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Google WiFi & Nest WiFi: Die Krux mit der Cloud-Anbindung

Über Google WiFi (bzw. mittlerweile auch Nest WiFi) hört man viel Gutes. Stabiles System, leicht einzurichten – läuft einfach. Auf der anderen Seite lässt sich halt wenig damit administrieren, es gibt keine echten Blocklisten für Webseiten, man muss sich auf Googles Filterliste verlassen, die fernab von brauchbar für viele Nutzer ist. Aber es gibt auch andere Dinge, die nervend sein können. Und falls ein Google-WiFi-Besitzer auch einmal den gleich beschriebenen Fehler hat: willkommen, Leidensgenosse.

Stand heute hat Google zwei Editionen des Google WiFi auf dem Markt. Einmal die alte, in der jeder Puck gleichzeitig Access Point und Router ist – und einmal die neue namens Nest WiFi mit speziellem Router und dem Access Point nebst Google Assistant. Beide miteinander kompatibel. Aber: Google hat zwei Editionen auf dem Markt und hat es immer noch nicht hinbekommen, die Apps richtig zu verzahnen.

So gibt es einmal die Google-WiFi-App, die eingestellt werden soll, aktuell aber dafür benötigt wird, Google WiFi der ersten Generation einzurichten. Der neue Nest WiFi hingegen muss in der Google-Home-App eingerichtet werden. Diese verfügt aber auch nicht über alle Möglichkeiten, sodass bei manchen Klicks auf die alte WiFi-App umgeleitet wird. Was ein Blödsinn! Und wir reden hier nicht von irgendwelchen Beta-Versionen oder Vorab-Hardware, den neuen Nest WiFi kann man bekanntlich kaufen.

Nun habe ich, wie einige meiner Kollegen, ein Setup mit dem Google WiFi aufgebaut. Alles läuft über die App ab, jegliche Administration. Diese App ist an euer Google-Konto gebunden, ohne Login kein Zugriff auf App und Google WiFi. Nun ereilte mich am Wochenende ein unschöner Fehler. Der kam schon einige Male bei Nutzern vor – und es gibt keine Lösung.

Aus meiner Home-App verschwand der Punkt WLAN. Weder die Home-App noch die WiFi-App waren der Meinung, dass ich ein Google WiFi besitzen würde. Das WLAN hingegen daheim funktionierte fehlerfrei – ich hatte aber keine Chance, irgendetwas einzusehen oder zu ändern. Die üblichen Methoden versagten: App löschen, neu installieren, andere Geräte testen, etc. Ich hatte also WLAN und keinen Zugriff auf meine eigenen Geräte. Jeder – man entschuldige meine Wortwahl – kack 20-Euro-Mullu-Mullu-Router kann klassisch angesprochen werden, intern im WLAN. Klar, man kann die sicher auch mit einem vermurksten Firmware-Update unerreichbar machen, aber ihr wisst sicher, was ich meine. Google sieht gar keinen Weg vor, außer über deren App.

Lange Geschichte kurz erzählt: In diesem Fall gab es zumindest für mich keine Lösung. Und dann sieht der Support vor, dass man die betreffenden Google WiFi resettet. Man darf dies also bei jedem der Pucks machen, danach sein komplettes WLAN mit allen Einstellungen neu einrichten. Mit Fehlersuche und Neueinrichtung kann also ordentlich Zeit vergehen. Nettes Erlebnis, welches ich beispielsweise bei einer FRITZ!Box nie hatte – und bei der kann man sogar seine Einstellungen sichern. Das kann der Google WiFi eben auch nicht.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Wie keine Webinterface? Weil der Router von Nest muss doch bestimmt hinter ein DSL oder Kabelmodem? Dann müsste dieser doch über eine ip vom DSL oder Kabelmodem Erreichbar sein? Wenn sowas nicht geht und wie Caschy hier schreibt dann ist das teurer Müll da kann ich mir lieber ein Fritz Mesh aufbauen. Das bei meiner Mutter funktioniert jedenfalls tadellos seit dem Einrichten.

