Kostenlose Apps sind geschwätziger als ihre kostenpflichtigen Gegenstücke

Keine Überraschung, die man da bei Juniper Networks herausgefunden hat: kostenfreie Apps sind neugieriger als kostenpflichtige Apps, will heißen: sie greifen häufiger auf Daten des Benutzers zu. Laut den Analysten von Juniper Networks, die rund 1,6 Millionen Apps im Google Play Store untersucht haben, greifen fast ein Drittel der Gratis-Apps auf den Standort ihrer Nutzer zu, während es bei bezahlten Apps nur acht Prozent sind.

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Dies könnte natürlich daran liegen, dass sich kostenlose Apps häufig über Werbung finanzieren und eben jene schaut ganz gerne mal nach dem Standort des Benutzers. Auch Adressbücher und Benutzerkonten werden bei kostenlosen Apps deutlich häufiger ausgespäht. Ein Grund komplett auf solche Anwendungen zu verzichten ist das nicht unbedingt, aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir Gratis-Apps sehr wohl bezahlen – sei es durch das Anschauen von Werbung oder durch die Preisgabe von Daten.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

8 Kommentare

  1. Wäre interessant wenn Apps mit gleichen (oder ähnlichem) Inhalt direkt verglichen worden wären.
    So kann es auch einfach sein, dass die gratis Apps durchschnittlich einen ganz anderen Inhalt anbieten als die kostenpflichtigen. Und dieser andren Inhalt benötigt den Standort beispielsweise wirklich (und nicht „nur“ für Werbung).

    Außerdem sollten meiner Meinung nach bei solchen Untersuchungen nur Apps herangezogen werden die X (=100.000?) mal runtergeladen wurden. Gerade bei den kostenpflichtigen Apps wird es viel Quatsch geben, kleine Apps die nur aus Jux geschrieben wurden, schädliche Apps von irgendwelchen „Hobby-Hackern“ etc. die evtl. erst 3 mal installiert wurden. Diese Apps hätten meiner Meinung nach in einer solchen Studie nichts verloren, sie sind irrelevant und verzerren das Bild.

  2. Und trotzdem beuge ich mich nicht dem Kapitalismus, und bezahle für irgendwelche Drecksapp, die ich vielleicht mal 48 Std drauf habe, teuer Geld. Die sollen endlich mal volle uneingeschränkte Demoversionen von Apps raus bringen, die man in Ruhe testen kann und wenn diese einem Gefallen, Ja, dann kann man die auch vielleicht kaufen!

  3. @cokkii
    Du willst für deine Arbeit bestimmt auch nicht bezahlt werden.
    Wie wärs denn mal mit uneingeschränkter Probearbeit? Scheiß Kapitalismus. Wenn du deine Arbeit gut machst schmeißt dir dein Arbeitgeber bestimmt auch mal nen Euro zu.

  4. @ Rob Dein Vergleich hinkt! Sowas kann man nicht vergleichen, fertig, aus! Wer solche Drecksapp programmiert, die einen vollstopfen mit irgendwelcher Tittenwerbung usw usf., ja, denn sollte man mal kräftig in den Arsch treten.

  5. Diese Statistik ist ja fast so dämlich wie die Kommentare von cokkii…
    Wurden Anwendungen ausgewählt, die diese Rechte nachweislich missbrauchen oder generell anfordern? Es soll ja auch Anwendungen geben, die Funktionalitäten bieten, welche die oben erwähnten Rechte benötigen :). Diese Anwendungen können durchaus auch auch kostenlos sein (Open-Source oder dank Spenden finanziert).

  6. > Ein Grund komplett auf solche Anwendungen zu verzichten ist das nicht unbedingt

    Das sehe ich ehrlich gesagt anders. Im Adressbuch stehen die Namen, Anschriften, Mailadressen, Geburtstaten, u.v.m von Familie, Freunden und Bekannten, ggf. auch Geschäftspartnern.

    Ich bezweifle stark, dass die Personen mir ihre Einwilligung geben würden wenn ich sie frage ob ich ihre Daten zu Werbezwecken an diverse Unternehmen weitergeben darf.

  7. Wie Jim schon richtig sagt, ist der springende Punkt, ob die Apps diese Rechte auch tatsächlich (aus)nutzen. Trotzdem bin ich ganz froh über den Privacy Guard von Cyanogenmod: http://www.androidpolice.com/2013/06/24/privacy-guard-formerly-incognito-mode-has-been-merged-into-cyanogenmod-will-appear-in-nightlies-starting-today/