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Luke Roberts Smart Lamp Model F: Innovative Deckenleuchte ausprobiert

Wer sein Smart Home zu Hause aufbauen möchte, fängt oft mit der Beleuchtung an, denn ein LED-Leuchtmittel auszutauschen oder eine andere Lampe an der Decke zu montieren, ist meist ziemlich zügig erledigt. Solltet ihr euch schon einmal nach Deckenleuchten umgesehen haben, dann werdet ihr wahrscheinlich auch festgestellt haben, dass die Preisspanne von billig bis nach oben offen relativ groß ist – vor allem im Bereich der Designleuchten. Aus genau diesem Segment kommt der heutige Testkandidat – die Leuchte Luke Roberts Model F. Luke Roberts ist eine österreichische Firma, die diese Leuchte vor einiger Zeit bei Kickstarter beworben hat und dort Geld für das Produkt einsammeln konnte. Was dabei genau herausgekommen ist, habe ich versucht für euch herauszufinden.

Wenn man die bedruckte Packung öffnet, wird man zuerst von einem schwarzen Mikrofaser-Tuch mit Luke-Roberts-Logo begrüßt. Darunter versteckt sich die 30 x 8 cm große Leuchte inklusive 1,2 m langem Kabel, einer Base, Schrauben, Dübeln und einer Beschreibung. Inklusive Halterung wiegt das ganze 3,2 Kilogramm.

Die Leuchte selbst sieht aus wie ein Ufo aus pulverbeschichteten Aluminium und besitzt an der Unterseite eine Abdeckung aus milchig getrübtem Kunststoff. Darunter befinden sich über 300 einzelne fest verbaute LED (nicht wechselbar), die direktes Licht nach unten und indirektes in Richtung Zimmerdecke abstrahlen. Die Helligkeit ist dabei ziemlich beachtlich, denn im direkten Licht schafft es die Leuchte auf 4.000 Lumen und im indirekten auf 1.400 Lumen. Der Farbwiedergabeindex liegt bei über 95 und es können bei den nach unten gerichteten LEDs Farbtemperaturen von 2.700 – 4.000 Kelvin erzeugt werden, wobei man zusätzlich bei dem indirekten Licht noch die Auswahl aus der kompletten Farbpalette hat, aber dazu später mehr.

Wenn ihr die Helligkeit voll aufdreht, nimmt die Leuchte maximal 75 Watt Leistung in Anspruch, wobei das im normalen Tagesgebrauch weniger ist, da man selten volle Power benötigt. An der Oberseite der Leuchte hat man ein spiralförmiges Rippendesign platziert, was mir persönlich ganz gut gefällt und auch als Kühler fungiert.

Die Installation ist relativ zügig erklärt und gut in der Anleitung beschrieben. Die Base wird mittels mitgeliefertem Zubehör an die Decke geschraubt, Phase, Nullleiter und Schutzleiter werden in die dafür vorgesehenen Plätze in der Klemme geschoben.

Nun müssen noch die zwei Drähte des Kabels in die dazugehörige Klemme gepackt werden und dann kann das Kabel nach Anleitung in die Halterung gewickelt und auf die gewünschte Länge eingestellt werden. Stabile metallische Halter stützen das Kabel und das ganze Konstrukt macht einen robusten Eindruck. Man hat nicht das Gefühl, dass die Base gleich von der Decke fällt, weil die Lampe ja doch recht gewichtig daher kommt. Nun noch die Abdeckung darauf drehen und fertig.

Ab diesem Zeitpunkt ist die Leuchte schon als Lichtmacher zu gebrauchen, nur eben mit den Standard-Einstellungen. Es folgt also noch die Einrichtung, die gut und gerne auch etwas länger dauern kann, je nachdem welche Ansprüche man hat. Um die gewünschten Einstellungen vornehmen zu können, benötigt ihr die zur Lampe gehörige App.

Luke Roberts
Luke Roberts
Entwickler: Luke Roberts Lighting
Preis: Kostenlos
?Luke Roberts
?Luke Roberts
Entwickler: Luke Roberts GmbH
Preis: Kostenlos

Die Luke-Roberts-Lampe kommuniziert nun per Bluetooth mit dem Smartphone, wird zügig erkannt und kann eingerichtet werden. Dazu stellt ihr euch unter die Lampe. Nun zeigt euch die Benutzeroberfläche einen Lichtkegel an, den die Lampe in eine bestimmte Richtung projiziert. Ihr müsst per Finger festlegen, wohin das Licht scheint. Damit kalibriert ihr die App so, dass ihr mit dem Lichtmalen anfangen könnt. Lichtmalen? Was ist das denn schon wieder?