  2. Ich wollte mir auch einen zusätzlich als Spielzeug und zum Vergleich der Stadiaperformance holen. Das lass ich dann wohl vorerst und warte aufs nächste Model

  3. Ich weiß der Hinweis klingt abgedroschen, aber wenn man sich Hardware zulegt die auf eine dauerhafte Serviceleistung vom Hersteller angewiesen ist, muss man mit Einschränkungen rechnen wenn der Hersteller einen Fehler in diesem Service hat oder ihn gar nicht mehr unterstützt. Sowas würde ich als Kunde nur mitmachen wenn es einen Vertrag mit vereinbartem Servicelevel gibt – für den Privatanwender in der gängigen Kostenregion eher nicht machbar.

  4. Witzig ist auch, dass der Router kein Assistent ist/hat (Lautsprecher/Mikrofon fehlt). Iwie war ich interessiert, bin bereits deswegen ausgestiegen. Sehe mich bestätigt. Ein Router an den Router, damit er nicht erreichbar ist. So technikaffin bin ich dann doch nicht.

  5. Ärgerlich Sache, die hier beschrieben wird. Mein Google WiFi läuft jetzt seit fast 2 Jahren völlig unauffällig und absolut zuverlässig. Hatte davor mit Fritzbox und AVM-Repeater permanant Schwierigkeiten. Da würde ich jederzeit einen, wenn auch ärgerlichen Reset der Google Pucks vorziehen.

  6. Selbst ein Reset des Google Wifi dürfte doch schneller gehen als die gute alte Fehlersuche bei AVM, oder?

    Bei mir laufen die eero bisher ohne Fehler oder Murren durch.

  7. Ärgerlich und auch richtig den Artikel dazu zu schreiben.

    Als Leser muss man es aber richtig einordnen. Wenn caschy ein derartiges Problem hat erzeugt bdas durch seine Reichweite ein größeres Gewicht als Otto-Normal-Verbraucher. Es sagt erst mal nichts darüber aus wie häufig das wirklich vorkommt.
    Mein Google WiFi läuft seit Tag 1 tadellos und ich hatte nie Probleme das Interface zu erreichen. Aber kann natürlich passieren.

    Dennoch muss jetzt nicht jeder sofort vom Kauf absehen. So gesehen hat jede negative Bericht über Hardware aus Foren usw. eine ähnliche Aussagekraft. Und dann dürfte man sich gar nichts mehr kaufen 😉

    • Richtig. Wenn es läuft ist es super. Schrieb und lobte ich in allen Artikeln davor ja auch 🙂 Der Beitrag sollte ja kein gejammer sein, sondern eher ein: „Kann passieren, dann musst du so und so vorgehen“ 🙂

  8. Mimimi…

    Hab den Blog Eintrag gelesen und so verstanden:
    Es gab ein unerklärliches. Problem mit meinem Google WiFi-Netz. An dem man kaum mehr konfigurieren kann als an einem Chromecast. Dass hat eine ganze Weile funktioniert, bis ich dann doch mal auf einen Fehler gestoßen bin.
    Danach habe ich mich durchaus lange über die scheinbar nicht hundertprozentige. Integration der alten und neuen Geräte geändert (abgesehen davon, dass es eigentlich problemlos funktioniert) und dass es angeblich keine Lösung gibt.
    Dann hab ich gehört, dass ich eben die Geräte ersetzen muß und alles neu einrichten, hab ich mich noch mehr geärgert.
    Nachdem ich mich genug geärgert habe, habe ich den Reset gemacht und alles hat wieder funktioniert.

    Jetzt schreibe ich die Schauergeschichte in meinen Blog denn die Lösung erscheint mir sonst viel zu trivial.

    Soso.

  9. Die Tage hatte Sonos 1 bis 2 Stunden einen Ausfall. Kein Radiosender lief und in der App wurde nichts angezeigt. Keine Playlist etc. zu sehen. Räume mit lokalen MP3s liefen aber wenigstens. Oder als ich einen Ausfall der Internet-Leitung hatte ging Plex nicht mehr. Da habe ich das erste Mal erfahren, dass Plex, obwohl der Content ja bei mir zu Hause liegt, immer eine Verbindung zum Server erfordert. So als müsste man die Plex Lizenz jede Minute prüfen. Die Welt ist verrückt geworden.

  10. Ohje, ich werde heute mein bestehendes Google WiFi durch den neuen ersetzen. Die 2 vorhandene 2 Zugangspunkte sollten ja erhalten bleiben oder? Hoffentlich klappt alles reibungslos

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