Instagram und Facebook könnten Nutzeraktionen in ihrem In-App-Browser verfolgen

Zu Meta gehören nicht nur Facebook und der Facebook Messenger, auch Instagram gehört da bekanntlich ins Portfolio. Und wie es sich für solche Dienste gehört, werden sie weltweit täglich sehr oft verwendet, gern auch als mobile App. Wie nun aber der Entwickler der App Fastlane und ehemaliger Google- und Twitter-Mitarbeiter Felix Krause herausgefunden hat, sind oben genannte Dienste derzeit wohl unter iOS problemlos in der Lage, Nutzerdaten – vor allem auch nicht plattformrelevante – abzugreifen, sofern sie im App-eigenen Browser eingegeben werden (in der Lage bedeutet nicht zwingend, dass sie es machen). Instagram könne demnach beispielsweise alles überwachen, was auf einer externen Webseite passiert, ohne dass Nutzer oder Seitenbetreiber diesem Gebaren zustimmen müssten. Der Kniff sei hierbei, dass die Instagram-App ihren Tracking-Code in jede angezeigte Website einfügt, auch wenn auf Anzeigen geklickt wird, sodass alle Nutzerinteraktionen überwacht werden können.

Er führt hierbei aber auch folgende Informationen an:

  • Können Instagram/Facebook alles lesen, was ich online mache? Nein! Instagram ist nur in der Lage, deine Online-Aktivitäten zu lesen und zu beobachten, wenn du einen Link oder eine Anzeige innerhalb ihrer Anwendungen öffnest.
  • Kann Facebook tatsächlich meine Passwörter, Adressen und Kreditkartennummern stehlen? Nein! Ich habe nicht bewiesen, welche Daten Instagram genau verfolgt, sondern wollte nur aufzeigen, welche Art von Daten sie erhalten können, ohne dass Sie es merken. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, wird ein Unternehmen, das sich kostenlos Zugang zu Daten verschaffen kann, ohne den Nutzer um Erlaubnis zu fragen, diese Daten verfolgen.
  • Wie kann ich mich schützen? Alle Einzelheiten finden Sie am Ende des Artikels. Zusammenfassung: Wann immer Sie einen Link von Instagram (oder Facebook oder Messenger) öffnen, klicken Sie auf die Punkte in der Ecke, um die Seite stattdessen in Safari zu öffnen.
  • Macht Instagram das mit Absicht? Ich kann nicht sagen, wie die Entscheidungen intern getroffen wurden. Ich kann nur sagen, dass die Entwicklung eines eigenen In-App-Browsers einen nicht unerheblichen Programmier- und Wartungsaufwand erfordert, der deutlich höher ist als die Verwendung der datenschutz- und benutzerfreundlichen Alternative, die bereits seit sieben Jahren in das iPhone integriert ist.

Wichtigste Umwege für Nutzer, um Metas Idee der Umgehung von Apples Transparenz-Bemühungen im App Store zu umgehen, sei die Verwendung der Option „Links in externem Browser öffnen“ – sofern verfügbar – und natürlich die Möglichkeit, den jeweiligen Dienst einfach in der Webversion über die entsprechende Webseite aufzurufen. Für alle Techies hat Felix das Ganze sehr ausführlich in seinem oben verlinkten Blogbeitrag erklärt.

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4 Kommentare

  1. Das sollte doch jetzt auch niemanden überraschen oder?

  2. Unter Android nervt der In-App-Browser ebenfalls. Ich hoffe er ist irgendwann optional.

  3. Gibt es für Instagram keine Meta-Apps in denen man das einfach ohne Tracking nutzen kann? Für Twitter nutze ich zum Beispiel Talon (Android) und dort wird meinem Verständnis nach meine Klicks nicht getracked.

  4. Ich nutze seit Jahren die App Friendly+ für beide Meta Dienste und bin mehr als zufrieden. Keine Werbung, kein wen ich kennen könnte, keine ähnliche Seiten Vorschläge usw.

    Wer die Apps vom Meta Konzern nutzt ist wirklich selbst schuld!

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