Linux auf dem Apple Mac mit M1 macht Fortschritte

Wir berichteten Ende 2020 bereits darüber, dass sich ein Entwickler mit Enthusiasmus aufmachte, Linux auf den ARM-Mac zu bringen, also quasi die derzeitige M1-Reihe von Apple. Seitdem ist ein wenig Zeit vergangen, doch die Bemühungen von Hector Martin haben offensichtlich einiges gebracht. Vorläufige Unterstützung für Apple-M1-angetriebene Geräte könnte möglicherweise in der nächsten Version des Linux-Kernels, 5.13, landen. Die Unterstützung dafür wird bereits im SoC-Tree auf kernel.org gelistet. Konkret wird hier erst einmal die Plattform angesprochen, auf die der Mac mini von Apple baut. Vermutlich wird es noch einige Zeit dauern, bis da was wirklich in die Richtung geschieht, denn man versucht ein sehr komplexes System auf ein geschlossenes System-on-a-Chip zu bringen. Gerade das Ansprechen der Grafikeinheit könnte hier einige Zeit verschlingen. Nun muss auch noch Linus Torvalds, quasi Chef des Kernels, das Ganze abnicken. Wer mit Linux derweil rumspielen will, kann auch die Corellium-Lösung nutzen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. Black Mac says:

    Schön. Aber auch nur der pure Machbarkeitswahn. Wer will das schon?

    • Ich kann da auch immer wieder nur mit dem Kopf schütteln. Welche Ressourcen an fähigen Entwicklern für so einen Schwachsinn verbraten werden. Als hätte Linux auf dem Desktop nicht dringendere Baustellen.

      • An der Geschichte mit dem M1 arbeiten momentan keine dafür bezahlten Kernel-Entwickler, das sind eher Fingerübungen in der Freizeit. Der aktuelle Stand ist auch noch rudimentär, reiner Framebuffer-Betrieb ohne 3D-Beschleunigung.

      • Das ist keineswegs Schwachsinn, denn Linux, z.B. in virtuellen Maschinen wird auch auf den M-Geräten benötigt. Einen Emulator, der Intel-VMs auf den ARM-Kisten zum Laufen bringt, gibt es ja nicht wirklich – ok QEMU, aber das ist dann grottenlangsam.

      • Der reine CPU/System Support wird relativ schnell da sein, das ist nicht so aufwändig (in Relation), ordentlicher GPU Support dagegen wird wohl erst in Jahren da sein. Und dann wird er sicherlich nicht vergleichbar sein mit dem was jetzt Apple an Performance raus holt. Bis dahin ist das ganze eher mäßig nutzbar.

  2. HawanaPub says:

    Find ich lustig.
    Einen Mac kaufe ich mir doch gerade wegen des Apple Betriebssystems.
    Warum sollte ich da dann Linux drauf spielen wollen?

    • Viele Käufer von Apple Laptops mit Intel-CPUs haben sich ja auch Windows auf die Geräte gespielt. Das Interesse auch andere BS auf dem Laptop laufen zu lassen, ist also durchaus da. Als jemand, der hauptsächlich Linux auf seinem PC einsetzt, würde ich mir allerdings auch kein Apple kaufen. Andere Hersteller haben sehr viel besser dokumentierte HW-Komponenten verbaut, die Linux deutlich einfacher laufen lässt.

    • Ich habe mir ein Macbook Air hauptsächlich wegen der geilen Hardware und der langen Akkulaufzeit gekauft. Wenn ich darauf Fedora statt Mac OS laufen lassen könnte, würde ich es tun. Einfach weil für meine Bedürfnisse und für meinen Geschmack Linux angenehmer ist.

      • Damit wäre ein Teil der Akkulaufzeit aber wohl wieder dahin.
        IMHO sollte man weder Mac Hardware noch MacOS einzeln betrachten. Erst die Kombination von aufeinander abgestimmter Hard– und Software macht das wirklich gute Gesamtpaket mit allen Vorzügen (aber auch Einschränkungen) aus.