Luke Roberts hat sich bei der Lampe etwas einfallen lassen, was ich so bisher noch bei keiner anderen Lampe gesehen habe. Die App, die am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, jedoch schnell gelernt ist, bietet euch die Möglichkeit, Licht so im Raum zu gestalten, wie ihr es am liebsten haben möchtet. Dabei habt ihr erstmal die Auswahl an etlichen vordefinierten Szenen, von denen ihr euch die Favoriten in eine Auswahl legen könnt.

Sollte da nichts dabei sein, könnt ihr auch eigene Szenen erstellen. Dazu wählt ihr im Menü den Punkt zum Erstellen aus, wählt eine Vorlage und könnt nun die Farbe und Intensität des indirekten Lichts festlegen. Per Tipp auf den zweiten Kreis könnt ihr das direkte Licht in der Farbtemperatur einstellen und malt nun die entsprechende Richtung aus, in die Licht scheinen soll – quasi als würde man Spots ausrichten, die bestimmte Punkte im Raum beleuchten sollen. In dem Beispiel ist das indirekte Licht leicht rosa und nur der äußere Ring der nach unten gezeigten LED scheint. Je mehr ihr mit dem Finger malt, desto stärker wird das Licht.

Wenn ihr malt, setzen die LED das auch direkt um. Ich habe das mal versucht im Dunkeln aufzunehmen:

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Seid ihr mit eurem Kunstwerk soweit fertig, dann könnt ihr das ganze speichern. Ich habe mir beispielsweise eine Szene „Lego“ angelegt, in der nur indirektes Licht genutzt wird und der Esstisch im Wohnzimmer voll beleuchtet ist. Damit kann meine Frau dort in Ruhe ihre Creator-Sets bauen und ich muss beim Fernsehen nicht die Augen zusammenkneifen. Eine Szene zum Lesen habe ich außerdem definiert. Dort ist nur das Sofa beleuchtet, der restliche Raum wird in ganz seichtes indirektes Licht gehüllt. Ist wirklich nützlich.

Doch wie wählt man die Szenen denn nun aus? Immer das Handy in die Hand zu nehmen, kann ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Auch dafür gibt es zwei Lösungen. Die erste ist die sogenannte „Click Detection“ am Lichtschalter. Die Lampe erkennt, wenn ihr schnell einmal an-, aus- sowie anschaltet und wechselt dann direkt in die nächste Szene in der Liste. Ist also sinnvoll nicht 10 verschiedene Szenen in die Favoritenliste zu nehmen, sonst schaltet man eine Weile, wenn man von der zweiten wieder zur ersten Szene in der Liste kommen möchte. Hinweis hierbei: Es muss sich um einen richtigen Lichtschalter handeln, Dimmer funktionieren nicht. Übrigens lernt die Lampe mit der Zeit auch, wann ihr welche Szene schaltet und erleichtert euch die Auswahl.

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Zu guter Letzt habt ihr aber auch die Möglichkeit, Model F per Alexa oder über den Google Assistant zu schalten. Dazu müsst ihr einen Cloud-Account bei Luke Roberts anlegen, der dann als Bridge zwischen Alexa, dem Smartphone und der Lampe arbeitet. Und da kommen wir auch schon zum eigentlichen Thema. Da die Datenübertragung über Bluetooth realisiert wird, muss das Smartphone beim Sprechen mit Alexa oder Google in Reichweite der Lampe sein. Seid ihr also nicht zu Hause und eure Familie möchte per Alexa die Szene umstellen, wird da leider nix draus, es sei denn, eure Frau hat die App mit eurem Account auf dem Handy.

Hier sollte Luke Roberts meiner Meinung nach nachbessern und mit einer Bridge oder sowas um die Ecke kommen, die ins WLAN gehangen werden kann und von dort per BT mit der Lampe spricht. Dann könnte man auch eine HomeKit-Integration realisieren und die Lampe von unterwegs schalten. Ist das Smartphone aber in Reichweite funktioniert die Steuerung mit Alexa und Google reibungslos. Einziger Haken: Man kann nicht direkt per Sprache zu einer bestimmten Lichtszene wechseln, sondern muss auch hier mit „Schalte das Licht ein“ von Szene zu Szene springen. Da wird hoffentlich noch nachgebessert. Luke Roberts hat gute Support-Dokumente für die Integration von Alexa und Google online gestellt, schaut da ruhig vorbei.

