Google+ und Google Inbox: Ab heute eingestellt

Das Datum stand bereits seit vielen Monaten fest, nun hat Google die Schalter umgelegt. Google Inbox, der Mail-Aufsatz für das Google’sche Mailsystem sowie das Social Network Google+ sind weg vom Fenster. Die Einstellung hat begonnen, allerdings wird es im Falle von G+ noch längere Zeit dauern, bis die Konten auch alle gelöscht sind. So kann es sein, dass ihr vielleicht irgendwo noch einmal über euer eigenes Profil stolpert.

Google macht auf der Infoseite deutlich, dass die G+-Abschaltung keine Auswirkungen auf andere Dienste des Unternehmens wie Google Mail, Google Photos, Drive oder YouTube hat. Eigentlich schade: Ich war sehr großer Inbox-Fan und auch bei Google+ fand ich als Techie viele Communities mit Entwicklern. Im Falle von Google+ hat Google aber viel falsch gemacht, so viel Murks und halbe Lösungen sowie das totale Unverständnis, dass man etwas gegen Extremisten und Spam tun muss.

Dass Google Dienste einstellt, ist nicht neu, aber dass man so viele gute Dienste aus den Händen der Kunden zerrt, ist unschön. Trägt nicht gerade zur Vertrauensbildung bei den kostenlosen Diensten von Google bei.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. Reader und Talk taten mir persönlich mehr weh.
    Vielleicht tut sich ein großer Schwung von G+ Nutzern rüber ins Fediverse. Das wär mal toll.

  2. „Fediverse“? Nie gehört.

  3. Google+ hatte ich in der Anfangszeit ein paar Mal probiert und bin damit nie klar gekommen. Mit der Inbox ging es mir genauso. Deshalb werde ich die beiden nicht vermissen.

    • Mit Inbox geht mir das auch so, aber das Aus von Google+ finde ich doch schade. Nun war ich da auch nicht so fürchterlich aktiv, aber insgesamt hat es mir als Soziales Netzwerk besser gefallen als Facebook – bis auf die Tatsache natürlich, dass es im Grunde „niemand“ genutzt hat.

  4. Was wird denn aus der Profil-Seite, die man von G+ aus erreichen konnte?

  5. Torsten Appelhagen says:

    @Keule schau mal hier: https://fediverse.party/
    „Fediverse“ ist ein Oberbegriff für verschiedene, dezentrale Netzwerke, die aber miteinander kommunizieren können.

  6. Martin Deger says:

    Meine Inbox Web-App funktioniert noch, da ich das Browserfenster seit heute morgen noch nicht geschlossen habe. Die Benachrichtigung für diesen Artikel habe ich dort gelesen. Ich werde das Browserfenster also nun einfach geöffnet lassen müssen, und Inbox bleibt aktiv. 🙂

  7. bin jetzt bei Openbook und G+ war super weil nicht so ein Spam wie FB

  8. Martin Deger says:

    Google+ habe ich viel genutzt, um mit der Familie Videos und Bilder zu teilen, und auch interessante Diskussionen über verschiedene Themen verfolgt. Schade darum. Ich fand G+ wesentlich seriöser als Facebook (und den „Circles“-Ansatz sinnvoller als den „Freunde“-Ansatz), und viel übersichtlicher als Twitter. Gibt keinen wirklich guten Nachfolger.

    Es war traurig zu sehen, wie in den letzten Monaten immer mehr der Seiten aufgehört haben zu posten. Vor einem Monat waren es bei mir nur noch NASA, der Economist und Android. Dann nur noch NASA und Android, und dann nur noch Android. Dann vor vier Tagen der letzte Post von Android, und seitdem ist G+ wirklich eine Geisterstadt. Und jetzt ist es vorbei.

  9. Dass mich das Ende von Google+ so runterziehen würde, hätte ich nicht gedacht.
    Beim Google Reader war ich einfach nur sauer, aber diesmal bin ich v.a. traurig.

  10. Bin ich froh das der Müll weg ist. Aber vielleicht bringt Google mal persistente Dienste raus die zusammen mal produktiv verwendet werden können.

    Das Vertrauen in Google ist aber eh schon lange weg.