        • „aufeinander abgestimmter Hard– und Software“ nennt man außerhalb der Apple Welt schlicht Treiber. Deswegen nimmt sich Performance/Verbrauch nichts egal ob Win/Linux/Mac (bei Intel CPUs). Apple verbringt da auch keine Wunder weder in der Performance noch in der Laufzeit.

          Ob ich allerdings Linux als Desktop darauf laufen lassen würde glaube ich auch nicht 🙂

          • Du hast das letzte halbe Jahr verpasst :).

            Schau Dir mal an was Apple mit dem M1 abgeliefert hat, das geht durchaus als kleines technisches „Wunder“ durch :).

            Und wenn man dann noch bedenkt, dass das die erste Version des eigenen Prozessors von Apple war kannst Du Dir sicher sein, dass Intel und AMD längst im Alarmmodus sind.

            • Naja, nicht wirklich die ersten. Man hat ja lange mit iPhone und iPad geübt. Trotzdem sehr respektables Ergebnis. Und auch die A-CPUs waren immer vorne mit dabei.

              • Das stimmt, ich habe mich etwas unpräzise ausgedrückt. Gemeint war natürlich, dass es die erste Version eines eigenen Chips für den Mac war.

                Ganz ehrlich, ich habe das als das übliche Marketing Blabla abgetan bei der Vorstellung und den M1 nicht weiter verfolgt. Als ich mich vor kurzem dann aber etwas näher damit beschäftigt habe, hat mich das technisch so sehr fasziniert und beeindruckt, dass ich mich in der Folge auch mit MacOS wieder näher beschäftigt habe. Und nun steht hier vor mir ein Macbook Air M1 :).

          • Wunder vollbringen die nicht. Haben aber den Vorteil, dass sie Treiber für eine recht übersichtliche Menge an Hardware benötigen, die noch dazu aus dem eigenen Stall kommt. Das ist bei Windows/Linux völlig anders. Da ist es nicht selten Glücksache wie gut Treiber sind. Und das merkt man leider immer wieder.

    • Weil man z.B. auf- oder für Linux entwickelt? Ich habe z.B. diverse VMs für unsere Websysteme. So kann ich Dinge in Ruhe und völlig offline programieren.

  3. Achja, möchte nicht wissen wieviele Entwickler aud Linux programmieren. Das sind einige…..
    Und ein ArchLinux oder Ubuntu auf einem M1 Macbook Pro ist sicherlich eine feine Sache 🙂

  4. Hmm ich persönlich würde es auch nicht nutzen. Habe es mal zeitweise auf meinem Macbook von 2015 installiert gehabt. Aber Mac is einfach viel. Schöner von der Bedienung her.

    • Ich fange so langsam an die Bedienlogik bei einem Mac auch zu schätzen. Kostet am Anfang aber definitiv etwas Eingewöhnungszeit und man muss gewillt sein sich auf das neue Konzept einzulassen, und nicht an Windows Denkmustern zu sehr zu hängen :).

      Aber unterm Strich haben beide Systeme ihre Vor- und Nachteile.

  5. Als Fingerübung oder um Apple ein wenig zu “unterhalten” – fein. Hoffentlich kauft sich niemand deswegen einen Mac, das Geld wird verwendet um noch mehr inkompatibel Systeme mit geschlossenem App Store zu verkaufen. Das Gegenteil von dem was man bei gesundem Verstand anstrebt. Was wollen wir? Gute, sichere Hardware, zur freien Verwendung.

    Kauft euch lieber einen RISC-V zum lernen oder AMD basierter Systeme mit guter Unterstützung (ThinkPads oder was mit Coreboot). Der Effekt ist sicher winzig, aber lieber kleinste Verbesserung als noch mehr geschlossene Systeme.

    Intel? Die Management-Engine ist übel und SMT hätte so auch niemand gewollt. Dafür sind alle Treiber quelloffen.

  6. Freut mich sehr, hoffe es kann wieder mit dem Keyboard als Multiboot ausgewählt werden.

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