Macht euch Luft: Der Dyson Pure Cool Luftreiniger im Test

Dyson hat im April dieses Jahres einen neuen Luftreiniger vorgestellt, der auf den Namen Dyson Pure Cool hört. Gerade bei der Sommerhitze, die uns in diesem Jahr besonders ereilte, ist es immer gut einen Ventilator in der Nähe zu haben, der die Luft um euch herum bewegt und etwas Erfrischung verschafft. Klar, die Dinger gibt es auch günstig im Supermarkt um die Ecke, doch der Dyson Pure Cool ist nicht einfach nur ein Lüfter. Was genau ihn besonders macht, versuche ich euch in den nächsten Zeilen etwas genauer zu erklären.

Wie schon dem Titel zu entnehmen ist, ist der Dyson Pure Cool nicht einfach nur ein Lüfter / Ventilator, er ist vielmehr der Kategorie Luftreiniger zuzuordnen und kommt auch mit der ein oder anderen smarten Funktion per App daher.

Dyson und das Design

Kommen wir zuerst zur Optik. Wer die Dyson Lüfter schon etwas länger im Auge hat, wird hier wenig Überraschendes feststellen. Man findet hier das übliche futuristische Design, dass auch schon die Vorgängermodelle auszeichnete. Wenn man den großen oder den kleinen Pure Cool so anschaut, fragt sich der interessierte Nutzer, wie denn da Luft herauskommen soll. Lediglich ein großer Ring entspringt dem Sockel, der durch sein gelochtes Design ebenfalls ansprechend daherkommt. Ein kleines rundes Display mit einer wirklich guten Auflösung informiert euch über den aktuellen Status.

Mit wenig Platz viel erreichen

Die Verarbeitung des Gerätes ist durchweg sehr gut und durch sein Design nimmt er vor allem nicht so viel Platz weg, wie ein normaler Ventilator. Lediglich 22 x 22 Zentimeter reichen dem Gerät für die Arbeit, durch die rotierende Bewegung des Sockels kann der Luftreiniger die Luft in einem Umfeld von 350° im Raum verteilen. Währenddessen er die Luft ansaugt und wieder in den Raum bläßt, werden gefundene Partikel in einem 360° HEPA-Filter und einem Aktivkohlefilter festgehalten und die Luft wird somit von ungewünschten Partikeln gesäubert.

Drei verschiedene Sensoren sorgen außerdem dafür, dass der Pure Cool Verunreinigungen in der Luft automatisch und in Echtzeit feststellen kann. Gase und bis zu 99,95 Prozent der Partikel mit einer Größe bis zu 0,1 Mikron werden erkannt, die relative Luftfeuchtigkeit und die Temperatur werden ebenfalls vom Lüfter gemessen und zu der App geschickt, zu der ich gleich noch etwas schreibe.

Das Ganze hat natürlich auch seinen (dyson-typischen) Preis. Für den großen Pure Cool Turmventilator fallen 599 Euro, für den kleineren Tischventilator 519 Euro an. Meiner Meinung nach ganz schön teuer, selbst wenn man die Luftreinigerfunktion mit in Betracht zieht.

Die App

Ist der Luftreiniger erfolgreich zusammengesteckt, was wirklich sehr leicht von der Hand geht und auch ohne Bedienungsanleitung zu bewerkstelligen ist, kann die Einrichtung der App auch schon beginnen. Die App für iOS oder Android führt euch idiotensicher durch die Einrichtung und erklärt euch Schritt für Schritt, was zu tun ist. Schlussendlich teilt ihr dem Pure Cool eure WLAN-Daten mit und los geht es.

Im initialen Bildschirm zeigt euch der dyson Pure Cool sowohl die Außentemperatur und Information zur Außenluftqualität als auch die Informationen zum Innenraum an. Dort findet ihr automatisch die Schadstoffwerte von PM2.5, PM10, VOC, NO2 und könnt euch die Daten der letzten Wochen zu den verschiedenen Werten ansehen. Diese sind in täglicher oder wöchentlicher Form gut aufbereitet in der Historie zu finden.

Natürlich platziert der Hersteller auch die Steuerung des Gerätes in einem Fernbedienungsmodus innerhalb der App. Dieser bietet dieselbe Funktionalität, wie die beigelegte Fernbedienung (10 Lüftungsstufen, Sleep-Timer, Auto-Modus, Nacht-Modus, Luftstromkontrolle, verschiedene Dreh-Modi), die durch ihre leicht abgerundete Form am Kopf des Gerätes magnetisch angebracht werden kann.

