ICQ: Neue Windows-App und Open Source

new_icq_logoTwitter wurde gestern10 Jahre alt. Da können wir uns heute glatte einen weiteren Dinosaurier vornehmen. ICQ. Seit 1996 am Markt, ging man bereits 1998 in die Hände von AOL über und wurde dann 2010 nach Russland verkauft. Es ist ein Messenger, den ich schon lange nicht mehr im Fokus habe. Ich fing mit Einzel-Messengern an und wählte mich später direkt mittels Multi-Messenger (Miranda, Pidgin, Digsby und Co) in die diversen Netzwerke ein. Mit Twitter und Facebook kam irgendwie die Wachablösung bei mir. Messenger hatten bei mir ausgedient – ICQ eh. dennoch gibt es den Dienst noch. Aktuelle Zahlen kenne ich nicht, Ende 2013 waren es noch 11 Millionen Nutzer, heute dürften es weniger sein.

icq windows 10

Für diese Nutzer gibt es nun eine neue Windows-App. Hier will man nach eigenen Aussagen Wert auf große Bildschirme und höhere Auflösungen gelegt haben, zudem soll die Geschwindigkeit des Clients eine bessere, der Speicherverbrauch zudem eingedampft worden sein. Fokussiert hat man sich bei der Erneuerung auf Sprach- und Videoanrufe. Standardmäßig werden Chats synchronisiert. Interessant zu erwähnen: die Entwicklung setzt auf die Library Qt auf, Entwickler werden der Windows-Version Varianten für OS X und Linux folgen lassen. Entwickler können schauen, was getrieben wird, denn der Code der App liegt als Open Source auf GitHub vor.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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16 Kommentare

  1. Erster Gedanke: „Gibt’s das immer noch??“
    Zweiter Gedanke: „Ey, ich weiß meine Nummer noch“

  2. @evilbaschdi: Geht mir ähnlich, hehe… Wobei, Pidgin ist bei meinem Zweit-PC immer noch im Autostart, wobei dort wirklich niemand mehr schreibt… hat sich alles zu Facebook, WhatsApp etc. verlagert.

  3. @HansF: pidgin hatte ich zuletzt auch noch drauf. allerdings nicht im autostart, weil – wie du schon sagst – eh keiner mehr online war. mich wundert grad, dass ich es nicht mehr finde.
    betrachten wir diese ganzen messenger mal wie die entwicklungsphasen eines kindes, kann ich wohl behaupten, „wir haben vor ein paar monaten facebook hinter uns gebracht und haben jetzt nur noch mit den folgen von whatsapp zu kämpfen“. selbst bei facebook ist nämlich fast niemand mehr unterwegs. irgendwie hat eben alles seine zeit, bis es nicht mehr attraktiv genug ist, es zu nutzen.

  4. ICQ war immer mein Lieblings IM-Dienst. Schade dass ihn keiner mehr nutzt!

  5. Nummer und Passwort habe ich auch noch…
    Wenn das mal wieder JEDER nutzen würde, vielleicht nur für 1 Tag wäre das wie ein Klassentreffen 😉

  6. ICQ Nummer und Pwd kenn ich auch noch. Habs vor nem halben Jahr noch mal getestet und da waren echt noch 2-3 Leute online 😀 Wer es mal testen will: https://web.icq.com/

  7. Statt wie andere in Erinnerungen zu schwelgen (bei mir war eher MSN der Messenger der Wahl), spiele ich den Advocatus Diaboli: Als ICQ nach Russland verkauft wurde, habe ich schon Schlimmstes in Puncto Datenschutz befürchtet. Umso positiver finde ich den Schritt Richtung Open Source. Ich frage mich nur, wie sich das Netzwerk finanziert. Weiß jemand was darüber, ob die Inhalte serverseitig vielleicht mitgelesen werden?

  8. ICQ hat mich seit dem 15 Lebensjahr begleitet. Nach der Schule hat man sich zu Hause sofort in ICQ eingeloggt und mit seinen Freunden geschrieben. MSN war auch eine Option. Das Spielen über den Client hat auch enorm Spaß gemacht. Das wirklich beängstigende ist, dass ich mein ICQ Nummer immer noch aus dem Kopf kenne 😀 😀

  9. @evilbaschdi
    Exakt die beiden Gedankengänge hatte ich gerade auch :).

  10. Geht mir ähnlich. Bei mir ist es sogar im Miranda noch immer eingerichtet. Wobei ich Miranda eher für Hangouts und Facebook nutze. ICQ ist einfach noch drin.

    Du schreibst „Messenger hatten bei mir ausgedient“: Facebook Chat, Whatsapp, Hangouts (basieren ja alle auf XMPP) und auch TextSecure, Telegram etc sind ja nichts anderes als Messenger mit Fokos auf mobile use.

  11. Praktisch war es damals schon. Das Whatsapp der 90er. Es hatte jeder und genau deshalb war es tierisch nervig. Dauernd hat die Kiste wegen belangloser Sachen gebimmelt. Ich hab’s irgendwann nur noch kurz nach der Schule und dann abends noch mal angemacht, weil auch in Abwesenheit dauernd irgendwer irgendwas geschrieben hat.

  12. Ach, ICQ. Meine Nummer kenne ich nicht, kannte ich nie, wozu auch. Miranda kennt sie aber heute noch. 5 Kontakte… allerdings eben aus dieser Zeit. Alle 5 habe ich weder bei Facebook, noch Whatsapp.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass man sogar heute noch Menschen aus den Augen verlieren kann. Es sind noch Menschen in meiner Kontaktliste, die ich tatsächlich gerne mal wieder sprechen würde, aber nicht online sind, und auch sonst nirgendwo zu finden. 🙂

    Sie haben den Zahn der Zeit nicht erkannt, wurden erst durch Skype, und dann durch mobile Messenger, eigentlich hauptsächlich Whatsapp abgelöst. Schade eigentlich.

    Übrigens: Nachrichten wurden frühe im Klartext übertragen, ebenso wie die Login-Daten. Selbst Anfang der 0er-Jahre noch. Da hat sich im Bewusstsein also doch deutlich etwas geändert. Zwar ist Whatsapp nicht grundlegend besser, es gibt heute aber ein Interesse dafür.

  13. Letztes Jahr habe ich meinen Account dann endlich mal komplett gelöscht. Jahrelang nicht mehr benutzt gehabt und das schien bei den meisten der Fall gewesen zu sein. Dieses Horn beim Einloggen vermisse ich aber irgendwie bisschen. 😀

  14. Das ist ja echt ein Klassiker und Nostalgie pur wie einige schon schrieben! Trotzdem denke ich, dass auch icq – wie Skype, WhatsApp und Co.- einen Nachteil haben: Sie machen süchtig! WhatsApp süchtig heisst dann bald icq süchtig im Wechsel? http://www.freizeitcafe.info/whatsapp-sucht-und-beziehungsfrust-wege-und-mittel-aus-der-dauerbeschallung/

  15. Das hat mich glatt dazu bewegt ICQ mal wieder nutzen zu wollen. Vorwiegend zugegebenermaßen der Fakt, dass die Software jetzt Open Source ist. Vielleicht gibt’s ein Revival.

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