    • „Müll“ finde ich schon übertrieben, auch könnte man beim Lesen solcher Beiträge denken, Google würde jede Woche irgendwelche Dienste einstellen. Natürlich ist das ärgerlich, aber wenn man es mal mit etwas Abstand betrachtet, stellt man fest, dass auch anderen Anbieter schon mal Produkte aus dem Portfolio nehmen, wenn sie nicht (mehr) passen. Das bekommt in aller Regel aber auch keine so große Bühne wie Google, wo so eine Einstellung natürlich im Verhältnis deutlich mehr Nutzer betrifft.
      Wie gesagt, ich kann den Ärger nachvollziehen, aber letztlich ist Google mit seinem Angebot immer noch weit weg davon, nicht mehr produktiv genutzt werden zu können und zudem in der Gesamtheit der Dienste m.E. auch nach wie vor alternativlos.

      • Google hat schon so viele Dienste entsorgt welche ich benutzt hab und so viele Dienste sind veraltet und andere sind verbuggt.

        Stichwort produktiv:
        Sorry produktiv im Sinne von ich erledige damit Arbeit für die mich jemand bezahlt, ist damit nur schwer möglich. Man kann es zwar ertragen, aber warum sollte man wenn es andere Anbieter gibt wo ich einfacher zum Ziel komme? Die Gesamtheit der Dienste ist leider nicht mehr alternativlos sondern so schlecht das andere Anbieter vorbeigezogen sind. Den letzten Dienst den ich als Trashmail genutzt hab war Gmail welcher für mich unbrauchbar geworden ist weil sie ihre API beschränkt haben und andere Dienste wie zB. IFTTT.com ausgesperrt haben. Bis auf die Suche nutze ich nichts mehr von Google.

        Du kannst mir hier einen Dienst von Google nennen und ich erzähl dir was drüber, zumindest von den meisten 😉

        • Naja, so macht eben jeder seine Erfahrungen. Insbesondere die Sperrung von IFTTT kann man m.E. nicht nur Google allein anlasten, denn dass hängt auch damit zusammen, dass IFTTT die geltenden Datenschutzbestimmungen (noch) nicht erfüllt. Da gehe ich im Moment davon aus, dass das kein Dauerzustand ist.
          Ansonsten sind es bei mir tatsächlich nur wenige Google-Dienste, die ich regelmäßig genutzt habe, die aber nun nicht mehr verfügbar sind. Aber die Anforderungen sind ja auch unterschiedlich.

          • Das hat nichts mit nicht erfüllten Datenschutzbestimmungen zu tun sondern das Google API aus Datenschutzgründen unzugänglich macht. Da betrifft ja nicht nur IFTTT sondern auch Apps.

            Google denkt das es besser weis was für meine Daten gut ist als ich selber. Tja nun nutze ich vollends Microsoft … outlook.com bzw. MS Office incl aller Programme. Die betroffenen IFTTT Applets mit Google Diensten hab ich zu Microsoft Flow migriert.

            Die Anforderungen sind gar nicht so unterschiedlich. Wenn man produktiv sich mit anderen vernetzen will kann man das bei Google nur mit Leuten machen welche auch Google Nutzer sind. Binde mal einen iCal Kalender in deinen Google Kalender ein, Google synct die maximal 1mal aller 24h …. hahahahaha … oder gar nicht. Was ich auch schon erlebt hab.

            Ach was solls, Google ist Müll.

  11. Bei google+ habe ich mich vor Jahren abgemeldet, weil ich nichts damit anfangen konnte. Persönlich kannte ich zu wenig Leute die das aktiv mitgemacht haben, und für Fachthemen finde ich auch heute noch Foren wesentlich besser. Über Inbox hab ich nur hier mitgelesen, das hat mich abgeschreckt :-). Persönlich ist die Einstellung der beiden Dienste für mich kein Verlust, wie es z.B. beim Reader der Fall war. Ist natürlich schade für die Leute die das gerne genutzt haben, was mich auch wieder darin bestärkt, von google keine Dienste schwer ersetzbar in meine Workflows zu integrieren. Ok, maps würde mir sehr fehlen, aber das werden sie nicht einstellen.

  12. Ich schaue mir MeWe.com an – Sir Tim Berners-Lee ist im Verwaltungsrat. Hakt auch noch etwas aber man kann auch nicht erwartet, dass etwas neues vom Start weg so läuft, wie andere Dienste nach Jahren…

  13. Genau deswegen bin ich vor einiger Zeit zu outlook gewechselt. Da werden gute software nicht so schnell entsorgt.
    Das nervt mich bei Google extrem. Wenn man sich an etwas gewöhnt hat dann wird es schon wieder gecancelt.

    • Gute Entscheidung … Microsoft ist viel persistenter als Google.

