Instapaper wird wieder eigenständig

Interessante Geschichte: Instapaper wird wieder eigenständig. War bis Ende Mai mein Werkzeug der Wahl, wenn ich Dinge zum späteren Lesen speichern wollte. Quasi das Pendant zu Pocket, welches mittlerweile zu Mozilla gehört. Ich nutzte Instapaper nur bis Ende Mai, da die Macher bis heute keinen Betrieb gemäß DSGVO sicherstellen konnten – und so knipste man das Licht für europäische Nutzer einfach aus. Nun die Info an Nutzer, dass man sich vom damaligen Käufer Pinterest abnabeln würde und eine neue Firma gründe, die sich im Instapaper kümmere – mit dem gleichen Team wie 2013, als Instapaper erstmals verkauft wurde. Der Eigentumsübergang erfolgt nach einer 21-tägigen Wartezeit, um die Nutzer über den Kontrollwechsel in Bezug auf ihre persönlichen Daten zu informieren.

Man plane, auch in Zukunft einen robusten Service anzubieten, der sich auf die Leser und das Leseerlebnis konzentriert. Ich selber bin mal gespannt. Die Jungs wollen sicher auch mal wieder Geld verdienen, damit müsste Instapaper, wie früher, kostenpflichtig werden, wenn man Pro-Features haben will. Ob das absolut langsame Agieren in Sachen DSGVO und europäischer Nutzer an der Abspaltung von Pinterest liegt, weiß ich nicht. Ich hoffe, dass das die Entwickler ausbremste. Falls nicht, kann ich jeden Nutzer verstehen, der Instapaper in die Tonne tritt und dann Pocket oder andere Lösungen nutzt. Denn wenn ein Dienst wegfällt, den man täglich mehrere Male nutzt – und man nicht weiß, wann es weitergeht, dann ist das ganz schön schlecht.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

29 Kommentare

  1. Martin P. says:

    Tja, was sind denn die Alternativen? Pocket hat auch so seine Macken und ansonsten gibts da ja nicht so viel. Benutze im Moment Google Keep, aber das ist auch nicht optimal. Instapaper war immer besten…

    • Gouryella says:

      Gibt auch nicht viel. Neben Instapaper und Pocket fällt mir in der Hinsicht nur noch Wallabag ein, was man buchen oder selber hosten kann. Danach wird es halt schwierig. Man kann Workaround wie etwa mit Google Keep nutzen, theoretisch ginge auch die Leseliste etwa von Safari oder Edge unter Windows, aber viel mehr ist da meines Wissens nach nicht.

  2. Ich werd mit Pocket einfach nicht warm und werde sofort zurück wechseln sobald Instapaper wieder verfügbar ist. War früher Premium Nutzer und werde gerne auch wieder bezahlen …

    • Ich hoffe sehr, dass Instapaper nun bald wieder in der EU verfügbar wird. Ich hab die Alternativen alle probiert. Früher war Readability mal meine erste Wahl, seither Instapaper. Mit Pocket werde ich nicht warm. Echte Alternativen sind ja nicht wirklich vorhanden. Vorübergehend habe ich mich jetzt mit Apples Safari Leseliste arrangiert, bestenfalls ein Notbehelf. Ich würde auch gerne wieder zum Zahlmodell zurück, dann ist die Existenz des werbefreien Dienstes gesichert.

  3. Ich kann https://github.com/RadhiFadlillah/shiori empfehlen. Hab ich mir via Docker auf einem Raspi installiert seitdem Instapaper für EU Bürger offline gegangen ist.

  4. Früher habe ich readability genutzt (fand ich am besten) dann instapaper und jetzt Pocket.

  5. Marty Schellman says:

    Na ja, es gäbe da auch noch Basket: https://www.basketapp.net

    Sieht Pocket relativ ähnlich und ist insofern vielversprechend.

    • Martin P. says:

      Grundsätzlich ja. Allerdings hat der Dienst noch so einige Bugs und Updates kommen sehr, sehr selten. Im Moment ist der Dienst für mich keine Alternative, weil er nicht mit Umlauten klar kommt.

  6. Bin mit Instapaper nie so recht glücklich geworden, weil es bei mir nie richtig funktionierte.
    Die gehostete Version von Wallabag bietet mir hingegen alles, was ich von so einem Dienst erwarte.
    Und irgendwann lese ich das alles auch, was ich da jeden Tag zum Späterlesen reinschaufle.

  7. Instapaper wurde nur noch von einer (Vollzeit-)Person am Leben erhalten. Wahrscheinlich wird das der neue Eigentümer.

    Habe jetzt seit einigen Wochen „raindrop.io“ im Einsatz. Ist ein sehr guter Nachfolger, wenn man Ordner haben will. Zu Schade, daß das Pocket nicht kann. Raindrop ist leider nicht in Apps wie z.B. RSS-Reader integriert – aber unter iOS kann m,an jeden Link perfekt zu Raindrop schicken und die Desktop Browser-Extensions funktionieren auch einigermaßen gut.

