Microsoft Teams: Das sind die neuen, geplanten Funktionen

Microsofts Video- und Kollaborationsplattform Teams geht als einer der „Gewinner“ der Corona-Pandemie hervor. Die Plattform hatte sich auch während der andauernden Pandemie-Lage stetig weiterentwickelt, so soll es künftig unter anderem die Möglichkeit für automatisch aufgezeichnete Meetings geben. Ab Juli sollen zudem Anrufe Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein, wenn man dies denn optional wünscht. Nun kündigen die Redmonder auch weitere, weitreichenden Neuerungen für Teams an.

So werden künftig die Fluid Components für Teams-Meeting, OneNote, Outlook und Whiteboard erweitert. Die Fluid Components dienen einer synchronen und asynchronen Kollaboration in Teams und den Office-Apps. Es lassen sich gemeinsam Notizen erfassen, Inhalte sammeln und diverse Aufgaben in Teams, OneNote, Outlook sowie dem Whiteboard zuteilen. Die Fluid Components halten in Teams, Outlook, OneNote und Whiteboard im Herbst Einzug für Unternehmenskunden. An weitere Nutzer wird man wohl erst zum Jahreswechsel bzw. „Anfang 2022“ verteilen. Einen ersten Eindruck kann man sich im Vorfeld über die geplante private Vorschau verschaffen.

Neuerungen gibt es auch für die Chats. So lassen sich wichtige Nachrichten anpinnen und Antworten können nun auf bestimmte Chat-Nachrichten erfolgen, um den Kontext zu wahren. Auch im Teams Chat finden die Fluid Components Einzug, um beispielsweise Abstimmungen durchzuführen. Die genannten Chat-Funktionen starten ab sofort in die private Vorschau und werden bereits im Sommer für weitere Nutzer verteilt.

Fluid Component in Teams

Die Fluid Components gibt es nicht nur im Chat, sondern auch in den Teams-Meetings. Sinn und Zweck sind beispielsweise das Erstellen einer Agenda, das Anfertigen von Notizen oder das Zuweisen von Aufgaben aus dem Meeting heraus. Zugewiesene Aufgaben landen zudem an einem spezifizierten Ort innerhalb von OneNote.

Neben dem großen Stellenwert der Fluid Components finden auch weitere Funktionen ihren Weg in die Teams Meetings und Teams Rooms. So plant man im Laufe des Jahres mit „Front Row“ ein immersives Raumlayout für natürliche Interaktion einzuführen. Auch weitere neue Videolayouts sollen vorhanden sein. Klasse Geschichte und längst überfällig: Die Videogalerie lässt sich dann auf mehrere Displays verteilen, wenn keine Inhalte geteilt werden. Außerdem sollen im Sommer Live-Reaktionen und Spotlight bzw. ab Herbst mehrere Videostreams und Chatblasen im klassischen Videoraster-Layout folgen.

In Zusammenarbeit mit Jabra, Logitech und Neat hat man zudem KI-gestützte Kameratechnologien parat, welche optimierte Videoansichten für hybride Meetings parat haben. Außerdem sollen sich Sprechende in Meetings künftig eindeutig identifizieren lassen. Sprechende Personen werden dann im Raum erkannt und namentlich im Meeting-Protokoll festgehalten. Prädestiniert für die Teams Rooms seien die Lautsprecher von EPOS und Yealink.

Für die meisten wohl wenig relevant: Teams Rooms wird auch auf dem Surface Hub landen und weitere Besprechungsfunktionen sowie Steuerungselemente mitbringen. Neben der modernisierten Meeting-Ansicht sollen dann auch der Zusammenmodus und PowerPoint Live verfügbar sein. Ab Herbst startet auch Whiteboard auf dem Surface Hub.

Whiteboard soll bei allen Teilnehmenden nun visuell über die gleiche digitale Leinwand verfügen. Für die Web-App, und Android ab sofort – weitere Plattformen folgen in den nächsten Monaten. Zudem hat man auch neue Vorlagen parat:

PowerPoint Live soll ebenfalls neue Funktionen erhalten. Darunter die Möglichkeit mittels „Folie übersetzen“ Präsentationen in einer gewählten Sprache anzuzeigen. Außerdem lassen sich die Präsentationen nun – wie in anderen Apps – direkt mittels „Ink-Funktion“ mit Anmerkungen versehen. Zudem startet ab Sommer auch ein Laserpointer. Die Möglichkeiten für PowerPoint Live sollen auch für Nutzer der Android- und iOS-App folgen. Der benutzerdefinierte Hintergrund steht bereits ab sofort zur Verfügung.

Neben der Arbeit soll auch das Wohlbefinden im Zentrum stehen, hierzu hat man neue Funktionen für Microsoft Viva parat. Headspace in Microsoft Viva

Viva Insights erlaubt die Planung von Fokuszeiten – Team-Benachrichtigungen werden dann stumm geschaltet. Zudem hat man Musik und Timer für regelmäßige Pausen parat.

Fokus-Modus

Künftig sollen sich auch Ruhezeiten konfigurieren lassen. Jene gelten dann für Outlook und Teams, um außerhalb der Arbeitszeiten abzuschalten:

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. Das sieht immer ganz toll aus, aber gibts wirklich Firmen die das so nutzen?
    Wir benutzen zwar Teams zum Chatten und Telefonieren / Meetings, aber was das Datei-Management angeht, da würde es auch ein Netzlaufwerk tun.
    Ist nun nicht nur bei der Firma so bei der ich aktuell bin, war davor auch so und wenn ich mit bekannten spreche die das auch nutzen, dann ists bei denen auch so.

