Honor gerät ins Visier: Könnte in den USA auf der schwarzen Liste landen

Der chinesische Hersteller Huawei hat sein ehemaliges Tochterunternehmen Huawei vor allem aus einem Grund abgespalten: Damit Honor unbehelligt von den US-Sanktionen, welche den Mutterkonzern betreffen, handeln kann. Offenbar stört man sich daran in den USA: 14 Republikaner aus dem Bereich der Gesetzgebung sind an das Handelsministerium herangetreten. Sie fordern, dass auch Honor auf der schwarzen Liste der US-Regierung lande.

Reuters berichtet, dass die Gruppe der Mitarbeiter der Legislative monieren, dass Honor von Huawei gezielt ausgegliedert worden sei, um die US-Handelsbeschränkungen zu umgehen. Das widerspreche aber dem Sinn der Maßnahmen, welche US-Technologien von Unternehmen fernhalten sollen, die direkte Beziehungen zur Kommunistischen Partei Chinas unterhielten.

So sei auch Honor vom Staat gestützt und der Schachzug Huaweis sollte berücksichtigt werden: Auch Honor müsse auf der schwarzen Liste landen, um den vorgenommenen Kniff auszuhebeln. Ein Sprecher des US-Handelsministeriums wiederum gab an, dass man stets neue Informationen prüfe, um Entity-Liste der US-Regierung zu überarbeiten. Mehr ins Detail gehen wollte man dann aber aktuell nicht.

Da muss man also nun abwarten, ob es Folgen geben wird, oder die Bestrebungen der US-Politiker aus dem legislativen Bereich möglicherweise verpuffen.

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19 Kommentare

  1. Und wann führen wir endlich Sanktionen gegen die USA, den größten Verbrechern auf der Erde? So kann man auch unliebsame Konkurrenz ausschalten, nur legt sich der Ami mit dem falschen an.

    • Dann führe du mal Sanktionen gegen die USA. Würde so ein Bann wie bei Huawei ein Land wie Deutschöand treffen, haben wir absolut GAR NICHTS mehr. Wir sind von den amerikanischen Technologien dermaßen abhängig, dass wir ohne sie in der Steinzeit landen würden. Kein Google, kein Microsoft, kein Apple, kein Intel, kein AMD, kein Qualcomm, kein NVIDIA, nothing.

    • Wie Pispers einst sinngemäß sagte, du musst mit den Amerikanern Geschäfte machen, denn sie haben eine Armee und kommen sich das sonst holen was sie wollen.

    • Die USA sind eine/die Weltmacht, die beherrschen auch uns. Dagegen kann man derzeit überhaupt nichts machen. Mann kann nur schauen das man keinen Stress mit denen bekommt. Ich bin mal gespannt wann Xiaomi wieder auf der Liste landet. Alles was zu mächtig wird muss anscheinend gebannt werden.

  2. Mich wundert, dass es so lange gedauert hat. Denn ob man den Amis nun zustimmt oder nicht: Der Case gegen Honor ist viel einfacher als der gegen Huawei selbst. Der Gesellschafter von Honor gehört schließlich zu knapp 99% dem chinesischen Staat – wie auch jeder ganz einfach im chinesischen Unternehmensregister nachlesen kann.

  3. War wohl nur eine Frage der Zeit. Warum hat das die Trump-Administration eigentlich nicht bemerkt?
    BTW: Welches ist eigentlich das momentane Flagsschiff bei Honor und (noch) vergleichbar mit einem P40 oder P50 (vor allem wegen der Kamera)?

  4. Fehlt noch
    Huawei. …
    ZTE. …
    Lenovo. …
    OnePlus. …
    Xiaomi. …
    Oppo and Vivo. …
    RealMe. …
    Meizu.

  5. Wolfgang D. says:

    Wundert mich nicht wirklich, dass Honor jetzt fällig ist.
    Und es Ist sogar alles richtig, was die Senatoren als Sperrgrund anführen. Wobei es hier eher um die Sanktionenumgehung durch Ausgründung geht, und bei Huawei lag es am möglichen Zugriff auf die Mobilstrukturen der USA.

    • Und genau hier liegt doch der Grund, da mit Honor die entsprechende Handysparte ausgegliedert würde, nicht der Bereich für Funk- und Internet-Hardware. Warum dann also Honor auch bestrafen?

