IKEA verschärft Rückgaberecht abermals


IKEA macht das Zuhause nicht nur durch Lampen und Lautsprecher smart, das schwedische Möbelhaus verkauft vor allen Dingen auch Möbel. Und weiß mit einem äußerst kulanten Rückgaberecht zu überzeugen. Zwar ruderte IKEA hier schon einmal zurück, statt eines lebenslangen Umtauschrechts – ohne Angabe von Gründen und ohne Berücksichtigung des Zustandes des zurückgegebenen Artikels – wurde die Umtauschfrist auf 365 Tage verkürzt. Ohne Angabe von Gründen und ohne Berücksichtigung des Zustandes galt aber immer noch.

Das ändert sich nun erneut. Es bleibt zwar bei der 365-Tage-Frist, aber der Zustand der Produkte spielt künftig eine Rolle. So kann man dann nur noch sein Geld zurückbekommen, wenn die zurückgegebene Ware neu und unbenutzt ist. Warum das so ist? Weil es von Leuten ausgenutzt wird. Man möchte schon fast vom klassischen Schmarotzer-Szenario sprechen, wenn man hört, was IKEA-Deutschland-Chef Dennis Balslev zu sagen hat:

Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war. […] Wir hören aus den Häusern, dass Jahr für Jahr kurz vor dem Ablauf der Umtauschfrist immer die gleichen Leute auftauchen und ihr Geld zurückverlangen.

Mit 365 Tagen bietet IKEA weiterhin ein sehr großzügiges Rückgaberecht, nur eben mit neuen Bedingungen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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55 Kommentare

  1. Black_Eagle says:

    Also gibt es kein Rückgaberecht mehr.
    Neu und unbenutzt heißt ja: Ich kaufe mir den Schrank/Tisch/xyz, schleppe den im Karton nach Hause. Überlege und schleppe ihn zurück.
    Wenn das erworbene Stück sicht in der Wohnung nicht so macht wie erwartet/wie es im Laden wirkt, dann habe ich es ja aufgebaut / benutzt (würde es sonst ja nicht herausfinden).

    Davon abgesehen das ich eh wenig von IKEA habe und noch nie was zurückgegeben. Irgendein Mittelweg zwischen der alten und der neuen Regelung wäre vielleicht besser…

    • Nein. Einfach nur Nein. Man muss sich doch vorher Gedanken machen. Soviel Denkvermögen würde ich bei jedem voraussetzen! Finde das absolut richtig. Geld zurück nur bei unbenutzter Ware! Es gibt mittlerweile eine App die ja auch Updates bekommt. Da kann man schön sehen wie ein Möbelstück in der eigenen Bude aussieht.
      Wenn du dann siehst das es immer die selben sind die dann immer wieder neue Möbel für Umme haben…
      Wie würdest du reagieren wenn es dein Laden wäre?

      So Leute (in allen Bereichen) sorgen mitunter dafür das Produkte teurer werden, weil man nicht alles wieder verkaufen kann,

      • „Wenn du dann siehst das es immer die selben sind die dann immer wieder neue Möbel für Umme haben…
        Wie würdest du reagieren wenn es dein Laden wäre?“

        Nunja, man könnte zum Beispiel den Problemfällen Hausverbot erteilen, damit die ehrlichen Kunden nicht unter dem Verhalten der Arschlöcher leiden müssen.

      • WELCHE App ???
        Weiter unten: IKEAs AR-App – die¿ Play-Store¿

    • Genau das wird sicher nicht so sein. Wenn man es aufstellt und sich das erworbene Stück wirklich nicht passend zeigt, wird man auch nicht ein Jahr warten, um es zurückzugeben. Du wirst es dann auch normalerweise mit Verpackung und ohne Abnutzung zurückgeben – zumindest wäre es das, von dem ich ausgehe.
      Vielmehr geht es um die Kunden, die einen Möbelstück mit klar erkennbaren Gebrauchsspuren zurückgeben wollen, wie: Kante(n) abgeschlagen, Kratzer oder Scharten, Kaffeeflecken, etc. Einfach Dinge, die man nur noch in den Müll werfen kann, anstatt sie eventuell noch vergünstigt verkaufen zu können.

