Ivy Bridge: Intels neue Prozessoren sind da

Über Intels Ivy Bridge gab es hier im Blog schon einiges zu lesen. Die neue Plattform ist dort draußen schon zu haben – zumindest in vereinzelten Geräten, doch offiziell angekündigt wurde der Spaß erst heute. Plattformen und Fertigungstechnologien sind für den normalen Käufer wahrscheinlich nichts, für die ist ein Core i5 ein i5 – Hauptsache die Gigahertz stimmen. Ist ja leider so. Nun hat Intel 13 neue Prozessoren enthüllt, in 22 Nanometer geschlagene Quad Cores. Interessant ist nicht nur die ausgerufene Performance-Steigerung von bis zu 20%, sondern auch die gleichzeitige Senkung des Stromverbrauchs um bis zu 20%.

Die aktuell vorgestellten Quad Cores dürften erst einmal in Desktop-Rechnern und Gaming-Notebooks Einzug finden, Ultrabooks werden sicherlich auch mit den Dual Core-Prozessoren der Ivy Bridge-Generation ausgerüstet, welche bisher offiziell noch nicht veröffentlicht wurde. Hier bin ich mal auf die Symbiose Performance / Mobilität gespannt, auch was das Thema Grafik angeht, denn eine neue Grafiklösung bringt Ivy Bridge bekanntlich auch mit – bekannt ist bisher der Name Intel HD 4000 (bis zu 4K Auflösung).

Die Intel HD 3000 ist ja eher nur dem Casual Gamer zu empfehlen, der keine Grafik-Orgien erwartet. Müsste ich mit in absehbarer Zeit ein neues Notebook kaufen, so würde ich sicherlich noch etwas warten, bis die Geräte mit Ivy Bridge auf dem Markt sind. Wir werden sicherlich in ein bis zwei Monaten einen ganzen Schwung an neuen Geräten sehen können – und vielleicht bekommen dann auch die neuen iMacs, MacBooks und Macbooks Airs USB 3.0 spendiert – denn USB 3.0 ist ein integraler Bestandteil von Ivy Bridge. Ich lehne mich mal entspannt zurück und freue mich dann mal auf neue Ultrabooks. (via, via)

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caschy

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14 Kommentare

  1. Ich lehne mich mal entspannt zurück und freue mich dann mal auf neue Ultrabooks.

    Ergänzung: Auf die ersten Ultrabooks, die den Namen auch verdient haben… 😀

    BTW, caschy: Deine „Like-Box“ auf der linken Seite steht (!) im und über dem Content…

  2. Ich frage mich wozu man im Moment stärkere Prozessoren im Consumer-Bereich braucht…ich schaffe es nicht wirklich, meinen i7-QM im Alltag auszulasten, egal ob mit Games, Videokonvertierung oder anderen Anwendungen. Von einem i5-2500k oder einem Desktop-i7 ganz zu schweigen. Es gibt sicher Anwender die neue High-End-CPU’s benötigen und auslasten können, für die zig „Standard“-Anwender die ihren PC bei MediaMarkt & Co. kaufen sollte man den Fokus in der Entwicklung mMn mehr auf noch geringeren Stromverbrauch und eine umweltfreundlichere Produktion legen. Ich hätte lieber einen i7-2600K mit einem 30-50% geringeren Stromverbrauch als einen Ivy Bridge mit angeblich (müssen erstmal Tests belegen) 20% mehr Leistung die ich selbst mit dem zukünftigen Win8 und damit auf ca. die nächsten 5 Jahre nicht ausnutzen werde. Mehrere Freunde von mir zocken noch auf einem C2Q-Wulfdale, und selbst dessen Vorgänger würde noch ausreichen für Office und Gelegenheitszocker. So what? Ich denke nicht das die angepeilte Masse die Power eines Ivy Bridge wirklich braucht, wenn nun die Sandy Bridge deutlich im Preis fallen werden sicherlich viele auf die SBs upgraden, anstatt die neuen teuren Ivy’s zu kaufen. Wo doch ein i7-2600 noch etwa 260+ € kostet…

    @Helge Ich habe den selber Fehler unter Ubuntu 11.10 und dem FF 11. Ist da vielleicht ein Plugin-Update fehlerhaft? 😀

