Grüne fordern Pfand auf Smartphones und Tablets

Bei den meisten von euch wird ein Smartphone der tägliche Begleiter zur Informationsgewinnung, Kommunikation und Co. sein. Bei unserer Umfrage im September 2019 konnten wir uns ein Bild darüber machen, wie oft das Smartphone in eurer Tasche erneuert wird. Der Großteil nutzt das Gerät drei Jahre oder länger. Je nachdem, ob mal ein Angebot für das nächste begehrte Modell im Netz umherschwirrt, wird der eine oder andere dann vielleicht doch mal eher zuschlagen. Was passiert mit dem Altgerät? Höchstwahrscheinlich wird es verkauft, in einem Trade-In-Programm verwendet oder geht in den Müll, wo es vielleicht nicht immer ordnungsgemäß recycelt wird. Elektroschrott ist ein großes Problem – nicht nur in Deutschland – doch hierzulande verfehlten wir die von der EU vorgeschriebene Sammelquote von 65 Prozent um ganze 20 Prozent.

Elektro-Händler sind heute schon zur Rücknahme von Altgeräten verpflichtet aber nur dann, wenn die Ladenfläche größer als 400 Quadratmeter groß ist. Daher nimmt nicht jeder Händler alte Smartphones auch zurück und vielleicht landet dann doch das eine oder andere Telefon im Restmüll. Die Fraktion der Grünen hat sich nun etwas überlegt und dem Bundestag einen Antrag vorgelegt. Man möchte, dass auch Discounter zur Rücknahme verpflichtet werden und Online-Händler offensiver über die seit 2016 bestehende Rücknahme-Pflicht informieren sollen. Weiterhin möchte man das Ganze mit einem Anreiz hinterlegen – ein Pfandsystem für Smartphones und Tablets soll her. 25 Euro soll dieser betragen und bei Rückgabe des Gerätes ausbezahlt werden.

Neben diesen Maßnahmen gehören noch weitere – wie unter anderem Richtlinien zu Austauschbarkeit von Komponenten wie dem Akku oder Nutzung von giftigen Substanzen – zu dem Paket, das die Grünen geschnürt haben. Bleibt abzuwarten, inwiefern das Ganze Erfolg haben wird.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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61 Kommentare

  1. Totaler Quatsch, so effektiv wie das Pfand für Autobatterien.
    Online gekaufte Batterien sind inklusive Pfand und Versand trotzdem günstiger als im stationären Handel ohen Pfand.
    Ergo, kein Anreiz zur Rückgabe.

    • Wenn Du die Batterie dann aber trotzdem zurückbringst, bekommst Du doch Pfand und sie wird nochmal günstiger. Bringt das nichts? So ganz verstehe ich das nicht.

      • Das ist theoretisch richtig, aber bei 12,5€ Pfand auf eine Autobatterie ist das im Online-Geschäft dennoch oft üblich, sich das hin und Hersenden der Batterie zu sparen. Ich habe meine letzte Batterie auch ungefragt vor dem Eingang eines Autohauses abgestellt in der Hoffnung, dass die wissen, was man damit macht, weil die Rücksendung unverhältnismäßig gewesen wäre.

        • Das liegt dann aber nicht am Pfand selbst, sondern an den Modalitäten – muss da derselbe Händler die Batterie zurücknehmen? Wenn jeder, der Batterien / Smartphones verkauft, auch jegliche Batterien / Smartphones zurücknehmen und das Pfand bar ausbezahlen muss, sollte das doch flutschen, oder?

          • So siehts aus, bei der Autobatterie gibt dir nur der Händler wo du die neue gekauft hast das Pfand zurück. Und ich kann mir nicht vorstellen dass es bei Smartphones anders sein wird.
            Gut, ein Smartphone kann man unproblematischer zurück schicken als eine Autobatterie.

          • Das funktioniert aber quasi nirgends, Autobatterie nicht, Gaszylinder für Sprudler oder Sahne-Sprüher nicht, eigentlich geht das nur bei Getränkeflaschen und Butan / Propan Gasflaschen des selben Systems.

            Aber klar: Wenn es so wäre wäre der Vorschlag, Pfand auf Elektroschrott einzuführen, eine Überlegung wert. Und für 25€ würden sich die meisten doppelt überlegen, ob es lohnt, das Gerät im Hausmüll zu entsorgen.

        • „ich habe meine letzte Batterie auch ungefragt vor dem Eingang eines Autohauses abgestellt…“

          Na, da hast du deinem Nick ja alle Ehre gemacht.

        • Matthias___ says:

          Bei Amazon gibt man die Batterie beim örtlichen Recyclinghof ab, bekommt ne Quittung über die Abgabe und lädt diese bei Amazon hoch. Pfand wird sofort erstattet. Da wird nix durch die Gegend gesendet und war ne saubere Sache. Immer wieder

    • nachdenklich says:

      Gehen wir den – sicherlich zutreffenden – Gedankengang mal ganz unvoreingenommen einige Schritte weiter: Wie soll Deutschland in fünf, zehn Jahren aussehen ? 90 % aller Waren, die NICHT dem täglichen Bedarf zuzurechnen sind, kommen per Versand aus Ländern tausende von Kilometern weg.
      Problemfeld 1: Womit sollen künftig in Deutschland noch Löhne und Gehälter verdient werden, wenn Produktion und Handel weitgehend weggebrochen sein werden ?
      Problemfeld 2: Die Produktion in China läuft unter erbärmlichen Umweltstandards und Arbeitsschutzregelungen. Der Transport nach Deutschland, aber auch die Logistik innerhalb Deutschlands ist Raubbau an der Umwelt. Außerdem machen wir uns in vielen Branchen total abhängig vom Ausland (siehe nur Arzneimittel, die mittlerweile in D Mangelware sind !)

