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Ikea wird keine Kataloge mehr herausgeben

1951 stellte Ingvar Kamprad seinen ersten Ikea-Katalog zusammen. 285.000 Exemplare mit je 68 Seiten wurden gedruckt und in Südschweden verteilt – auf dem Cover der gepolsterte MK Schaukelstuhl in Braun. Obwohl die Zeit schon sehr digital war, konnte es Ikea im Jahr 2016, im auflagenstärksten Jahr, auf 200 Millionen Exemplare bringen. Diese wurden in 69 verschiedenen Versionen und 32 Sprachen in über 50 Länder gebracht. Damit ist nun Feierabend, der aktuelle Katalog von Ikea ist die letzte Ausgabe. Die Entscheidung, den Katalog nicht weiterzuführen, fiel laut Unternehmen im Zuge der derzeit laufenden Transformation, durch die Ikea digitaler und besser erreichbar werden soll. So ist im vergangenen Jahr der Onlinehandel bei Ikea weltweit um 45 Prozent gewachsen. Gleichzeitig habe man den Bereich digitaler Services ausgebaut und neue Apps entwickelt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. Wenn jetzt noch der letzte Planer von Flash auf ein neues System portiert wird …

    • Da hat mal wieder jemand nur eine Vorlaute Klappe, denn hättest du mal bei IKEA vorbeigeschaut dann wüsstest du nämlich das der Flash Player seit Mitte/Ende November Geschichte ist bei IKEA. Nichts wissen aber den Mund weit aufreißen statt sich erst einmal kundig zu machen.

  2. Fun fact: Etwa 75 Prozent aller Abbildungen im Katalog sind keine Fotos, sondern Renderings.

    Wie auch immer: Hoffen wir, dass die digitalen Ersatzprodukte genauso inspirierend sind, wie das Original auf Papier. IKEA ist eine Institution!

  3. Die Kamprad Erben machen keine halben Sachen: Alle Bauvorhaben, die noch abzubrechen sind, wurden gestoppt, der Internethandel werden stärker als Vertriebsweg in den Fokus gerückt und nun stirbt ein Klassiker, der IKEA Katalog. Der alte Ingvar hatte sich dagegen lange gewehrt, die Erben lässt das nunmehr kalt. An seinem Grab hört man ein hohes Sirren, das seit Wochen belegt, wie schnell er sich um seine Längsachse dreht.

    • Nicht an allem sollte man der Sentimentalität zu liebe festhalten. Zumal der alte Ingvar vieles was früher gemacht wurde selbst ohne Rücksicht umgestoßen hat.
      Und seien wir mal ehrlich das Ding hat man einmal durchgeblättert und danach in die Tonne gekloppt. Ist auch nicht sonderlich ökologisch. Als nächstes wäre dann die Werbung der Supermärkte dran.

      • Vollkommen richtig

      • Der Katalog ist in meinen Augen überholt und eigentlich einen umwelttechnische Vollkatastrophe – ich möchte nicht wissen, wieviele von den Katalogen direkt vom Briefkasten im Müll gelandet sind. Bei uns im Haus sicherlich 90%.
        Zudem ist der eh nur ein Anhaltspunkt für mögliche „Raumgestaltung“ und beinhaltet lange nicht alle Artikel.
        Da kann ich lieber ins nächste IKEA-Haus fahren und mir dort die Ausstellung ansehen oder was ich in letzter Zeit oft gemacht habe, direkt online bestellen, vor allem bei Kleinteilen wie Lampen und Co.

        • Wurde denn der dieses Jahr noch verteilt ? Ich hab schon 1-2 Jahre keinen mehr nach Hause bekommen und dann vor Ort abgeholt was ich dann auch ok finde.

      • Supermarktprospekte: mich hat das irgendwann gestört, dass 17 von 20 ungesehen in die Papiertonne geflogen sind (man rechne das mal in seiner eigenen Nachbarschaft hoch!). KEINE WERBUNG Aufkleber angebracht, die restlichen Prospekte dann online oder APP.
        Das sollten viel mehr so machen. Auch wenn dann die Papier- und Druckindustrie jammert.
        Aber einfach eine sinnlose Verschwendung ohne Ende.

        • Stimme dir voll zu.

          Ich find es imme lustig wenn angeblich nachhaltig handelnde Bio Supermärkte einen mit werbeflyern zuschütten.

          Nen perfektes beispiel für Green washing oder dass der Nachhaltigkeitsaspekt nur geheuchelt ist.

      • Die Werbung der Supermärkte ENDLICH ALLE einmal auf einer Plattform vereint zum Download oder einfachem durchblättern, auch am Smartphone oder Tablet – DAS wünsch ich mir.
        Bisher fehlt immer in irgendeiner app oder Übersicht Discounter X oder Supermarkt Y

        • Das wäre was. Das wünsche ich mir auch. Und dann für einzelnes Produkt auch noch eine Möglichkeit es zu Teilen.
          Ja es gibt Prospekte online, aber das ist alles sehr umständlich und jeder Supermarkt hat eine eigene Lösung

          • Bravo! Und an die vielen alten Leute, die keinen Rechner haben, denkt ihr keinen Meter!

