Greenpeace: Interaktiver Tauchgang zur Rainbow Warrior

Interaktiver_Tauchgang_Rainbow_WarriorDie aktuelle Technik macht vieles möglich und wenn wir heutzutage mal vor dem TV sitzen und den einen oder anderen Beitrag sehen, in dem Geschichte, die Jahrhunderte zurückliegt, grafisch aufbereitet und uns dadurch viel näher ist, erkennen wir einige dieser zahlreichen Möglichkeiten. Manchmal muss man aber gar nicht so weit in die Zeit zurückgehen, um eine Brücke in die jüngere Vergangenheit zu schlagen – zumindest ergeht es mir oft so: Im Juli 1985 sank aufgrund bekannter Umstände das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior im Hafen von Auckland. Nach der Versenkung wurde das Wrack zwar gehoben, allerdings aufgrund wirtschaftlicher Gründe, die eine Reparatur nicht gerechtfertigt hätten, im Jahr 1987 zur endgültigen – und aktuellen – Stelle transportiert und dort dem Meer übergeben.

Das Wie und Warum ist mittlerweile hinlänglich bekannt und soll an dieser Stelle nicht Teil dieses Beitrages werden. Was bewegt uns also, das Thema nach 30 Jahren anzureißen? Ganz einfach: Die heutigen technischen und interaktiven Möglichkeiten, die uns die Geschichte hinter dem Untergang der Rainbow Warrior durch neue Medien einfach zugänglicher machen. Tauchen wir also – sprichwörtlich gesagt – einmal ab:

Als erster weltweit interaktiver Tauchgang bezeichnet, können Interessierte nun über die Webseite http://www.rainbow-warrior.info das Wrack und die Umgebung trockenen Fußes vom Rechner aus erkunden. Möglich gemacht wurde das Ganze durch das Bremer Unternehmen Kubikfoto und natürlich Greenpeace, das pünktlich zum 30. Jahrestag des Untergangs der Rainbow Warrior I. dem Ganzen eine Art virtuelles Vermächtnis errichtet hat. Aus insgesamt sechs Tauchgängen zum in 30 Meter Tiefe versunkenen Wrack wurde nach langer Retusche und Postproduktion eine komplette Informationsumgebung in HTML5 erschaffen. Für den virtuellen Besuch von innen und außen wurde das Ganze mit Hintergrundgeschichten und Informationen über Flora und Fauna kombiniert und untermalt.

Interaktiver_Tauchgang_Rainbow_Warrior

In insgesamt 30 Szenen können Interessierte nicht nur etwas über die Rainbow Warrior und ihre Geschichte, sondern auch Fakten über den nahegelegenen Berg Mataa Uri Hill kennenlernen oder mit einem M?ori-Häuptling sprechen und somit weitere Hintergrundinformationen über die Geschichte der Region erfahren. Wer diese Gegend schon immer einmal sehen wollte und es spontan nicht nach Neuseeland schafft oder einfach mal aus persönlichen Interesse lebendige Geschichte aus der jüngeren Vergangenheit erleben und neue Eindrücke sammeln möchte, kann sich die Webseite einmal anschauen. Unabhängig vom Hintergrundthema, welches für den einen mehr, für den anderen weniger interessant sein dürfte, ist die Webseite ein schönes Beispiel, was mit aktuellen Webtechnologien wie HTML5 möglich ist und wie ansprechend Themen lebendig und vielseitig – fast spielerisch – vermittelt werden können.

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Digital Native, der trotzdem gerne das Mittelalter erlebt hätte und chronischer Device-Switcher. Multimediafreak. England-Fan. Freier Autor & Tech Blogger. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hoffnungsvoller Idealist. Gladbacher Borusse und hauptberuflicher IT-Consultant.

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9 Kommentare

  1. Interessante Sache! Leider ist der Artikel an manchen Stellen unnötig unhandlich geschrieben und hier und da fehlt ein Wort, wenn ich das richtig sehe. Z.B. ein „in“ vor „Insgesamt 30 Szenen“?
    Als schneller Artikel zwischendurch daher mäßig geeignet..

  2. Das Schiff ist nicht aus unbekannten Gründen gesunken. Die Franzosen haben es versenkt.

  3. @Ralph – Das „in“ ist hinzugefügt, vielen Dank!

    @Fabian – Von „unbekannt“ hat niemand gesprochen, vielmehr sind die Umstände BEkannt.

  4. Naja,als es damals geschah, war ich 10 Jahre, dennoch mußte ich nachschlagen. Ich wage zu behaupten, daß es nicht hinlänglich bekannt ist. Jedenfalls gehört auch ohne es zu erläutern ein Link zu einer Quelle, die die Fakten nennt, zu einem solchen Artikel, auch wenn es ein Technikblog ist. Gerade weil ein Geheimdienst ein Greepeaceschiff versenkte und zur Zeit Geheimdienste ziemlich viel Mist machen. Da darf man nicht wegschauen, sondern muß Roß und Reiter nennen oder zumindest schnell nachvollziehbar verlinken. Sonst heißt es in einigen Jahren wieder „warum hat man damals nicht..:“

  5. @Fraggle – Es ging hier ja nicht ums Wegschauen, sondern ich wollte bewußt vermeiden, dass die Angabe der Hintergründe direkt wieder in einer politischen Diskussion ausartet, die hier nicht unbedingt hingehört. Ich war damals sieben und habe mich auch erst einmal in das Thema eingelesen, bin aber bemüht gewesen, erst einmal die Fakten der technischen Umsetzung an den Mann/die Frau zu bringen!

  6. Oh boy. Viele Rechtschreibfehler:
    „durch neue Medien einfach zugänglicher machen“ -> sofern „einfach“ nicht als Füllwort gemeint ist, sollte es anstelle von „zugänglich“ gesteigert werden -> „durch neue Medien einfacher zugänglich machen“
    „trockenen Fußes aus vom Rechner aus erkunden“ -> erstes „aus“ streichen
    „sondern auch über den nahegelegenen Berg Mataa Uri Hill“ -> Verb fehlt

  7. @nathemflo – Danke für Deinen Hinweis. Vielleicht sollte ich einige Sachen vor 23 Uhr einreichen – wird zeitnah geändert.

  8. Im Artikel sollte noch erwähnt werden, dass das Wrack nach der Versenkung 1985 wieder gehoben wurde, und 1987 an einer anderen Stelle willentlich versenkt wurde, weil eine Reparatur unwirtschaftlich gewesen wäre. Die o.a. Aufnahmen zeigen also nicht den Ort der ersten Versenkung von 1985, sondern den von 1987.

  9. @Florian – ist geändert / hinzugefügt. Danke Dir!

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