ersten beiden der One.

  5. @Oliver,

    ich denke auch, dass das nicht sauber übersetzt ist. Die richtige Formulierung wäre nicht „zum jetzigen Zeitpunkt“ sondern so etwas wie „verglichen mit dem Zeitraum…“.

    Erstere Formulierung meint etwas völlig anderes.

  6. Mal von der Formulierung abgesehen, schwächelt MS mit ihren Konsolen, wie damals die 360 schon schwächelte. Damals konnte ich das sehr einfacher erklären: PS 3 war einfach durchdachter, die Hardware aktuell (insbesondere das Bluray-Laufwerk), die erste Version war kompatibel zur PS 2 und es lief Linux drauf. Gut, die „guten“ Features haben sie nach und nach abgebaut, aber immerhin: Die erste PS 3 war einfach klasse und besser als die Xbox 360.
    Die XBox One ist in meinen Augen der PS 4 gar nicht unterlegen (die Details, in denen die PS 4 schneller und besser ist, sind Details, die einen Gamer sicher nicht interessieren, oder interessieren sollten), die Infrastruktur der Xbox One ist in meinen Augen aber viel ausgereifter und interessanter.
    Habe ich mich bei der letzten Generation sehr einfach für die PS 3 entscheiden können, könnte ich es heute (würde ich noch entsprechend viel spielen) für die Xbox One.

    Diese Zahlen da oben sind in meinen Augen vollkommen uninteressant, ich würde einfach gerne wissen, warum die Xbox One gegen die PS 4 am Markt so abstinkt.

  7. Oliver Pifferi says:

    @Erik – So, ich hoffe, die Formulierung passt jetzt. Danke Euch für’s Feedback 🙂 !

    @saujung – Na wenn ich das wüßte… Das würde mich aber auch mal interessieren. Ich habe über die Jahre alle Konsolen in den Fingern gehabt und bin am Ende immer bei der Xbox hängengeblieben und nach der One habe ich mir die PS 4 geklemmt, weil mir das Gesamtpaket einfach gefällt. Was MS im Vorfeld aber versemmelt hat, war meiner Meinung nach nicht technischer Natur, respektive auf die Specs der Konsole zurückzuführen: Die Gebrauchtspielsperre, die Überwachung via Kinect (mittlerweile ja auch auf dem stark absteigenden Ast) und der geplante 24h-Online-Zwang haben Sony (die eh schon seit Jahren schwer zu verdrängender Platzhirsch sind/waren) voll in die Karten gespielt – das PR-Desaster hat in meinen Augen der Xbox One jede Chance genommen, der PS 4 in irgendeiner Art und Weise auch nur ansatzweise den Rang abzulaufen. Dann kam da noch die Sache, dass die PS 4 ja wirklich in HD agiert, während die One runterskaliert und fertig war der besch..eidene Start – und das wirkt für mich bis heute nach.

    Ich mag die Xbox One und würde sie auch nicht mehr hergeben, fühle mich (auch im Freundeskreis) damit aber als steter Exot 🙂 !

  8. Microsoft schwächelt auf breiter Front (nicht nur die Xbox hat gegen die PS keinerlei Chance), sie sollten besser ehrlich zu sich selbst sein und die entscheidenden Schritte setzen:

    – Die Xbox nicht fortführen
    – Windows Phone endlich einstampfen
    – Windows verschenken (nicht nur das Update wie beim 10er)
    – Bing-Suchmaschine und den ganzen restlichen Online-Müll schließen

    Damit wären nach den Mega-Flops Nokia, Surface-RT, Zune, Kin Phone und Kinect die nächsten Baustellen bereinigt und man könnte sich auf den einzig verbliebenen Rest konzentrieren, womit man überhaupt konkurrenzfähig ist und Geld verdient.

  9. @Oliver: Wobei ich sagen muss die Gebrauchtspielsperre und Onlinezwang mit gewissen sehr sehr coolen Funktionen verbunden war. Diese nicht zu kommunizieren war ein großer fehler. (Wobei steam diese funktionen in genau der Form letztes jahr eingeführt hat?).

    @KW: mach dich nicht lächerlich. Wieso sollten sie das machen? mit den von dir genannten Sachen verdient Microsoft ziemlich viel Geld. 🙂

  10. Ganz so einfach ist es ja nicht. Die XBox One hinkt vielleicht der PS4 hinterher, aber es scheint ja auch so zu sein, dass der Spielekonsolenmarkt als Ganzes gewachsen ist.

    Zum Markstart hat MS bestimmt viele Spieler verschreckt und ich denke, dass das Momentum Sony geholfen hat, weil viele ja doch die Konsole kaufen, die die Freunde auch haben.

    Ein anderer Punkt scheint mir auch wichtig. MS konzentriert sich viel mehr auf den US Markt, als Sony das macht. In Europa ist die XBox One fast unbrauchbar. Die Spracheinstellungen sind auf Regionen und Laender fest eingestellt. Wenn Auslaender die XBox in Deutschland benutzen will, muss das auf deutsch sein, ansonsten vierliert man einen Grossteil der Mediafunktionalitaet. Das ist absolut bescheuert.

    MS hat dieses Jahr mit Sicherheit aufgeholt, aber in dieser Konsolengeneration ist das Rennen schon gelaufen.

  11. Ich denke, ein Problem ist auch, dass MS versucht, mit der XBox One alles zu sein und zu machen, während sich die PS4 vorerst aufs Spielen konzentriert.
    Und da sich die meisten Leute (denke ich) eine Konsole fürs Spielen holen, kommt auch die PS4 als erstes in den Sinn. Ich kenne zumindest niemanden, der seine Konsole für etwas anderes als fürs Spielen und vielleicht Filmegucken verwendet.
    Wenn man es also nicht explizit auf irgendwelche Exklusivtitel der One abgesehen hat macht sie auch wenig Sinn.

  12. Ist doch vollkommen Schnurz, welche Konsole nun besser oder schlechter ist. Haupsache man ist mit dem zufrieden was da unter der Glotze steht. Ich bin seit der uralt XBOX ein Fan und liebe auch meine jetzige X1. Würde ich vermutlich aber auch sagen wenn ich damals eine PS1 gekauft hätte…XBMC hat mir damals die Entscheidung abgenommen 😉

  13. @Oliver Pifferi
    Ok, die Marketingpannen sind sicher ein Grund, was mir immer nicht so auffällt, weil ich dieses Marketing-Zeug immer mit Vorsicht genieße, und es daher bei mir nicht so fruchtet. Aber klar: In der Masse bewegt es sicher einige Prozent zum PS 3.

    Für mich als absoluten Casual Zocker reicht meine PS 3, die noch immer funktioniert und noch immer die Blurays abspielt und mein PC aus. Ich bin dennoch gespannt, ob MS im Krieg der Konsolen nochmal Fuß fassen kann, wäre sehr zu wünschen, da Sony sonst wieder das macht, was es am besten kann, wenn sie meinen, sie seien alleine am Markt: Ganz große Scheiße.