Google zahlt 118 Mio. US-Dollar wegen Rechtsstreit um Geschlechterdiskriminierung

Google hat einem Vergleich zugestimmt: In den USA hatte es einen Rechtsstreit um Geschlechterdiskriminierung im Unternehmen gegeben. In einer Sammelklage hatten sich ca. 15.500 weibliche Mitarbeiter des Unternehmens zusammengetan und moniert, dass Frauen bei Google generell schlechter bezahlt würden als Männer. 118 Mio. US-Dollar zahlt der Internet-Gigant laut Bloomberg nun, um die Auseinandersetzung beizulegen.

Zusätzlich soll ein unabhängiger Experte die Einstellungspraktiken und die Gehaltsstrukturierungen bei Google prüfen. Ein Richter muss die Einigung zwischen Google und den Frauen allerdings noch absegnen. Innerhalb der Klage behauptete man, dass Google Frauen im direkten Vergleich mit Männern auf ähnlichen oder identischen Positionen im Durchschnitt 16.794 US-Dollar weniger im Jahr zahle.

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13 Kommentare

  1. Alexander says:

    Und die Diskriminierung wird hier fortgeführt: „ca. 15.500 weibliche Mitarbeiter des Unternehmens „… korrekt heißt es „15.500 weibliche Mitarbeitende“. Leser:innen werden es Euch danken 😉

    • OutOfOrder says:

      Du sprichst nicht für mich, Alexander.
      Ich bin André dankbar, dass er sich entschieden hat „Mitarbeiter“ zu schreiben.
      Ein dankbarer Leser.

    • Ich bin mir nicht sicher ob du das wirklich ernst meinst. Musste erstmal die Binnen-I be gone Extension ausschalten um zu sehen was du eigentlich meinst 😉

  2. Finde es sooooo krass, wie wir vom Kopf her alle so viel weiter sind und so viel „labern“ aber gerade die Tech/Gaming -Branche, die immer vorne mit dabei war, derart altbacken und festgefahren ist. Nicht nur Google. Da haben ja viele andere Firmen gerade ähnliche Probleme.

    Auf der anderen Seite… nur so kommt der Wandel und zumindest wird es endlich mal öffentlich gemacht.

    • Bei so einer Statistik kann es auch sein, dass ein Manager der seit 15 Jahren dabei ist eine Kollegin bekommen hat, weil man unbedingt auf das Geschlecht schauen muss, und schon gibt’s die Klage, und alle anderen Reihen sich ein, kann man halt was abgreifen, vor allem bei progressiven Unternehmen, die gehen viel seltener den Rechtsstreit bei sowas.
      Geschlechtsdistriminierung in Tech Firmen ist heute anders rum(wobei das früher auch so war), die Männer dürfen „Code Monkey“ spielen mit Überstunden, während das bei den Frauen nicht so leicht durchgeht. Dann kann man als Mann die Beförderung vergessen, weil oberhalb ja nur Männer seien, also sind jetzt die Frauen dran. Weil die Herren der Schöpfung unten auch so viel vom männlichen Chef profitieren.
      Nach der Gründergeneration in den Unternehmen, wenn es stabil ist, werden die zum großen Teil erst dann kommenden Frauen hochbefördert, während es denen die seit Anfang dabei sind verwehrt wird.

      • Ich habe mal eine Absage auf meine Bewerbung bekommen, da stand in der Bewerbung drin, dass ich der qualifiziertere Bewerber war aber sie sich leider für eine Frau entschieden haben.

        Die Absage hätte ich mir aufheben sollen, das wäre heute undenkbar so eine ehrliche Rückmeldung.

        • André Westphal says:

          Dagegen hättest du meines Erachtens dann rechtlich vorgehen können, denn Frauen dürfen ja nur bei identischer Qualifikation bevorzugt werden, nicht wenn sie angegeben haben deine wäre besser gewesen.

          • Hätte ich wahrscheinlich schon damals können.

            Aber zum einen willst Du in einer Firma arbeiten in die Du Dich eingeklagt hast?

            Und zum anderen fand ich es ein erfrischend ehrliches Feedback, da wusste ich wenigstens woran ich bin, und dass es nicht an mir lag.

            • André Westphal says:

              Ne, ich kann das auch verstehen. Arbeiten will man da dann eh nicht, vermutlich hättest du dann aber einige Monatsgehälter erhalten, da sie ja zugegeben haben, dass sie eigentlich dich hätten einstellen müssen. Je nach Branche überlegt man sich aber natürlich genau ob man sowas macht – wenn da „jeder jeden kennt“, kann man so auch seinem eigenen Ruf schaden.

              Ich bekam vor über 10 Jahren auch mal so eine ähnliche, rechtlich wackelige Absage, wobei sie bei mir (sicher absichtlich) so diffus formuliert war, dass rechtlich dagegen vorzugehen zu wackelig gewesen wäre.

  3. Also bekommt jetzt jede der klagenden Frauen knapp 7k ausgezahlt und das war’s?

  4. Schnäppchen für Google. Bei 15.500 Betroffenen 118 Mio zahlen bedeuted 7.612,90 pro Betroffener und das bei 16.794 weniger gezahltem Gehalt pro Jahr (im Schnitt). Geschäft würde ich sagen: Nicht mal der halbe Verlust eines Jahresgehalts wurde ausgeglichen.

    • Black Mac says:

      Und die Anwälte? Sollen die etwa darben? Deren Kosten musst du noch abziehen.

      • Ich schrieb: Aus Google’s sicht ist das ein schnäppchen, es ging darum was aus Google’s sicht bezahlt wird und das ändert sich nicht wenn die Betroffenen noch ihre Anwälte bezahlen müssen. Aus sicht der Betroffenen sieht das natürlich nochmal ganz anders aus!
        Oder meintest du etwa was Google für Anwälte ausgegeben hat noch draufrechnen auf die 118 Mio. Das dürfte den Kohl nicht viel fetter machen.

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