Luke Roberts
Luke Roberts
Entwickler: Luke Roberts
Preis: Kostenlos

Smart Lamp Model F von Luke Roberts – Ein Fazit

Ich habe die Lampe nun bereits ein paar Wochen in Benutzung und bin ehrlich gesagt angetan. Das von ihr gemachte Licht ist je nach Einstellung sehr angenehm oder sorgt auch für konzentriertes Arbeiten in komplett ausgeleuchteten Umgebungen. Unser Wohnzimmer ist 30 qm groß und die Lampe leuchtet jede Ecke aus. Das intelligente Auswählen der definierten Lichtszenen je nach Tageszeit funktioniert wunderbar. Man braucht die App eigentlich kaum, wenn dann nur zum Anpassen oder Erstellen von Szenen. So ganz so smart ist die Lampe aber noch nicht, denn im Bereich Smart Home ist man zwar bereits mit Alexa und Google unterwegs, doch ohne Smartphone in der Nähe geht da relativ wenig. Hier hat man noch Luft nach oben und eine HomeKit-Integration und generelle Kommunikation über WLAN oder einen Funk-Standard per Bridge (wie Eve Extend) wäre wünschenswert.

Das Ganze hat aber auch seinen Preis. Bisher musste man knapp 700 Euro dafür hinblättern doch seit kurzem liegt der Preis bei 499 Euro. Immer noch viel, da man auch einfach ein paar smarte Leuchtmittel in bestehende Pendelleuchten schrauben könnte. Doch wenn man mit der Philips Hue Beyond vergleicht, ist man auf einem ähnlichen Level und bietet obendrein das direktionale Licht, die Intelligenz beim Schalten und sowohl direktes als auch indirektes Licht an. Am Ende kommt es sowieso auf die Präferenzen des Käufers an.

Habt ihr Fragen zur Leuchte? Lasst gerne einen Kommentar da.

Update – Statement von Luke Roberts zu Bluetooth und HomeKit:

  • HomeKit-Integration wird im Sommer kommen
  • Bluetooth deswegen, weil man grundsätzlich Licht eher dann steuern will, wenn man in der Nähe ist.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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10 Kommentare

  1. Schade das im Beitrag die Vorteile nicht wirklich deutlich werden…
    Empfehle https://youtu.be/qcsmgbIJ92s

  2. An der HomeKit Integration arbeiten sie schon seit 2 Jahren, aber das scheint mühsam mit Apple zu sein.

  3. Das nennt sich Startup, da geht nicht alles, die mussten ja extra noch für den US Markt die Lampe modifizieren. Keine Ahnung wie kompliziert die Homekit Zertifizierung ist was Apple da haben will…
    Ich warte noch auf die Aktivierung des integrierten Bewegungsmelder. Der ist noch inaktiv….
    Mal gespannt was da neues kommt.

  4. Kommenar aus einem der oben verlinkten Youtube Videos:
    „600€ für 20 min spielen und ab dann auf einem standard Modus lassen. worth.“
    Ich lege noch einen drauf und sage: Wenn in 3 Jahren die App nicht mehr funktioniert, gibt es nur noch den Standardmodus.

  5. Ich muss mir den Bericht und die Youtube videos dazu mal genauer anschauen, die Lampe könnte was für mich sein, da bei mir der Esstisch nicht direkt unter dem Stromanschluss ist und wir dann noch einen Stahlbalken im Weg haben. So könnte man die Leuchte hinhängen und das Licht auf den Tisch „zielen“ lassen. Sieht sehr vielversprechend aus, nur der Preis ist hart

  6. Da die Lampe mit Sicherheit in China produziert wird ist es nur eine Frage der Zeit, bis (vermutlich nahezu identische) Chinaklone für maximal ein Drittel des Preises erscheinen.

  7. Aus eigener leidvoller Erfahrung befürchte ich, dass aus dem „milchig getrübtem Kunststoff“ nach wenigen Jahren hornhautfarbener Kunststoff wird. Die Lampe finde ich eigentlich pfiffig.

  8. Ich nehme an, dass das spiralförmige Rippendesign zwischen den einzelnen Rippen offen ist, zwecks der Kühlung.
    Dann werden sich in der Lampe im Sommer wenn Türen, Fenster geöffnet sind Fliegen etc. tummeln.

  9. Paar nette Ideen, aber verdammt hässlich.
    Ein bisschen was hätte auch ins Industriedesign fließen können.
    Selbst im Baumarkt gibt es mittlerweile erstaunlich annehmbare LED Lampen.

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