Microsoft Quartalszahlen mit Lumia-Rekorden

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Neue Quartalszahlen aus dem Hause Microsoft. Die sehen gar nicht mal so schlecht aus, zudem verraten sie einiges über die Strategie von Microsoft. 26,5 Milliarden US-Dollar nahm das Redmonder Unternehmen ein, dies ist mehr als von Analysten erwartet. Der Gewinn betrug 5,863 Milliarden US-Dollar. Aber lasst uns einmal auf die Hardware und Software schauen.

Microsoft teilt mit, dass die Einnahmen aus der Surface-Sparte um 24 Prozent auf 1,1 Milliarde US-Dollar stiegen. Hier kann man nun vermuten, wie sich das genau zusammensetzt. Würde man jedes Surface mit 700 Dollar berechnen, dann hätte Microsoft davon unter 1,6 Millionen abgesetzt.

Microsoft vermeldet weiterhin, dass man 9,2 Millionen Office 365 Home und Personal Abonnenten hat, eine Steigerung von 30 Prozent zum Vorquartal. Nicht teilt man mit, wie viele dieser Nutzer ein kostenloses Abo durch einen Gerätekauf übergeholzt bekommen haben.

Die Suchmaschine Bing hat einen Marktanteil von 19,7 Prozent in den USA, die Einnahmen aus der Werbung wuchsen um 23 Prozent.

Die Einnahmen aus der Lumia-Sparte betrugen 2,3 Milliarden US-Dollar. 10,5 Millionen Lumia-Smartphones hat Microsoft nach eigenen Angaben verkauft – macht also einen Durchschnittspreis von 220 Dollar für ein Lumia-Phone. Die Geräte scheinen also nur günstig zu gehen – aber immerhin: ein neuer Rekord. 6,6 Millionen Xbox-Konsolen wurde man los, 800.000 weniger, als im Vergleichsquartal des letzten Jahres.

Interessierte an weiteren Zahlen finden diese direkt bei Microsoft.

Behauptung: die neue Strategie der Device- und Dienste-Verzahnung wird für Microsoft aufgehen. Die Redmonder Firma macht derzeit vieles richtig und setzt schon ordentlich Weichen in die Zukunft. Ich denke, da wird noch einiges passieren.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Das Surface Pro3 ist aber auch ein gutes Gerät, das erklärt einiges. 🙂

  2. Habe mir gerade tatsaechlich ein lumia gekauft. Bisher nur android und iphone gehabt.Und ist wirklich eine runde sache. Viel besser als ich gedacht haette! Vor allem in verbindung mit pc, laptop, office und cloud. Great.

  3. Ich finde die Zahlen überhaupt nicht gut. Das Surface ist ein Allround-Teil und verkauft sich weiterhin deutlich schlechter als das angebliche „Problemprodukt“ iPad. Der Windows Umsatz sinkt. Der Gesamtumsatz von Microsoft ist nur dank der Übernahme von Nokia gewachsen. Ohne Nokia wäre der Umsatz gesunken, genau wie der Gewinn. Die Xbox hebt trotz Preissenkung im wichtigsten Quartal des Jahres nicht ab (bin auf die Sony-Zahlen gespannt). Gut entwickelt sich nur die Cloud (was für die Zukunft natürlich immens wichtig ist) und das Server-Geschäft.

    Den Gewinn von Lumia und Surface möchte ich nicht sehen, die Rohmargen sind schon si mager, dass da eigentlich kein Gewinn übrig geblieben sein kann …

    Ich will nicht behaupten, dass Microsoft darbt und in zwei Jahren Pleite ist, aber ein tolles Quartal sieht anders aus …

    http://egghat.tumblr.com/post/109238774611/microsoft-q04-14-ziemlich-durchwachsen

    Ich stimme aber zu, dass Microsoft im Moment vieles richtig macht. In dem Quartal, über das hier berichtet wurde, ist davon aber (naturgemäß) noch nichts zu sehen …

  4. @egghat: wieso Cloud gestiegen ist, ist mir ein Rätsel. Ich finde OneDrive deutlich langsamer als z.b. Googledrive oder Dropbox. Unter iOS ist OneDrive eigentlich unbenutzbar, kameraupload kann man vergessen. Ist meine Erfahrung.

  5. Gibt es eigentlich mal einen Vergleich zwischen den Lumias unter Nokiaregie und jetzt unter Microsoft? Ich habe noch ein Nokia-Lumia und wäre tendenziell nicht abgeneigt, mir irgendwann ein Microsoft-Lumia zuzulegen. Da würde es mich schon interessieren, ob es da einen Bruch oder so gab. Weiß da jemand was?

  6. @Lars: Es gibt ja bisher erst ein offizielles Microsoft Lumia und das gehört eher in der Budget Sektor. Schwer einzuschätzen, aber ich denke die Qualität wird ich nicht großartig verändern. Schätzungsweise wird Microsoft eher mehr in Qualität investieren

  7. @egghat Microsoft, pleite? Lachkrampf am Morgen, danke. Ich glaube das kaum einer weiß wie viel der Konzern wirklich wert ist und wie groß, ich bin mir auch sicher, dass bis auf einen sehr kleinen überschaubaren Kreis dies niemand jemals erfahren wird. Ich bin mir aber sicher, dass die so schnell nicht pleite gehen können, egal was die machen. Das Große Geld wird kaum mit dem Notebook für zu Hause verdient. Die rechnen in ganz anderen Dimensionen.