    • Sepp Dieter says:

      ja, wir nutzen eigentlich fast alle Möglichkeiten sehr stark und es läuft viel über Teams.

    • Hallo,

      ich kann nur sagen, dann habt ihr noch nie die Vorteile vom SharePoint kennengelernt oder erkannt.
      😉

      • Sebastian says:

        Ich denke, dass viele Firmen die Vorteile von Sharepoint nicht kennen. Das ist vermutlich ähnlich wie Access. Das hat jeder, einige haben es vielleicht schon mal benutzt, aber nur die wenigsten machen weißlich etwas damit. Leider eine völlig unterschätzte Plattform!

    • Wir nutzen bei uns auch nur die Grundfunktionen von Teams in der Firma. Das Tool hat sich aber definitiv bewährt.

  2. So viele Neuerungen mit bunten Dingen, aber das allerbeste ist diese unscheinbare Kleinigkeit die fast schon untergehen könnte:
    Antworten auf Chatnachrichten!
    Endlich, das habe ich seit wir Corona-bedingt den Chat massiv nutzen schon super oft schmerzlich vermisst. Wenn man mit mehreren Leuten in der Gruppe ist wird es schnell unübersichtlich ohne die Antworten Funktion.

    • Darauf warte ich auch schon ewig. Das absurde ist ja, dass es z.b. in der Teams IPad App schon geht und auch auf dem Desktop richtig angezeigt wird.

    • Dito. Ich kopiere aktuell immer die Original Nachricht von „irgendwo Oben“ in meine Neue und setze sie mit „>>“ ab. Das ist so aufwändig – und absolut unverständlich, da jeder moderne Chat-Client bereits seit Jahren auf so eine Funktion zum direkten Anworten setzt… Wenigstens kommt es bald.

  3. Dafür, dass Teams eine Videokonferenz-Software ist, kann ich es kaum glauben, dass man (im Gegensatz zu Skype for Business) keine Einstellungen wie Zoom oder Auflösung für die Kamera(s) festlegen kann/konnte. KI mag ja ganz schön sein, aber vielleicht einfach mal die Basics einbauen.
    Auf die Antworten freue ich mich aber tatsächlich auch schon.

  4. Würde ich ebenfalls begrüßen. Aber was ich wirklich grausam finde ist die Performance. Wir arbeiten sehr intensiv in Teams. Wenn wir im Meeting sind und ich parallel Fenster mit diversen Chats/ „Apps“ wie Listen etc. öffne ist die Performance extrem gering.

    • Die Performance ist eine Katastrophe. Vor allem auf Mac, z.b. 3 Jahre altes MacBook Pro man kann kaum Teams nutzen und nebenbei an einer PowerPoint oder in Miro zusammenarbeiten. Zoom ist da viel besser.

  5. Ich finde es wirklich interessant, wie immer mehr Unternehmen sich abhängig von Cloud-Diensten machen und selbst Ihre Meetings mit Dokumenten etc. in die Hände eines amerikanischen Unternehmens legen. Gibt es bei Euch dafür keinerlei Policies im Hinblick auf Industriespionage und entsprechender Abhängigkeiten? In Brasilien wurde (ich glaube für 2Tage) aufgrund eines Handelskriegs einfach mal die AdobeCloud abgeschaltet. Was machen Eure Unternehmen, wenn Microsoft die Vorgabe erhält die Cloud abzuschalten, weil man mit der EU im Clinch liegt?
    Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Amerika mit den ganzen Cloudanbietern viel bessere Waffen in der Hand hat, als wirkliche Waffen. Aber irgendwie scheint ein Großteil der Unternehmen derartige Gefahren komplett auszublenden. Gerade die Pandemie hat doch gezeigt wie schlecht es ist, wenn man bei allem von Dritten abhängig ist. Aber weiterhin gikt anscheinend das Motto: Augen zu und durch, wird schon gut gehen.
    Ich will damit nicht sagen, dass man generell nicht auf Clouddienste setzen sollte, aber eben mit Bedacht und der scheint mir manchmal komplett abhanden gekommen zu sein.

    • leachimus says:

      Große Unternehmen haben ihren eigenen Office 365 Tenant. Man kann das nicht mit den Standard oder EDU Konten vergleichen. Ein eigener Tenant ist noch mal ne ganz andere Hausnummer mit viel mehr Möglichkeiten. Du bist dein eigener Herr. Nur die Firma hat den Schlüssel. Micht Microsoft, nicht Bill Gates, nicht die NSA etc. Die Server stehen ausschließlich in Europa. Alles ist DSGVO konform. Alle neuen Funktionen müssen erst durch sämtliche Gremien abgesegnet werden. Ist da irgend was nicht konform, wird die Funktion vorerst nicht freigeschaltet bzw. wird deaktiviert.

      Es ist leider nicht so weit bekannt, was man mit Office 365 im Enterprise Bereich alles machen kann.

  6. leachimus says:

    Also seit Corona ist Teams die Kommunikationsplattform Nummer 1 geworden.
    Unsere internen Rufnummern sind zu Teams Calling umgezogen. Das einzige, was noch fehlt ist ein individuelles Dashboard, auf dem ich alles drauf packen kann, 2as ich brauche. Also Outlook, OneNote, ToDo…

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