Meta Quest Pro: Neues All-in-One-VR-Headset vorgestellt

Im Rahmen der Meta Connect wurden nicht nur Xbox Cloud Gaming und Microsoft Teams für die Quest 2 angekündigt, sondern auch ein völlig neues Headset vorgestellt, die Meta Quest Pro. Dieses Modell war zuvor auch als Project Cambria bekannt. Auch die Meta Quest Pro ist ein Standalone-Headset, allerdings zu einem deutlich höheren Preis als die anderen Quest-Modelle. Für dieses Virtual-Reality-Headset fallen vielmehr 1.799,99 Euro an. Die Auslieferung erfolgt ab dem 25. Oktober 2022.

Hervorgehoben werden angeblich „gestochen scharfe“ LC-Displays, ein schlankes Design und Eye-Tracking. Käufer erhalten im Lieferumfang neben dem Headset an sich auch die Meta-Quest-Touch-Pro-Controller, Stylus-Aufsätze, partielle Lichtblocker und eine Ladestation. Vorbestellungen sind bereits über den Meta Store möglich. Allerdings prangt auf der deutschen Website derzeit der (wohl temporäre) Hinweis, die Quest Pro sei in Deutschland nicht verfügbar. Die Akkulaufzeit steht im Übrigen bei 1-2 Stunden und das Headset wiegt etwa 722 g.

Blickt man auf die Hardware, dann bringt die Meta Quest Pro den neuen Qualcomm Snapdragon XR2+ als SoC mit. 50 % mehr Leistung als die Meta Quest 2 und eine bessere Wärmeableitung stellt der Hersteller recht vage in Aussicht. Die Meta Quest Pro verfügt über 12 GByte RAM, 256 GByte Speicherplatz und 10 hochauflösende Sensoren (fünf innerhalb und fünf außerhalb des Headsets). Der neue Optical Stack ersetzt die bisherigen Fresnel-Linsen durch dünne Pancake-Optiken, welche die Tiefe des optischen Moduls um 40 % reduzieren

Die beiden LC-Displays nutzen lokales Dimming sowie Quantenpunkte (QLED). Über das lokale Dimming, lassen sich hier mehr als 500 einzelne LED-Blöcke unabhängig voneinander steuern. Ich persönlich hätte dennoch ein OLED-Display mit selbstleuchtenden Pixeln bevorzugt. Pro Auge beträgt die Auflösung konkret 1.800 x 1.920 Pixel bei Bildwiederholraten von bis zu 90 Hz.

 

Die Meta Quest Pro hat damit 37 % mehr Pixel pro Zoll und 10 % mehr Pixel pro Grad als die Meta Quest 2. Darüber hinaus wurde die visuelle Schärfe in der Mitte des Bildschirms um 25 %, in den Randbereichen um 50 % und der Farbumfang um das 1,3-fache gegenüber der Meta Quest 2 erhöht. Die Meta Quest Pro bietet stereoskopisches Mixed-Reality-Passthrough, das mehrere Sensoraufnahmen kombiniert, um eine Sicht auf die Welt in 3D zu erzeugen.

Die Meta Quest Pro verfügt über einen stufenlosen Mechanismus zur Einstellung des Linsenabstands, der einen Pupillenabstand (IPD) zwischen 55 mm und 75 mm ermöglicht. Das Headset bietet außerdem die Möglichkeit, den Abstand der Linse zu den Augen mit einem neuen Augenabstandsknopf einzustellen. Die Controller wurden überarbeitet und verfügen jetzt über eine verbesserte Haptik, die ein präziseres Feedback liefert, sowie über wiederaufladbare Batterien. Mit der Ladestation und dem 45-W-USB-C-Netzteil, können sowohl Headset als auch Controller aufgeladen werden. Die Touch-Pro-Controller können auch mit Meta Quest 2 verwendet werden. Ein einzelnes Paar wird, ab einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr, für 349,99 Euro verfügbar sein.

Separat in den Handel kommen auch:

  • Meta Quest Pro Compact Charging Dock (99,99 Euro, erhältlich ab 25. Oktober): Zwei-in-Eins-Dockingstation lädt sowohl Touch Pro-Controller als auch Headset via USB-C-Anschluss auf.
  • Meta Quest Pro Full Light Blocker (49,99 Euro, erhältlich ab 22. November): Ein lichtblockierendes Gesichtsinterface.
  • Meta Quest Pro VR-Kopfhörer (49,99 Euro, erhältlich ab 25. Oktober): Separate rechte und linke Ohrhörer können an beiden Seiten des Headsets angeschlossen werden.
  • Meta Quest Pro Tragetasche von Incase (119,95 Euro, erhältlich ab 25. Oktober): Eine Innenschale mit Innentaschen bewahrt die Meta Quest Pro und Zubehör sicher auf.

Die Meta Quest 2 bleibt im Übrigen weiterhin im Handel zu haben. Sie soll mit dem neuen Standalone-Flaggschiff, der Meta Quest Pro, koexistieren.

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7 Kommentare

  1. Jemand Anders says:

    ist verlockend, aber viel zu teuer…

  2. Helga aus dem Birkenwald says:

    Field-of-View wäre für mich noch interessant. Für mich macht die Sichtbreite das Meiste aus, wenn es um die Frage geht wie gut die Illusion der Realität ist. Bei zuviel schwarzem Rand fühle ich mich immer wie mit Schwimmbrile, die beschränkt das Sichtfeld auch sehr.

    Naja und leider isses halt von Meta/Facebook, ne.. watt willste machen.

    • Woanders wurden das Sichtfeld bereits getestet. Ungefähr wie bei der Quest 2.

      Die Brille ist eindeutig auf AR und Soziale Kontakte in VR angelegt. Deshalb farbiges Pass-Throu, keine vollständige Lichtabschottung und dafür Augen- und Gesichts-Mimik Tracking.

      Vielleicht haben wir irgendwann keinen Monitor mehr auf dem Schreibtisch stehen, sondern der wird einfach per AR eingeblendet.

      Ne klassische VR-Brille kommt wieder mit der Quest 3.

  3. Muss man einen Facebook Account haben um die Brille in Betrieb zu nehmen? NoGo für die Industrie. Ich hatte eine Rift und jetzt eine Quest II die ich aber seit Monaten nicht mehr genutzt habe. Irgendwie ist die Luft raus. Keine Ahnung welche Zielgruppe FB mit der Pro hat, für Consumer reicht eine Quest II, die Industrie geht eher in Richtung Varjo (ja die kosten wesentlich mehr, sind aber von der Auflösung in mittleren Sehbereich Spitze) und dann gibt es ja auch noch eine Reverb g2 die hat sogar eine höhere Auflösung die aber zum Rand extrem unscharf wird und auch sonst „nicht so dolle“ ist, kostet aber nur ein Drittel. Für mich ist die Pro nicht Fisch nicht Fleisch. Würde mich nicht wundern, wenn die völlig floppt.

  4. Für den Preis bleibt das Metaverse ein theoretisches Konstrukt… Gerade im VR-Bereich sind günstige Lösungen notwendig um den Markt zu öffnen. Da waren die Pappbrillen, die man mal für Android-Handys kaufen konnte besser geeignet um VR populärer zu machen…

    • Das ist ein HiEnd-Gerät um Dinge auszuprobieren. Ein günstiges Modell ist mit der Meta Quest 2 oder der Pico 4 auf dem Markt. Die Quest 3 bekommt nächstes Jahr einen deutlich besseren Grafikprozessor.

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