      Fazit: Nicht die Idee ist das Problem, sondern die Entwicklung unserer Gesellschaft …

      • Nunja überleg mal was unsere Wirtschaft leisten kann. Wir haben nicht die Möglichkeit selbst herzustellen aufgrund fehlender Ressource. Und wie willst du 83 Mio Menschen mit Arbeitsplätzen versorgen?

        Im Moment ist das einzige was wir können „veredeln“ mit know how. Heißt Produkte importieren, Endmontage, Forschung etc hier und dann wieder verkaufen ins Ausland. Als Exportland sind wir nunmal anhängig vom Ausland.

        Wir haben weder die Flächen noch die Ressourcen ein Selbstversorgerland zu sein. Das geht bei den USA, China und Russland womöglich gut. Skandinavische Länder sind auch abhängig von der Landwirtschaft anderer Länder. So simpel wie „alles made in Germany“ und wir haben keine Probleme ist es nicht. Dazu ist alles zu verflochten.

        • nachdenklich says:

          @ Horst 10:56: JA, es gibt Bereiche, in denen wir in Deutschland sicher NICHT Selbstversorger sein können. Exotische Früchte wachsen hier nicht in den gewünschten Mengen. Aber abgesehen davon laufen wir seit Jahren in eine fatale Falle … wir können nicht vom „Veredeln“ alleine leben, zumal „Made in Germany“ auch nicht mehr uneingeschränkt ein Qualitätssiegel ist. OK, es gibt noch Branchen, die glücklicherweise vom Export leben können, aber viel zu viele Branchen haben wir bereits verloren – entweder durch politische Fehlentscheidungen (Beispiel: Arzneimittel) oder durch Fehlentscheidungen von Firmen (schwere Managementfehler) und/oder Arbeitnehmern (work-liefe-balance / Gewerkschaften). Und leider sind auch viele Konsumenten einfach nur blöd, indem sie den „Verflechtungen“ aktiv Vorschub leisten, wo es nicht einmal nötig wäre: Brauche ich Äpfel aus Neuseeland, wenn das Obst aus dem Alten Land das Gleiche kostet ? Muss ich ein Buch beim (keine Steuern zahlenden !) Großkonzern bestellen, wenn der Buchhändler nebenan keinen Cent teurer ist und auch kostenlos ins Haus liefert ?
          Wovon sollen denn 83 Millionen Menschen leben, wenn nicht von ARBEIT ? Die Hängematte vergangener Jahre ist zunehmend ausgeleiert, und die Landung wird hart werden, wenn „wir“ nicht umdenken.
          Um den Bogen zu den Grünen zurück zu schlagen … die machen leider sehr viele Denkfehler … aber hier muss ich ihnen ausnahmsweise mal zumindest im Grundsatz Recht geben, auch wenn die Details nicht so einfach sein werden wie es sich die Grünen vorstellen.

  2. Totaler Schwachsinn, mehr muss man dau nicht sagen.

    • Doch, muss man: Argumente wären nämlich noch interessant.
      Für das Pfand spricht beispielsweise: Das Einwegpfand hat dafür gesorgt, dass 95% aller PET-Flaschen recycled werden. https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/plastik-nuetzlich-und-schaedlich
      Was ist Dein inhaltliches Argument dagegen?

      • Smartphones sind keine PET Flaschen und ein 25€ Anteil an einem 1.000€ Smartphone ist verschwindend gering (2,5%). Der Anreiz ist nicht wirklich gegeben, dass sich an der Rückgabelust etwas ändert. Es müssten erst mal mehr Rückgabestellen eingerichtet werden, die Smartphones annehmen zur Entsorgung und dann kann man schauen, wie sich das Verhalten der Konsumenten ändert, bevor man sie mit einem 25€ Strafgeld versieht.

        • es kommt aber für den Verbraucher nicht auf den relativen Anteil des Betrags, sondern um die absolute Menge (25€) an. 25€ sind hoffentlich nicht nur für mich ein Grund, beim nächsten Gang in die Stadt ein Handy abzugeben ^^

          • Wie unten geschrieben von anderen Kommentatoren (@Florian P. / @Kinzie) verkaufst du doch eher dein Telefon als das du es abgibst. Heißt du wirst die 25€ in der Form nicht wieder sehen. Es bleibt Strafgeld.

      • Ich habe noch nie ein Smartphone weggeworfen, ich habe es immer verkauft. Die Bürokratie hierfür wäre völlig unsinnig. Für mich also absoluter Schwachsinn. Sinnvoller wäre eine Rücknahme des Handels, ähnlich wie bei Motoröl etc.

      • Fritz Mukula says:

        Äpfel und Birnen. Im Gegensatz zu leeren Plastikflaschen habe ich bisher noch kein einziges Smartphone irgendwo am Strassenrand liegen sehen. Die Entsorgung von Elektroschrott ist bereits geregelt und jeder zivilisierte Mensch hält sich auch dran und gibt seine Altgeräte bei einem Werstsoffhof ab. Unsinniger Blödsinn einer Partei, die aktuell einzig wegen Alternativlosigkeit ihren Höhenflug hat.