      Der ehrliche Mensch wird auch weiterhin einen guten Service genießen, sofern man nicht zu dem Klientel gehört, wegen dem genau diese harte Regelung ins Spiel gebracht wurde.

  2. Dass dieses Angebot ausgenutzt werden konnte, war eigentlich jedem klar. Dass es aber tatsächlich Leute gibt, die das wirklich regelmäßig gemacht haben, ist schon ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft. Aber schon dass jemand die Zeit dafür aufbringt, einmal im Jahr Möbel auf- und abzubauen, sagt einiges über diese Leute aus.

    Schade für diejenigen, die dieses Angebot sinnvoll genutzt hätten, z.B. wie oben erwähnt bei unerwarteten Problemen mit den Möbeln unmittelbar nach dem Aufbau.

    • >>Dass es aber tatsächlich Leute gibt, die das wirklich regelmäßig gemacht haben….<<

      Du hast doch in Deutschland nicht ernsthaft was anderes erwartet?

      • Ich schon, denn eigentlich hab ich gedacht, dass die meisten schlicht zu faul dafür sind.

        • Oh, der Deutsche kann schon recht rührig werden, wenn es was für lau gibt.

          • Hmm, entweder diffamierst Du gerade Menschen aufgrund einer Staatsangehörigkeit oder aufgrund seiner Gene. In beiden Fällen ist das äußerst bedenklich, weil rassistisch? Falls Du es nicht erkennen kannst, tausche Wort Deutsche mal mit einer beliebigen oft diskriminierten Gruppe aus. Merkst Du es?

          • rhuhxx: Du bist schon ein Rassist was?

            • Wenn ich als Österreicher was gegen Österreicher schreibe, wäre das dann auch rassistisch? Diffamierung der eigenen Landsleute ist eher Parodie bzw. Ironie. Aber keinesfalls Rassismus. Da darfst du gerne nochmal den Ethiklehrkurs besuchen. Danke.

  3. Black Mac says:

    Es gibt keinen Mittelweg zwischen “neu” und “benutzt”. Aber neuerdings du kannst ja IKEAs AR-App benutzen, um zu sehen, ob ein Möbel passt.

    Überhaupt fand ich die Regelung früher grenzwertig. Das musste ja ausgenutzt werden. Als Schweizer verstehe ich auch die EU-Regelung nicht, nach der ein gekauftes Objekt einfach zurückgegeben werden kann. Wenn ich dann auf Amazon in “Reviews” lese, dass Leute einfach drei Kameras bestellen, testen und dann zwei davon als gebrauchte Ware zurückgehen lassen, können mir die deutschen Händler nur leid tun. Das hat IMHO mit “Konsumentenschutz” überhaupt nichts mehr zu tun.

    • Kann ich nur zustimmen! Es gibt einfach zu viele die das alles ausnutzen! Wenn man dann noch Amazon´s Schrottpolitik betrachtet, hat das ganze einen sehr faden Beigeschmack.

    • JohnLamox says:

      Das mit diesem „mehrere bestellen, alles was mir nicht gefällt zurückschicken“ hatte ich auch schon. Allerdings als Empfänger eines eindeutig gebrauchten Produkts bei Amazon. Wurde von Amazon direkt verkauft und war in keinster weiste als bereits benutzter Rückläufer oder dergleichen gekenntzeichnet. Hatte ich inzwischen tatsächlich schon 4 mal. Amazon hat das natürlich alles anstandslos in Neuware umgetauscht, allerdings hatte ich damit den Aufwand und die Arbeit. Das sind einfach Dinge, die nicht vorkommen dürfen. Einerseits von Kunden, die wahllos mehr Zeug bestellen oder alles mögliche zur „Auswahl“ und zurückschicken, als auch von Amazon, deren Prüfung wohl etwas schludert.

