LG G5: „Unser Gerät ist nicht aus Plastik!“

LG_G5LG musste sich vor ein paar Tagen Vorwürfe anhören. Die Vorwürfe hatten die Verarbeitung der Hülle zum Inhalt. Diese solle nämlich – und das stehe angeblich im Gegensatz zu LG-Aussagen –  mehr Plastik als Metall sein. Das Thema zog seine Kreise – und offenbar ist es LG wichtig, doch dazu etwas zu sagen. LG weist demnach die Berichte zurück, die behaupten, dass das Smartphone aus Plastik bestehe. LG verbaue beim Unibody des LG G5 eine spezielle Aluminiumlegierung. Diese habe man zusammen mit dem Korea Institute of Industrial Technology entwickelt. Diese Aluminiumlegierung komme laut LG auch in Sportwagen, Flugzeugen und anderen Elektronikgeräten zum Einsatz. Der Name der spezielle Legierung laute LM201 und wurde im Februar 2016 zum Patent angemeldet.

LM201 sei laut LG das beste Material, um eine Symbiose aus Haltbarkeit, Steifigkeit und geringem Gewicht zu schaffen:

After the die-casting is complete, the insulating antenna slit is applied directly to the aluminum casing followed by a coating of primer which provides additional insulation and enhances the surface profile for the “microdizing” process, where pigment containing tiny metal particles is applied directly to the primer to provide a smooth and durable finish. While both anodized aluminum and microdized aluminum will scratch if enough pressure is applied, in the case of the G5 the gray primer beneath the pigment layer may be mistaken for plastic when the coloring is scratched off. We want to reassure our customers that the uni-body of the LG G5 is advanced aluminum alloy, not plastic.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

16 Kommentare

  1. Wieviel Wind die ganzen Seiten um so einen Furz machen. Der Benutzer kauft doch nicht ein Smartphone weil die Rückseite aus XYZ besteht. Entweder der Benutzer will „Metall“, dann muss es wie Metal wirken und und so aussehen wie der Benutzer es erwartet -> dann kann das Ding auch aus Holz sein. Oder eben es sieht nicht so aus wie Metall bzw. fühlt sich nicht so an wie man es erwartet -> dann kann es auch aus Metall sein, den Benutzer wirds nicht interessieren.

  2. Karl Kurzschluss says:

    Der oben gezeigte Preis für ein Android-Smartphone aus Korea ist der Lacher schlechthin!

  3. So langsam wird es echt albern, dass bei jedem Release eines Top-Smartphones auf Teufel komm raus irgend ein xxxxx-Gate gesucht werden muss…

  4. @Karl Kurzschluss Das Gerät ist noch nicht mal verfügbar, dazu gibts für den Preis aktuell noch das LG Kamera-Modul dazu (kostet wohl sonst auch um die 100 €). Ich denke bei Release wird der Preis auf 500 Euro runter gehen.

  5. Was für volltrottel überall. Als ob Alu hochwertiger ist als high tech Nano Plastik…

  6. V.a. da selbst das als „Plastikbomber“ verspottete iPhone 5c von der Haptik her voll auf der Höhe war, es heißt doch nicht automatisch, dass Metall toll und Kunststoff Schrott ist… V.a. wenn wirklich neue spezielle Werkstoffe verwendet werden, die die positiven Eigenschaften verschiedener Stoffe kombinieren.
    Metall schaut auch nur toll aus, solange es unverdellt und unzerkratzt ist, sonst ist die hochwertige Optik schnell dahin. Bei Glas hat man nach nem Sturz ggf. Splitter/Risse, auch nicht schick. Hatte das G5 noch nicht in der Hand, kann deswegen noch nicht beurteilen, wie sich LM201 anfühlt, die Berichte hierzu sind aber eigentlich deutlich positiv. Von daher…

  7. Es geht nicht drum ob etwas „hochwertiger“ ist. Es geht um das Gefühl beim Anfassen und das Aussehen etc.

    Ist wie beim Bier. Auch wenns überhaupt keinen Unterschied macht, trinkt man es lieber aus einer Glasflasche als einer Plastikflasche. Glas fühlt sich einfach kühler an und unterstreicht eine gewisse Frische (auch wenn es die nicht gibt).
    Aber von mir aus. Trink du lieber dein Bier aus High-Tech-Plastik-Flaschen weil die hochwertiger sind als diese billigen Glasflaschen.