    Irgendwo gab es mal vor vielen Jahren eine spaßige Berechnung was wäre wenn Microsoft ab sofort nichts mehr verdient und so weiter arbeitet wie bisher. (Da gab es aber bis auf die erste Xbox und ein paar Tastaturen keine Hardware von MS)

    In dem spaßigen Artikel war irgendwas in die Richtung, dass die frühestens nach 10 Jahren wirklich merken würden, dass die Summe auf dem „Konto“ sinkt anstatt steigt. Dazu kommt noch, wenn eine Bank Systemrelevant ist, was ist dann mit dem Unternehmen, dessen Betriebssystem auf 90% aller Computer läuft?

    Ich stelle mir gerade vor, wie bei MS die Stecker gezogen werden. Den Aufschrei will ich erleben. Könnte ein lustiger Tag werden.

    Ich finde diese Quartalszahlen Kaffeesatzleserei immer amüsant, als wenn auch nur einer von uns wirklich was davon verstehen würde, was bei Google, Apple und Microsoft wirklich passiert und hinter den Kulissen abgeht.

  8. Eierkopf widerspricht sich ohnehin selbst

    Erst: „Der Gesamtumsatz von Microsoft ist nur dank der Übernahme von Nokia gewachsen. Ohne Nokia wäre der Umsatz gesunken, genau wie der Gewinn.“

    Um dann zu schreiben: „Den Gewinn von Lumia und Surface möchte ich nicht sehen, die Rohmargen sind schon si mager, dass da eigentlich kein Gewinn übrig geblieben sein kann …“

    Über die Gewinne von MS wäre – Apple und Google mal ausgenommen, die beiden nutzen aber auch fragwürdige Steuermodelle – jedes Unternehmen der Welt froh. 😉

  9. @adi:

    Die Cloud von Microsoft wächst, weil sie ihr Office-Defakto-Monopol leicht in die Cloud ausdehnen können. Ob die Cloud schnell ist oder nicht, ist beim Speichern von Word-Dateien in die Cloud relativ egal.

    @seppini:

    Ich schreibe doch, dass sie NICHT pleite gehen … Wenn du meinen Artikel geklickt hättest, bräuchtest du auch nicht zu spekulieren, wo Microsoft sein Geld verdient. Es ist Windows (Desktop + Server), Office, Exchange, SQL-Server. Das bringt etwa 15 Mrd. Dollar Umsatz im Quartal und davon bleiben fast 14 Mrd. als Rohmarge hängen. NIEMAND auf der Welt hat ein so großes Geschäft mit so hohen Rohmargen. NIEMAND.

    Es gibt nicht wenige Analysten, die Microsoft raten, den ganzen wenig (wenn überhaupt) profitablen Rotz (Lumia, Xbox, Surface, …) abzugeben und sich auf die Sachen zu konzentrieren, die die Knete bringen. Man muss nicht dieser Meinung sein, allerdings stimmt es, dass Microsoft die anderen Bereiche seit Jahren nicht wirklich verbessert bekommt. Wenn ein Bereich nach Jahren endlich profitabel wird (Xbox), verreisst Microsoft die nächste Version und dann ist das Produkt wieder zurück auf die Profitabilitätsnulllinie … Alles in allem tut das Microsoft aber kaum weh, weil die Kernbereiche weiterhin so unglaublich profitabel sind.

  10. “ den ganzen wenig (wenn überhaupt) profitablen Rotz (Lumia, Xbox, Surface, …)“

    Rotz??!

  11. @egghat

    Habe ich auch nicht anders verstanden.

    Nur ich glaube ja, dass man nicht immer nur auf Zahlen achten sollte. Ich glaube, dass Microsoft die Consumer Produkte braucht um nicht den Kontakt zu denen zu verlieren, die am Ende des Tages mit ihren Produkten arbeiten müssen.

    Außerdem ist bei einem Gewinn, der höher ist als das Geld mit dem einige Staaten auskommen müssen, vollkommen egal welche Verluste oder gewinne gemacht werden. Einer der albernsten Dinge ist eh der Markenwert. Ich erinnere mich noch daran, dass Yahoo mal in den 90ern mehr wert war als Coca Cola. Da habe ich schon sehr gelacht. Denn bei allen IT unternehmen die nur Service aber nichts Relevantes anbieten ist der Wert nur so lange hoch bis irgendeiner in einer Garage etwas besseres entwickelt.

    Bei Yahoo ging es bekanntermaßen schnell Google tauchte auf. Nicht ohne Grund kaufen vor allem Google und Facebook Start-Ups ein wie andere Brot. Besser am Anfang für ein paar Millionen oder Milliarden kaufen, als am Ende ganz weg zu sein. Denn zwischen einem Weltweit laufenden Betriebssystem, dem Knowhow für Server und einer Suchmaschine bzw. Forumsplattform (um Facebook mal böse zu beschreiben) liegen Welten.

    Deshalb sind für mich diese Zahlen die vierteljährig veröffentlich werden auch nur Glaskugellesen für jeden, der nicht wirklich sich den ganzen Tag damit beschäftig und tiefe Einblicke hat.

  12. Egghat kommt aus Vulgarien und ist ein kleiner Apple Fanboy. Also nicht ernst nehmen.
    und labert viel Blödsinn, die xbox litt und leidet lediglich am falschen Preis, das hat mit dem Produkt herzlich wenig zu tun.

    Viel interessanter sind die Lumia-Zahlen, hier habe ich nicht mit allzu großen Steigerungen gerechnet

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