        • nachdenklich says:

          @ Fritz Mukula 11:18: Du machst mehrere fatale Denkfehler ! Du unterstellst, dass Du von „zivilisierten“ Menschen umgeben bist und schlussfolgerst aus der Tatsache, dass Du noch kein Smartphone am Straßenrand liegen sahst, dass alle Altgeräte beim Wertstoffhof abgegeben werden. Es ist wie mit der Umfrage, die im Artikel zitiert wird: Nur, weil die Leser dieses Blogs ihre Wischbretter drei und mehr Jahre nutzen, darf man das nicht auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen. Die Deppen, die jedes Jahr ein neues Smartphone brauchen, haben nicht Caschy abonniert 😉
          So, Sarkasmus beiseite: Auch ich ärgere mich über den Höhenflug einer Partei, die eigentlich NICHTS Substanzielles vorbringt, sondern die Bevölkerung gängeln will wie keine andere Partei. Aber der Grund für den Vorschlag liegt auf der Hand: Wir „zivilisierten“ Deutschen verfehlen die Recycling-Quote um satte 20 %. Das heisst, ich muss den Grünen hier ehrlicherweise Recht geben, dass sich etwas tun muss. Ob der Weg der Richtige ist, sei dahingestellt – aber einfach „weiter so“ ist halt auch keine Option …

          • Du denkst anscheinend zu viel. geht einfacher: Wie viele Handys hast du schon weggeworfen? Ich keins. Entweder werden die verkauft, in der Familie weitergegeben oder, wenn die tatsächlich duch sind – fachgerecht entsorgt. Mir fehlt tatsächlich die Fantasie mir vorzustellen, dass man massenhaft Handys in den Wald wirft. Bei anderen Artikeln mag ein Pfandsystem seine Daseinsberechtigung haben, beim Smartphone ist das unnütze Bürokratie, deren Nutzen in keinem Verhältnis zum Aufwand steht.

            • nachdenklich says:

              @ Uwe 13:41 und Fritz 13:45: Ich glaube, wir drei sind uns ziemlich einig, was man mit einem ausgedienten Handy NICHT macht, sondern welche Möglichkeiten es gibt. Und viele andere Kommentatoren hier auch. Aber die Realität in der Fläche sieht anders aus – zum einen gibt es die Zahl mit den 20 % unter Ziel (jaja, ich kenne die Unschärfe von Statistiken), und zum anderen weiss ich aus meinem Umfeld (Freunde/Bekannte, Mitarbeiter, vor allem aber Schulkameraden unserer Kinder !), wie sorglos die Leute mit Wertstoffen aller Art umgehen. Es ist das Selbe wie mit Altarznei … „zivilisierte“ Menschen wissen, dass abgelaufene Arzneimittel nicht in die Toilette gehören – und dennoch landen mehr als 50 % der Altmedis noch immer im Abwasser.
              Ich unterschreibe das mit der Bürokratie sofort und halte den Vorschlag der Grünen auch für unausgegoren – aber es besteht leider Handlungsbedarf …

              PS: Klassenkameradin unserer Tochter hat innerhalb von drei Jahren SIEBEN Handys / Smartphones verschlissen … kein einziges wurde in irgendeiner Weise „weitergeben“ … ist nun sicherlich statistisch kein Maßstab, aber leider häufiger, als wir uns in unserer Fantasie ausmalen können …

          • Fritz Mukula says:

            Gibt es dazu überhaupt einen belegbaren Beweis, dass die Altgeräte auf dem Müll landen? Irgendwann sicherlich, aber nach welcher Zeit? Die Leute, die sich jährlich ein neues Modell ihres Lieblingssmartphones kaufen, werden das alte sicher weiterverkaufen. Somit bleibt die Nachhaltigkeit vorerst erhalten, der Pfand wäre in dem Fall weg oder man müsste diesen beim Wiederverkauf mit drauf rechnen = Unsinn. Das Nachsehen bei diesem Blödsinn hat einzig der Verbraucher. Hier fehlt es schlicht an einer klaren Regelung, die sowohl die Hersteller, als auch Händler betrifft. Wer Smartphones verkauft, muss die Altgeräte auch wieder zurücknehmen. Was soll der Blödsinn mit „ab 400qm Verkaufsfläche“? Wer Drucker verkauft, muss alte wieder annehmen, wer Smartphones verkauft, muss die Altgeräte annehmen, usw.

      • Das Pfand hat dafür gesorgt, dass Einweg den Markt dominiert und Mehrweg ausser bei Bier (dass jedes Jahr weniger Absatz hat) völlig und zu Recht tot ist.

        Vor dem Pfand gab es selbst bei den Discountern alles in Glas, das hat man in den Altglascontainer geworfen und die Dosen kamen in den gelben Sack. Zusätzlich war der Mineralwassermarkt quasi Mehrweg only.

        Das ist alles weg. 95% des privaten Wasserkonsums ist über PET Einweg, weil da Marken keine Rolle spielen und fast jeder die Discountmarken kauft (kommen ja aus der selben Quelle, steht ja immer drauf).

        Der Limonadenbereich hat sich vollständig auf Einweg eingeschossen, selbst da gab es früher mehr Mehrweg-will keiner mehr als Mehweg haben, sonst hätte der größte Hersteller Coca Cola nicht bis auf 1 Liter Gebinde und die kleinen Gastroglasflaschen alles eingestellt, der Rest wurde nicht mehr gekauft.

        Über den Preis regelt man nichts, dass mag in grünen Gretaköpfen fantasiert werden, in der echten Welt geht es nur über Alltagstauglichkeit.

        Strom ist bei uns der teuerste in Europa, trotzdem verbrauchen wir immer mehr. Autos sind die teuersten in Europa, die Straße ist voll, viele haben heute zwei bis drei Autos, und das in kinderlosen Haushalten.

        Den Vebrauch senkt man nicht durch Verbote oder Teuerung, man muss sich angucken, warum die Leute Einweg und Auto wählen statt Mehrweg und Stadtbus. Und da ein vergleichbares Angebot machen.

        • „Der Limonadenbereich hat sich vollständig auf Einweg eingeschossen, selbst da gab es früher mehr Mehrweg-will keiner mehr als Mehweg haben, sonst hätte der größte Hersteller Coca Cola nicht bis auf 1 Liter Gebinde und die kleinen Gastroglasflaschen alles eingestellt, der Rest wurde nicht mehr gekauft. “

          Viel mehr Unwahrheiten in einem Satz habe ich selten hier gelesen…

          Respekt.

