Matchstick: Firefox OS Streaming-Stick verzögert sich um mindestens ein halbes Jahr

Anfang Oktober 2014 stellten wir Euch das Kickstarter-Projekt Matchstick vor. Ein Chromecast-ähnlicher Streaming-Stick, basierend auf Firefox OS. Ursprüngliches Ziel war eine Auslieferung des Matchsticks im Februar, also jetzt. Dazu wird es jedoch nicht kommen, wie die Projekt-Ersteller in einem ausführlichen Update erklären. Es handelt sich nicht einfach um eine Verzögerung im Planungs-Ablauf, sondern der Matchstick wird bessere Hardware erhalten und auch die Software muss dementsprechend angepasst werden.

MatchStick

Verbesserte Hardware, da hört man als Backer des Projekts doch gerne hin. Anstatt eines Dual-Core-Prozessors soll nun ein Quad-Core-Prozessor zum Einsatz kommen. Außerdem soll die WLAN-Empfangsleistung verbessert werden, da dies bei vielen Streaming-Sticks ein Problem ist, welches man mit dem Matchstick vermeiden möchte. Die Mehrkosten für die Hardware-Änderungen werden vom Matchstick-Team übernommen, Backer werden Ihren Matchstick zu dem preis erhalten, zu dem sie ihn unterstützt haben.

Ein weiterer Grund für die Verzögerung ist die Software, beziehungsweise DRM. Der Matchstick soll DRM unterstützen, da dies eine Voraussetzung ist, um Streamingdienste wie Netflix anbieten zu können. Durch die Hardware-Änderung muss auch das DRM angepasst werden, hier sucht man nach einer Lösung zusammen mit der Open Source Community. Zu guter Letzt will das Team auch noch dafür sorgen, dass es entsprechende Content-Anbieter gibt, wenn der Stick ausgeliefert wird. In diesem Fall wird DRM auch eine große Rolle spielen, wenn es um die großen Anbieter geht.

Eine Verzögerung bei Kickstarter-Projekten ist keine Seltenheit. Dazu muss das Projekt nicht einmal unbedingt aufwändig sein. Auch ein halbes Jahr Verzögerung – die Auslieferung des Matchsticks ist nun für den August geplant – ist im Rahmen, wenn man sich erfolgreiche Projekte einmal anschaut. Gut gelöst ist in diesem Fall die Kommunikation. Zwar geben viele Projekt-Ersteller Updates mit Hinweisen auf Verzögerungen, aber so detailliert wie bei Matchstick leider sehr selten. Ich denke, dass unter den gegebenen Umständen kein Backer ein Fass aufmachen wird und geduldig noch sechs Monate wartet, immerhin gibt es dann ja mehr für das investierte Geld. (Danke Simon!)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. naja ich finde 6 Monate schon ziemlich viel, da es ja auf der CES auch angepriesen wurde und die entscheidung wohl bestimmt schon länger steht, als kurz vor der auslieferung….und naja das ich nicht das wofür ich gebacked habe….Wenn ich mich entschließe im Februar ein Computer oder Handy zukaufen mit dualcore, möchte ich keine 6 Monate warten auch wenn ich dafür einen quad-core bekomme…

  2. Kickstarter ist nun mal kein Shop und man könnte genauso gut gar nix bekommen, wenn ein Projekt scheitert. Leider scheinen das die Leute immernoch nicht zu kapieren. Erfolg ist, wenn das Projekt offen kommuniziert und dran bleibt.

  3. ja, und hier wurde nicht offen kommuniziert,! keiner wollte DRM….,und das sich etwas verspätet ist kein problem, aber dass die was ganz anderes draus machen und das dann auch noch 6 Monate länger dauert. das ist das Problem!

  4. Als Backer des Projekts muss ich leider sagen, dass die Kommunikation unter aller Sau ist. Leider ist da nicht das erste mal der Fall. Von einen anderen Projekt habe ich seid Oktober nichts mehr gehört. Scheint bei Kickstarter aber normal zu sein oder?
    Ich finde die Art der Finanzierung von Projekten super, nur wenn das so weiter geht, werde ich wohl keine Projekte mehr unterstützen. In den Kommentaren zu dieser News auf Kickstarter scheinen doch recht viele eher sauer zu sein, wie Verständnis zu haben.

  5. Die Kommunikation soll gut gewesen sein? Selten so gelacht.
    Noch vor 2 Wochen hieß es, daß alles nach Plan laufe. Da muss das Team aber schon lange gewusst haben, daß es die Sticks im Februar nicht gibt. Für einen Versand im Februar hätte die Produktion ja schon vor Monaten starten müssen.
    So eine schwerwiegende Änderung gibt man nicht auf den letzten Drücker bekannt.
    Ich fühle mich verarscht. Matchstick.tv sollte den Stick, so wie er ursprünglich geplant war, herstellen und verteilen, und dann eine aufgemotzte Version 2.0 in einem halben Jahr nachschieben.

  6. Soso, kein Backer wird ein Fass aufmachen.
    Stimmt, die Backer machen kein Fass auf, sondern beschweren sich über:
    – Kommunikation, bis vor ca. 10 Tagen war alles in Ordnung und alles im Zeitrahmen, und urplötzlich muss alles um 6 Monate verschoben werden. Seitdem die Backer sich massenweise beschweren, hat MatchStick sich zurückgezogen.
    – Änderung des Focus, es wurde angekündigt, DRM zu prüfen, jetzt wird es zum Stopper. Wer sich die Kommentare anschaut, wird nur sehr wenige Nachfragen dazu finden. Andere Wünsche wurden da schon wesentlich häufiger genannt, und meist abgebügelt.
    – es wird erzählt, es gäbe bei Kickstarter keine Information zu Backern, die ein Refund unterstützen, das ist definitiv gelogen. Es gibt extra dafür einen Button durch den ein entsprechender Workflow gestartet wird.
    – auch Netflix wird auf einmal zum Stopper, und gebetsmühlenartig wiederholt. In den Kommentaren findet man nur ganz wenige Nachfragen dazu.
    Kurze Zusammenfassung:
    ca. 90% der Kommentare sind aufgebracht. Dies hätte erwähnt werden müssen, wenn man objektiv berichtet, und sich zumindest etwas mit dem Feedback der Backer beschäftigt hätte. So klingt das entweder oberflächlich oder bewusst zu positiv dargestellt.

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