iOS-Apps sind teurer geworden

Viele Leser schrieben mir heute, dass die Apps im App Store von Apple preislich angehoben wurden. Die offensichtliche Änderung ist der Switch von 79 Cent auf 89 Cent – aber auch alle anderen Preisklassen sind betroffen. Mittlerweile ging an Entwickler eine Mail mit folgendem Inhalt raus: “Also, note that we have adjusted the retail price for the Mexican Peso, the Euro, and the Danish Kroner. For more information, see the Pricing Matrix in the Rights and Pricing section of the Manage Your Applications module on iTunes Connect.”

Nicht nur, dass die günstigen Apps um 10 Cent teurer wurden, in den höheren Preisklassen sind zum Beispiel die 8.99 Euro-Apps auf 9.99 erhöht wurden. Woran es liegt? Schwacher Euro? Steuern? Entwickler könnte es freuen, sie dürften nun marginal mehr verdienen. Eine App ist jetzt ungefähr global überall das gleiche wert. Für Entwickler ist jetzt, gemessen in Dollar, egal, wo die App gekauft wurde. Bisher verdienten Entwickler im Euro-Bereich weniger als im Dollar-Bereich.

Viele Zeitungen traf die nicht angekündigte Änderung, da automatisch der Abo-Preis nach oben gesetzt wurden. Kosteten Die Zeit und Der Spiegel vorher 3.99 Euro, liegt der Preis nun bei 4.49 Euro. Der Focus wurde von Apple von 2.99 Euro auf 3.59 Euro hochgestuft. (via, via, via)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

30 Kommentare

  1. Kann man im Appstore von Apple nicht beliebig Preise festlegen?

  2. Natürlich toll wenn man das als Entwickler erst hinterher mitbekommt…

  3. …was im übrigen an der Mehrwertsteuer liegt: Ohne Mehrwertsteuer kommt man roundabout auf 0,76EUR beim niedrigsten Preis – mit auf 0,88EUR.
    Warum und weshalb überhaupt Mehrwertsteuer für rein digital vertriebene Produkte anfällt ist mir dennoch weiterhin völlig unklar…

  4. So wie es momentan aussieht werden wir uns eh bald an $=€ gewöhnen müssen…nicht nur bei iTunes 😉

  5. Damit sind doch Apps im DE-Appstore nun teurer als im US-Appstore:
    0,79 EUR = 1,02 USD
    0,89 EUR = 1,15 USD
    Wenn ich mich nicht irre, kosten die Applikationen im US-Appstore 0,99 USD, was schon etwas günstiger als 0,79 EUR ist (lt. aktuellem Kurs) und nun wird der EUR-Preis im DE-Store noch weiter „gebufft“… Währungskurse können somit nicht der Grund für die Preiserhöhung sein.

    Gruß Benedikt

  6. Besonderst krass finde ich es ja das sich abos einfach ungefragt verteuern. wahrscheinlich sogar ohne das man das dem kunden mitteilt.
    der sieht es ja dann auf seiner rechnung.
    Aber da es ja von apple kommt ist es ja okay und die jünger akzeptieren es so weil apple ja immer alles richtig macht

  7. @DrGimpfeN: Dein Kommentar ist Blödsinn. „Aber da es ja von apple kommt ist es ja okay und die jünger akzeptieren es so weil apple ja immer alles richtig macht“ – ich kann bisher nirgends lesen, dass sich die Leute freuen m(

  8. Apple erhöht die Preise schon seit einer Weile kontinuierlich
    Angefangen bei der ersten Cashcow iphone 5 kostete plötzlich 50€ mehr als zuvor das 4s
    Sämtliche nach dem Iphone angekündigten Produkte wurden auch alle teurer, auch das Ipad, als zweite cashcow um 20€.
    Dazu gesellt sich noch die Sache mit dem Dock-Connector, dieser kostet neuerdings schlappe 30€, also 30€ fürn Kabel und dann wurden alle Drittanbieter ausgeräumt, weil nur der von Apple funktioniert.
    Jetzt erhöht Apple die Preise im Appstore.

    Aber sollen sie ruhig, noch lassen es die Leute mit sich machen, wenns irgendwann gute Alternativen gibt, wird Apple wieder preiswerter oder wie viele Technikriesen der Vergangenheit abstürzen.