      • Martin Deger says:

        Aber Microsoft hat auch mehr Bugs. Ich nutze Outlook für Android für mein Exchange-Konto der Arbeit, und sehr oft werden E-Mails nicht geladen, wenn man auf die Benachrichtigung klickt. Dann muss man Outlook hart beenden, neu öffnen, warten bis die E-Mail im Posteingang erscheint, und diese dann auswählen. Ebenso funktionieren oft bei längeren E-Mails die drei Punkte für „mehr anzeigen“ nicht. Auch dann heißt es wieder, hart schließen und neu öffnen. Auch ist das Adressenhandling schlecht. Ich hatte eine Spam-Email von „Sexy Babe “ bekommen (also meine E-Mail-Adresse auch als Absender). Für die nächsten Monate wurde dann immer, wenn ich mir selbst eine E-Mail senden wollte, nur „Sexy Babe “ in der Auswahlliste angezeigt, und nicht „Martin Deger „. Fehler in Inbox oder Gmail gab es auch, aber die waren erstens selten, und zweitens meistens schnell gefixt.

      • Martin Deger says:

        Aber Microsoft hat auch mehr Bugs. Ich nutze Outlook für Android für mein Exchange-Konto der Arbeit, und sehr oft werden E-Mails nicht geladen, wenn man auf die Benachrichtigung klickt. Dann muss man Outlook hart beenden, neu öffnen, warten bis die E-Mail im Posteingang erscheint, und diese dann auswählen. Ebenso funktionieren oft bei längeren E-Mails die drei Punkte für „mehr anzeigen“ nicht. Auch dann heißt es wieder, hart schließen und neu öffnen. Auch ist das Adressenhandling schlecht. Ich hatte eine Spam-Email von Sexy Babe (martin punkt deger a t mycompany punkt co) bekommen (also meine E-Mail-Adresse auch als Absender). Für die nächsten Monate wurde dann immer, wenn ich mir selbst eine E-Mail senden wollte, nur Sexy Babe (martin punkt deger a t mycompany punkt co) in der Auswahlliste angezeigt, und nicht Martin Deger (martin punkt deger a t mycompany punkt co). Fehler in Inbox oder Gmail gab es auch, aber die waren erstens selten, und zweitens meistens schnell gefixt. [Sorry, dass ich hier die E-Mail-Adresse nicht richtig schreiben kann, aber die wird sonst überhaupt nicht im Post dargestellt.]

  14. Fetter Daumen nach unten für die Einstellung von Inbox.

    Die Gruppierung der Nachrichten war schon genial, jetzt mit GMail ist das ein einziger Wust an Mails, das macht überhaupt keinen Spaß mehr.

  15. Andreas_Va says:

    Ich bin sehr traurig über das Ende von Google+. Von Anfang an gefiel mir Google+ besser als Facebook. DIe Circles waren angenehmer, als das Freunde-System bei Facebook. Bei Google+ war es leichter zu bestimmten Themen Gruppen oder Seiten und Threads zu finden. Dazu kommt, dass das Kommunikationsniveau bei Google+ sehr angenehm war, was ich von Facebook nicht bestätigen kann. Mit Google+ bin ich von Anfang an sofort warm geworden, was beei Facebook nie der Fall war, weshalb ich Facebook schon mehrmals nach mehreren Anläufen gelöscht habe. Google+ war bisher das einzige Netzwerk, was mir persönlich am meisten zusagte.

    Zur Zeit bin ich bei Diaspora angemeldet, aber schreibe dort kaum, da Diaspora, im Vergleich zu Google+, tatsächlich wie eine Geisterstadt wirkt. Zumindest betrifft das die Themen, über die ich mich gerne austauschen möchte. Diaspora entspricht funktionstechnisch Google+ sehr. Lediglich die Fanseiten und Communitys gibt es (leider) nicht bei Diaspora.

    MeWe gefällt mir nicht. Irgendwie werde ich damit nicht warm. Nach der BETA-Phase möchte ich mir mal Openbook ansehen. Sollte mir Openbook zusagen, wird dies wahrscheinlich ein von mir am meist genutzten Netzwerk werden. Sollte mir Openbook ebenfalls nicht zusagen, werde ich kein soziales Netzwerk mehr nutzen. Dann ist diese Zeit für mich eben halt vorbei.

    Neue Produkte aus dem Hause Google werde ich nicht mehr nutzen. Die Unzuverlässigkeit des Konzerns bei der Beständigkeit seiner Produkte halten mich davon ab. Am meisten getroffen hat mich die Einstellung von Google+, gefolgt von der früheren Einstellung von GoogleTalk. Von Google nutze ich nur noch Mail, Maps und die Suche. Von der Nutzung weiterer Google-Dienste sehe ich ab, wegen der nicht gegebenen Beständigkeit.

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