Googles Project Titan für Solarzellen-Drohnen wird eingestampft

Mittlerweile gehört die Abteilung X, verantwortlich für die besonders experimentellen Designs des Unternehmens, nicht mehr direkt zu Google, sondern zum Mutterkonzern Alphabet. Doch das Resultat bleibt gleich: Man stampft sein Projekt für über Solarzellen bzw. Sonnenenergie betriebene Drohnen ein. „Project Titan“ nannte man die Initiative. Die Mitglieder des Teams werden offenbar bereits anderen Projekten zugeordnet. Eine Sprecherin der X-Abteilung hat diese Entscheidung bereits bestätigt. 2014 hatte Google Titan Aerospace übernommen und wollte die über Solarenergie betriebenen Drohnen des Herstellers vorantreiben. Diesen Plan legt man nun offenbar vorerst ad acta.

Eine Sprecherin der X-Abteilung, Jacquelyn Miller, hat nun erklärt, dass man sich stattdessen lieber auf Project Loon fokussieren wolle. Hier kommen Ballons zum Einsatz, welche auch in großen Höhen operieren können und Internetdienste bereitstellen. Ähnliches sollten auch die Drohnen bewerkstelligen. Project Titan wurde laut Miller sogar bereits 2016 eingestellt. Gründe wollte die Unternehmenssprecherin aber nicht öffentlich nennen. Sie erklärte lediglich, dass Project Loon für das ähnliche Anwendungsszenario nun bessere Möglichkeiten biete. Dazu kommt sicherlich, dass Alphabet mittlerweile viele noch unter Googles Schirmherrschaft entstandene, experimentelle Projekte einstampft. Stattdessen erfolgt der Fokus auf die wenigen Initiativen, die realistisch in absehbarer Zeit kommerziellen Nutzen bringen.

Im Bezug auf weitere Möglichkeiten Internetzugang sozusagen vom Himmel aus zu bieten, hat Alphabet neben dem nun eingestellten Project Titan sowie Project Loon beispielsweise auch in Elon Musks SpaceX investiert. Ziel ist es auf diese Weise auch, den Menschen Internet zu bieten, die aktuell über konventionelle Methoden keinen Zugang erhalten. Hier muss man nun wohl erstmal die Hoffnungen in Project Loon stecken.

(via BusinessInsider)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Google verhält sich wie ein spielendes Kind mit zu viel Spielzeug. Hier was Neues, da was Interresantes – im nächstem Moment vergessen!

    Bin gespannt wann das Kinderzimmer zu Bruch geht…?!

  2. Eigentlich ganz gut, das ein spielendes Kind sich traut etwas ausprobieren, was danach auch mal nicht funktioniert.

  3. Nette Idee. Keine Ahnung, wer sowas jemals nutzen könnte. Ich im Herzen von Europa sicher nicht. Ich habe genug Möglichkeiten, um ins Internet zu kommen.

  4. Deshalb sprechen die meisten anderen Unternehmen auch nicht öffentlich über ihre Versuchsprojekte, es besteht immer die Gefahr des Scheiterns. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber schön, auch mal zu sehen, wo unsere Kohle diesmal verbrannt worden ist.

  5. „Vagabundierende Milliarden“ im Silicon Valley setzen physikalische Gesetze nicht außer Kraft.
    Auch Loon wird scheitern. Im Jetstream ist nichts mit „operieren“ für Ballone. Und Senden und Empfangen von Signalen in großen Höhen, setzt am Boden einen „etwas“ stärkeren Sender als ein Handy oder Tablet voraus. HF-Technik ist da ziemlich unbestechlich.

    Da hilft auch der Spruch „alle sagten es geht nicht, da kam Einer der wusste das nicht und machte es einfach“ relativ wenig……

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