  3. Ich sammle „schon immer“ meine ganzen Altgeräte und fahre diese regelmäßig zum Recyclinghof. Wozu soll ich mir die Wohnung mit dem ganzen Müll vollstellen. Nur was noch von Nutzen ist, bleibt erstmal da. Darunter fällt auch immer das letzte funktionsfähige Smartphone, das noch als Ersatzgerät fungiert. Mit dem nächsten Neukauft fliegt das dann auch zum Recyclinghof. Ist doch kein Problem!

    Generell wäre aber eine Pfandgeschichte gar nicht verkehrt. Allgemein für alle Elektrogeräte Pfand auszahlen, ohne große Bürokratie. Bring das Gerät zurück und erhalte dafür einfach bissl Geld. Egal wo das Gerät gekauft wurde.

  4. Florian P. says:

    Verkauft denn keiner (so wie ich) seine alten Smartphones oder andere Elektro-Geräte bei eBay und Co. weiter, wenn ein neues angeschafft worden ist?

    • Genau hier müsste man dann den bei Neukauf gezahlten Pfand zum Verkaufspreis aufschlagen, ansonsten ist der ehemals bezahlte Pfand weg. Wird sicher auch so nicht funktionieren und solche Geräte bekommen eben kein 2. Leben nach der 1. Nutzung und verschwinden eben genau dann in der Schublade wenn der Restwert deutlich über 25,-€ ist. Oder man macht eben wieder einmal Verlust…Das Geld ist ja nicht wirklich weg, es hat eben nur ein anderer 🙂 Sinkt der Wert unter 25,-€ (und Nutzwert unter die persönliche Grenze) kann man das Ding ja immer noch zurückbringen. Also ich wäre da kein Freund von so einer Regelung wenn man sich den Pfand beim Privatverkauf, was eher der Nachhaltigkeit zugute kommt, in die Haare schmieren soll.

    • Ich sehe das Problem auch nicht wirklich. Ältere Geräte die noch funktionieren werden immer weiter verkauft, oder bei einem eher geringen Warenwert halt in Familie/Freunde/Bekannte verschenkt.

      Ich käme im Traum nicht auf die Idee ein noch funktionierendes Gerät mit einem realen praktischen Nutzen in den Müll zu werfen.

  5. Fritz Mukula says:

    Anstatt also die geplante Obsoleszenz zu unterbinden und Unternehmen in die Pflicht zu nehmen, sodass die Elektrogeräte allgemein eine Mindesthaltbarkeit aufweisen müssen, soll stattdessen wieder der Verbraucher zum Deppen gemacht werden, indem er einen Pfand hinterlegen soll, den er z.B. im Fall eines Diebstahls des Geräts, was gerade bei Smartphones sehr schnell und oft passiert, auch nicht mehr wieder bekommt. Ich frage mich bei solchen Vorschlägen jedes Mal was die Leute bei den Grünen für Kraut rauchen und welche Pillen sie konsumieren um auf so einen Blödsinn zu kommen.

  6. Man muss nur „Grüne“ und „Vorschlag“ bringen und schon eskaliert der gute Kommentarspalten-Deutsche … immer wieder witzig und traurig zu gleich. Statt über den Vorschlag vernünftig zu diskutieren und das Problem zur Lösung zu hinterfragen, wird auf der Partei rumgehackt, als ob der gleiche Vorschlag von anderen besser oder schlechter aussehen würde. Und dann fragt man sich noch, warum man hier Probleme so selten gut gelöst bekommt.

    • nachdenklich says:

      @ Ole Wels 12:20: Ein leider sehr treffender Kommentar, wobei das Phänomen definitiv nicht auf die Grünen alleine beschränkt ist. Allerdings würde ich gerne auf die Grünen eingehen … die haben sich polemische Reaktionen bedauerlicherweise selbst zuzuschreiben, weil sie – insbesondere auf Bundesebene – seit Jahren ganz bewusst polarisieren, statt vernünftige Sacharbeit zu leisten und die Bevölkerung auch argumentativ „mitzunehmen“. Viele Vorschläge der Grünen sind in der Sache ja sinnvoll und notwendig – aber sie arten entweder in Gängelung und Verbote oder aber in Horrorbürokratie aus.

    • Naja, wären die Vorschläge weniger kurzsichtig wäre wohl die Kommentarspalte auch ruhiger. 😀

  7. Die Idee ist völliger Schwachsinn (wie eigentlich alle Ideen von Grünen und mittlerweile leider auch der SPD), da gebe ich dem ein oder anderen hier völlig Recht.
    Bei Autobatterien funktioniert es (wie hier diskutiert) nicht und bei Smartphones wird es noch viel weniger funktionieren.

    Was hält mich davon ab, ein neues Smartphone im EU-Ausland – pfandfrei – zu bestellen?

  8. Also, wenn ich jetzt einmal eine große Strecke mit dem Fahrrad am Stadtrand zurücklege, schön langsam um auch darauf achten zu können was da am Müll neben Schnellstraße, im Gebüsch und Gräben liegt…
    Hausmüll, Autoreifen, Fernseher… Handy und Smartphone? Nicht wirklich.
    Warum hauen wir nicht überall Pfand drauf und errichten eine komplett neue Branche? Eine die zurücknimmt, lagert, sortiert und weiß welches Pfand wo drauf ist? Kopfhörer 5€, Handy 25€ Autoreifen 20€, usw.

    Wie wäre es zur Abwechslung mal mit dem Prinzip Belohnung statt Bestrafung? Hat MediaMarkt nicht angefangen teilweise Automaten aufzustellen, wo man einen Gutschein für die Abgabe eines Altgerätes bekommen kann? Wie wäre es zur Abwechslung mal mit dem Prinzip Belohnung statt Bestrafung?