    • Von mehreren Teile kaufen um wissentlich den Großteil wieder zurückschicken zu müssen halte ich auch nichts, die frage wie ich allerdings ein Produkt und dessen beworbenen Attribute und Qualität testen soll ohne dieses in den Händen zu halten ist mir allerdings ein Rätsel? Das ist nun einmal der Preis den Online-Händler zahlen müssen dafür dass sie den stationären Handel ablösen.

      • Heutzutage gibt es unzählige Möglichkeiten um sich vorab ausführlich zu informieren. Gerade für Dinge wie hochpreisige Elektronik. Dafür musste man damals teure Zeitschriften kaufen. Für Kameras gibt es zum Beispiel zig Seiten, Blogs und Foren mit Besprechungen und Testfotos. Gleiche Geschichte für eigentlich fast alle Produkte. Und wenn es dann wirklich nicht das richtige ist kann man immer noch vom Rückgaberecht gebrauch machen. Aber wenn man sich drei mal das gleiche 1000-EUR-Objektiv bestellt weil man die Kissenverzerrung vergleichen will oder drei mal eine 4K Mattscheibe und dann Lichthöfe vergleicht und zwei wieder zurück schickt braucht man sich nicht wundern wenn einem zum Beispiel Amazon das Konto dicht macht.

        • Naja, wenn ich tausende Euro ausgebe will ich tatsächlich auch die Gegenleistung erhalten. Bei Monitoren hat es mal angefangen eine Pixelfehlerfreiheit zu garantieren. Und Lichthöfen sind genauso nervig. Da müssen halt die Produktionsabläufe verbessert werden, kann ja wirklich nicht sein dass man Glück oder Pech haben kann und trotzdem das gleiche bezahlt.

          „zig Seiten, Blogs und Foren mit Besprechungen und Testfotos“ – Die alle etwas anderes aussagen und speziell ausgesuchte Musterwaren erhalten.

    • @Black Mac

      Ich find im PlayStore keine Ikea AR-App. Ist das Kürzel für IKEA Augmented Reality App?

      Meinst du IKEA Placebo
      https://www.inside-handy.de/news/46607-ikea-place-app
      Moto x-play trotz 7. 1, das wäre die Voraussetzung für die App, nicht kompatibel

    • Tina Tino says:

      Dieses Rückgaberecht gibt es nur beim sogenannten Fernabsatz. Wer im laden Kauft, kann sich die Waren dort ja bereits anschauen und eventuell Ausprobieren. Wer Bestellt kauft so zu Sagen Ungesehen.

  4. ‚Mit 365 Tagen bietet IKEA weiterhin ein sehr großzügiges Rückgaberecht, nur eben mit neuen Bedingungen.‘
    Absolut falsch! Wenn das Produkt ’neu und unbenutzt‘ zu seien hat, ist das nicht großzügig sondern stark eingeschränkt!! Kannst zb ein Liegestuhl nicht mal auspacken und Probeligen, sehr kulant!!

    • Auch hier die Frage… Was würdest du machen wenn es dein Laden wäre und Leute dies ausnutzen?
      Viel von Ikea kann man vor Ort Probe“nutzen“ … ob nun Liege, Sofa oder Stuhl.
      Wer schon im Ikea eingekauft hat und wirklich ein Problem hatte, weiß die sind Kulant!
      Bedanke dich doch bei denen die das ausgenutzt hatten!?

    • Zum „Ausprobieren“ sollte eigentlich in den IKEA-Häusern so ziemlich jedes Möbelstück aufgebaut rumstehen.

    • Ikea wird auch weiterhin sehr kulant umtauschen, davon kannst du ausgehen. Es geht hier um eine Grundsatzregelung, mit der man gewisse Klientel abschrecken will.

    • Man hat die Möglichkeit des Probeliegens doch im Möbelhaus?!

  5. War ja klar, IKEA hat seine mediale Aufmerksamkeit bekommen, alle berichteten über das großzügige Rückgaberecht, über die Abschaffung bringen diese natürlich nichts mehr und der Kunde wird mit dem Gedanken der großen Kulanz IKEAs dort weiterhin einkaufen gehen. Eigentlich müsste so etwas verboten werden, IKEA war von Anfang an klar dass das System nicht funktionieren wird und haben trotzdem groß die Werbetrommel geschlagen, das ist unlautere Werbung und Wettbewerbsverzerrung.