  3. Ivy Bridge bringt kaum ein mehr an Rechenleistung – woher diese 20% kommen sollen die Carsten im Artikel nennt ist mir schleierhaft. Größte Änderungen sind die Umstellung der Strukturgröße auf 22nm, mit FinFET-Transistoren, leistungsfähigere Grafik und noch ein paar Kleinigkeiten wie der Unterstützung von schnellerem DDR3 Ram. Eine Grundlegende Überarbeitung der Mikroarchitektur, welches in einer höheren Performance bei gleichen Taktraten resultiert, wird erst die nächste Prozessorgeneration mit sich bringen.

  4. Die 20% sind die Angabe von Intel :rolleyes:
    Der Schritt wird rundum minimal werden, das zeigen ja auch die zahlreichen Vorabtests. Die ULV-CPUs für Ultrabooks kommen übrigens erst später

    @georg
    Das ist allerdings wahr. Lesenswerter Artikel dazu:
    http://semiaccurate.com/2012/04/19/what-good-are-benchmarks-when-a-pc-is-good-enough/

  5. @Georg:

    Ich brauche mit meinem i7 840QM doch ca. 2h für ein 18 Minuten Video, weil da ein paar Effekte und Plugins draufliegen. Also ich wüsste schon was mit der Leistung anzufangen. Wobei ich auch sagen muss, dass es mir egal ist, ob ich über Nacht rendern muss oder nach 1h fertig bin 🙂

  6. @makiHD
    Strom zahlt eh Pappi, oder wie?

  7. @x200: Lass ihn das mal 100x im Jahr über Nacht machen. Ich wette, selbst nach drei Jahren ist es günstiger als ein neues Mainboard + Ivy Bridge-CPU. Und das nur um vllt statt 18 min 12-15 zu brauchen? 😀 Da wäre eher der Umweltschutz das passendere Argument, wobei man sich selbst d afragen muss ob der entstehende Technikschrott das dann wirklich wert ist…solange eine Aufgabe zufriedenstellend gelöst wird ist ein Wechsel einfach unsinnig. Es heißt ja nicht umsonst „never touch a running system“. 😉

  8. Also ich hab´ noch einen E6750. und zu 90 Prozent reicht der auch noch. Allerdings wollte ich schon langsam mal upgraden.
    Gut, SB ist mit MB+CPU ca 60-70 Euro günstiger, dafür ist Ivy etwas sparsamer. Aber lohnt sich das? Die Leistung eines 2500K und 3570k dürfte gefühlt ja etwa gleich sein.
    Sollte man eigentlich noch auf das 2. oder 3. Stepping von Ivy B. warten – zwecks kleinerer Fehler oder besserer Haltbarkeit?

    Gruß,

    Matti12

  9. Ich denke ebenfalls, dass die Leistung von SB weit mehr als Ausreichend für den Großteil der Anwender ist. Wenn man wirklich viel Leistung braucht ist man ja -eigentlich- auch in der Zielgruppe Sockel 2011.

    Allerdings, welcher (informierte) Käufer würde schon einen IB vorziehen, bei gleicher Leistung und niedrigerem Verbrauch? Selbst rechnerisch würde es für die meisten mit Sicherheit auf Dauer günstiger kommen auf SB Restbestände zurückzugreifen. Die meiste Zeit Idlen die CPUs ja sowieso. Ich finde den Link leider nicht, habe aber gelesen, dass sich der Idle-Bedarf gegenüber SB nicht geändert haben soll. Wenn die Preisdifferenz dann 50€ beträgt braucht man schon ziemlich lange um das mit der Stromersparnis wieder rauszuholen.

    Dann würde sich das Auf- oder Umrüsten auf IB auch nur für Besitzer eher alter Generationen lohnen und diejenigen, die von 45nm oder neuer kommen und SB ausgelassen haben würden wahrscheinlich eher auf Haswell warten.

    Alles in allem denke ich, dass Intel mit dieser Strategie (kleines Leistungsplus, mittlere Energieersparnis) mehr Geld verdient.