    • Wo soll das Geld für die Belohnung herkommen? Das könnte man doch verursachergerecht vom Verkäufer verlangen (der es dann auf den Kaufpreis draufschlägt), oder es bezahlt gleich der Erstkäufer. Und derjenige, der es dem Recycling zuführt, bekommt dann die Belohnung – das kann auch der Erstkäufer sein.
      Und dann denken wir uns einen netten Namen für dieses Vorgehen aus, nennen wir es doch einfach „Pfand“. 🙂

      • Wo kam das Geld für die Abwrackprämie her oder jetzt die Gelder bei Anschaffung eines E-Autos? Komisch, geht es ums PKW, etwas was nicht fast jeder In Deutschland hat, dann gibt es Steuergelder und bei etwas was auch von einer Partei gefordert wird, wie Pfand auf Smartphones, was so gut wie jeder in Deutschland besitzt und nutzt, da sind keine Steuergelder da?

        Und habe ich gesagt, dass die Belohnung in Höhe der 25€ sein muss. Brauche nächstes Jahr einen neuen Perso, habe noch ein uraltes Nokia Handy, wenn ich das dann beim Bürgeramt abgebe und nur 5€ spare, wäre doch eine Idee.
        Und an sich ist die Idee von MediaMarkt auch gut. Warum sollten die Grünen nicht lieber solche Ideen fördern? Und warum sollen immer die Endverbraucher dafür einstehen? Warum nicht Hersteller und Handel? Haben Apple und Samsung nicht sogar Programme für Altgeräte?

    • Das mit dem Müll im Straßengraben sieht hier vollkommen anders aus. Fernseher und Handy finde ich selten, den Rest ständig. Und es wird schlimmer werden, da der Müll in einigen Gemeinden hier demnächst nach Kg abgerechnet werden wird, dann lohnt es sich wieder, den Restmüllbeutel in den Wald zu werfen. Und ich gehe jede Wette ein, dass dies passieren wird.

      • nachdenklich says:

        @ saujunge 15:24: Restmüll nach Gewicht abzurechnen ist wieder so ein gelungenes Beispiel für kurzsichtigen Aktionismus. Jeder, der auch nur ein bisschen Ahnung von der Materie hat, weiss, dass erstens das passieren wird, was Du vorhersagst (wilde Ablagerung) – und zweitens sagt das Gewicht noch lange nichts aus über den Aufwand, der mit Entsorgung verbunden ist. Eine Tonne Müll mit hohem Anteil schwerer, aber gut brennbarer Substanzen ist in der Müllverbrennung gerne gesehen – während eine Tonne leichter, aber schwer brennbarer oder umweltproblematischer Anteile unter Umständen hohen Aufwand mit sich bringt. Politiker, die so etwas beschließen, müssten mit ihrem kompletten Privatvermögen für die Folgen solcher Entscheidungen haftbar gemacht werden. Hier ist Scheitern absehbar – also ist das schon vorsätzlicher Unfug !!!
        Verrätst Du uns, welche politischen Kräfte das beschlossen haben ?

      • Ist das nicht überall üblich? Also bei uns ist das schon ewig so, aber die Gebühren pro kg sind sehr gering. Was den Müll teuer macht sind die festen Gebühren und Fixkosten, nicht der Aufpreis pro kg.

        Wenn ich das gerade richtig im Kopf habe hat uns letztes Jahr ein Mehrverbrauch von 100 kg Müll im Jahr um die 10 Euro gekostet. Das ist lächerlich wenig, wer deswegen seinen Müll anderweitig entsorgt sollte sich professionelle Hilfe suchen.

        • Ja. Sehe ich auch so. Verstehe deshalb ja nicht, dass die Grünen mit so einem „Quatsch“kommen. Warum kümmern die sich nicht lieber darum, dass das was da ist und beschlossen wurde umgesetzt wird und funktioniert? Bestes Beispiel jetzt nach Weihnachten, die ganzen Geschenkeverpackungen die reduziert abverkauft werden. Duschgel und Deo und das extra verpackt. Warum? Muss so etwas sein? Unnötiger Müll. Kräht aber kein Grüner nach.
          Da würde es so einfach gehen. Kein Duschgel mehr im Dreierpack im Angebot, wenn der Handel eine Aktion machen will, dann die normale Ware und Staffelpreise und ab 3 Stück gibt es einen Aktionspreis.
          Das ist einfach und braucht kaum Aufwand. Aber ein Pfandsystem einführen?

  9. Andreas Holzschuh says:

    Bitte löscht diese Volksverhetzung, so schnell wie möglich!

  10. Ich ärgere mich jedes mal darüber dass es (hier) unsinnig umständlich ist, Elektro-Schrott ordnungsgemäß zu entsorgen. Ich wohne eher ländlich, im Norden von Rheinland-Pfalz, so etwa zwischen Köln und Koblenz. Bis vor drei, vier Jahren könnte man Elektrogeräte beim Wertstoffhof in der örtlichen Kreisstadt abgeben. Das ging schnell, einfach, unkompliziert, zu brauchbaren Öffnungszeiten von Montag bis Samstag und für alles von der kaputten Retrofit-LED bis zum Kühlschrank. Geht aber inzwischen nicht mehr.