    „Mit 365 Tagen bietet IKEA weiterhin ein sehr großzügiges Rückgaberecht, nur eben mit neuen Bedingungen.“ – Nein ist es nicht, niemand bewahrt die Sachen Monatelang im Karton auf… was ein Blödsinn.

    • Ährlich jesacht: Das steht da auch nicht. Im übrigen gelten weiterhin Garantie und Gewährleistung. Also: mich betrifft das nicht, denn ich bringe nichts „einfach so“ zurück!

      • Das ändert nichts an der Tatsache dass viele aufgrund der Werbekampagne lieber dort einkaufen gehen werden mit dem Gefühl der Sicherheit, dass wenn das Produkt mal einen Defekt haben sollte in laufe der Jahre sie dieses zurückbringen können „Die nehmen ja schließlich alles zurück“, ich rede also gar nicht von notorischen Ausnutzern. Und genau da ist das Problem. Das ist so als ob ich am Sonntag groß verkünde, dass alle Produkte eine Lebenslange Garantie haben und am Montag dann wieder alles in den AGB umändere. Ich weiß nicht wie man so ein verhalten gut heißen kann, wie gesagt, das ist unlautere Werbung und Wettbewerbsverzerrung.

        • Sparbrötchen says:

          > Ich weiß nicht wie man so ein verhalten gut heißen kann,
          > wie gesagt, das ist unlautere Werbung und Wettbewerbsverzerrung.
          Weil es nicht dieses Verhalten ist.
          So wie Du Deinen schiefen Vergleich, am Ende aller Ausführungen und direkt vor Deine Frage geschoben hast, damit die Leute hier beim Lesen nicht mehr IKEAs Verhalten bewerten sondern das zuletzt gelesene falsche Beispiel. Das mag rhetorisch nett sein, ist aber ein bewußtes Spielen mit der Wahrnehmung der Leser und damit eine provozierte Täuschung – wenn wir hier schon so leichtfertig mit der moralischen und gar wettbewerbsrechtlichen Keule wedeln.

        • Was ist denn daran unlauter, wenn ich als Händler neue Marketingstrategien ausprobiere und sie, wenn sie nicht, oder nicht in meinem Sinne funktionieren, wieder zurücknehme oder ändere?

          Hey, wenn ich Händler bin, will ich nur eins: Dein Geld
          Und wie ich versuche daran zu kommen, ist doch ausschließlich meine Sache. Der Kunde wird doch nicht gezwungen, da mitzumachen.

          Ich halte IKEAs Verhalten für durchaus legitim. Sie haben was ausprobioert, das hat nicht funktioniert, sie haben es eingeschränkt. Und gut isses.
          Oder sollen sie tasächlich Geld durch den Schornstein jagen, nur um einer gewissen Klientel einmal im Jahr für lau neue Möbel zu spendieren?

          Ich habe ein Kollegen, der dieses asoziale Schmarotztum auch bis zum Erbrechen durchzieht. Und jetzt gehe ich mir nen Kaffee holen und werde ihm auf dem Rückweg diese Meldung mit Hochgenuss aufs Auge drücken. Freue mich schon.

          Da ich mit der neuen Regelung nicht das mindeste Problem habe, werde ich auch in Zukunft mit Vergnügen bei IKEA einkaufen

          • Meine Kritik wird scheinbar falsch verstanden, ich habe kein Problem mit der neuen Regelung, es hätte diese jedoch von Anfang geben müssen. Mir kann niemand erzählen dass IKEA wirklich meinte, dass würde so funktionieren. Das war Marketing, Imageaufpolierung und damit habe ich ein Problem. Andere Unternehmen die die gleiche Regelung wie IKEA verfolgen (jetzt) sind im Nachteil, weil diese Ehrlich genug waren gar nicht erst so eine Scheiße zu behaupten, sondern gleich in der Realität geblieben sind. Und da passt mein Beispiel sehr gut. Das so wie mit diesen Aktionen zu Spottpreisen wo aber nur wenige pro Filiale vorhanden sind, mit dem Unterschied dass es bei IKEA niemanden auffällt.

