iPhone 14: Unfallerkennung kann Achterbahnfahrt als Unfall fehlinterpretieren

Apple hat in den neuen iPhones und Apple-Watch-Modelle eine Unfallerkennung eingebaut. Neue Bewegungs- und Beschleunigungssensoren nutzen in Zusammenarbeit mit den Mikrofonen, die Geräuschkulisse und Druck messen, einen Algorithmus, um eben jenes Szenario zu ermitteln. Das Wall Street Journal berichtet nun von Fällen, in denen der Algorithmus versagt: beim Achterbahnfahren.

Das Warren County Communications Center hat den Kollegen Aufnahmen von Notrufen gegeben, die von iPhones während Fahrten in der Achterbahn im Vergnügungspark von Kings Island gemacht wurden. Normalerweise hat der Nutzer 10 Sekunden Zeit, den Prozess auf dem iPhone zu stoppen. Wenn man das Smartphone jedoch in der Tasche hat, sieht man natürlich nicht, was gerade abläuft. Ähnliche Anrufe sind auch in der Nähe von Chicago in Six Flags Great America getätigt worden.

Offensichtlich fehlinterpretiert das iPhone die Beschleunigungs- und Bremskräfte in der Achterbahn stark. Apple hat sich gegenüber dem WSJ geäußert und gesagt, man werde den Algorithmus weiterhin verbessern, um derartige Fehlalarme zu vermeiden. Das ist nun mal der Nachteil bei solchen Automatismen. Solltet ihr also in einen Vergnügungspark gehen, dann nehmt das iPhone besser nicht mit in die Achterbahn. Die meisten Parks verbieten das normalerweise sowieso. Spannend hingegen ist, dass man von diesen Meldungen nicht weltweit mehr hört.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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24 Kommentare

  1. Toll wäre es, wenn das iPhone manche Ehe als Unfall erkennen würde

  2. „Die meisten Parks verbieten das normalerweise sowieso.“ Nenne mir einen Park in Europa, wo dies verboten sein sollte. Es ist lediglich verboten lose Gegenstände (darum liegen Rucksäcke & Co auch auf der Ausstiegsseite meist rum oder werden in extra Fächern aufbewahrt) während der Fahrt in der Hand zu halten. Das mitnehmen in der Hosentasche stellt kein Problem dar.

    • Dann solltest du das richtig lesen, was da steht. Gerade aus der Hosentasche kann ein Handy während der Fahrt mal schnell rausrutschen. Ich nenne Dir einen Spruch von Taron (Phantasialand): „Das Mitnehmen von Handys, Kameras, Selfiesticks und losen Gegenständen ist während der Fahrt verboten“ (das in der Stimme des Synchronsprechers von Bruce Willis). Anders Parks (Walibi NL & BE – z.B. bei Untamed) stellen gerne Kästen mit zerstörten Handys in die Wartebereiche – dezenter Hinweise – für diejenigen die sonst nicht reagieren.

      Was allerdings aus meiner Sicht ein Problem ist: bei einigen Bahnen ist es sogar vorgeschrieben, dass man seine Tasche mitnehmen soll (Beispiele: Colorado Adventure (Phantasialand), Winjas Fear & Force (Phantasialand), Movie Park Studios, Area 51 (Movie Park), Dwervelwind, Djengu River, Expedition Zork (Maximus) (alle Toverland)). Hier denke ich, löst das iPhone sicher genauso aus.

    • Ein Smartphone in der Hosentasche ist ein loser Gegenstand…

      • Nach der Logik dürfte auch kein Brillenträger eine Brille tragen.

        Denn die ist erst recht lose – im Vergleich zu einem Smartphone in einer engen Jeans-Hosentasche.

    • Energylandia in Polen 😉

    • In den Universal Studios in Florida schicken sie dich sogar durch einen Scanner wie am Flughafen, bevor du zu “Harry Potter” Zugang erhältst.

      Jedes Mal den Inhalt der Taschen in ein Schliessfach zu legen, wird allerdings sehr schnell sehr lästig.

  3. „Solltet ihr also in einen Vergnügungspark gehen, dann nehmt das iPhone besser nicht mit in die Achterbahn.“

    Unabhängig von der Frage, ob das iPhone in die Achterbahn gehört, kann man die Unfallerkennung aber auch einfach ausschalten…

  4. Google bietet die Funktion doch auch, wie ist es denn dort gelöst?

    • Googles Lösung ist standardmäßig deaktiviert. Also sollte es keine Notrufe geben. Aber dafür auch keine bei einem echten Unfall

    • Eigentlich muss man ja nur schauen was über einen längeren Zeitraum passiert.