    Jetzt „darf“ man erst mal erforschen, in welche der fünf „Sammelgruppen“ das jeweilige Teil denn nun fällt, dann kann man es entweder zur Abholung anmelden, ggf. bei zur Abholung angemeldeten Geräte beilegen, zum Umweltmobil karren, das alle sechs oder acht Wochen mal für ’ne halbe Stunde irgendwo in einer Ecke steht, beim „Handel“ mit >400qm Verkaufsfläche abgeben, an Kleingeräte-Sammelstellen abgeben (die teils nur an einem einzigen Wochentag ein paar Stunden offen sind) oder zum Wertstoffhof der Mülldeponie karren – der am A**** der Welt ist, wo kaum jemand auch nur näherungsweise sowieso mal dran vorbei kommt, Entfernung >25km einfache Strecke.

    Liebe Grüne, bevor ihr noch ein Pfand für irgendwas fordert, seht doch erst mal zu, dass es eine gescheite Zahl an Sammelpunkten bzw. Abgabemöglichkeiten gibt, die vernünftig erreichbar sind (sowohl was den Ort als auch die Öffnungszeiten angeht) und wo man alle Arten von Elektroschrott abgeben kann, ohne erst eine halbe Stunde recherchieren zu müssen, wo man welches Teil entsorgen soll. Hier in Rheinland-Pfalz seid ihr, liebe Grüne, Teil der Landesregierung und stellt u.a. die Ministerin für „Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten“…

    • Im Endeffekt liegt die Inkonsequenz bei den regierenden Parteien. Ich persönlich würde es ganz einfach regeln, nämlich bereits so, wie es bei Großgeräten der Fall ist: kaufe ich eine neue Waschmaschine, lasse ich die alte Maschine im Gegenzug mitnehmen. Momentan kostet das Geld, was ich gesetzlich abschaffen und die Rücknahme zur Pflicht machen würde. Wer ein gleichartiges Gerät verkauft, kann ein solches auch zurücknehmen. Egal wie groß oder klein der Laden ist.

      Und wie viel prozentual von den zurückgegebenen Geräten ins Recycling kommt, kann ich als Konsument doch überhaupt nicht beeinflussen! Da hilft auch die „ich-will-auch-mal-was-unüberlegtes-sagen“-Idee der Grünen nichts. Denn selbst wenn wir mehr zurück brächten, bliebe der Recyclinganteil niedrig. Wie hoch der sein muss, regelt man allerdings in Verordnungen und Gesetzen und nicht, indem man symbolische Politik mit Pfand macht.

      • Halte ich für an der Realität vorbei, wenn nur eine Rücknahme 1:1 vorgesehen wird. Nicht alle E-Geräte, die bei mir kaputt gehen, werden automatisch durch jetzt neu gekaufte ersetzt und nicht bei jedem neuen Gerät will ich das alte entsorgen. Ich denke, das wird bei anderen auch nicht anders sein.

        Generell halte ich es auch für wenig zielführend, den Handel zur Rücknahme von allem möglichen zu verknacken. Das gehört über ein Netz von Abgabestellen/Wertstoffhöfen geregelt, die vernünftig zu erreichen sind. Und ja, die Inkonsequenz liegt bei den regierenden Parteien – und in RLP regieren die Grünen mit.

        • Du hast natürlich Recht mit dem Einwand, dass eine 1:1-Rücknahme nicht alle Probleme löst. Allerdings ist das zu lösende Problem ja die Quote des Recyclings, die sich als Anteil der Neugeräte versteht, die in den letzten drei Jahren in dem Umlauf gebracht wurden. Das entspricht exakt dem im Artikel erwähnten Rhythmus, in dem Smartphones durch neue ersetzt werden. Und das „Horten von Smartphones“ wird auch im Originalartikel auf Spiegel Online als DAS Problem schlechthin thematisiert. Und deshalb ist das hier diskutierte Problem vorrangig eines des 1:1-Austausches. Man kauft alle drei Jahre ein neues Smartphone und gibt dabei das alte zurück.

          Das Lustige an meinem Vorschlag ist ja, dass er bereits seit Jahren Gesetz ist. Die 0:1- und die 1:1-Rücknahme durch Elektrohändler existiert seit Juli 2016. Die Reaktion zeigt jedoch genau das Problem: das ist dem Konsumenten kaum bekannt. Deshalb habe ich ja auch auf Deine Ausführungen geantwortet. Denn wie bei den Wertstoffhöfen hat der Handel kein Interesse daran, es dem Kunden einfach zu machen, Elektrogeräte bei ihnen abzugeben. Schon mal die alte Kühltruhe beim örtlichen MediaMarkt zur Entsorgung abzugeben versucht?

          Und genau hier muss die Politik ansetzen. Bestehende Regelungen müssen durchgesetzt, statt neue gefordert zu werden.

          • In welcher Form ist denn das Vorhalten eines alten Gerätes als Ersatz ein Problem? Höchstens doch ein Herbeigeredetes. Wenn es behalten wird, dann ist es offensichtlich nicht kaputt – warum sollte es dann weggeworfen werden? Macht keinen Sinn. Und warum sollte ich mein altes Smartphone zurückgeben, wenn ich ein Neues kaufe? Klingt nach DDR 2.0 – oder hab ich Dich jetzt falsch verstanden? Es ist und bleibt mein Bier, ob ich mir ein altes Smartphone als Ersatz in die Schublade lege oder nicht. Oder ob ich es weiterverkaufe oder meinem Neffen oder dessen Oma schenke. In keinem dieser Szenarien geht von dem Geräte eine Umweltgefährdung aus – höchsten eine Gefährdung für unbedeutende Quoten.