  6. Kurt Wagner says:

    Und wieder einmal müssen alle „leiden“ weil es einige auf die Spitze treiben. Das ist so typisch für die Gesellschaft hier im Lande und diese „ICH vor allen anderen“-Mentalität.

    Ob das der kostenlose Kaffee in der Firma ist, den es plötzlich nicht mehr gibt weil sich Uwe täglich seine 2l Thermoskanne für daheim abgefüllt hat, das Grillen am See verboten wird weil Recep&Bülent ihren Müll nicht wegräumen können, oder der Online-Shop plötzlich Versandgebühren verlangt weil Claudia und Beate jeweils 20 verschiedene Kleider (auf Rechnung!) bestellt haben um am Wochenende eine Modeparty zu schmeißen und am Montag wieder alles zurück zu schicken.

    Ich verabscheue jeden einzelnen von diesen Menschen aufs Tiefste.

  7. Also ich hab gestern erst einen Gartenstuhl bei Ikea umgetauscht. Am Sommeranfang bestellt und letzte Woche ist Holzleiste in der Sitzfläche heraus gebrochen. Normaler weiße bringe ich Möbel auch nicht einfach zurück wenn diese defekt sind, aber bei so einem kurzen Zeitraum darf ein 50€ Stuhl nicht einfach so kaputt gehen. Vor allem weil ich mit meinen 85kg jetzt auch nicht außergewöhnlich schwer bin.

    Ich war selbst überrascht wie anstandslos dieser umgetauscht worden ist. Nicht nur dass keine Fragen gestellt worden sind, ich musste nicht mal sagen dass ich den Stuhl gern umtauschen würde. Der Mann hat den Stuhl gesehen und gesagt den tauschen wir gleich um, die Rechnung wollte er natürlich sehen.

    Ich würde mich schämen einen 8€ LACK Tisch umzutauschen, da ist es normal das er Lack abplatzt oder die Kinder ihn angemalt haben. Ich kauf mir einfach in regelmäßigen Abständen einen neuen und schmeiße den alten weg.

    • Das ist aber kein Fall von Umtausch, sondern Gewährleistung/Garantie – schließlich ist es bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kaputt gegangen.
      Umtausch wäre es ohne die gebrochene Leiste gewesen.

  8. Und einfach 1-3 Monate uneingeschränktes Umtauschrecht wäre zu einfach gewesen?
    Jeder hätte es ohne Probleme Zuhause ausprobieren können, aber gleichzeitig wird wohl kaum jemand alle 30 Tage seine Möbel abbauen um sie zu tauschen.
    Wäre wohl nur nicht so Werbewirksam wie bei einem Jahr.

    • Kurt Wagner says:

      DOCH! Genau diese Leute würden auch die kürzeren Zeiträume dafür nutzen um ihr Zeug immer wieder umzutauschen. Leute, die bestimmte (meist teure) Lebensmittel irgendwo hinten im Regal verstecken um sie dann kurz vor Ablaufdatum wieder heraus zu holen um einen Preisnachlass zu verlangen, die interessiert es nicht ob es 1 Monat oder 1 Jahr ist, in dem sie absolute Narrenfreiheit beim Umtausch haben.

    • Black Mac says:

      Die zurückgebrachte Ware muss von IKEA weggeschmissen werden, weil die logischerweise niemand kaufen will. Und diese Ausfälle bezahlen dann jene Käufer mit, die zuerst das Hirn einschalten und erst dann kaufen.

      Nein, das passt schon so.

      • paradoxus says:

        So schlimm ist es nicht, da wird wenig weggeschmissen. In den von mir besuchten Ikea-Geschäften werden gebrauchte oder von Kunden aufgebaute Ware für einen Rabatt verkauft. Wird gut angenommen. (Und natürlich zahlen wir alle Service, Garantie etc. mit, auch wenn 99% das nie brauchen … war nie anders.)

