IKEA testet Self-Checkout per App


Ich bin ein großer Fan von Self-Checkout-Kassen. Weder fühle ich mich genötigt, die Arbeit von anderen (in diesem Fall des Kassenpersonals) zu übernehmen, noch habe ich irgendeinen anderen Nachteil dadurch. Im Gegenteil, in der Regel läuft der gesamte Aufenthalt im Kassenbereich für mich flotter ab als bei Nutzung einer „normalen“ Kasse. Ist natürlich auch immer viel davon abhängig, wie ein Einkauf aussieht, aber gerade bei wenigen Produkten eine nette Sache.

Das sieht wohl auch IKEA so und testet nun in Frankfurt eine andere Art des Self-Checkouts, nämlich per App. Als Partner hat man hier Snabble an Bord, eine App, die in verschiedenen Läden genutzt werden kann. Die Nutzung der App ist simpel, man scannt über sie die einzelnen Produkte, die man kaufen möchte und erhält dann an der Kasse einen Code aus der App, der gescannt wird. Bezahlen und fertig. Dafür wurde eine Expresskasse eingerichtet, damit die Kunden dann nicht wieder in einer Schlange warten müssen.

Sollte man Snabble schon aus anderen Läden kennen – bei IKEA funktioniert es genauso. Die Übersicht über die paar von Snabble unterstützten Läden gibt es an dieser Stelle. Und falls ihr das nun selbst ausprobieren wollt: IKEA in der Züricher Straße in Frankfurt ist der experimentelle Laden. Falls zufällig jemand mitliest, der Snabble schon einmal ausprobiert hat, wie waren da die Erfahrungen? Theoretisch liest sich das schon sehr gut, aber die Praxis stellt sich oftmals ja anders dar.

via LocationInsider

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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31 Kommentare

  1. Cool, werde ich nachher mal ausprobieren. Wollte eh in den Frankfurter IKEA.

  2. MeinerEiner says:

    Also zu diesen Self-Checkout-Kassen. Ich bin da absolut kein Fan davon. Wenn ich jetzt nur zwei oder drei kleine Teile hab, lass ich mir das eingehen. Da muss ich mich wirklich nicht an einer megavollen Kasse anstehen. Aber für sowas gab es früher eine oder zwei „Express-Kassen“ für maximal 10 Artikel, das hat auch funktioniert. Meinen Wocheneinkauf bespielsweise würde ich nicht selber scannen. Dafür gibts schließlich auch das Kassenpersonal. Und auf IKEA bezogen: Ich hatte es noch kein einziges Mal, das es ohne Probleme an so einer Kasse funktioniert hätte. Sei es das wieder irgendwas nicht gescannt werden kann, die Kasse sich eine kleine Pause gönnt während man fröhlich scannt oder, der Super-GAU, die Kasse ganz am Ende meint sich aufhängen und gänzlich verabschieden zu müssen. Da stell ich mich leichter an einer vollen Kasse an und lass jemand anders den Mist einscannen, ganz ehrlich. 😉

    • Ich habe, seit es die Self-Checkouts bei IKEA gibt, nicht mehr an einer „normalen“ Kasse gezahlt, nie Probleme gehabt.

    • Ich bezahle bei IKEA immer nur an Self-Checkout Kassen und habe noch nie ein Problem gehabt. Da sind inzwischen bestimmt 50 Kassiervorgänge in den letzten Jahren zusammengekommen…

    • Ich gehe auch immer an die self Check Out Kassen. Muss aber sagen, dass es tatsächlich auch bei mir eine 50/50 Sache ist. Häufig gibt’s Probleme, wenn ich irgendwelche Gutscheine nutze. Entweder akzeptiert die Kasse diesen nicht „dieser Gutschein ist nicht gültig“, oder auf dem Display steht direkt, dass ein/e Mitarbeiter/in weiter hilft.
      Selbst wenn ich keinen Gutschein nutze, gibt’s immer Mal wieder irgendwelche Probleme.
      Ich gehe aber trotzdem gerne am die Kassen, weil es in der Regel trotzdem schneller geht, als am einer „regulären“ Kasse.

