Happy Birthday zum 40. Geburtstag, Microsoft!

Was damals als Vision anfing, auf jedem Schreibtisch einen PC und einen Monitor zu platzieren, ist heute eins der größten Unternehmen der Welt: Microsoft feiert aktuell seinen 40. Geburtstag. Damals von Bill Gates und Paul Allen aus der Wiege gehoben, hat Microsoft über all die Jahre Standards gesetzt, viel Neues und Innovatives auf den Weg gebracht, sich aber auch mehr als einmal die Finger verbrannt.

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Bill Gates hat in einer Mail an die Mitarbeiter des Unternehmens gestern einmal Stellung bezogen, Lob ausgesprochen und seinen Blick auf die Geschichte von Microsoft gerichtet, aber auch den Weg ins Morgen skizziert:

„Tomorrow is a special day: Microsoft’s 40th anniversary. Early on, Paul Allen and I set the goal of a computer on every desk and in every home. It was a bold idea and a lot of people thought we were out of our minds to imagine it was possible. It is amazing to think about how far computing has come since then, and we can all be proud of the role Microsoft played in that revolution.“ (den vollständigen Brief gibt es u.a. bei The Verge).

Blicke ich heute zurück, muss ich mich fragen: Wie wäre meine IT-Geschichte ohne MS-DOS, Windows 3.1, den Pioniergeist von Windows 95 oder den Ärger über Windows 98 und ME gewesen? Hätte ich mich jemals intensiver mit Linux beschäftigt oder wäre Ende der 90er auf den Apple-Zug aufgesprungen, teils aus Interesse, teils auf der Suche nach Alternativen? Was wäre die Welt gewesen ohne einen stets polarisierenden Steve Ballmer und seine energischen (manche sagen „peinlichen“) Auftritte? Wir wären alle um die eine oder andere Träne (geweint wie gelacht) und die daraus resultierenden Erfahrungen ärmer. Bestimmt!

Heute sehe ich das alles viel lockerer – jedes System hat seine Daseinsberechtigung und der User die Qual der Wahl – auch Microsoft ist Licht und Schatten so wie jede andere große Firma auf dieser Welt, aber die Weichen für eine Zukunft mit interessanten Optionen wie Windows 10, Cortana oder Services wie Office 365 und insbesondere Azure, die wieder richtungsweisend sein werden bzw. es bereits sind, sind gestellt.

In diesem Sinne – und um einen der berühmtesten Werbesprüche Microsofts in das 21. Jahrhundert zu portieren – freue ich mich auf eine Zukunft, in der Microsoft nicht nur der böse Platzhirsch von einst, sondern der Innovator ist, der auch jenseits von Windows mit seiner Software die User erreicht und stelle die gute, alte Frage: Where do you want to go today?

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

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21 Kommentare

  1. Du sprichst mir aus der Seele!

  2. Richtungsweisend könnte die Aussage sein, daß in einer Zukunft Windows OpenSource werden könnte. Das wäre was.
    Was war bzw. ist eigentlich an Office 365 eine interessante Option? Außer für Firmeninhaber und Aktionäre, die mit kontinuierlichem Geldfluß kalkulieren können meine ich. Jetzt bitte nicht sagen, man sei damit immer auf dem aktuellen Stand, denn auch wenn eine SW nicht fehlerfrei sein kann, muß der Hersteller dafür mit Patches sorgen möglichst nah ranzugelangen.

  3. @Fraggle wenn man ganz genau rechnet, lohnt sich office 365 gegenüber der „offline“ Programme preislich deutlich. Da die Lizenzen für einen einzeln Platz deutlich höher ist als 365 mit reinen Windows oder gar OSX und Linux.

  4. @Spaiky: Danke für die Blumen und frohe Ostern 🙂 !

    @Fraggle: Die Namensgebung ist immer noch verwirrend – Software as a Service gab es ja schon vor Office 365, aber bevor das Abomodell in Sachen Office-Lizenzen unter dem Namen publik gemacht wurde, stand das schon für Exchange Online, Sharepoint Online etc. – das meinte ich primär. Ob für den Otto-Normaluser die Office-Lizenz günstig vermietet anstatt verkauft werden soll, sehe ich relativ kritisch – Software Assurance ist (wie bei den Volumenlizenzen) zwar schön, deckt aber weniger die Patches ab (die sollten in der Tat obligatorisch sein und sind sie IMHO auch), sondern vielmehr die Möglichkeit, bei vorhandener Wartung auch kostenlos auf die neueste Version upgraden zu können. Ist leider an der Stelle oft noch undurchsichtig, zumal Office 365 momentan in den Köpfen eher für Office zur Miete platziert wurde. Hier sollte man mal ein wenig optimieren 🙂 !

