Gorillas: Entlassungen und Fokus auf Kernmärkte

Es läuft offensichtlich weniger gut als erwartet bei Gorillas, dem Fahrradkurier-Unternehmen. In einem Beitrag im Hausblog informiert das Unternehmen darüber, dass man den Fokus auf die fünf strategischen Kernmärkte Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und die USA legen wird und man in die langfristige Profitabilität investiert.

Aktuell stammen 90 % der Umsätze des Unternehmens aus fünf Kernmärkten, in denen sich bereits klare Entwicklungen hin zu einem profitablen Geschäft abzeichnen: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und die USA. Da man in diesen Märkten das größte Potenzial für nachhaltiges Wachstum sehe, werde man sich zukünftig stärker auf diese fünf Länder konzentrieren.  Vor diesem Hintergrund prüfe man alle strategischen Optionen für die weiteren Märkte Italien, Spanien, Dänemark und Belgien. Klingt danach, als würde man sich eventuell aus diesen Märkten verabschieden.

Dennoch muss man auch anderweitig Kosten einsparen und wird global rund 300 Mitarbeiter entlassen. Die Mitarbeiter wurden ebenfalls über die Pläne informiert. In den kommenden Wochen werden an den jeweiligen Standorten weitere lokale Gespräche und Verhandlungen folgen, so das Unternehmen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. paradoxus says:

    Tja, wenn Ende des Jahres das Leben 50-100% teuer geworden ist, werden Menschen zu allererst an solchen Dingen wie Lieferdiensten sparen (müssen). Das Geschäftsmodell, das zudem auf Ausbeutung beruht, ist in der Breite bereits gestorben, sie wissen es nur noch nicht. Vielleicht bleibt ein wenig von Gorilla übrig, als eine Art moderne Sklaverei der working poor, die für ein fette Kunden aus dem Staatssektor etc. malochen müssen.

    • Mir ist Gorilla wegen der Arbeitsbedienungen auch unsympathisch, aber generell haben Lieferdienste eine große Zukunft. Durch die Digitalisierung sind diese Dienste nicht teuer und immer mehr Menschen haben kein Auto bzw mal eben mit dem Auto abholen wird immer teurer. Wenn ich mir Flaschenpost angucke, frage ich mich jedes Mal warum ich immer noch meine Getränke selber einkaufen fahre. Und Essen liefern lassen ist oft nur 10% teurer als selber abholen, was sich dann kaum lohnt bzw aufwendig ist. Und Lebensmittel liefern lassen kostet teilweise ab einem bestimmten Preis eigentlich keinen Aufpreis oder ist für bestimmte Leute halt wichtig, wenn man zB alleine mit Kindern zuhause ist und mal eben einkaufen nicht möglich ist.

      • miler_time says:

        Lieferdienste wie Gorilla und Flink haben überhaupt kein Geschäftsmodell bei jeder Lieferung wird kräftig drauf gezahlt, die Hoffnung besteht das man durch einen rigorosen Verdrängungswettbewerb ein Mono- oder besser Duopol erschafft und dann die Preise hochschrauben kann. Das stand heute bei The Verge über ein Lieferdienst und seinen Kosten pro Lieferung in den USA dazu:

        A report by The Information last August suggested that one upcoming player, JOKR, was losing as much as $159 on each order it delivered in the US.

  2. Wenn man auch den Einstellungsstopp von Snap sieht, haben wohl einige Personen ihre Mails vom Wochenende gelesen.
    Ein sehr großer Risikokapitalgeber hat seine Mitglieder über die kommenden schweren Zeiten informiert und das ein Handeln notwendig ist.
    Liest sich fast 1:1 zu dem, was nun derzeit passiert:
    https://blog.fefe.de/?ts=9c766460

  3. Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Was mich eher wundert ist, dass Menschen tatsächlich denken, dies wäre mit einem Vollzeitjob gleichzustellen. Das ist doch viel zu volatil.

  4. Das immer sofort in Verbindung mit Lieferdiensten von Slavenarbeit gesprochen wird… In meiner fünfjärigen Studienzeit habe ich jede Art von niedrig bezahlten Jobs gemacht um mein Leben zu finanzieren. Waschmaschinen und Ferseher geliefert, Pizza uns Susih gebracht, gekellnert und Zeug transportiert. Durch mein freundliches Auftreten, Fleiss und Ausdauer habe ich meist trotzdem ein gutes Geld verdient (+Trinkgeld) und….ganz wichtig…niemand hat mich dazu gezwungen oder für diese Arbeit verslavt! So mancher Lieferant der mir heute Dinge nach Hause liefert, kann nicht Hallo sagen, einem selten in die Augen schauen und mit Bitte und Danke ist es auch nicht weit her…

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