    • Also, ich habe bestimmt 30 Mal bei IKEA und weitere 20 Mal in anderen Läden mich selbst bedienst: Bei IKEA hatte ich einen Balkencode, den die Kasse nicht lesen wollte, das hat die Kassiererin aber auch nicht hinbekommen, ich musste einen anderen Artikel, den ein Mitarbeiter holte, scannen, an einer anderen Kasse war mal mein Produkt nicht in der Kasse gespeichert, das wäre an jeder anderen Kasse auch passiert. Sonst hatte ich exakt noch kein Problem, weder Kassen, die nicht reagierten, noch sonstwas.

  3. Wieder ein Datenverkäufer mehr in der Nahrungskette. Ich bleib wohl bei der EC Karte. Die hat an der Kasse wenigstens Empfang. 😉

    • „EC Karten“ gibt es nicht mehr. Wird hier aber kaum jemand verstehen. Die Wortkombination „EC“ wurde von Mastercard vor einigen Jahren aufgekauft. Was du meinst ist die „Girokarte“. Gibt es in so einer Form übrigens fast nur in Deutschland

      • Also wenn schon, dann richtig: Das Ding heißt girocard. 😉

        Meines Wissens nach ist die girocard aber doch weltweit verbreitet, sprich ich kann damit so ziemlich überall bezahlen, wo eben EC geht?

        • Die girocard ist ein deutsches Produkt und funktioniert auch nur in Deutschland. Allerdings haben die meisten girocards zusätzlich V-Pay oder Maestro als zusätzliche Bezahlfunktion im Ausland integriert.

    • Hi Peter, du kannst die snabble-App ohne Login/Registrierung nutzen, wir wissen also garnicht wer du bist. Die Daten deines Einkaufs müssen wir zur Vertragserfüllung natürlich an den Händler übermitteln, bei dem du einkaufst – das sind aber letztlich die gleichen Daten, die er auch heute schon hat. Wir verkaufen deine Daten natürlich nicht weiter.

  4. Selbst-Kassierkassen (geht auch auf deutsch 😉 ) eliminieren Arbeitsplätze. Sollte man beachten. Aber ich schreibe eigentlich aus anderem Grund. Versteh ich das richtig, es soll erst an einer Kasse gescannt werden? Warum nicht einen Scanner am Einkaufswagen, man scannt beim einlegen in den Wagen und geht dann direkt zu Kasse und drückt auf Bezahlen.

  5. Hoffentlich funktioniert das gut und setzt sich durch. Dann müssen die Leute bei IKEA nur noch darauf achten, dass die Leute auch wirklich erst an die Kasse gehen, wenn sie alles gescannt haben. Ansonsten stehen wieder die Leute mit ihren mit Kleinkram vollgeräumten Wagen vor einem an der Kasse und müssen sich jeden einzelnen Artikel von einem Mitarbeiter scannen lassen.

  6. Was mich wundert: Warum die Bezahlung nicht auch gleich über’s Smartphone? Apple / Google Pay Integration ist garantiert smoother als Handydisplay abscannen… wenn der Händler möchte, kann er ja am Ausgang noch einen QR-Code oder ähnliches anzeigen lassen, welcher den Einkauf inkl. Zahlung bestätigt und überprüfen lässt (Stichproben wollen sie vll. noch machen?).

  7. Update zu meinem letzten Kommentar: In dem Video auf snabble.io wird der Prozess so dargestellt, wie ich ihn mir wünschen würde – man kann in der App auch mit Paypal oder Lastschrift zahlen und hat dann an der Kasse tatsächlich gar nix mehr zu tun. Das ist ein wirklicher Mehrwert!

    Hier die Stelle im Video: https://youtu.be/0ktE-90Me8w?t=39

    • Hi nihebe,

      genau richtig, snabble kann das schon. Wir arbeiten mit den Händlern daran, die Online-Bezahlung überall zu ermöglichen. Der QR-Code an der Kasse ist einfach immer der erste Schritt, weil das technisch sehr einfach möglich ist.

  8. Ich war gestern bei IKEA in Frankfurt. Haben per Lautsprecher mitbekommen, dass es diese App gibt und mein Freund hat sie sich runtergeladen. Das Scannen der Artikel ist total easy, geht auch bei zerknitterten Plastiktüten u.ä.
    An der speziell dafür eingerichteten Kasse mussten wir einen QR-Code aus der App an einen Leser halten – hat einen kurzen Moment gedauert zu kapieren, welcher das ist – und dann nur noch auf dem Terminal bestätigen und per Karte bezahlen.
    Außer uns war niemand da der diese Kasse nutzen wollte, daher ging das auch recht schnell.
    Im Gegensatz zum anderen Self Checkout Kassen wurde auch nicht kontrolliert, ob der Einkauf und der Kassenbeleg übereinstimmen.
    Ich fand es um einiges angenehmer als die anderen Kassenoptionen – es ging viel schneller, weil wir alles schon beim einkaufen gescannt hatten und man hatte auch noch immer den Überblick, wie viel alles kostet.