  5. @WirsindBorussia
    Es gibt Anwendungsfälle in denen es sich lohnen kann. Für den „normalen“ Office Anwender Zuhause der sein Word und Excel auf dem PC haben möchte macht es allerdings absolut keinen Sinn Software zu mieten, erst Recht keine Office weil er dabei ordentlich drauf zahlt.
    Office wird im Privatkundenumfeld gut und gerne mal 10 Jahre die gleiche Version eingesetzt, ein Update erfolgt dort in der Regel erst wenn der Anwender durch äußere Umstände dazu gezwungen wird und nahezu nie freiwillig weil er das „neuste Office haben will“. Wozu auch? Für 99,9% der Privatanwender würde es heute noch locker ein über 10 Jahre Office 2003 oder sogar ein Office 2000 tun, wenn diese denn noch auf aktuellen Betriebssystemen laufen würden.
    Die Home Variante kostet regulär 99 Euro pro Jahr. Im Angebot knapp 70 Euro Straßenpreis bei diversen Händlern. Das Macht knapp 1.000 Euro für ein Office Programm in 10 Jahren Nutzung, oder immer noch 700 Euro unter der Annahme, dass es die vergünstigten Angebotspreise auch weiterhin geben wird. Dem gegenüber steht ein einmaliger Kaufpreis für das aktuelle Office von 105 Euro bzw. 185 Euro wenn man unbedingt noch Outlook haben möchte.

  6. Herr Hauser says:

    „den Ärger über Windows 98 und ME gewesen“

    Also Windows 98 SE war doch super. Besser als der Nachfolger ME.

  7. 5+ Kommentare und in über der Hälfte wird rumgemeckert ^^ … Man sollte sich mal die Kommentare vorstellen die bei einem Jubliäum von Apple hier fallen würden.

    Happy Birthday Microsoft und hoffentlich auf die nächsten 40 Jahre 😉

  8. General Failure says:

    @Oliver, heutzutage ist es auch einfacher, das Thema entspannter zu sehen. Apple und Google bieten Alternativen zu Microsoft und Linux ist gereift. Außer Bequemlichkeit gibt es heute keinen Grund mehr, an Microsoft kleben zu bleiben – zumindest für Privatanwender. Das war vor 10-20 Jahren völlig anders. Der Elefant Microsoft hat fröhlich im Porzellanladen getobt, Innovationen abgewürgt und Wettbewerb verhindert – und dabei wiederholt und ausdauernd Recht gebrochen. Die Monopolstellung wurde über Jahre hinweg ausgenutzt und jeder konnte es sehen. Nebenbei hat aber gerade die Microsoftsche Behäbigkeit und Blindheit es anderen Ideen ermöglicht, zu reifen. Die Welt hat sich sozusagen um Microsoft herum weiter gedreht und die Revolution der Webservices wäre mit MS sicher nicht in dem Umfang möglich gewesen, wie wir sie heute kennen. Das hat die Abhängigkeit von der Betriebssystemumgebung entscheidend gesenkt.

    Das gilt aber leider nur für private Anwender. Unternehmen sehen sich nach wie vor in einer hohen Abhängigkeit, die durch ein unglaubliches Lizenzmodell und viel Lobbyarbeit aufrecht erhalten wird.

    Ich persönlich schaue nicht wehmütig auf die alten Zeiten zurück, sondern erinnere mich auch an den Schaden, den diese Monokultur angerichtet hat. Eventuell ändert es sich nun, allerdings weht ihnen nun auch der Wind etwas stärker ins Gesicht. MS muss sich mittlerweile gegen Konkurrenten behaupten. Zum 50jährigen werden wir wissen, wie das geklappt hat.

  9. @Herr Hauser – Windows 98 war in allen Kreisen, die ich so gekannt habe (dienstlich wie privat) okay, Windows 98 SE war definitiv instabiler und ME ein Desaster. Wie gesagt, die Sicht ist zwar teilweise subjektiv, deckt sich aber auch mit denen vieler Weggefährten über die Jahre. Besser als ME war es aber allemale, da hast Du Recht 😉 !

  10. @DanielF: Da ich zu 50% jeweils ein (Sonnen-)Brillenglas vom einem als auch vom anderen aufhabe, würde das Feedback nicht anders aussehen. Bisher ist es aber weniger schlimm als erwartet, aber Apple wie Microsoft polarisieren halt 🙂 !

  11. Also ich find das aktuelle Office365 super: da ich Office beruflich sehr intensiv nutze, muss und will ich privat auch immer relativ aktuell sein. Darüberhinaus: Konten/Installationen für Familienangehörige inklusive, mobile Versionen/Installationen inklusive, ein terabyte Cloud inklusive (mein backup-plan ist *deutlich* günstiger geworden): also Happy Birthday und frohe Ostern!