            Die App gibt es: Sie heißt YouPickIt – nutze ich schon seit vielen Jahren (Favoriten wie z.B. Licher Bierkasten, lassen sich auch angelegt)

            • Welche alten Leute die keinen Rechner haben? In welcher Zeit lebst du denn?
              Meine Großeltern (75 und 79) rufen per Videocall an und shoppen online. Und das ist bei weitem keine Ausnahme. Stellt die Rentner nicht immer als ewige Technikverweigerer hin. Das war vielleicht vor 20 Jahren noch so…

              • Die meisten alten Leute haben keinen Rechner zu Hause. Nur weil deine Großeltern das zufällig haben, kannst du das nicht auf diese Altersgruppe allgemein projizieren. Nebenbei gibt es auch noch genügend Personen, die noch alter sind und tatsächlich noch selbst einkaufen. In welcher Welt lebst du denn?

                • ich denke die beschriebene Altersgruppe macht bei IKEA nicht den Umsatz, der das Drucken von Katalogen rechtfertigt. Zumal sich IKEA mit dem Produktportfolio auch nicht auf die Gruppe eingeschossen hat.

        • kennst du Marktguru?

      • „in die Tonne gekloppt“

        wo ist diese Mundart eigentlich Zuhause?
        Assoziiere ich mit Dosenbier Hartz IV Ruhrgebiet

  4. Fehlentscheidung.

  5. Sehe ich auch als Fehlentscheidung. Nervt mich jetzt schon, auf die Ikea-Seite zu gehen. Suche ist ein Krampf und dann noch stöbern. Ich hab mich immer ganz gerne aufdie Couch zum Blättern gesetzt. Aber so? Keine Lust. Ich brauch Papier bei der Angebotsfülle. Bei Otto hatmich das nicht gestört, aber bei Möbeln? Da waren die Installationen mehr als nur Präsentation. Eher Inspiration.

  6. Der Katalog hatte sich in den letzten Jahren – zumindest aus meiner Sicht – immer negativer entwickelt. Konnte ich früher einiges an Inspirationen aus den Seiten entnehmen, hat sich das doch mittlerweile stark geändert. Ob das daran liegt, dass ich vollständig eingerichtet bin und meinen persönlichen Stil gefunden habe oder vielleicht doch an den schlechteren Inhalten, kann ich nicht sagen.
    Trotzdem halte auch ich die aktuelle Entscheidung für falsch. So digital ist man in meinem Bekanntenkreis noch lange nicht, dass man lediglich auf einem kleinen Bildschirm seine Einrichtung wählt. Ein gedrucktes Werk liegt gerne auch mal auf dem Zeitschriftenstapel zum zwanglosen blättern.
    Sollten wir irgendwann mal komplett im VR/AR Zeitalter angekommen sein, passt die Entscheidung zum papierlosen Angebot. Und wie hier bereits angemerkt wurde: alle(!) Ikea Produkte existieren als 3D Model. Leistungsfähige Endgeräte könnten dann die neue Zimmereinrichtung via AR in einem Raum projizieren und die Einkaufsliste zusammenstellen. Dann geht man zukünftig nur noch durch die Markthalle, um die unvermeidbaren Gläser, Kerzen und ‚das wollte ich schon immer haben‘ hinzuzufügen.

  7. Peer Strickler says:

    Der Ikea-Katalog ist mittlerweile eh absolut unuebersichtlich geworden (Sortierung nach „Lifestyle“, nicht nach „Bad“, „Schlafzimmer“, etc). Kann also weg.

  8. Und nun bitte auch bei Otto nachziehen. 😀

    • Was, den Katalog gibts noch?
      Otto sollte aber mal seine Suche etwas aufbessern.
      So etwas wie ein „Produktvergleich“ wäre mal gut – wenn man sich zwischen Produkt A und B entscheiden will

  9. Schade, dass Ikea das BookBook einstellt. Damit wirft der letzte erstzunehmende Konkurrent des iPads das Handtuch: https://youtu.be/JRxPJcd0zDw

  10. IKEA braucht mehr Papier und Pappe für Ihre Möbel…

  11. Wird Zeit, dass noch viel mehr Unternehmen weg von dieser ewigen Papierverschwendung kommen, allen voran unsere Behörden, die am liebsten noch alles per gesatteltem Reiter versenden würden.

  12. Holger Klages says:

    An den Blogbetreiber.
    Ich finde os ok, wenn ihr durch Amazon Links den Blog finanziert. Ich würde mir wünschen, ihr würded das auch mit Augenmaß betreiben. Manchmal muss man dann eben den Amazon Link weglassen.
    So ein Beispiel haben wir in diesem Artikel.
    Im OnlineShop von IKEA sind die beiden Produkte ca. 50% günstiger. Es schadet so massiv euren Lesern, wenn sie auf den Link klicken. Ein Link zu IKEA wäre in Ordnung – aber vermutlich bringt der kein Einkommen für den Blog. Ich finde es nicht, gut, dass ihr dass in den Kauf nehmt…..

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