iFixit stellt Samsung Galaxy S6 Edge schlechte Reparaturnote aus

iFixit dürfte mittlerweile jedem Techie ein Begriff sein. Für alle, die jetzt mit nein antworten: iFixit zerlegt neue Hardware bis auf die Einzelteile, um zu sehen, wie schwer oder wie einfach diese Hardware im Falle eines Schadens zu reparieren ist. Anschließend gibt es von iFixit eine Bewertung auf einer Skala von 1 (schwer zur reparieren) bis 10 (einfach zu reparieren). Jüngst haben sich iFixit das kurvenreiche Samsung Galaxy S6 Edge (unser Testbericht) vor die Brust genommen und finden leider keine guten Worte.

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Insgesamt 19 Schritte hat es gedauert, bis man das S6 Edge bis in die Einzelteile zerlegt hat – beim Samsung Galaxy S5 hat es damals einen Schritt weniger gebraucht. Nach getaner Arbeit kam iFixit zu dem Schluss, dass das S6 Edge zwei Vorteile gegenüber dem S5 besitzt. Man muss nicht mehr das Display entfernen, um an das Innere des Smartphones zu gelangen und einige Komponenten sind modular und somit leicht einzeln zu ersetzen.

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Dem steht jedoch gegenüber, was wir uns alle bereits im Vorfeld denken konnten: Glasfront und Glasrückseite machen das S6 Edge anfälliger für Schäden. Zudem gestaltet der starke Kleber zwischen Rückseite und Glas den Zugang zum Inneren ziemlich schwierig. Hinzu kommt der neuerdings fest verbaute Akku im Galaxy S6 und S6 Edge, der ebenfalls zu stark verklebt ist und zudem unter dem Mittelrahmen und dem Motherboard vergraben ist.

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Zu guter Letzt auf der Mängelrüge von iFixit steht erneut die Glasfront, die offensichtlich nicht so leicht auszutauschen ist, ohne dabei das Glas selbst zu zerstören. Während das Samsung Galaxy S5 im vergangenen Jahr noch 5 Punkte auf der Skala von iFixit erhielt, so erhält das S6 Edge dieses Jahr gerade mal 3 Punkte, was das Smartphone nahezu irreparabel macht.

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13 Kommentare

  1. Mmh, das LG G2 hat 2/10 und hat bei konzentrierter und filigraner Arbeit alle Bauteile schlussendlich freigegeben. Dabei wars das erste Mal, dass ich mich da rangewagt hab. Also machbar ist das schon (im Nachhinein mMn aber den Aufwand und das Risiko nicht wert)

  2. Die Kausalität im letzten Satz ist witzig.

  3. In 19 Schritten zerlegen ist ja auch nicht gerade irreparabel … mein HTC One hat ja damals auch ne schlechte Note von ifixit bekommen und das hab ich auch schon problemlos zerlegt und wieder zusammen bekommen. Alles relativ.

  4. @one
    es sind wohl nicht die anzahl der schritte das problem, sondern der aufwand bzw die zeit für die schritte. dank kleber ist es halt leider keine einfache sache, das ding zu demontieren.

    apple hat zumindest beim iphone dazu gelernt, das iphone 6 erreichte dort 7 von 10 punkten.

  5. Was sollen dies Tests mir eigentlich sagen? Niemand repariert ein Smartphone. 2-3 Jahre halten die locker. Und länger benutzt sie eh keiner. Haben die verschiedenen Studien zum „geplanten Ableben“ doch immer wieder gezeigt. Der Löwenanteil wird ersetzt weil etwas Neueres /Besseres kommt. Nicht weil das Alte kaputt wäre. Dazu kommt der Billig-Wahn der Kunden. Also? warum sollte hier irgendein Hersteller wartungsfreundlicher bauen? Dafür gibt es keinen Markt!

  6. … lächerlich! Die Dinger sind als Müll mit einer gewissen Halbwertszeit gebaut! Die SOLLEN gar nicht repariert werden… und keiner von den ganzen Hippstern würde ein Smartphone länger als 2 Jahre benutzen… also: Alles für die Tonne!

