Instabox: Konkurrenz für DHL, Hermes und Co. startet in Deutschland

Der schwedische Anbieter Instabox hat mitgeteilt, dass man ab Anfang 2022 auch in Deutschland aktiv sein werde. Es handelt sich hier um ein Logistikunternehmen, das sowohl ausliefert als auch Sammelstationen für Sendungen betreibt, ähnlich wie die Paketstationen von DHL. Man möchte in Deutschland möglichst schnell expandieren.

Instabox wuchs zuletzt um ca. 300 % pro Jahr und zählt damit laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden Firmen in Europa. Derzeit beliefert man Kunden bereits in Schweden, Dänemark, Norwegen und den Niederlanden. Dabei gehen die Sendungen sowohl zu den Lieferstationen von Instabox als auch direkt nach Hause. Man kooperiert mit Partnern wie Amazon, H&M und Ikea.

In Deutschland startet Instabox zunächst in Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Die ersten Stationen etabliert man in Berlin und Düsseldorf. Danach möchte man möglichst schnell ganz Deutschland versorgen. Punkte sammeln möchte man auch mit Nachhaltigkeit, da man komplett auf fossile Brennstoffe verzichte.

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22 Kommentare

  1. Eigentlich bräuchte es mal einen Anbieter, der an jeder Ecke/jedem Hauseingang eine Packstation aufbauen kann, in den alle Paketdienstleister ihre Pakete einlegen können…

    • Briefkasten? 😀

    • Ist streng geheim says:

      Eigentlich gibt es sowas schon. Nennt sich „Briefkasten“. Als der vor 150 Jahren erfunden wurde, hatte die Post zwar noch das Monopol. Irgendwann Anfang dieses Jahrtausends kamen dann andere Zusteller dazu. Diese nutzen ganz selbstverständlich die vorhandenen Briefkästen.
      So jetzt noch mal ohne Spass.
      Natürlich eignen sich Briefkästen nicht zur Paketzustellung. Tatsächlich hat es ja immer wieder versuchte für solche Paketkästen gegeben. Geklappt und durchgesetzt hat sich sowas nicht. Warum eigentlich?
      Wer ein Haus mit Hof oder Grundstück hat, der kann problemlos einen Ablageort definieren oder eine Box aufstellen. Wer in Mehrfamilienhäusern oder Wohnblocks wohnt, der kann das nicht. Um ehrlich zu sein, wäre dafür auch gar kein Platz um jedem Mieter eine eigene Box zu Verfügung zu stellen. Dennoch wäre hier wohl der Vermieter gefragt. Den Interessiert das aber nicht, Paketzustellung ist anscheinend“Privatsache“.

      Also bleiben nur öffentliche Paketstationen. Nützt aber für manche nichts. Hier sind drei Stück auf engsten Raum im Abstand von 50m (eine „alte“ DHL, eine Neue und eine Amazon Locker) aber im Prinzip nur mit dem Auto erreichbar, da relativ außerhalb.

      Wir brauchten mehr von solchen Paketstationen, in Wohngebieten in Fußläufiger Reichweite und nicht irgendwo am Shoppingcenter auf der grünen Wiese.

      Wo wir wieder ironischerweise bei meinem ersten Absatz wären. Damals hat es geklappt, dass sich Briefkästen durchgesetzt haben. Heute klappt es nicht, sich den geänderten Anforderungen zu stellen und „großere Kästen“ aufzustellen?

      Das ist wiedereinmal Typisch für dieses Land und für diese Gesellschaft. Überall wird an den wahren Bedürfnissen vorbei agiert und wir bekommen wiedereinmal nichts gesch… (Sorry 😉 )

      • Ich stimme dir in allen Punkten zu.

        Die „wiedereinmal typisch“-Haltung finde ich aber auch nicht richtig. Früher hat man oft auch Briefe unter der Tür durchgeschoben. Das hat sich sicherlich nicht von heute auf Morgen etabliert so einen Briefkasten zu nutzen. In alten Häusern gibt es teilweise heute noch den Schlitz in der Tür.

        Abgesehen davon ist eine „Paketbox“ schwerer zu realisieren.

        Dennoch würde ich mich auch freuen, wenn entweder genug Privatpersonen mutig voran gehen oder doch eine universelle Lösung durch die Anbieter kommt.

        Ich glaube aber, dass hier tatsächlich das Ungleichgewicht (noch?) Folgendes ist: Eigenheimbesitzer hätten Platz, aber dort ist oft auch jemand zu Hause (Familien etc.) und die Single- bzw. Doppelverdiender-Haushalte in den Mietwohnungen hätten vielleicht das Geld, aber nicht den Platz.

        Vielleicht ist auch die Not nicht so groß. Gerade während Corona sind wieder viele Leute im Homeoffice und die klassische Zustellung funktioniert wieder gut, sogar kontaktlos ohne Unterschrift und „Zeitverlust“.

      • Krümelmonster says:

        Bei Mehrfamilienhäusern ist es nachträglich einfach umständlich und auch kostspielig, derartige Boxen aufzustellen. Das kann man auch nicht pauschal auf „die Vermieter“ schieben, denn Eigentum beschränkt sich ja nicht auf Einfamilienhäuser, es gibt ja durchaus auch viele Eigentumswohnungen, die selbst bewohnt werden.