            Die Rücknahmepflicht über Elektrohändler für Kleingeräte ist mir bekannt – macht in meinen Augen aber keinen Sinn. Eine ähnliche Pflicht gibt es für Verpackungen. Hast Du schon mal einen leeren Joghurt-Becher bei Aldi zurückgegeben? Nein? Ich auch nicht. Das ist im Grunde ähnlich lächerlich, deshalb wird der auch mit der gelben Tonne zu Hause abgeholt. Bei Elektroschrott ist das Abholen Zuhause für Geräte unterhalb einer Waschmaschine oder eines Kühlschrankes IMHO nicht wirklich nötig, aber man sollte sie an gut erreichbaren Orten einfach und problemlos abgeben können, statt solche Möglichkeiten defacto ersatzlos zu schließen. Ja, das kostet dann Geld, könnte aber ähnlich finanziert werden wie beim Grünen Punkt. Das klappt da schließlich auch – was man von der Rücknahmepflicht beim Händler eher nicht behaupten kann.

            • nachdenklich says:

              @ Zarrooo 20:15: Meinst Du wirklich, der „Grüne Punkt“ würde „klappen“ ? Ganz ehrlich – ich nicht mehr. Wenn ich mir überlege, dass meine sorgfältig (ich gebe mir wirklich alle Mühe !) vorsortierter Müll über den Umweg diverser Lager- und Sortierstationen teilweise verbrannt, teilweise mehr oder weniger wild deponiert und zu einem erklecklichen Teil in weit entfernte Länder verschifft wird, dann betrachte ich das System mittlerweile als lupenreinen Betrug. Ich zahle für die Entsorgung meiner Hinterlassenschaften, also darf ich auch darauf bestehen, dass MEIN Müll NICHT anderen Ländern auf’s Auge gedrückt wird, wo auf Menschen und Umwelt keine Rücksicht genommen wird. Ganz ehrlich: mit Ausnahme sortenreiner Wertstoffe, die ich am Wertstoffhof abgeben darf, werfe ich mittlerweile ALLES RESTLICHE in den Restmüll, weil ich nur da sicher sein kann, dass er in der nächstgelegenen Verbrennungsanlage nach den aktuell bestmöglichen Verfahren thermisch entsorgt / verwertet wird. Ich bin da mittlerweile total desillusioniert :-(((

      • nachdenklich says:

        @ Zarrooo & Tandeki & M.R. (& etliche andere): Ich freue mich über Eure Beiträge ! Denn Ihr hinterfragt kritisch-konstruktiv die SYMBOLPOLITIK. Da sind die Grünen ganz vorne dran – und weil das die meisten Menschen nicht kapieren, schwimmen die Habecks und Baerbocks auf 25 % Wählerstimmen. Umweltbewusstsein beginnt bei jedem von uns direkt vor der eigenen Nase. ICH muss erkennen, dass ich bewusst einkaufe und hinterher auch bewusst entsorge, wenn nötig. Ich persönlich habe einen tollen Wertstoffhof in gut erreichbarer Nähe – und dennoch stoße ich auch dort immer wieder auf eine Mauer des Nichtwissens, was mit den „Wertstoffen“, die ich dort abgebe, geschieht. Schade. Restlos pervers wird eine Situation dann, wenn Bundespolitiker einer Partei Dinge fordern, die ihre eigenen Landes- oder Kommunalpolitiker nicht wollen oder nicht können. Da hatten und haben insbesondere die Grünen, aber auch die SPD ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem. Und ungeachtet aller Kritik finde ich den Vorstoss gar nicht schlecht … wenn er eine Diskussion und ein „Nachdenken“ anstösst, ist auch schonmal etwas erreicht.

  11. Ein freier Zugang zu Schematics und Ersatzteilen für jedermann wäre erstrebenswert, aber ein Pfad ist Schwachsinn.

  12. Naja, für den Low-End-Sektor mit geringem Gebrauchtmarkt macht es vielleicht Sinn, für Mid- und insbesondere High-End-Käufer sind es 25 €, die man nie mehr wiedersieht. Überzeugt mich jetzt irgendwie auf den ersten Blick nicht.

  13. Hmm die Grünen wieder. Hat hier Blog schon mal einer hier im Blog darüber nachgedacht, dass sich da eine Branche freut?? Die nennt sich Dieb! Wenn man schon bei den heutigen Smartphons als Dieb ja nicht mehr wirklich was anfangen kann. Sprich neu flashen und vertickern . Dann kriegen die schön brav ihre 25€ pro Gerät macht 250€ im Monat usw. Netter Nebenverdienst oder nicht?

    Gibt doch schon genug Möglichkeiten Elektrogeräte abzugeben, wo die dann „hoffentlich“ fachgerecht weiter verwertet werden.

    Außerem gibt´s immer wieder von Herstellern „Cashback Aktionen“ wenn man sein Altgerät zurück gibt. Rasier Fernsehr usw.

    Wie gesagt leicht verdientes Geld für Diebe und der ehrliche Beitzer bleibt auf den 25€ sitzen!! Wenn so dann müsste man das Pfand an einen Eigentumsnachweis knüpfen. dies wiederum ist genauso wie mit der Bonpflicht bürokratischer nonsens.

    Mediamarkt Saturn haben zumindest hier Automaten die dann ein Einkaufsgutschein ausspucken. Obi nimmt Elektrogeräte (kleine) zurück.

    Ich würde auch ein Belohnungssystem besser finden: Bei Kauf und Abgabe des Altgerätes ein Nachlass geben. Hätte den positiven Effekt man würde die Diebe erwischen. Bei Altgerätabgabe IMEI prüfen ob das Gerät als gestohlen gemeldet ist. Aber dazu müsste man ja erst ein System aufbauen welches mit der Datenbank der Polizei zusammen arbeitet.

    Anderer Vorschlag wäre, dass die Handy´s mit Vertrag gekauft werden eben 2 oder 5 € oder was auch immer dann der neue Vertrag im Monat günstiger wird.

    Diese Pratei wälzt doch schon seit langen alles auf die Bürger ab!! Anstatt die Unternehmen in die Pflicht zunehmen!! Wer zahlt denn die Energiewende?? die Bürger mit ständig steigenden Strompreisen!!

