Huawei will durch Partnerschaften die US-Sanktionen umgehen

Huawei ist weiterhin von den US-Sanktionen getroffen und die Lage hat sich unter Präsident Biden eher verschärft als gebessert. Die Absatzzahlen außerhalb Chinas sind eingebrochen, da die Nutzer zögerlich sind, sich mobile Endgeräte ohne die Google-Dienste und den Play Store ins Haus zu holen. Zusätzlich wird es immer schwieriger für Huawei, noch an Komponenten zu gelangen. Nun habe Huawei sich laut Bloomberg einen neuen Kniff überlegt. Man wolle seine Smartphone-Designs an Partner lizenzieren.

Anvisiert sei offenbar seine Designs an ein staatliches Unternehmen zu lizenzieren, das die Smartphones dann vertreiben und auch Komponenten dafür einkaufen könnte. Xnova nennt sich der potenzielle Partner und verkauft in China bereits die nova-Smartphones von Huawei über seinen E-Shop. Auf dieser Kooperation könne man also eventuell aufbauen. Auch der chinesische Hersteller TD Tech Ltd. könnte sich Designs für Smartphones von Huawei sichern.

In beiden Fällen würden die Smartphones dann auch unter den jeweiligen Partner-Marken vertrieben werden, also eben nicht unter dem Namen Huawei. Für den westlichen Markt wäre das also wohl nicht hilfreich. Um der Sanktionen Herr zu werden, hatte man da etwa schon Honor abgestoßen, die deswegen aktuell frei von Sanktionen agieren. Offenbar sieht Huawei nur noch wenige Auswege, um sein Geschäft mit Privatkunden zu retten. Die Frage wäre aber, wie man dann in Europa vorgehen könnte. Denn hier werden die chinesischen Partner kaum einspringen können.

Entweder Huawei könnte sich dann auch hier lokale Partner suchen oder sich aus dem Markt zurückziehen. Weiterhin baut der Hersteller aus technischer Sicht tolle Geräte. Doch ohne Play Store und die Google-Dienste, fällt es schwer, die Endprodukte zu empfehlen.

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6 Kommentare

  1. Ich Trottel hatte das anfangs als Chance gesehen, und mir ein Huawei „ohne Google“ gekauft – beim iPhone komme ich ja auch ohne Google aus.
    Aber, ach…

    Das Problem für mich sind nicht die paar fehlenden Apps – damit kann ich leben, und was ich brauche war auch bei Huawei verfügbar.
    Aber anstatt auf diesen Moment der Freiheit zu setzen, macht es Huawei mit seinem Store noch schlimmer als Google; ich fühle mich sprichwörtlich bis auf die Po-Ritze durchleuchtet von den Chinesen; da ist Google ja beinahe ein Musterknabe dagegen. Übrigens hatte ich mir kürzlich das Samsung S7+ Tablet gekauft, und auch dort wird man massivst belästigt um sich nackig gegenüber den Koreanern zu machen.
    Das ist alles so pfui 🙁

    Das Huawei-Handy ist jetzt im Auto eingebaut, darauf läuft Blitzer.de. Gute Technik, aber für mehr ist es nicht zu gebrauchen, wenn an keine Wanze bei sich tragen will.

    Just my 2 ct

    • Was genau macht denn Huawei und Samsung so viel schlimmer als Google? Wenn ich den Store auf meinen Huawei Handy benutze fühle ich mich nicht mehr oder weniger durchleuchtet als wenn ich den von Google benutze. Oder sollte ich das?

  2. Können sie nicht einfach den bootloader bei ihren Huawei Handys frei geben , dann gibt es eine global rom bzuw custom roms auf denen dann wieder alles verfügbar ist .
    Laptops werden doch auch ohne betriebsystem verkauft und dann kann jeder das installieren was er möchte linux, windows usw …

    Es wäre soooo einfach den ban zu umgehen und Huwai zu retten oder übersehe ich da etwas `?

  3. Ich würde mir auch gerne wieder ein Huawei aufgrund der sehr guten Hardware zulegen. Leider ist diese mit der versemmelten Software kaum nutzbar. Das war schon beim Mate 10 Pro so..Sehr gute Cam, tolle Akku Laufzeit, aber alles drum herum zum schreien 🙁

  4. Da sieht man was ein Handelskrieg den VerbraucherInnen bringt: Frust, hohe Preise,Unsicherheiten. Dieses ganze menschenrechtsgeschwätz der USA und teilweise auch in willfähriger Hörigkeit der EU gegenüber china ist eben nur Geschwätz. Dient einzig der marktabschottung um eigene , nicht immer konkurrenzfäige produkte im Markt zu halten. Sowas sollte eigentlich geächtet und verboten werden. leidtragende sind letzlich wir alle. Denn wenn sich dieses Großmannsgehabe der USA weiter so ausbreitet wird es bald keinen freien Welthandel mehr geben sondern nur noch mit Geschwurbel gerechtfertigten Protktionismus. Wetten, irgendwann kommt dann die EU, Greta oder die USA auf die Idee, von dhinesischen oder indischen Firmen nichts mehr importieren zu lassen und sie nicht mehr mit Teilen zu beliefern, weil sie noch Kohle verheizen? Eine neue pseudo-Rechtfertigung für einen nicht zu rechfertigenden Handelskrieg mit Ländern die nun mal preiswerter und zum Teil auch besser produzieren als USA oder EU. Hoffe solche handelkrieg-Treiber werden irgendwann von mündigen VerbraucherInnen abgewählt und der liberale Grundgedanke wird wieder zum Treiber eines prosperierenden Welthandels.

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