  7. Der Handy Zyklus zum austauschen gegen neue Geräte liegt in den meisten Fällen bei 24 Monate. In letzter Zeit hat auch dieser Zyklus sich drastisch nach unten bewegt, so das man sagen kann die meisten werden schon nach 10 – 12 Monate durch neuere Geräte ersetzt. Da der Markt auch immer schneller und mit immer mehr neuen Geräten überschwemmt wird sind solche Berichte mittlerweile sinnbefreit geworden.

  8. @Ernstl
    würde ich so nicht behaupten. Es gibt einen riesigen Markt dafür. Wenn ich allein hier in Berlin schaue, wieviele Reparaturdienste es für Smartphones gibt und da ist immer was los. Dazu kommen diverse Dienste im Internet. Und so´n Ding fällt auch gerne mal runter und irgendwas ist defekt. Ich glaube Displaywechsel bzw. Glas ist die häufigste Reparaturangelegenheit.

  9. @ShyAngel:
    Nur weil das so ist, muss man es ja nicht gutheißen. Es ist schon gut, dass iFixit hier immer wieder den Finger in die Wunde legt und öffentlich macht, welchen Irrsinn die Hersteller betreiben. Solche Berichte sind daher das genaue Gegenteil von sinnbefreit.

  10. @Ernstl
    Ich denke du hast einfach zu viel Geld.

    Ich habe mir vor ein paar Jahren ein Samsung 7″ Galaxy Tab gekauft, leider ging dann nach 1.5 Jahren der Akku kaputt. Weil ich die Garantie nicht verlieren wollte habe ich es dann eingeschickt damit der Akku getauscht wird.

    Leider ging das Tab dann nach weiteren 2 Monaten kaputt und Amazon hat mir mein Geld ausgezahlt.

    Dann habe ich mir das S4 gekauft und nach knapp 2 Jahren ist mir fast der Akku geplatzt.
    Wie gut das ich den Akku selbst tauschen konnte. Nun läuft mein S4 wieder und ich werde es auch noch weitere 2 Jahre nutzen, vielleicht auch länger.
    Denn alles was ich damit machen möchte funktioniert.

    Das man beim S6 den Akku nicht selbst tauschen kann empfinde ich als Rückschritt.

  11. Das man beim S6 den Akku nicht selbst tauschen kann empfinde ich als Rückschritt.

    @svenp

    In unserer Welt ist das ein Rückschritt, in deren Welt ist es ein Garant für weitere Profite… ganz einfach

  12. Ich gönne jedem Hersteller seine Profite.
    Warum regen sie so wenige darüber auf wenn ein Verschleißteil nicht einfach ausgetauscht werden kann.

    Ich denke wenn bei einen Auto die Starter Batterie nicht mit ein paar Handgriffen getauscht werden könnte, wären die Foren voll mit verärgerten Menschen.

    Wie gesagt wir reden hier über ein Verschleißteil das einfach irgendwann einmal seinen Dienst einstellt.

    Lithium Ionen Akkus haben nun einmal nur eine Lebensdauer von ca. 2 Jahren.

    Der Austausch eines Akkus macht da ein Handy schnell zu einem Wirtschaftlichen Totalschaden.
    Umweltfreundlich ist da etwas anders.

  13. Das S5 war schon bescheiden zu reparieren – nach einem Sturz ist mir das Display gerissen, zum Tausch hätte man das komplette Geräte auseinandernehmen müssen – viel zu hohes Risiko, noch mehr kaputt zu machen.
    Ich hatte heute beide S6 in der Handy, gerade das Edge hat mich überhaupt nicht überzeugt, liegt ziemlich schlecht in der Hand wegen der scharfen Kanten. Auch wenn ich früher mal Samsung-Geräte bevorzugt habe, das S6 ist definitiv ein Gerät, was ich nicht kaufen würde.

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