  8. Aus der Reihe „Wie bin ich ein braves Apple-Wollschaf“:

    1) Von jedem für Apple-Produkte verwendeten Kunststoff wird in höchsten Tönen als „Polycarbonat“ geschwärmt und möglichst der Zusatz „hochwertig“ verwendet. Falls es die Situation erlaubt, kann noch gerne ein „awesome“ oder „magical“ hinzugefügt und dabei ein verträumter Blick der totalen Entzückung zur Schau getragen werden.

    2) Kunststoff in Konkurrenzprodukten (vornehmlich mit Android darauf) ist hingegen verächtlich als „Plastik“ zu bezeichnen, und möglichst der Zusatz „billig“ oder „minderwertig“ zu verwenden. Falls es die Situation erlaubt, kann man auch gerne eine abwertende Geste dazu machen oder auf ein Android-Logo urinieren.

    3) Kunststoffe, die in Produkten verbaut sind, die in keinem Konkurrenzverhältnis zu Apple stehen, können hingegen ganz wertfrei als das bezeichnet werden, was sie sind: nämlich als Kunststoff.

  9. Wolfgang Denda says:

    Das Plaste ./. Metall ./. Glas Geschwafel nervt ziemlich, aber wenigstens weiss ich jetzt genau, was ich noch nie wissen wollte.

    Welche Sorte ich auch sehe, sie steckt regelmäßig in ’nem Flipcase aus garantiert handgestreicheltem biodynamischem Erdöl. Oder wie bei mir, im Plaste-Hardcase, damit das kostbare Stück Metallglas nicht wegglitscht.

    Aber lasst mal, irgendwas müssen die Verkaufszombies ja als Argument bringen. „Fühlt sich toll an“, bevor sie Dir noch eine Hülle verkaufen.

  10. @caschy
    Bin echt verdammt gespannt, wie Euer Testfazit zum G5 dann lauten wird, wenn es von Euch (Dir?) dann auf Herz und Nieren untersucht wird.

  11. Bei meinem Samsung S5 bröckelt die Metallfarbe. Metall ist länger schön und für die aufgerufene Preise darf man ein hochwertiges Material erwarten und keine Plaste aus NVA Restbeständen.

  12. Und dann einen klobigen Bumper drum, damit das ach so edle Gehäuse nicht kaputt geht. 😀

  13. Dumm gelaufen weil missverständlich beworben. Primer ist die Grundierung = Kunststoff = Plastik. Danach lackiert = Kunststoff = Plastik.

  14. Ich finde schon, dass es einen Unterschied gibt. Ich habe etliche Androiden gehabrt, alle aus Kunststoff – bis auf das Nexus 4, das sich damit schon deutlich besser anfühlte.

    Das LG G4 mit dem Lederrücken war haptisch ein Traum – bis auf den völlig unpassenden Plastikrahmen, der vieles (für mich) wieder kaputt machte. Kürzlich bin ich auf ein Huawei Mate S mit Aluminium-Unibody umgestiegen. Und tatsächlich ist das eine ganz andere Wertigkeit, das kann man nicht wegdiskutieren. Metall mag sicherlich auch nicht jeder, aber der Unterschied zu Kunststoff ist schon deutlich zu spüren. Und wenn LG mit dem G5 gerade das Alu lobt, sollte das auch spürbar sein. Kritik ist IMHO also mehr als berechtigt.

  15. @Matze
    Das sehe ich auch so, es vermittelt einfach eine ganz andere – oft deutlich bessere – Haptik.

  16. Wolfgang Denda says:

    @elknipso
    Mein 6 Plus fühlt sich immer noch wie ein (ziemlich breiter) Messerrücken an, und drückt genauso unangenehm kalt in die Haut der Hand. Kann man toll finden, muss man aber nicht.