        Ich wüsste nicht, wie man das in der Situation wirtschaftlich und rechtlich einwandfrei regeln sollte. Eine große Box, auf die jeder einfach zugreifen kann, das ist nicht praktikabel. Einzelne Fächer für jeden resultiert in einer Anlage, die an die Größe von Packstationen heranreicht. Das dürfte Kosten im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen, alternative erhebliche Mietkosten, da sowas nicht ohne elektronische Zugangssicherung praktikabel ist. DHL hat das vor einigen Jahren mal mit Vonovia getestet, danach hat man aber irgendwie nichts mehr gehört.

        Am Ende aber witzlos, da nur für DHL nutzbar.

    • Genau mein Reden. Bevor jetzt wieder jeder sein eigenes Packstationennetz aufbaut, könnten sich doch alle Logistikunternehmen zusammenschließen (eventuell unter einer neuen Marke) und eine Universalpackstation etablieren. So wäre das Netz für die KundInnen dichter und die Logistik einfacher. Woran scheitert sowas?

      • Du stellst die falsche Frage. Richtig wäre, kann ich als Unternehmen meinen Gewinn steigern wenn ich mich an einer Universalstation beteilige?

        Man sollte nicht den Irrtum unterliegen das internationale Konzerne derartiges nicht auf dem Schirm haben.
        Schau dir nur die Kooperationen im Bereich Thread und Matter an.

        Das es noch keine Universalpackstationen gibt, liegt wohl eher daran das es nicht profitabel ist.

    • Hatte vor Jahren bei Rewe angefragt, da die so viele freie Flächen haben. „Kein Interesse“. Liegt wohl eher daran, dass die es nur machen würden, wenn sie ihren Anteil abbekommen. Aldi hat es anders gesehen, hat nun Packstationen an deren freien Flächen. Leider gibt es nicht überall Aldi mehr 🙁

      Internetzugang, Netzabdeckung und auch Paketzustellung werden mehr und mehr zum Luxus.

  2. Endlich wird der Markt hier mal ein wenig aufgemischt.

    • Was für ein Blödsinn, der deutsche Markt ist eine der am effizientesten und am härtesten umkämpften. In den USA haben sie nur UPS, USPS, FedEx und Amazon.

      Hier haben Sie die Post, Hermes,DPD, DHL, UPS, FedEx, Amazon und jetzt instabox.

      Wo ist der Markt dort nicht aufgemischt.

  3. Ist bekannt, ob die so wie die etablierten hiesigen Anbieter wohl oftmals auch, stets den billigst möglichen Lohn zahlen, die Autos möglichst voll knallen, die Zeiten nahe aller Unmöglichkeiten vorgeben und Subunternehmen drangsalieren? Was ist über die Skandinavier bekannt?

    • Das kannst du dir ausrechnen. Macht das Unternehmen Gewinne wenn sie die Fahrer besser entlohnen als die Konkurrenz, dabei weniger Pakete transportieren und die Zeiten großzügiger gestalten?
      Problem des Handlungsreisenden ist jedem Logistiker bekannt und keiner hat dazu eine goldene Lösung entwickelt.
      Daher bleiben Personalkosten, Transportkosten und Zeit als Faktoren die man beeinflussen kann.
      Man kann auch die Versandtkosten anheben, aber wie wirst Du als Kunde reagieren wenn bei Anbieter A 5,90€ steht und bei B Kostenlos?
      Wirst du A wählen um den Boten besser zu entlohnen?

      Ein Unternehmen was teurer arbeitet als die Konkurrenz wird schlicht Aufträge und damit Gewinne verlieren und Konkurs gehen.
      Und nun rechne dir aus ob Instabox mit den Boten besser umgeht als die Konkurrenz.

  4. „da man komplett auf fossile Brennstoffe verzichte.“
    Das bezweifle ich etwas: Wenn die Firma jetzt keine eigene Solaranlage mit Zwischenspeichern aufbaut, an der die Auslieferungsfahrzeuge ausschließlich geladen werden, dann werden sie aller Voraussicht Nachts vom Netz geladen, ergo treiben sie den Verbrauch von fossilen Energieträgern in der Nacht nach oben.

    • Das will ich auch sehen wie die ihre Büros überall ohne Gas beheizen oder die grossen LKWs ohne Diesel fahren

    • Vielleicht verzichten sie auf fossile Brennstoffe. Das muss aber nicht für die (Sub-)Sub-Unternehmen gelten.

    • Ich freue mich schon die SchwedenInnen als Zusteller hier zu sehen, wie man mit Lastenfahrrad, Elchschlitten die Billy Regale und anderen Krempel ausliefern. Natürlich bei Knäckebrot und nachhaltiger Arbeitskleidung.

  5. Liefern die auch nach Hause oder nur in die Box?

  6. Freunde in Schweden benutzen das lange. Egal. wo man bestellt, als Lieferanschrift die Box angeben, dann bekommt man eine SMS und kann die Ware rausholen.

    Deutschland: Man muss beim Versender fragen, welchen Paketdienstleister er benutzt. Wenn er DHL benutzt, muss man sich einmalig registrieren (ohne Registrierung könnten es ja Terroristen benutzen), nach 1-2 Wochen Zugangsdaten erhalten. Sobald es zugestellt wurde, muss man per App (Internetzugang notwendig, viel Glück bei der Netzabdeckung in Deutschland) einen Code abfragen, der ist nur wenige Minuten gültig.

    80% Chance, dass die Packstation kaputt oder belegt ist, dann kann man Glück haben, dass es bei der nächsten Packstation 10km entfernt liegt, sonst muss man zur Post 30km entfernt fahren, um das Paket abzuholen.

    Instabox wird von der Lobby 100% blockiert werden, die werden sich fix zurückziehen….

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