  6. Fände ich falsch. Oder was stellt Honor her? Doch nur diese Android-Gurken, die in den USA kaum jemand kaufen will. Aber keine wirklich wichtigen Geräte für die Netzwerk-Infrastruktur. Daß Huawei die Sparte ausgegliedert hat, weil sie als Gefahr gesehen werden – nicht nur in den Staaten, sondern auch in anderen Ländern – ist offensichtlich.

  7. ChiemseeLover says:

    Und wer setzt die U.S.A. auf die Schwarze Liste?

  8. Chankoeado says:

    Falls das wirklich so kommt, frage ich mich, wie lange sich das China gefallen lassen wird.

    Zumal die USA bis jetzt keinen EINZIGEN Beweis für ihr Vorwürfe gegenüber Huawei dargelegt haben.

    Viele US Konzerne (und westliche Konzerne) machen mittlerweile einen Großteil ihres Umsatzes in China. Irgendwann wird China auch der Geduldsfaden reißen, und sie werden US Konzerne aus China rausschmeißen; oder mit empfindlichen Sanktionen belegen.

    Auch Xiaomi stand ja schon im Fadenkreuz der US Behörden; wobei ein US Gericht die Sanktionen (andere als gegen Huawei) dann wegen Gesetzesbruch als unzulässig zurückgezogen hat.

    Und ja: die USA sind da durchaus verwundbar!

    Microsoft, Tesla, Apple, Steam, McDonalds, Pepsi und co: all diese Konzerne machen in China einen Megaumsatz

    Apple hat etwa letztes Jahr 274,5 Milliarden US-Dollar gesamt Umsatz eingefahren: davon 80 Milliarden Dollar in China.

    Tesla wies letztes Jahr 20 Milliarden Dollar Umsatz auf: davon 7 Milliarden in China

    Die Meistgenutzte Sprache bei Steam ist mittlerweile Chinesisch.

    Bei Hollywoodblockbustern wie den Marvel Filmen machen Disney und co in China mehr Umsatz als in Europa.

    • Seit wann brauchen die USA Beweise? China ist auch sehr abhängig von den USA sonnt hätten die längst etwas dagegen getan. Huawei ist ohne US Firmen und deren Produkte Tod.

  9. Früher war angeblich die UdsSR der „Hort des Bösen“, dann die islamistischen Länder , nun china. man muß chinas (Innen-)Politik nicht mögen. Aber dafür kann kein Smartphone, kein Pc etwas auf dem ein bestimmter Markenname steht und dessen Konponenten in einem Land zusammengesetzt oder gefertigt werden. Ich halte diese ganzen „gutmenschen“-begründeten Sanktionen für fraglich. Sogar das sog. „Lieferkettengesetz“ ist m. E. nicht unproblematisch. Ja, es ist richtig keine Artikel zu importieren, die giftige oder sonst schädliche Stoffe enthalten, den TÜV- VDE -oder was auch immer Sicherheitsbestimmungen in Deutschland /Europa nicht entsprechen. Deckel drauf ist richtig. Aber weer gibt uns eigentlich das mandat darüber zu befinden wie angemessene Arbeitsbedingungen in anderen Ländern aussehen? Wenn die gesetze im Land x zulassen daß es dort eine 7-Tage-Woche gibt und nur 2 Wochen Jahresurlaub , ist das für die arbeitenden menschen dort bedauerlich. Aber wer gibt uns das Recht unsere Standards auf diese Länder zu überwälzen siehe Lieferkettengesetz? An toitschem Wesen sprich Standards soll wieder die Welt genesen ? Was würden wir denn sagen wenn ein land wie China sagt : na Eure sozialstandards wie urlaubstage, Lohnfortzahlung, 5-Tage-Woche sind doch völlig überzogen , baut das mal auf internationale Mindeststandards ab , sonst machen wir keinen handel mehr mit Euch, ihr „verderbt“ uns ja die Konditionen. Fänden wir diese Form der einmischung gut? Solche Forderungen gab es ja sogar von inländischen Politikern „von Asien lernen“ hieß es da und sollte den Abbau von sozialstandards hier begründen. Versteeht mich nicht falsch: ich halte diese Arbeitsbedingungen in china und Co. nicht für erhaltenswert. Aber das zu ändern ist Sache der menschen dort. Nicht unsere denn wir haben dafür kein mandat per handelsrecht in andere Länder hineinzuregieren.

  10. Eine logische Folge, für mich völlig richtig und nachvollziehbar, aus Sicht der Vereinigten Staaten.

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