    • Bin damals weg von Pocket weil mir die übersichtlichkeit fehlte – es gab nur tags.

      Bei Raindrop liebe Ich die Ordner.. sehr geil gelöst. Lediglich die Integration ist noch so gut, da stimme ich dir zu. Allein, dass Ich einen Tap brauche um unter Android dort etwas abzuspeichern. Das mochte ich an Pocket. Share to … fertig. Aber aktuell keine bessere Lösung gefunden als raindrop.

  8. Ich hoffe sehr, dass Instapaper nun bald wieder in der EU verfügbar wird. Ich hab die Alternativen alle probiert. Früher war Readability mal meine erste Wahl, seither Instapaper. Mit Pocket werde ich nicht warm. Echte Alternativen sind ja nicht wirklich vorhanden. Vorübergehend habe ich mich jetzt mit Apples Safari Leseliste arrangiert, bestenfalls ein Notbehelf. Ich würde auch gerne wieder zum Zahlmodell zurück, dann ist die Existenz des werbefreien Dienstes gesichert.

  9. An alle in Europa, die schon jetzt unbedingt Zugriff auf ihr Instapaperkonto benötigen: Mit VPN über einen US Server funktioniert es.

  10. Sry, ich hatte nicht mitbekommen, das der Zugriff ja schon wieder möglich ist. Daher ist mein vorheriger Kommentar natürlich überflüssig.

  11. bei mir haben damals sowohl pocket als auch instapaper versagt, wenn es darum ging, einen gespeicherten Link wiederzufinden. Entweder gab es keine Suche oder man konnte keine Tags kombinieren zum Filtern oder oder oder.

    Seitdem habe ich Evernote um mir Seiten/Informationen zu speichern.

    • Evernote ist genial zum archivieren, das stimmt. Aber die Später-Lesen-Funktionalität à la Instapaper hat es bei weitem nicht, finde ich. Mein Workflow sieht etwa so aus: Wenn ich was später lesen will, speichere ich es in Instapaper (aktuell Leseliste). Wenn ich dann beim Lesen feststelle, dass sich der Artikel zu archivieren lohnt, dann wandert er zu Evernote. Es sind zwei Apps mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die sich gut ergänzen. Aber nicht das gleiche.

  12. Weil ich neben Pocket einen zweiten Dienst benötige, bin ich von Instapaper zu Raindrop.io gewechselt. Gefällt mir mittlerweile sogar besser als Pocket.

  13. Was ist mit Evernote? Funktioniert doch einwandfrei, oder nicht!?

    • Hatte evernote eher als Alternative zu Google Keep und Wunderlist .. sprich Listen-Tools, To-Do Tools auf dem Schirm.

      Eher nicht als ‚read it later‘ ? Aber da Ich es nie genutzt habe bin Ich interessiert und immer offen für Alternativen 🙂

      • Ich nutze es zum „archivieren“ von interessanten Seiten. Bei mir zeigte es sich, dass ich zu 99,9% niemals etwas „später lese“, was ich in irgendeine Sammel-App werfe … Ich benötige im Grunde ein: „will ich später lesen, wenn ich die Information benötige“ – und genau dafür ist Evernote als Archiv oder Link-Sammlung praktisch, weil die Suche ganz gut ist.

        Direkt in Evernote würde ich allerdings nicht lesen – Wenn, dann klicke ich auf den Link um die originale Seite aufzurufen

        • Für sowas benutzt ich reguläre Lesezeichen mit den passenden Ordnern *grübel*

        • So gehts mir im Grunde auch. Habs aktuell in raindrop.io entsprechend nach Themen- und Interessengebieten sortiert.

          Zb. nen coolen Artikel über ein BBQ-Rezept gefunden .. zack abspeichern unter BBQ und bei Bedarf/Wunsch dann dort rausfischen.

          Ja, kann man auch mit normalen Bookmarks machen. Aber da fehlt mir die Usability. Freitext-Suche, Archiv, Tags, Gelesen-Status usw. Zumindest bei raindrop.io gibt es auch ne Möglichkeit mit aus einem Ordner (Collection heißt es dort) eine RSS-Feed zu erstellen und Freunden zur Verfügung zu stellen. Oder die Collection an sich. Schon sehr nice um beim Beispiel zu bleiben dann Grill-Ideen und -Rezepte mit Freunden die das gleiche Hobby/Interesse habe zu teilen usw.

  14. @Enrico @Alex Schaut mal meinen Kommentar von gerade eben (09:19) 🙂

  15. Ich nutze die Boards-Funktion von Feedly und bin damit sehr zufrieden.

    Sieht grafisch gut aus, was mir bei Pocket besser gefällt und die Boards funktionieren wie Ordner und Tags gleichzeitig. Bei Android geht es auch, Artikel und Links direkt an Feedly zu teilen.
    Und vor allem habe ich alle Artikel in einer App gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.