        Dass großzügige Regelungen ausgenutzt werden (war ja nicht mal „illegal“ oder gegen die AGB, wenn ich das recht verstanden habe), ist aber genauso klar. Ikea war da einfach ökonomisch zu naiv. (Bzw. sie wollen halt nicht den Amazon-Weg gehen und diesen asozialen Kunden Hausverbot etc. aufbrummen.) Diese Naivität bei einem Milliardenunternehmen hat mich schon beim lebenslangen Umtauschrecht etwas gewundert … .

    • „aber gleichzeitig wird wohl kaum jemand alle 30 Tage seine Möbel abbauen um sie zu tauschen“

      Ich wäre mir da nicht so sicher. Wenn es was „für lau“ gibt, machen einige Menschen in Deutschland durchaus komische Sachen…

  9. IKEA…. Ist das nicht dieser Laden der in Deutschland nicht einmal Steuern bezahlt… Und will jetzt was erzählen von wegen ausnutzen….. Ist klar.

  10. Leider auch wirklich ein Problem unserer Gesellschaft, in Skandinavien gibt es das so für Ikea gottseidank nicht.
    Hatte damals als Ikea gerade das dauerhafte Rückgaberecht in Deutschland abgeschafft hatte von einem befreundeten Ikea Mitarbeiter gehört, dass es sogar Menschen gab, die ihre benutzten Klobürsten zurück gegeben haben.

  11. Kann ich verstehen, es gibt leider entsprechend asoziale Kunden welche eine solche Kulanz immer wieder auf die Spitze treiben.

  12. Eine sehr heikles Thema wie ich finde, denn diese ganze „Umtauscherei“ wird von sehr vielen Kunden auf die Spitze getrieben. Ich kenne genug Leute die das regelrecht ausnutzen oder besser gesagt „missbrauchen“. Leute die regelmäßig 9 von 10 Produkten umtauschen und nur ein Produkt behalten. Dass das System so nicht funktionieren kann, das muss doch den Kunden klar sein, denn der Verkäufer/Unternehmer trägt am Ende die Kosten, bleibt darauf sitzen und wird sie letztendlich irgendwann auf die Kunden umlagern.

    Und ich muss mich von einem Saturn-Verkäufer schief anschauen lassen, wenn ich einmal in 5-7 Jahren ein Produkt wegen „Nicht-Gefallen“ umtauschen möchte.

  13. ?

    Wenn mir ein Produkt innerhalb der regulären Garantiefrist nach EU Recht kaputt geht (Materialschaden etc.), bringe ich es zurück resp. lasse es für einen Umtausch abholen.

    365 Tage neu. Albern.

  14. Ich versteh irgendwie das Problem bei der Diskussion nicht.

    Ein gesetzliches Widerrufsrecht hat man im Laden vor Ort doch eh nicht. Und was manche hier mit gebrochener Latte ect. ansprechen hat mit Widerruf nix zu tun, sondern mit Gewährleistung und Garantie. Und Gewährleistung im Rahmen des Gesetzes muss auch Ikea geben.
    Was Ikea nicht muss ist „Oh, sieht jetzt doch blöd im Wohnzimmer aus, zurück damit“. Und das versteh ich auch, dass sie das nicht in dem Maß machen wollen.

    In meinen Augen werfen hier viele Widerruf/Umtausch und Gewährleistung und Garantie in einen Topf und benutzten die Begriffe falsch.

  15. In meinen Augen ist die Sache mit der langen Garantie nur Marketing Gelaber und PR gewesen. Jedem bei Ikea muss klar gewesen sein, dass das mit der lebenslangen Garantie nicht hinhaut. Das haben sie ja dann auch wieder abgeschafft. Aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ernsthaft daran geglaubt wurde, dass eine Verringerung auf 1 Jahr zu einer Besserung führt.

    Ich will nicht wissen wie viel Verlust bei online Modehäusern gemacht wird durch Leute die sich Klamotten für eine Gala o. ä. bestellen und dann wieder zurück schicken.

    Ist doch dasselbe Spiel wie mit dem unendlichen One Drive Speicherplatz oder vielen anderen unbeschränkten Angeboten, die dann alle wieder eingestellt werden müssen.

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