    Leute was würde denn dagegen sprechen wenn es heißt “ Annstatt 19,99€ in den ersten 12 monaten zahlst halt nur 14,99 oder 9,99€ wenn du dein altes Smartphone zurück gibts. Oder eben eine einmalige Gutschrift dem dem Wert des altgerätes angemessen ist.

    Würde ich viel besser finden, als ein Pfand. Weil so könnte sich ja jeder selbst überlegen, wie beim Autokauf auch(Inzahlungnahme) ob man sein altes Smartphone da zurück gibt oder eben bei Ebay und Co. selbst verkauft.

    Außerdem gerade mit dem Weiterverkauf ist es ja so dann müßte man die 25€ auf den Wert des Handy´s draufschlagen. Aber es gibt soviel Leute die wenig Geld haben und sparen um sich nen gebrauchtes leisten zu können aber eben dann nicht nochmal 25€ zusätzlich überig haben. Ich denke da schürt man sogar noch den Diebstahl. Klau ich mir ein Smartphone spar ich schonmal 25€ und wenn ich dann doch nix mit anfangen kann bring ich´s weg und krieg sogar noch 25€

    Super System ihr „Grünen“!!!

    • …oder man lässt es einfach so wie es ist. Shit, zu einfach?

      So ein Quatsch. Ich soll dann mein3 Jahre altes Note 8 abgeben welches immer noch besser ist als 80% aller anderen Smartphones? Wtf?

    • Geklaute Handys würden garantiert keiner für 25€ hergeben – zumindest nicht die der oberen Preisklassen.
      Bei iPhones z.B. lässt sich die iCloud dank der jüngsten Sicherheitslücken wieder umgehen und selbst in Zeiten wo dies nicht möglich war sind die Preise für die Einzelteile relativ ertragreich weil Apple sich weiterhin weigert Ersatzteile zu verkaufen. So lang Apple nichts daran ändert bleibt der Diebstahl von iPhones ein gewinnbringendes Geschäft für dubiose Gestalten. Gleiches gilt für die Premium Modelle von Samsung.

  14. Liebe Grüne,
    sollte man nicht andere Baustellen bevor man neue schafft? Was nutzt eine Brücke wenn die Straße davor nicht existent ist?

    Schaut doch einmal in die Mediatheken der öffentlichen Sender, da findet ihr genug Material. Kinder die in Entwicklungsländern Elektroschrott aus Deutschland sortieren, die Türkei, die Recycling Material aus Deutschland verweigert, da es zu unsortiert, zu dreckig ist und einfach nur unwirtschaftlich diesen Müll zu recyceln.

    Wollt ihr nicht lieber einmal etwas sinnvoller tun und euch darum kümmern? Ja, ich habe 25€ Pfand bezahlt, das mag zwar das eigene Gewissen beruhigen, aber es ändert am eigentlichen Problem nichts.

    Es gibt so viele Dinge wo man was machen könnte und sogar Umwelt und Verbraucher am Ende die Gewinner sein könnten. Aber… Ihr legt euch ja nicht mit der Industrie an. Man schaue sich an was VW und Mercedes jetzt bei neuen Dieseln für Abgaswerte liefern, wäre das nicht vorher gegangen, muss erst Amiland klagen und es peinlich und teuer werden bevor reagiert wird?
    Habe gestern einen Bericht über Mogelpackungen gelesen. Wenig Inhalt, viel Luft. Würden da nicht wirklich alle gewinnen wenn ihr das angeht? Weniger Verpackungsmüll, weniger Luft die von LKW´s durchs Land gefahren wird? Aber nein, da bleibt lieber der Verbraucher der Dumme und man legt sich lieber nicht mit der Industrie an. Das kommt mir bekannt vor.

    • Nicht nur das. Pfand ist ja auch ein wunderschönes Geschenk an den Handel oder Hersteller. Schon heute verdienen beim Getränkepfand Abfüller jährlich einen sechsstelligen Betrag, weil Flaschenpfand gezahlt, aber dann nicht wieder eingelöst wird. Aktuell werden jährlich in Deutschland 22,4 Millionen Smartphones verkauft. Das macht ein Pfandvolumen von 560 Millionen Euro. Gehen wir wie beim Getränkepfand von 3% Pfandverlust aus, verdienen die Pfandnehmer jährlich also mindestens 16,8 Millionen Euro. Für nix…

      Kann ich mich dafür bewerben?

  15. Man kann sein altes Handy übrigens auch kostenlos einschicken und damit ein Nabu-Projekt unterstützen. Das wären dann doppelt sinnvoll. Mehr Infos unter,
    https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/handysammlung/index.html

  16. Arnold Aluhut says:

    Hab eine bessere Idee…
    längere Lebenszyklen!
    Nicht als Wegwerfartikel konzipieren!
    Keine gewollte Obsoleszenz!
    Auf Langlebigkeit ausgelegt!
    …und das Pfand wird überflüssig.

    Aber so lange wir in einer Kschnellebigen Konsumgesellschaft leben, wird das eh nix.

    Und nein… Ich bin gewiss kein Kommunist und erst recht kein Grünling!
    Ein wenig Entschleunigung und mehr am Bedarf statt am Konsum orientieren und es wären einige Probleme abgemildert, wenn nicht teilweise sogar aus der Welt. 🙂

    • Prinzipiell stimme ich dir zu. Ich befürchte aber, dass der Konsument da nicht mitmacht. Man sieht ja am Fairphone, wie schwer die sich tun. Damals, als das erste Modell herauskam, wurde gleich am Preis herumgemäkelt. Wenn es zur Kaufentscheidung kommt, zählen plötzlich andere Dinge. Egal, wie umweltfreundlich man sich vorher gegeben hat.

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