Grammy Awards: Neue Regeln für den KI-Einsatz

Mit der Hilfe künstlicher Intelligenz lassen sich nicht nur Texte und Bilder erstellen, sondern auch Musik. Ihr könnt da ja beispielsweise mit einem Tool von Meta experimentieren. Mittlerweile hat man da bei den Grammy Awards, einem wichtigen Preis der Musikindustrie, reagiert. Die Regeln sind aktualisiert worden und berücksichtigen inzwischen auch den Einsatz von KI.

So kann rein durch künstliche Intelligenz erstellte Musik keine Grammy Awards gewinnen. Werke, an denen also kein menschlicher Künstler entscheidend beteiligt gewesen ist, kommen nicht für die Kategorien der Preisverleihung infrage. Das halten die neuen Regeln, die ab dem 66. Grammy Awards greifen, fest. Allerdings darf KI durchaus unterstützend eingesetzt werden. Es muss eben nur so verbleiben, dass der menschliche Beitrag entscheidend ist. Man formuliert es etwas komplexer, aber heruntergebrochen darf die künstliche Intelligenz nicht die Hauptarbeit machen und der Mensch macht nur das Feintuning. Menschliche Beiträge mit KI-Unterstützung sind aber durchaus teilnahmeberechtigt.

Darüber hinaus gibt es im Übrigen weitere Anpassungen. Etwa können in den Kategorien der besten Alben, Songs, Veröffentlichungen und neuen Künstlern des Jahres nur noch acht statt 10 Nominierungen vergeben werden. Auch müssen Nominierte bei Alben des Jahres an mindestens 20 % der enthaltenen Inhalte beteiligt gewesen sein. Zuvor konnte theoretisch auch ein Produzent, Techniker oder Songwriter nominiert werden, der nur an einem einzelnen Stück beteiligt gewesen ist. Dies wirft man über Bord.

Es gibt auch noch weitere kleinere Abänderungen, dir ihr im offiziellen PDF nachlesen könnt, solltet ihr euch für die Grammys interessieren. Ich nehme ja an, dass solche Preisverleihungen, in denen die Industrie sich im Wesentlichen selbst zelebriert, stark an Relevanz verlieren. Die 66. Grammy Awards werden aber ohnehin erst im Winter verliehen. Die Nominierungen werden in einigen Monaten, im November 2023, bekannt gegeben.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

2 Kommentare

  1. Wie kann man nachweisen, ob ich KI benutzt habe?
    Einen Song per KI kreieren und in Noten fassen lassen, mit der Band ab in den Proberaum und anschließend auf die Bühne.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.