      Unfall => intensive Kräfte für einen sehr kurzen Augenblick
      Freizeitpark => intensive Kräfte über einen eher langen Zeitraum die nach einem Höhepunkt auch nicht sofort aufhören

      In sofern verwundert es mich schon ein wenig dass die Watch da sofort anschlägt. Selbst wenn sie in den 10(?) Sekunden die man Zeit hat um den Notruf abzurbrechen weiterhin Messungen vornehmen würde müsste sie ja eigentlich realisieren dass es kein klassischer Unfall oder Sturz sein kann.

  5. Vermutlich deaktiviert man, als selbstständig denkender Mensch, außerhalb der USA diese Funktion, bevor man in einen Freizeitpark geht.

    • Ich würde mal behaupten dass ein ganz großer Teil überhaupt nicht daran denken würde, zumindest falls die Funktion bei Apple per default aktiviert sein sollte und kein opt-in ist. Ganz gleich ob ich mir Apple oder Android Nutzer anschaue – gefühlt kennen ganz viele vielleicht 20-50% der Funktionen ihres Gerätes, aber bei weitem nicht alle. Die würden also gar nicht erst auf die Idee kommen dass sowas passieren könnte.

  6. „Spannend hingegen ist, dass man von diesen Meldungen nicht weltweit mehr hört.“ Hat vermutlich mehrere Gründe: in einigen Ländern muss man nach dem Auslösen noch wählen wen man informiert (Polizei, Feuerwehr, Notarzt,etc). Außerdem haben manche vermutlich Angst vor ständiger Überwachung (auch wenn sich deren mit dem Kauf des iPhones, oder eher jedes Smartphones, eigentlich bewusst sein sollte, das die bis zu einem gewissen Grad eh passiert).
    Oder Apple-User fahren einfach nicht gern Achterbahn 🙂

  7. Jeder unnötige Notruf ist einer zuviel. Andererseits gehört das Fahren in einer Achterbahn nicht gerade zum alltäglichen Leben – Autofahren dagegen schon. Insofern ist es im Sinne einer wirksamen Schadensbegrenzung den Eigentümern eines Smartphones durchaus zuzumuten ihr Telefon während einer Achterbahnfahrt auszuschalten . Ob sich nämlich dieser Fehler – untr Beibehaltung der Zuverlässigkeit der eigentlichen Unfallerkennung – vermeiden ließe ist fraglich. Die Beschleunigungsmomente und Lageveränderungen während einer Achterbahnfahrt ggf. noch mit Überschlag sind nicht unerheblich und sicher mit denen bei einem Autounfall vergleichbar. Hier zeigen sich die Begrenzungen künstlicher Intelligenz oder dessen was uns als solche verkauft wird. Da muß dann die echte Intelligenz der Nutzenden hinzukommen , indem sie ihr Gerät einfach ausschalten wenns auf die Achterbahn geht.

    • In einer Achterbahn erkennen täglich sehr viele Geräte das gleiche Bewegungsmuster am gleichen Ort. Es sollte ja durchaus möglich sein, solche Daten mit einfließen zu lassen um solche Fehlalarme auszuschließen.

      • Hallo Markus, „In einer Achterbahn erkennen täglich sehr viele Geräte das gleiche Bewegungsmuster am gleichen Ort. “ dann müßten diese Daten aber zentral gespeichert und – im Sinne eines finetunings des Unfallerkennungs-Algorithmus – verarbeitet werden. Würde u. U. mit Datenschutz-Regelungen kollidieren.

        • …und auf eine lebensrettende Meldung bei einem Unfall mit Bus oder bei einer Massenkarambolage muss man dann verzichten?

  8. Vielleicht sollte die Unfallerkennung nur aktiv werden, wenn der Fahrfokus aktiv ist. Ist jetzt nur so eine Idee…

    • Kein schlechter Ansatz, aber blöd, wenn der Fahrer sein Smartphone nicht gekoppelt hat oder möglicherweise nicht mal über eine Möglichkeit zur Kopplung verfügt (soll es ja tatsächlich noch geben).

  9. Man könnte (theoretisch) ja die GPS Koordinaten für Freizeitparks mit Achterbahnen hinterlegen und die Unfallmeldung dort unterdrücken… Ist natürlich Aufwand, aber eventuell einfacher als die saubere Unterscheidung von Unfall und Achterbahnfahrt, die dann evtl. sogar bei einem echten Unfall zu einem nicht-melden führt.

    • Eigentlich sollte das doch viel einfacher sein. Nach einem Unfall besteht normalerweise nahezu Stillstand, während bei einem Freizeitparkt die Kräfte über einen viel längeren Zeitraum wirken. Man müsste also einfach nur schauen was nach dem angeblich erkannten Unfall passiert…

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