iCloud.com: Beta-Version bekommt neues Aussehen

iOS 13, macOS Catalina und Co. stehen vor der Tür und damit auch eine Menge neue Funktionen. Doch nicht immer arbeitet man am heimischen Rechner und kann auf Apple-Hardware zurückgreifen. Die einzige Möglichkeit, Apple-Funktionen wie die Notizen-App zu nutzen ist iCloud.com.

Die Webseite wurde von Apple seit vielen Jahren nicht aktualisiert, das Web-Interface ist ein Graus und vor allem die Mail-App nahezu unbenutzbar. Keine gescheite Suche und so weiter. Mit iOS 13 und macOS Catalina führt Apple jedoch die neue Erinnerungen-App ein, die bisher von iCloud.com gar nicht unterstützt wird. Apple ist also im Zugzwang und hat der Beta-Version der Webseite nun einen neuen Anstrich verpasst.

Wer nun Freudensprünge macht und ein komplett neues System erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Apple liefert alten Wein in neuen Schläuchen und hat lediglich die Home-Seite aktualisiert. Die Erinnerungen können nun zwar auch in der neuen Version benutzt werden, die Web-App unterstützt aber weder die Eingabe via NLP wie unter iOS noch kann man aktuell Termine oder ähnliches für die Erinnerungen anpassen. Kurzum: Rudimentär und aktuell unbenutzbar. So wie das jetzt aussieht, bezweifel ich, dass Apple das Ganze bis zum Release der neuen iPhones nutzbar machen kann. Aber ich lasse mich ja gern eines Besseren belehren.

Meiner Meinung nach verpasst Apple eine große Chance über Web-Apps die eigenen Dienste endlich plattformunabhängig anzubieten und das Ökosystem somit ein wenig zu öffnen. iMessage würde ich sofort auch im Web oder auf meinem Android-Device nutzen, wenn eine entsprechende Möglichkeit gegeben wäre. Mal schauen, was die nächsten Jahre bringen.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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10 Kommentare

  1. das verpennt Apple total.
    icloud ist langsam und nicht intuitiv.
    die sollten ein Gegenstück zur Gsuite anbieten – ich würde wecheln. Eigene Domain ist aber Pflicht.

  2. Ich arbeite im Büro täglich mit dem Web-Interface von der iCloud. Kalender, Erinnerungen und private Mails – was soll ich sagen, ich vermisse nichts und freue mich über das „schlanke“ Design. Wenn ich da an mein Büro-Outlook oder die Web-Oberfläche von Gmail denke – grrr, schauder …
    Keine Frage, deren Funktionsumfang ist Welten besser, aber ich vermisse ihn gar nicht!

    • Genau meine Meinung. Der Funktionsumfang muss nicht gross sein, er muss nur den Ansprüchen genügen.

      Und Google Docs ist einfach hässlich wie die Nacht. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum ein milliardenschweres Unternehmen nicht in der Lage ist, ein fähiges Designteam aufzubauen – siehe Drive, Fotos, Android … alles wirkt bei Google pfui. Es gibt nich einen einzigen schönen Dienst – wobei Maps vielleicht noch am besten aussieht.

      • Blacky Forest says:

        Im Ernst?!
        Ich arbeite mit den Google-Produkten und freue mich, dass ich mit wenigen Klicks zum Ziel komme. Das Design ist super. Funktional, nicht überladen.
        GMail im Browser wurde ja neu designed und mit weiteren Funktionen ausgestattet, das geht jetzt echt lange zum Laden, da würde ich lieber auf Design verzichten.
        Bei iCloud habe ich ständig Hänger und Wartezeiten und das Aussehen ist für meinen GEschmack noch viel schlechter.

        • geht mir genauso.
          gsuite ist super schnell und die Bedienung ist auch einfach. Apps kann ich ja auch nutzen.
          Mir gefällt aber die Clientunabhängigkeit.
          iCloud hakt immer – ist langsam. Der Export von Daten ist schrecklich.
          Ist vielleicht ein bisschen für privat ok – wenns mehr sein soll, dann reicht es nicht.
          Gsuite ist auch deutlich schneller als O365.

  3. Vielleicht „verpasst“ Apple da nix, sondern hält seinen Gartenzaun durchaus absichtlich hübsch intakt.

    • Eben. Apple hat schon immer native Apps bevorzugt und das zeigt sich auf iCloud.com deutlich. Wenn sie wollten, könnten sie das sicher besser machen, aber Web-Apps sind einfach nicht Apples Stil. kann man mögen, muss man natürlich nicht.

      • Die kostenlose iWork Suite mit Feature-Parität zwischen Web App und nativen Apps beweist das Gegenteil. Wenn es geht werden auch offene Standards wie CalDAV, CardDAV, etc eingesetzt.

  4. > iMessage würde ich sofort auch im Web oder auf meinem Android-Device nutzen, wenn eine entsprechende Möglichkeit gegeben wäre.

    https://www.apple.com/business/docs/site/iOS_Security_Guide.pdf

    Dritter Absatz auf Seite 60 warum das wohl so schnell nicht kommen wird.

  5. AnonymerPinguin says:

    Also ich finde iCloud so gut, wie es ist. Das reicht für Basis Funktionen und schnelle Sachen.
    Gut, Design könnten sie umstellen, aber das wars aber auch.
    Man braucht keine überladenen Seiten. Dafür kann man die Apps nutzen.

    iMessage wird vermutlich nie Android erreichen; gehört zu den Apps des Ökosystems, um die Leute bei Apple zu halten.

    Und an Leute, bei denen es angeblich hakt: Eventuell langsames Internet??? Auf iCloud hakt nix.

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