McAfee Labs stellt erneuten Gefahrenanstieg für mobile Geräte fest

Während ich die Überschrift schrieb, stellte ich mir eine Schulklasse vor, die dem Lehrer brav die Antwort auf die Frage gab, wer denn immer die Gefahrenmeldungen für mobile Geräte schreibt. Die Klasse antwortet: natürlich die Hersteller von Schutzsoftware! Richtig. Sie partizipieren von Sicherheitslücken und der Angst der Verbraucher, denn so können sie ihre Sicherheitssoftware besser an den Mann bringen. Mein Rat an Android-Nutzer? Hirn anschalten und Software nur aus offiziellen Quellen, zum Beispiel dem Google Play Store laden.

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Hier ist man unter Umständen nicht zu 100 Prozent sicher, aber die Gefahr dürfte auf ein Minimum beschränkt sein, wenn man vielleicht noch ein Auge auf App-Bewertungen und abgefragte Rechte wirft. Aber kommen wir einmal zum McAfee Threats Report. Die Forscher der McAfee Labs stellen fest, dass auf Android basierende Malware um 35 Prozent angestiegen ist. Dieses Wachstum wurde seit Anfang 2012 nicht mehr erreicht und durch die anhaltende Verbreitung von SMS-stehlender Banking Malware, betrügerischen Dating- und Entertainment-Apps, Apps zum Zweck des Datendiebstahls (Weaponized Legitimate Apps) sowie als nützliche Anwendungen getarnte maliziöse Apps begünstigt.

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Zudem zählt McAfee Labs im zweiten Quartal doppelt so viel neue Ransomware als im ersten Quartal 2013. Damit übersteigt die Anzahl der gefundenen Ransomware-Varianten im Jahr 2013 schon jetzt die aller zusammengerechneten Funde der vorhergehenden Perioden. Ransomware ist zum Beispiel dieser Trojaner, der gerne mal Windows PCs befällt. Er verschlüsselt Dateien und gibt diese nur nach Lösegeldzahlung heraus. Auch gibt es Schädlinge, die den Browser und damit den Zugang zu Facebook und Co sperren.

Im zweiten Quartal wurde auch ein 16-prozentiger Anstieg verdächtiger URLs und ein 50-prozentiger Anstieg digital signierter Malware festgestellt. Zudem wurden beträchtliche Vorfälle in den Bereichen – Cyber-Attacken und Spionage erkannt, inklusive mehrfacher Attacken auf die globale Bitcoin-Infrastruktur sowie Ereignisse aus Operation Troy Netzwerk-Angriffen auf amerikanische und südkoreanische Militäreinrichtungen.

Interessant: Der Anstieg an verdächtigen URLs im zweiten Quartal zeigt, wie wichtig infizierte Seiten als Verteilungsmechanismus für Malware sind. Ende Juni zählte McAfee die Gesamtzahl auf 74,7 Millionen URLs, was einem 16-prozentigen Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal darstellt – und Deutschland ist beim Hosting dieser URLs vorne mit dabei.

Also: Augen auf, Hirn an!

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

6 Kommentare

  1. sollte man erst gar nicht mehr posten…! das sind digitale Drückerkolonnen!

  2. Typische Angstmache von Angstprofitierern. Virenscanner auf Android haben gar nicht die technischen Möglichkeiten, so zu agieren wie auf Windows.

  3. haha natürlich stellen die das fest, ist ja deren job

  4. guter hinweis. mit zunehmender technischer kompetenz steigt auch die warez-wahrscheinlichkeit, behaupte ich mal. ist ja auch supersimpel, apk runterladen und draufdrücken- natürlich total unwahrscheinlich bei der blogleserschaft hier, alles gutsituierte ehrliche Leuts, die sowas ja nieee machen würden, haha.

  5. Antarctica….haben diese Pfeifen etwa einfach nur ein einfaches Whois-Tool aus dem Netz über ein paar bekannte Domains laufen lassen und die Ergebnisse abgeschrieben? „Countries Hosting Spam-URLs“ ist ja Unsinn, da viele (die meisten?) Domains von kommerziellen Unternehmen verwaltet werden und natürlich die Server nicht im jeweiligen Land stehen müssen.

    Wenn man sich dann noch anschaut, wie lausig die McAfee-Software für Windows ist, weiß man, dass deren Panikmache nichts wert ist. Hoffentlich lässt sich niemand durch diese Statistik zum Kauf von McAfee-Apps bewegen,

  6. Ich habe gestern von einem Fall gehört, wo $user sein Windows nicht mehr benutzen konnte weil dieser irgendein Passwort haben wollte.
    Es stellte sich am Ende raus, dass der Rechner durch $McAfee-Produkt gesperrt wurde weil er ausserhalb von Deutschland benutzt wurde. Da bei der Einrichtung, die $user angeblich nicht selber gemacht hat, keine Mobilfunknummer angegeben wurde und das Passwort nirgends notiert wurde, kam er an den Laptop nicht mehr heran. An die Mobilfunknummer hätte McAfee wohl sonst ein Passwort schicken können.

    Die Hotline von McAfee meinte wohl auch, dass es nicht ausreicht, wenn man das Produkt über Systemsteuerung->Software deinstalliert.

    McAfee ist und bleibt ein zu meidendes Unternehmen