  12. General Failure: Wahre Worte, wenn ich da mal so an die Netscape-Geschichte denke oder an die Verteilung/Integration des IE und des Media Players. Bedenkt man, dass das US-Kartellamt damals kurz davor war, Microsoft zu zerschlagen, kann man heute nur sagen: Sie haben sich definitiv zum Positiven geändert. Fakt ist aber: Das Monopol wurde in den Jahren davor wirklich gut ausgenutzt, nur gibt es einige Bereiche, wo MS einfach kein Bein auf den Boden bekommen hat – Beispiel Google.

    Ob die Alternativen im Unternehmensumfeld da sind, weiß ich nicht so recht – ich wäre auch ein Freund heterogener Umgebungen und freue mich über jede Software, die webbasiert und damit betriebssystemunabhängig läuft. Im Moment ist es aber das Höchste der Gefühle, zu wissen, das die Anwendungen, mit denen ich vorzugsweise arbeite, auf Apple- und Microsoft-Basis funktionieren. Linux setze ich im Bereich Proxy- und Webserver immer noch vorzugsweise ein, finde aber, das man durch die Fragmentierung der Community aber die Chance verpaßt hat, auf den Desktop zu kommen – aber das ist ein anderes Thema 😉 !

    Du hast Recht – in zehn Jahren wird man sehen, wohin die Reise gegangen ist, aber die Mitbewerber treiben jeden der Großen in weitere, hoffentlich innovative Prozesse – es geht halt nur alles schneller als „früher“, aber ich freue mich darauf – auch wenn ich in Wehmut versunken an meinen ersten 386 DX 25 mit 4 MB RAM und MS-DOS 5.0 zurückdenke… 🙂 !

  13. elknipso – solange alle die Wahl haben, das Office zu wählen, das sie brauchen auf dem Weg, den sie wünschen, ist alles in Ordnung 🙂 ! Ich für meinen Teil kenne viele, denen auch im Firmenumfeld die Volumenlizenzierung (Software Assurance hin oder her) zu teuer ist, da tut es dann auch für 189 EUR die Office 2013 Home and Business-OEM-Lizenz, weil halt auch Outlook drin ist und man eh neue Hardware kauft. Für mich persönlich finde ich – zumindest im SMB- und Home-Bereich – das Mietmodell interessanter, wobei immer die Frage ist: Möchte ich nur immer das aktuelle Produkt haben, weil ich es haben muß oder weil ich einen Mehrwert darin sehe? Auf die Jahre hochgerechnet kommt ein Mietmodell natürlich deutlich teurer als die Kaufvariante, aber die Entscheidung muß ein jeder für sich treffen 😉 !

  14. Steve Baller peinlich? Niemals!

    http://www.youtube.com/watch?v=tGvHNNOLnCk

    Was bin ich froh dass die späten 90er und frühen 2000er vorbei sind. Die Ironie dabei ist dass Microsoft selbst mitgeholfen hat dass andere ihren Platz einnehmen.

  15. Herr Hauser says:

    @ Oliver Pifferi

    Windows 98 SE lief bei mir, lief sogar noch einige Jahre mehr, wo es dann sogar bereits Windows XP gab.

  16. @Herr Hauser – meine Erfahrungen müssen ja nicht zwingend mit Deinen übereinstimmen, ich für meinen Teil war aber sowohl privat als auch kundenseitig froh, Windows 98 SE „Adieu“ sagen zu dürfen! Und das es lief, habe ich nie bestritten – nur das „Wie“ hat mir nicht immer zugesagt 🙂 !

  17. @Kalle – iwo:https://www.youtube.com/watch?v=wvsboPUjrGc

    Oder auch legendär: https://www.youtube.com/watch?v=8To-6VIJZRE… !

    Deinen kannte ich aber auch noch nicht! Oh mein Gott… 🙂 !

  18. @Kalle – den kannte ich noch nicht – oh mein Gott…

    Hätte da nur zwei legendäre andere Beispiele für den Wahn des Steve B. anzubringen: https://www.youtube.com/watch?v=wvsboPUjrGc oder https://www.youtube.com/watch?v=8To-6VIJZRE 🙂 !

    Ja, irgendwas fehlt ohne ihn… oder auch nicht 😉 !

  19. @Kalle – den kannte ich noch nicht – oh mein Gott…

    Hätte da nur ein legendäres anderes Beispiel für den Wahn des Steve B. anzubringen: https://www.youtube.com/watch?v=wvsboPUjrGc 🙂 !

    Ja, irgendwas fehlt ohne ihn… oder auch nicht 😉 !

  20. @Oliver
    Ich denke er nimmt sich selbst etwas auf die Schippe. Ist zwar peinlich aber auch unterhaltend.

    Sieht so aus als ob Autorenkommentare auch von Akismet geschluckt werden. Ich frage mich nur war Caschy die alle durchwinkt…

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