Googles KI unterteilt Bilder von Menschen ab sofort nicht mehr nach Geschlechtern

Wie man beim Business Insider erfahren haben will, hat Google eine E-Mail an einige Entwickler verschickt, aus der hervorgeht, dass die Cloud Vision API des Unternehmens seit dem 19. Februar dieses Jahres Menschen in Bildern nicht mehr automatisch versucht, nach Männlein oder Weiblein zu kategorisieren. Dies habe für Google zwei ganz einfache Gründe: „Es ist unmöglich, das Geschlecht einer Person anhand ihres Aussehens abzuleiten, und der Versuch, dies zu tun, könnte unfaire Vorurteile aufrechterhalten.“

Mit den unfairen Vorurteilen ist gemeint, dass die KI am Ende Fotos von Menschen, die nicht eindeutig nach Mann oder Frau unterteilt werden können, zwangsläufig anhand von anderen Merkmalen im Bild kategorisieren muss. Bei einigen Tests kam dabei wohl heraus, dass Bilder von Personen, die kochen, viel häufiger Frauen zugeschrieben wurden, selbst wenn die Person im Bild nachweislich ein Mann gewesen sei.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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17 Kommentare

  1. Das übliche Vorgehen bei Google wäre jetzt die Programmierer zu feuern. Eine solche Diskriminierung (Kochen=Frau) darf nicht hingenommen werden, auch wenn das Problem jetzt gelöst ist.

  2. „Bei einigen Tests kam dabei wohl heraus, dass Bilder von Personen, die kochen, viel häufiger Frauen zugeschrieben wurden, selbst wenn die Person im Bild nachweislich ein Mann gewesen sei.“

    Komisch, da die meisten Sterne-, Fernseh- und sonstigen Berufsköche doch Männer sind. 😉

  3. Google stößt bei seiner vermeintlichen KI zusehends an Grenzen. Jeder normale Mensch kann in über 90% der Fälle binnen Millisekunden sehen, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Bei Bewegtbildern ist die Quote noch höher. Das es einen geringen Anteil von Dragqueens und Transgendern gibt, ist richtig, aber auch denen sieht man ihr wahres Geschlecht in der Regel an, speziell wenn das Alter höher ist.

    Wenn Google schon bei in der Regel eindeutigen Bildern wie Mann/Frau am Herd keine eindeutigen Aussagen treffen kann, dann hilft es nichts, wenn man überhaupt nicht mehr versucht, eine Unterscheidung zu treffen.

    Vermutlich liegt das aber auch an den heutigen Programmiersprachen und dem Konzept an sich. Die Welt ist nicht null/eins und man kann sie damit auch nicht in allen Dimensionen abbilden.

  4. Eine KI erlernt die Analyse von Bildern anhand der Analyse von Bildern und reichlich trial and error. Wenn die Google-KI nun also auf Bildern, auf denen gekocht wird, tendenziell eher Frauen erkennt, sofern keine anderen Merkmale eine eindeutige Geschlechterzuordnung ermöglichen, dann ist erstmal nur ein einziger Rückschluss moglich:

    Auf den weltweit und über einen langen Zeitraum zur Analyse verfügbaren Bildern kochen tendenziell eher Frauen. Punkt.

    Dies ist eine objektive, statistisch nachvollziehbare Beobachtung und hat nichts mit Diskriminierung im gesellschaftspolitischen Sinne zu tun. Sehr wohl gesellschaftspolitisch motiviert scheint aber mal wieder Google selbst zu sein. Gleichea gilt m. E. die Kritik an der aktuellen Performance der KI.

    • +1
      Bei uns kocht auch meine Liebste und sie kümmert sich auch um die Kinder und macht unser Heim gemütlich. Ich verdiene den Großteil des Geldes, kümmere mich um Technik, verrichte die körperlich schweren Tätigkeiten und sorge für Sicherheit.
      So läuft das für die Menschheit seit Generationen sehr gut und ich kann nicht nachvollziehen, warum diese Geschlechterrollen auf einmal nicht mehr passen sollen.

      • So wurde dies schon bei Einführung von Dampfmaschine, Strom, Auto und Computer begründet. Heute hat jeder mindestens einen Computer. Was wird die Zukunft noch bringen?

        • Ich erwarte, dass alles körperlos wird. Entweder brauchen wir noch das Gehirn und es wird von extern stimuliert wie bei Matrix oder gleich ein Upload in die Cloud und virtuelle Existenz. Das Geschlecht spielt keine Rolle mehr, denn Fortpflanzung funktioniert dann anders.
          Ich bin aber glücklich, dass ich noch in einer Welt mit Wasser, Fett und Mineralstoffen gefüllten Hautsäcken lebe!
          In diesem Sinne ab ins Studio und den alten Sack ein bisschen trietzen, solange man mit Muskeln und Fitness noch punkten kann (beim weiblichen Geschlecht).

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