    • Ich habe es jetzt in den letzten Tagen auch zwei Mal genutzt und man wäre schön blöd, wenn man es nicht tut. Denn an der Kasse ist nix los und es geht wirklich sehr viel schneller. Die IKEA Kundenkarte kann man auch so hinterlegen, dass sie automatisch mit auf dem Bon ist.

      Also ich bin begeistert und hoffe, dass der Test im Ikea weiter geht.

  9. Warum muss man noch extra zur Käse und bezahlt nicht in der App?

  10. Ich befürchte, dass 99,5 % der Deutschen zu dumm für dieses Verfahren sind. Insgesamt wird es also nutzlos sein, nur für Tekkies wie hier im Blog interessant. Die Masse wird es nicht kapieren.

    • Ist doch auch schön, wenn die Doofen weiterhin an den Kassen Schlange stehen und wir Tekkies lässig mit unserer App scannen und bezahlen.
      Fördert das eigene Überlegenheitsgefühl ungemein. 😀

  11. Self-Checkout Kassen boykottiere ich komplett.

    Bei uns im grossen Real wurde ein Großteil der Self-Checkout Kassen bereits wieder abgebaut, weil die Kunden die nicht angenommen haben – von 8 sind nur noch 2 übrig und die machen auch ständig Probleme.
    Da ziehe ich doch lieber ein normale Kassierin vor, geht viel schneller.

  12. Was mir im IKEA gefällt, finde ich im Supermarkt grausam und meide ich auch.
    Im Ikea nutzen wir nur noch diese Selbstscankassen. Geht einfach schneller.

    Bei uns im Martkkauf finde ich die Selbstscankassen aber grausam. Dauert viel länger, außerdem hat man da in der Regel ja auch deutlich mehr Teile. Zum bezahlen mit Kreditkarte muss man dann auch noch warten bis ne Verkäuferin zu einem kommt. Echt nervig. Daher gehts da wieder an die normalen Kassen.

    • Hi Andrea,

      uns geht’s da genauso. Wir sind ja auch normale Menschen die einkaufen gehen. Und weil wir die meisten SB-Kassen eben auch nicht so richtig gut umgesetzt finden, versuchen wir es mit snabble besser zu machen. Das schließt natürlich deutlich mehr als nur die App mit ein, das ganze Einkaufserlebnis muss stimmen.

      Viele Grüße aus Bonn
      Patrick

      P.S.: Toller Blog! 🙂

  13. sascha224 says:

    In der Schweiz funktioniert dieses Self-scanning / self-checkout Geraffel seit Jahren wirklich gut, unkompliziert und kundenfreundlich. In vielen grösseren Supermärkten (Coop oder Migros) gibt es am Eingang Scanner, und jeder Wagen hat eine Halterung für eben diesen. Alternativ gibts auch eine Scan-App, aber das hat mich noch nicht so überzeugt, zumal man auf dem Handy ja sowieso meistens die Einkaufsliste hat und dann ständig wechseln müsste. Während des Einkaufens scannt man jeden Artikel und muss am Ende nur mit dem Scanner an die Self-checkout Kasse, wo man dann mit allen erdenklichen Medien bezahlen kann (bar, Giro, Kreditkarte oder auch NFC per Karte oder Mobile). Hin und wieder gibt es Stichproben, wo aber i. d. R. nur 3-5 Artikel vom Personal gescannt werden. Es stehen immer 2-3 Mitarbeiter im Self-checkout Bereich, um bei Problemen hilfreich eingreifen zu können, oder Alterskontrolle bei nicht jugendfreien Artikeln durchzuführen. Bedenken sollte man dabei allerdings, dass dieses natürlich alles auf Basis der jeweiligen Kundenkarte funktioniert, d. h. der Markt/die Kette sehr wohl ein ziemlich genaues Kundenprofil geliefert bekommt. Aber jeder wie er mag, mich stört das ehrlich gesagt (noch) nicht.

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