Huawei wird wohl 2021 seine Smartphone-Produktion stark einschränken

Aktuellen Berichten zufolge, werde Huawei seine Smartphone-Produktion 2021 deftig eindampfen. Demnach habe das chinesische Unternehmen seine Bestellungen bei Zulieferern um mehr als 60 % zusammengestrichen. Vermutlich hatte Huawei da aus zweierlei Gründen kaum eine Wahl.

Einerseits verbieten die US-Sanktionen Chip-Herstellern, die US-Technologien einsetzen, mit Huawei Handel zu treiben. Deswegen musste Huawei Prozessoren horten, die jedoch bald zur Neige gehen könnten. Und dann nutzen natürlich auch weitere Komponenten wenig. Andererseits sind auch die Absatzzahlen von Huawei in Europa eingebrochen. So sind viele Kunden abgeschreckt, weil Huawei den Play Store sowie die Google-Dienste nicht mehr verwenden kann. Die Chinesen behelfen sich da mit ihrer AppGallery und den Huawei Mobile Services, aber diese Notlösung überzeugt nach meinem Eindruck nur wenige Kunden.

2019 konnte Huawei noch ca. 240 Mio. Smartphones ausliefern. 2020 waren es 189 Mio. Geräte und in diesem Jahr sollen nur noch 70 bis 80 Mio. Einheiten verbleiben. Ein schwerer Schlag für das Unternehmen, das 2021 sicherlich am Scheideweg stehen wird, das das mobile Segment betrifft.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Chance nutzen! Denn weniger ist mehr. Huawei, es ist jetzt an der Zeit, die wenigen Geräte tatsächlich gut zu machen, zu öffnen und lange zu unterstützen. Die Hardware von Huawei ist klasse. Würde man es als Basis für z.B. LineageOS nutzen können, wären es die fast perfekten Geräte. Leider hat sich Huawei vor Jahren dafür entscheiden, die Bootloader nicht entsperrbar zu machen – warum auch immer.

    Sie könnten auch one-klick-upgrades anbieten, aber scheinbar wollen sie lieber zu Grunde gehen. Dann ist es eben so.

    • Ach Quatsch, mit der Lineage-OS-flasher-Zielgruppe lässt sich kein Geld verdienen.

      • Aber wenn man die Zielgruppe erweitert durch begleitete Installation, dann lässt sich damit Geld verdienen. Huawei verdient mit Hardware Verkauf.

    • LineageOS Support ist ganz nice um nach den offiziellen Ende sein Phone noch etwas am Leben zu halten. Bei einem neuen Smartphone und als Dailydriver ist es keine empfehlenswerte Lösung. Google könnte problemlos einen „Schalter“ umlegen und jedes nicht offizielle OS von seinen Diensten dauerhaft ausschließen. Für so teure Telefone wie die von Huawei will ich selbstverständlich sofort eine perfekte Lösung und nicht noch basteln müssen.

    • Mit den paar Nutzern die sich, auf eigenes Risiko noch dazu, irgendein zusammen gebasteltes Costum-ROM auf ihre Geräte flashen mit allen Nachteilen die damit einhergehen, lässt sich kein Geld verdienen.

      • Eine sehr zweifelhafte Aussage von jemandem, der sich OFFENSICHTLICH noch nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt hat.

        • Ich wage mal die Behauptung, dass ich in meinem Leben schon viel mehr Costum-ROMs auf diversen Geräten hatte als Du :). Habe das zeitweise schon fast als Hobby betrieben und alles geflasht was mir unter die Finger kam inkl. modifizierten „optimierten“ Kernels usw.

  2. Kniffel König says:

    Vielleicht ist der Endkunden-Markt auch gar nicht so interessant, wie Viele das glauben. Die Konkurrenz ist dort härter. Die Gewinnmargen sind auch nicht so der Knaller. Die Smartphone-Sparte wird vermutlich vor allem aus Prestigegründen überleben, aber da vor allem für Kunden in China.

  3. Huawei lebt als Honor weiter oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, nur weil Honor Huawei offiziell verkauft hat, das Huawei nicht mehr daran beteiligt ist und die Fäden nicht mehr im Hintergrund zieht? Heutzutage werden sehr viel Firmen als GmbH oder ähnlichen gegründet wo man am Ende gar nicht weis wer wirklich das sagen hat oder wem es wirklich gehört. Für Huawei war das ein cleverer Schachzug und wer weis was in wenigen Jahren ist, das lässt sich heute nicht vorhersagen.

  4. Xiaomi ist dank Trump auch schon auf der schwarzen Liste. Wenn die zu groß werden, wird auch alles verboten.

  5. Es ist ein Jammer, dass der orange Mann Huawei kaputt gemacht hat und Biden nicht die Eier hat, den Quatsch wieder rückgängig zu machen.

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