    Im Notebook-Bereich ist das natürlich was anderes, ich freue mich schon auf Quadcores in 14″ Laptops, was nur durch die 35W-Quads möglich geworden ist. Dort ist Ivy für mich am Interessantesten. (Das Leistungsplus der IGP spielt hier natürlich auch eine wichtigere Rolle als im Desktopbereich)

  10. Intel spricht von 40 % weniger Energieverbrauch, nicht 20 %. Normalerweise rechnet man bei einer Umstellungen von einem Prozess (z.b. 45 auf 32 nm) von etwa 35 % weniger Energieaufnahme und da nun auch noch die Tri-Gate Transistoren mit ins Spiel kommen, dürfen wir die 40 % als durchaus realistisch ansehen da die Leckströme deutlich geringer sind als noch bei 32 nm. Das Performanceplus von etwa 20 % ist auch realistisch aber das ist dadurch bedingt dass die Taktfrequenzen eben auch um etwa 20 % erhöht wurden. An der Architektur selbst hat Intel bis auf den Grafikkern und den bei einigen Modellen 1 MB grösseren L3 Cache nichts verändert. In einigen Tests wurde ja angeblich eine doppelt so hohe Grafikleistung bilanziert ob das so wirklich stimmt wage ich echt zu bezweifeln. Die offizielle Angabe von Intel (30 %) scheint mir da angesichts der minimalen Aenderungen (16 statt 12 EU) eher glaubhaft.

    Im Notebook machen die Ivys schon Sinn und ich könnte die zusätzliche Akkulaufzeit sehr gut gebrauchen. So sparsam geht Sandy Bridge nämlich auch nicht mit der Energie um. Für die meisten (Desktop) Nutzer reicht aber SB ohne weiteres locker aus, die Performance ist schon sehr beeindruckend. Gerade wenn man ein Upgrade von einem 3,4 Jahre alten Prozessor macht, ist der Unterschied doch erheblich und man möchte nie wieder tauschen. und ob man die 20 % mehr wirklich braucht ist eher eine Frage der Geduld 😉

  11. coriandreas says:

    Es ist echt mal Zeit, diese mobilen und kurzlebigen Lüftermaschinen zu ersetzen gegen leise und ausdauernde Geräte – aber mit derselben Vollaustattung (vielfach USB 3.0, eSata, 2012:Thunderbolt, 2013:ePCIe…) wie die derzeitigen mobilen und stationären Leistungsboliden. Ich schrecke immer noch vor einem Gaming-Notebook zurück, weil er für konzentriertes Arbeiten nicht geeignet ist. Soll ich mir deswegen zwei Geräte anschaffen? Das muss doch nicht sein! Leider ist die Suche nach Notebooks, die ein entspr. Energiemanagement wie lüfterloser Betrieb, lange Laufzeit, auch RAM-Aufrüstbarkeit, aber auch genügend Anschlüsse haben, extrem aufwendig, ich will doch nicht Notebook-Wissenschaften studieren;-)

  12. LinuxMcBook says:

    Ich frage mich, ob Intel weiterhin so wenige Modelle und gerade die, die man übertakten kann, nicht mit VT-d (oder wie auch immer der Virtualisierungszusatz bei Intel heißen mag) ausliefert.

    Damit zwingt man doch jeden, der den Computer professionell benutzen will zu AMD oder zur Xeon CPU.

  13. Ich finde die Ivy Bridge Geschichte interessant, denke jedoch auch wie einige andere, dass es für Leute auf Sandy-Bridge Basis wenig bis gar keine Gründe gibt, einen Umstieg zu vollziehen, insbesondere wenn man ordentlich für ein besseres Mainboard gelöhnt hat und schon alle modernen Features wie USB 3.0 an Board hat.

    Ich denke und sehe auch im Tagesgeschäft, dass die Anzahl der Leute die immer die neusten Chipsätze und CPUs haben wollen sehr stark zurückgegangen ist, vielmehr erlebe ich jeden Tag immer mehr, dass Kunden die damals Ansprüche hatten, jetzt nur noch nach der Devise Leben „Chipsatz und CPU sind egal, Hauptsache billig“ und Hardware-Updates erst an der Reihe sind, wenn gar nichts mehr geht.

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