  9. Natürlich freut sich keiner (ausser die leute von apple) aber einen riesen boykott bzw. shitstorm wird es deswegen auch nicht geben.

  10. @benedikt
    Falsch

    0,79 EUR = 1,02 USD + Steuern
    0,89 EUR = 1,15 USD inkl. Steuern
    Würden wir keine fucking 19% bezahlen, wäre der Preis auch bei 0,79 geblieben.


    0,79/119*100= 0,66 ehemaliger Preis für eine App
    0,89/119*100= 0,75 aktueller Preis ohne Steuern

    $ umgerechnet
    0,99$ = 0,76€ aktuell und davor
    0,76*1,19 = 0,90€

    => heißt also im Endeffekt der € ist zu wenig wert und Vater Staat kassiert wie immer kräftig mit.
    Aber an und für sich passt aktuell die Umrechnung, da schlicht in Deutschland noch zusätzlich unnötige Steuern fällig sind.

  11. Die App Preiserhöhung ist wahrscheinlich einfach nur eine Folge der Inflation. Die betrifft auch App-Preise.

  12. Ich setz Apps die ich haben will sowieso immer erst mal auf die „watchlist“ – wenn der Preis dann mal auf Kostenlos gesetzt wird (passiert bei vielen meist in <= 1 Jahr) kann ich die App dann eben "kaufen"…

  13. Für 3,59 € kaufe ich schon einmal gar nichts. Schlechtester Deal für mich 😉

  14. Der Umrechnungskurs 1:0,79 ist aus der zeit als der Euro 1,50 Dollar kostete, diese Anpassung , die bei Hardware Schrittweise kam, war schon lange zu erwarten. Nicht hinnehmbar ist es jedoch bei zeitschriften, wo die Blödzeitung ja jetzt 89cent kosten dürfte. Hier müßte schnellstens eine änderung her. FRAGE: was kostet die Bild eigendlich als Einzelheft bei Android??

  15. Witzig, wie hier manche Versuchen aus 0,10€ Preiserhöhung einen Skandal zu basteln. Mal wieder ein Fall von „Mimimi, ich will keine 0,89€ für eine App ausgeben, die ich nur mit meinem 600€ Handy nutzen kann!!!111“

  16. Ich will dich sehen, wenn du an die Tankstelle fährst und 10ct pro Liter mehr bezahlen musst oder
    10ct mehr pro KWH.
    Besonders, dass Apple nicht fragt, ist das schlimme.

  17. Kann mich da Teo nur anschließen…

    Meißt jammern wahrscheinlich noch genau die Leute, die sich am Bahnhof für 2,50 € bzw. 3 € ein belegtes Brötchen regelmäßig kaufen und dazu noch nen tollen Starbucks Kaffee 🙂

    Schade ist wirklich nur, wieso Apple nicht einfach vorher eine Meldung herausgibt.

  18. @caschy ich sehe mich irgendwie bestätigt.
    meckern tun nur die leute die kein apple zeug haben.
    der rest nimmt das als okay hin.

  19. @Tom Die Sache mit den Autos ist nochmal ne ganz andere Sache. Davon fahren eh mehr draußen rum, als gut für uns ist, aber die heilige verchromte Kuh des Deutschen traut sich ja niemand zu schlachten…
    Wie soll so eine Fragestunde von Apple denn aussehen? „Liebe Kunden, dürfen wir unsere Preise erhöhen, um Inflation und Eurokurs auszugleichen?“

    @DrGimpfeN Die Frage ist doch dann: Wieso beschweren sich (angeblich) nur die Leute, die es gar nicht betrifft? Berufsempörte? Gründet doch ne Hilfsorganisation für bedürftige Apple-Nutzer, wenn das alles so schlimm ist.

    Apple ist, genau wie Google, Samsung oder Microsoft ein gewinnorientiertes Unternehmen. Niemand wird gezwungen die Produkte von irgendeinem dieser Hersteller zu kaufen oder aber sich für diesen oder jenen zu entscheiden. Deal with it.