Über den Automatikmodus kann man dem Lüfter beispielsweise Vorgaben zur Luftqualität und Co. geben, die er dann per entsprechender Reinigungstätigkeit versucht herzustellen. Auch ein Programm-Modus ist enthalten, der euch die Möglichkeit gibt, den Lüfter zu bestimmten Wochentagen und zu bestimmten Tageszeiten laufen zu lassen. Während er das tut, ist der Luftreiniger angenehm leise.

Wer auf Sprachsteuerung steht, findet hier auch sein Glück, denn Dyson bietet einen Alexa-Skill an, mit dem ihr den Lüfter steuern könnt. Allerlei Beispiele für Befehle könnt ihr ebenfalls in der App finden.

Wichtig zu wissen: Wie oben erwähnt, besitzt der Dyson Pure Cool zwei Filter. Einen Aktivkohlefilter nebst einem HEPA-Filter mit Glasfasern. Die halten nicht ewig, sondern müssen irgendwann mal ausgetauscht werden, je nachdem, wie empfindlich man ist. Laut Dyson beträgt die Lebensdauer des Filters über 4000 Stunden, dann sollte er für das bestmögliche Erlebnis gewechselt werden. Das kann der Nutzer selber vornehmen. Die App zeigt nicht nur an, wie viele Stunden der Filter noch seine gute Leistung bringt, er visualisiert auch die Zeiten, an denen die Luftreinigung aktiv war und somit die Filter beansprucht werden. Eine Benachrichtigung für den Austausch erhaltet ihr außerdem.

Dyson Pure Cool – Ein Fazit

Meine Familie und ich haben Glück, denn wir sind weitestgehend von Allergien verschont geblieben. Von daher kann ich nicht genau beurteilen, wie sich das Vorher-Nachher-Erlebnis bei einem Allergiker anfühlt. Ich kann lediglich sagen, dass die Luft spürbar besser ist, wenn der Luftreiniger eine Weile sein Werk getan hat. Auch als Lüfter ist das Gerät prima verwendbar und dabei nicht zu laut.

Der Pure Cool ist weiterhin 1A verarbeitet und bietet eine Menge Funktionen über die App und die Fernbedienung. Trotzdem ist er meiner Meinung nach einfach zu teuer. Alternativen mit einem weniger hübschen Design, preiswerteren Materialien und besseren Reinigungsfunktionen sind teils günstiger zu finden.

Wer also nicht wirklich auf die Reinigungsfunktion angewiesen, kein Dyson-Fan ist und nicht über den großzügigen Geldbeutel verfügt, wird sich sicherlich anderweitig umsehen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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14 Kommentare

  1. Habe das Vormodell der großen Version, bin wegen meiner Allergie sehr zufrieden damit, konnte meine antihistamine von einem Tag auf den andern auf ein Viertel herunterfahren. Nur wirklich kühlen tut er natürlich nicht, ist als Ventilator auch nur mittelmäßig, da sind manchenSupermarkt Ventilatoren merklich stärker für nur 10% des Preises.

  2. Toll, aber unbezahlbar für einen ‚Ventilator‘

  3. Fenster aufmachen?

  4. Moin,
    wo du leider nicht drauf eingegangen bist, wie lange ein Filter wirklich hält. Also bei 4000 Std. würde es bedeuten das ein Filter ~166 Tage bei 24 Stunden betrieb hält, also ungefähr alle 6 Monate getauscht werden muss. Wieviel Fläche in m2 kann das Gerät reinigen ? Was auch fehlt ist, was kostet ein ersatz Filter. Das sind Punkte die du bei deinem Test auf jedenfalls ergänzt solltest. Auch die laufenden Kosten Stromverbrauch etc. wäre sicherlich interessant.

    • +1

      Zu nem guten Test gehören solche Verbraucherinfos.

      • phrasemongerism says:

        Das kann man vielleicht von einem Testmagazin erwarten, aber nicht in Blogs, die solche Produkte immer nur anreißen, damit sie ihre Beiträge voll kriegen, oder weil es der Hersteller vor die Türe gekarrt hat und gesagt hat „teste doch mal“.

  5. Werbung für einen Ventilator zum Mondpreis. Auf sowas können wir gut verzichten.

  6. Für etwa 400 € weniger bekommt man einen Xiaomi Air Purifier, der nachweislich sehr gute Dienste leistet.

  7. Gnadenlos überteuert (wie imho alle Dyson-Produkte).

  8. Die Dyson Produkte sind sicherlich gut. Aber das Preis-Leistungsverhältnis ist eher nichts für den „Normalverdiener“

    Ich finde für 600€ müsste der schon richtig gut filtern.

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