  20. Das Vorgehen ohne Ankündigung gegenüber den Entwicklern und sonstigen Inhalte Lieferanten ist schon extrem dreist von Apple.

  21. Besucherpete says:

    Mir ist ehrlich gesagt noch nie aufgefallen, dass 79 Cent eine Untergrenze darstellen. Aber ich geb sowieso nur Geld aus für Apps, die ich wirklich dringend gebrauchen kann. Aber das meiste kann auch warten, bis es mal kostenlos angeboten wird … 🙂
    Zur Forderung, Apple hätte die Kunden zur Preiserhöhung zu befragen, muss ich sagen, das auch im örtlichen Discountmarkt schon mal von heute auf morgen die Preise erhöht werden können. Wieso also nicht auch im AppStore? Wem es nicht passt, muss ja nix kaufen.

  22. Die Autobild kaufe ich ab sofort wieder als Printversion.
    Warum, sollte ich 20ct mehr bezahlen?

    Email an Axel Springer ist bereits erfolgt. Was soll der Schwachsinn?
    Bei Apps kann ich ja noch eine Preiserhöhung verstehen, aber bei elektronischen Zeitschriften?
    Absoluter Schwachsinn, wenn man die Apple-Anwender auf die eVersionen locken will.

  23. @DrGimpfeN
    Sehe ich genauso, wollte nur nicht auf Caschys Statement zu dir nicht noch mehr ÖL ins Feuer gießen.

    @Teo
    Rechnen scheint auch nicht deine Stärke zu sein ansonsten würdest du wissen das es die Masse ausmacht und der einzelne auf dauer drauf bezahlt. Auf dauer gehen die „nur“ 10 Cent zu lasten deines Geldes aber einige haben das immer noch nicht begriffen, einfaches beispiel gefällig? Du verbrauchst im Jahr sagen wir 500 KW Strom und erhöhen den morgen einfach mal um 10 Cent pro Kilowatt, es sind ja „nur“ 10 Cent. Das macht bei 500 KW 50,-€ und das sind dann keine „nur“ 10 Cent Beträge mehr sondern schon ein stattlicher Beitrag. Das ganze ließe sich auf jedes x beliebige Produkt anwenden doch rechnen scheint nicht jedermanns stärke zu sein.Im übrigen, hättest du ansatzweise Ahnung von der deutschen Wirtschaft würdest du so einen Mist über die Autoindustrie nicht erzählen, man könnte meinen dir hat man ne Gehirnwäsche verpasst.

  24. Genau, Harry! Wieso zahlt Apple den Entwicklern nicht die Differenz aus den Umrechnungskursen? Ich will ja nicht mehr Geld ausgeben als bisher! Eigentlich könnte Apple mir die App auch schenken und dem Entwickler die Summe zahlen, die er dafür haben möchte.
    Logisch muss ich dann mehr bezahlen, das haben Preiserhöhungen so an sich… Was hat das groß mit rechnen zu tun?

    Mein Gehirn wasche ich zweimal täglich, ich bin ein reinlicher Mensch. Hier ein paar weiterführende Links für dich, lieben Wirtschaftsexperten: http://de.wikipedia.org/wiki/Peak_Oil http://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erwärmung http://de.wikipedia.org/wiki/Innovationsfähigkeit (vs. Innovationswillen)

  25. 10% mehr Umsatz? Marginal? Hallo?

  26. @Teo
    ich wiederhole mich ungern aber ich habs dir schon mal gesagt das du von Wirtschaft keine Ahnung hast. Thema für mich beendet,

  27. Apple scheißt immer wieder auf seine Nutzer, darum ist der iPod-Video auch mein letztes Gerät gewesen

  28. Ihr seid alles PFEIFEN..ihr kauft euch Apple Produkte und meckert wegen
    so ein paar Cent dann den ganzen Tag rum..Ich selber habe auch ein IPhone 4
    und jammere nicht wegen den paar Cent rum..

    IHR LUSCHEN

  29. Also ich finde es legitim dass Apple die Entwickler nicht informiert – nicht nur dass sie dies vorher in den AGB´s ausdrücklich akzeptiert hatten und haben, vielmehr ist in der freien Marktwirtschaft ein individueller Preis der Schlüssel zur „freien“ Marktwirtschaft.